Legends of Irathar

Mysterien und Legenden von Irathar
 
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 3.Verbannte Botschafter

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Bestie von Argh
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BeitragThema: 3.Verbannte Botschafter   Mi 24 Jun 2015 - 22:23

Es war früh am Morgen als eine der Torwachen von Keresgarth im Beobachtungsturm vier Reiter am Horizont ausmachte.
Die Reiter jagten auf schwarzen Pferden die Straße herab und näherten sich rasant dem Haupttor. Sofort wurde das Tor abgeriegelt und die Wachen zogen sich nach Innen zurück. Schwere Wallarmbrüste wurden vorsorglich auf die Reiter ausgerichtet und eine starke Anspannung lag in der Luft, denn die letzten Reiter hatten schlechte Nachrichten mit sich gebracht.
Die Reiter wurden aufgerufen zehn Meter vor dem Tor stehen zu bleiben und sie folgten diesem Aufruf.
"Wir bringen Botschaft aus dem Süden! Die kleine Aliya dürfte sich über Neuigkeiten freuen!", rief einer der Reiter herauf.
Jeder der Reiter trug eine Maske im Gesicht und die Roben verhinderten ein Abschätzen der körperlichen Statur. Einer der Paladine der Wachen antwortete: "Habt Respekt! Heroldin Aliya ist die auserwählte Herrscherin der Iomadae!". Die Reiter fingen das große Lachen an, aber fassten sich relativ schnell: "Das ist uns wohl bekannt! Ihr könnt euch von der Mauer herab begeben und uns öffnen!", sprach der Reiter mit den erkennbaren Hornstümpfen und der Paladin hob seine Hand: "Verschwindet dorthin wo ihr hergekommen seid! Wenn ich diese Hand fallen lasse, werden alle Krieger in Sichtweite das Feuer auf euch eröffnen!". Ein anderer Reiter, der eine große Zweihandaxt hinten auf dem Sattel mit sich trug wandte ein: "Öffnet das Tor und hört auf zu spielen! Eure Vorhut wurde heute Nacht von den Toten angegriffen und wir wissen nicht ob jemand von ihnen noch lebt!".
"Verbreitet keine Lügen! Die Kriegerstämme sind unser einziger Feind! Solltet ihr weiter Versuchen die Moral der Truppe zu stören, werdet ihr in Kisten in den Süden zurückkehren!". "Ihr seid wahrlich zu jung!", sprach ein Reiter, welcher nicht besonders aufgefallen war: "Wir stehen alle auf eurer Liste! Die Liste der Kreaturen, welche es nicht wert sind zu leben wegen der eigenen Rolle im Krieg!".
Die Wallarmbrüste feuerten, doch kein einziges Geschoss erreichte sein Ziel. Die gesamten Bolzen steckten in einer unsichtbaren Mauer in der Luft und vielen dann zu Boden.
"Dürfen wir jetzt reinkommen?"

Die Alarmhörner von Keresgarth erschallten und der Innere Tempel wurde versiegelt und Truppen in Bereitschaft gebracht.
Ein Bote kam in das Gemach der Heroldin und meldete: "Werte Heroldin! Vier unbekannte Reiter stehen an unserer Pforte! Sie sagen sie stehen auf der Liste Kriegsverbrecher!".


Zuletzt von Bestie von Argh am Di 17 Nov 2015 - 23:09 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Godrik
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Mi 1 Jul 2015 - 0:07

Die Stadttore blieben verschlossen und es dauerte eine ganze Weile, bis nach gefühlten Stunden schließlich ein Priester des Tempels auf dem Wall erschien. Der Priester war komplett in Weiß und Gold gekleidet und trug einen goldenen Helm, der seinen Kopf komplett umschloss - dadurch war es unmöglich das Gesicht des Priesters zu sehen. Der Priester entrollte eine Pergamentrolle, auf deren Rückseite gut sichtbar das Zeichen der Iomedae prangte.
"Höret nun aufmerksam zu, die ihr an den Toren der weißen Stadt wartet, was ich zu sagen habe, der ich den Willen der Heiligen Heroldin, auferstanden durch die Gnade der Iomedae und Schlächterin der Dämonen, verkünde!", machte der Priester seine Anwesenheit lautstark bekannt. Nach einer kurzen Pause, begann der Mann den Willen der Heroldin vorzutragen.

"Ihre Heiligkeit, die von der Göttin Iomedae selbst zur Heroldin auserkorene Aliya Tessaro hat beschlossen den Verbrechern, die zu dieser Stunde vor unseren Toren stehen, den Einlass in die weiße Stadt zu verwehren. Der heilige Boden soll nicht mit der Anwesenheit derartiger Verbrecher, die unzählige und unbeschreiblich grausame Verbrechen begangen haben, beschmutzt werden. Obwohl eure gerechte Bestrafung noch aussteht, ist die Heroldin am heutigen Tage gnädig und gibt euch die Gelegenheit, angefangen ab dieser Stunde, die Lande des Bündnisses innerhalb eines halben Tages zu verlassen. Solltet ihr dieser Aufforderung nicht nachkommen, so werdet ihr drastische Konsequenzen erfahren. So ist es der Wille ihrer Heiligkeit!", las der Priester den Text vor und rollte die Pergamentrolle schließlich wieder zusammen. Während der Priester sich wieder von der Mauer in den Tempel zurückzog, waren von dem Marktplatz hinter den Toren laute Rufe von Fanatikern zu hören, die eine sofortige Bestrafung forderten.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Mi 1 Jul 2015 - 21:39

"Lasst uns gehen!", forderte der Unauffällige seine Kameraden auf wendete mit seinem Pferd, wobei der ehemals Gehörnte und der Axtträger ihm sofort folgten. Der vierte Reiter, welcher bis jetzt geschwiegen hatte blieb jedoch stehen und eröffnete trotzig das Wort: "Der Krieg der euch bevorsteht kommt nicht aus dem Süden! Wir waren oben im Norden, wo sich unser Verdacht bestätigte: Baba Yaga und ihr treuster Verbündeter ruhen nicht mehr und sammeln neue leichtsinnige Verbündete auf jedem Kontinent. Die Wahnsinnigen im Süden kommen im Namen der Kriegsgötter, aber aus dem Norden kommt Pharasmas Heroldin selbst und sie beherrscht ihre göttlichen Geschenke weit mehr als unsere arme kleine Aliya Tessaro. Bestellt Aliya noch diese letzte Nachricht: Süd-Vaisy herrscht mit Stärke in einem kleinen Teil des Südens und solltet ihr jemals euren Groll ablegen, so verbrennt eure Kriegsverbrecherbücher!".
Dann drehte auch er ab und ritt denn anderen hinterher.
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Godrik
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   So 12 Jul 2015 - 22:38

Obwohl im Süden der Krieg drohte, war die große Handelsstraße von Juvarth immer noch äußerst belebt. So befand sich neben den zahlreichen Handleskarawanen auch ein Gefolge aus mehreren Nonnen eines Iomedaeklosters auf dem Weg in die heilige Stadt um eine neue Reliquie prüfen zu lassen. Die Fanatiker, die den Reliquienzug begleiteten waren so sehr in ihre Lobpreisungen und Gebete vertieft, dass sie die vier Reiter gar nicht beachteten.
Einige Meilen von dem Gefolge der Nonnen entfernt, marschierte eine Truppe Orksoldaten, denen ein Hobgoblin mühselig versuchte, das Marschieren in Reih und Glied beizubringen. Man konnte an seinem Gesicht die Müdigkeit und Verzweiflung bereits ablesen, denn die Orks schienen ein hoffnungsloser Fall zu sein. Hätte der Hobgoblin sie nicht mit Pfeife und Peitsche zurückgerufen, hätten die Orks aus Langeweile beinahe die Reiter angerempelt. Stattdessen entstand nun eine Schlägerei zwischen Orks, die sich vom Hobgoblin nichts mehr sagen lassen wollten und denen die die neuen Hierarchien bereits akzeptiert hatten.


Zuletzt von Godrik am Mi 15 Jul 2015 - 11:10 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Mi 15 Jul 2015 - 10:54

"Jämmerliche Gestalten!", raunte einer der Reiter und schüttelte den Kopf als sie den Trupp passiert hatten: "Die Orks hätten niemals Keresgarth eingeäschert, wenn sie damals solche bedauenswerte Kreaturen gewesen wären!" "Das ist aber auch lange genug her! Erinnere dich daran,", sprach der Gehörnte: "dass der Hobgoblinkrieg nicht ihre Wahl gewesen war! Der Tod des Prinzen war der Grund ihrer Niederlage! Eine Sache mehr die auf Marandirs Mist gewachsen war.".
Sie ritten eine Weile und sahen sich nach einer Unterkunft um. Es schien so als hätte jemand bereits Kunde von ihrer Anwesenheit gebracht, da niemand bereit war ihnen ein Nachtquartier anzubieten. Es war eine Unmöglichkeit innerhalb der gegebenen Zeit die Lande des neuen Bündnisses zu verlassen und so suchten sie Unterschlupf in einer Höhle.
Nicht lange vor ihnen musste jemand hier noch kampiert gehabt haben, denn sie fanden bereits eine ausgebrannte Feuerstelle mit wenige Tage alter Asche.
"Ich werde Feuerholz holen.", sprach der Fremde mit der Axt und stapfte nach draußen. Man hörte den Hahn rufen und damit die Botschaft, dass die Zeit abgelaufen war. Er hatte gerade genug Holz gesammelt um mit einem Feuer zu beginnen als ihm eine gemischte Gruppe aus zwei Halblingen, einem Elfen und drei Menschen auffiel, welche sich der Höhle in vollen Waffen näherte.
Leise legte er den Stapel Holz beiseite und griff in die Leere, doch sofort erschien seine Zweihändige Axt in der Hand.

Man konnte ein kurzes Knirschen von Steinchen hören und einer der Reiter verschwand in den Schatten, während ein anderer in seinen Umhang griff und zum Höhleneingang blickte. Wie von einem sechsten Sinn gelenkt drehte sich der Gehörnte zur Dunkelheit in die Tiefe der Höhle und ergriff seinen Wanderstab: "Lasst es bleiben, ihr tapferen jungen Männer! Ihr habt noch so viel vor!".
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Mi 15 Jul 2015 - 22:51

Während vor der Höhle die Anspannung stieg, war die Hauptstraße dicht befüllt, da erneut ein Ikonenzug auf dem Weg in die Heilige Stadt durch das nahegelegene Dorf zog. Diesmal handelte es sich aber nicht um die Mitglieder eines Nonnenklosters, stattdessen waren es jede Menge Fanatiker, die laut und deutlich Iomedae und Sarenrae lobpreisten. Allen voran lief ein Mönch mit einer Standarte, die Iomedae mit goldenem Heiligenschein zeigte. Gleich darauf folgte ein Fahnenträger, der die Fahne zur Ehre der Heroldin in seinen Händen hielt. Darauf folgte eine Gruppe Männer, die behaupteten die alten Knochen der Aliya, bevor sie zur Heroldin auferstanden war, gefunden zu haben.
Manche der Zuschauer schauten angeekelt weg, als auf die Fahnen und Reliquienträger die Gruppe der Gläubigen folgte, die dachten ihren Glauben durch Selbstgeißelungen bezeugen zu müssen. Doch die Hauptattraktion des Zuges aus fanatischen Gläubigen war ein auf den Wagen montierter Käfig, in dem eine Frau gefangen war. Ein Dorfpriester verkündete  den Beistehenden laut, dass es bei der Frau um eine Hexe handelte, über deren Schicksal in der heiligen Stadt entschieden werden würde. Kaum, dass verkündet worden war, dass die Frau eine Hexe sei, brachten einige Mütter ihre Kinder rasch in Sicherheit.
Alles schien seinen gewohnten Lauf zu nehmen, doch plötzlich kam Zug der Gläubigen ins Stocken. Es folgte lautes Geschrei und man konnte deutlich hören wie ein Tumult entstand. Das nächste, was man hören konnte, war ein lautes "Haltet sie! Haltet die Hexe!" aus mehreren Mündern gerufen. Auf für die Beistehenden unerklärliche Weise hatte sich die Hexe aus dem Käfig befreit und rannte nun um ihr Leben in Richtung Wald, dicht gefolgt von einigen Hundert durchgedrehten Fanatikern.
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Do 16 Jul 2015 - 23:35

Als der Reiter mit er Axt den Eingang erblickte, sah er auch einen Inquisitor oberhalb des Ausgangs mit einem Bastardschwert stehen. "Was wollt ihr!?!", brüllte ihm der Reiter entgegen: "Seid ihr alleine?". Der Inquisitor antwortete nicht und hob sein Schwert, bevor er auf den Reiter zustürmte. Nur den Bruchteil einer Sekunde später lag der Inquisitor auf seinem Rücken, sein Schwert zehn Meter von sich geschleudert und der Axt an der Kehle. "Wir sind keine Feinde!", sprach der Reiter, doch der Inquisitor sprach zu ihm: "Ihr seid vogelfreie Staatsfeinde! Seid schnell, eventuell könnt ihr ja noch jemanden da drinnen retten!.
Der Reiter mit der Axt versuchte hineinzurennen, doch kaum hatte er den Blick vom Inquisitor genommen, da packte ihn der Inquisitor am Bein und zog ihn zu Boden, drehte sich über ihn und legte seine Hände um seine Kehle, doch der Reiter legte seine Hand auf den Bauch des Inquisitors und ein kleiner Runenkreis zeichnete sich ab. Dann schleuderte es den Inquisitor hoch durch die Luft. Man hatte das Splittern seiner Knochen hören können als er auf dem Waldboden aufschlug. Ein brennendes Loch war durch seine Rüstung gebrannt und der Brustkorb war aufgesprengt. Der Inquisitor ächzte nur noch einmal bevor er seinen letzten Atemzug tat. Der Reiter mit der Axt preschte in die Höhle, doch dort fand er nur noch ein Massaker, welches unter den Angreifern angerichtet worden war. Ein Elf sah aus als wäre er von einem schweren Gewicht erdrückt worden, während zwei Halblinge mit Einschüssen tot auf dem Boden lagen.
"Niemand verletzt wie es aussieht!", sprach ein Reiter, welcher nun Feuerwaffen in seinen beiden Händen hielt: "Das Inquisitorentraining haben sie im Vergleich zu uns stark verbessert, aber sie sind immernoch schlecht darin ihre Gegner zu wählen!". "Draußen war auch noch einer, Zyrak! Der war aber recht gut muss ich sagen. Vermutlich hatte er mehr als einen Kampf gesehen.", antwortete der Reiter mit Axt. "Oder du hast nachgelassen, Incendras!", antwortete der dritte der Reiter, welcher eben aus den Schatten hervor trat. "Du bist und bleibst gruselig, Noref, aber ich bin immer froh dich dabei zu haben!". "Genug der eigenen Glückwünsche! Wir müssen jetzt rasten!", antwortete der Gehörnte und Incendras erwiderte: "Jawohl, Sal! Versiegel besser den Hinterausgang, dann halte ich wache am Haupteingang bis alle gut ausgeruht sind! Ich freue mich schon darauf Tessar einzusammeln. Uns bleibt nur zu hoffen, dass unsere neusten Informationen auch richtig sind!".
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Di 21 Jul 2015 - 16:59

Die Meute hatte gar nichts von dem Kampflärm gehört, da die aufgeregte Menge viel zu laut war. Die angebliche Hexe rannte durch den Laubwald, über Wurzeln springend und Ästen ausweichend, während ihr die emotional aufgewühlte Meute aus fanatischen Gläubigen hinterher rannte und Steine nach ihr warf. Die Frau rannte direkt auf die Höhle zu, doch bog sie einige Hundert Meter davor nach rechts ab, wobei sie dicht verfolgt wurden. Keiner ihrer Verfolger sah den Inquisitor oder dass die Höhle bewohnt war, stattdessen jagten sie weiterhin die Frau.

Um einen Vorsprung zubekommen schreckte die angebliche Hexe nicht davor zurück ihre "hexerische" Magie zu verwenden. Als würden die Bäume zum Leben erwachen, schossen Wurzeln aus dem Boden und wickelten sich um die Beine der Verfolger, sodass einige stolperten und den Mob verlangsamten. Die Verbissensten unter ihnen brachen die Verfolgung aber dennoch nicht auf, während die gewöhnlichen Bürger bereits die Verfolgung abgebrochen hatten. Die Frau und ihre restlichen Verfolger rannten tiefer und tiefer in den Wald hinein, sodass der Wald allmählich dichter wurde und immer weniger Tageslicht hineinleuchtete. Mehr und mehr der Fanatiker brachen die Verfolgung ab, da sie sich nicht so tief in den Wald von Narwesa hinein trauten, doch ein paar Übermutige ließen sich dennoch nicht beeirren.
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Mi 22 Jul 2015 - 19:18

Weiter im Norden im ehemaligen Ieriviennal stapfte eine in graue Lumpen gehüllte Gestalt durch ein Gebiet, welches auch vor dem neuen Bündnis von den Elfen gemieden wurde, obwohl Leute ihrer Art dort lebten. Die Lebensweber, wie sie von ihren Brüdern genannt wurden, waren bereits seit Jahrtausenden fast ausgestorben. Lediglich vereinzelte kristalline Gräber zeugten von ihrer Existenz. Den Legenden nach kehrten in die kristallinen Gräber die Seelen der Lebensweber zurück und nach hunderten von Jahren würden sie zurückkehren.
Der in Lumpen gehüllte Mann hatte sich ganz gewollt in dieses Gebiet begeben, den er suchte eine Lebensweberin, welche vor fünfhundert Jahren gefallen war: Ileana Silanir.
Der Mann suchte lange in diesem verlassenen Tal und viele der Gräber hatten ihre Leuchtkraft der in ihnen wohnenden Seelen bereits verloren. Schließlich traf der Mann auf einen gigantischen Baum, welcher von feinstem Kristallstaub benetzt war.
Vor dem Baum saß ein Skelett im Schneidersitz und ein für einen Menschen kaum tragbares riesiges Bastardschwert steckte vor ihm in den Boden gerammt. Beim genaueren hinsehen konnte man erkennen, dass es kein Skelett sondern ein sauber natürlich mumifizierter Körper war.
"Du hast also deine Frau hier wiedergefunden!", sprach der Mann und klopfte der Mumie auf die Schulter: "Es tut mir Leid, dass ich euch nicht mehr vereint sehen konnte!".
Der Mann zog die Kapuze seiner Lumpenrobe ab und schneeweißes langes Haar fiel von seinem Haupt bis es auf voller Länge an ihm herabhing. Schreckliche Narben säumten sein Gesicht als hätte das Wetter einen Felsen zerrieben. Seine hellblauen Augen strahlten förmlich aus den Augenhöhlen, welche tief eingefallen waren. "Wir alle hatten mal bessere Tage!", sprach der Mann ruhig und beseitigte die Ranken vor dem Eingang des hohlen Baumes. Der Mann trug einen langen in Lumpen eingeschlagenen Gegenstand auf seinem Rücken, welcher stark an einen Stab oder Speer erinnerte.
Es fing an zu regnen als der Mann den Baum betrat und sich ein weiter überwucherter Korridor auftat. Eine grob geschlagene Treppe führte dort in einer Kreisbewegung in die Tiefe und der Weg endete vor einem wunderschönen Raum, welcher stark an eine Winterlandschaft erinnerte und tief hinter einer mindestens einen Meter dicken Kristallschicht konnte man die Schemen einer jungen schlanken Elfin ausmachen.
Der Mann klopfte gegen den Kristall und sprach: "Wach bitte auf, Ileana! Ich brauche dich!".
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Godrik
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Di 28 Jul 2015 - 20:56

Die "Hexe" achtete gar nicht auf den dunkler werdenden Wald, sondern rannte einfach weiter in den Wald hinein. Ihre wenigen Verfolger waren wohl ebenfalls der Meinung, dass sie sie nicht entwischen lassen konnten, wenn sie ihr schon so lange gefolgt waren. Aufgrund der dichten Bäume und der Wurzeln fielen sie aber öfter mal hin und hatten schon Schwierigkeiten die Verfolgung überhaupt aufrecht zu halten. Im mittlerweile weit entfernten Dorf ging die Prozession derweil ohne Hexe und den fehlenden Dorfpriester weiter in Richtung der Weißen Stadt.
Die Frau rannte weiter eifrig durch den Wald, wobei der Abstand zu ihren Verfolgern immer länger wurde. Man konnte die Laute von allerlei Tieren und Wesen hören, die in diesem Wald beheimatet waren und von den Menschen aufgeschreckt oder hungrig gemacht wurden. Die Frau blieb plötzlich stehen, als sie an einer kleinen Lichtung im dichten Wald ankam und nicht wusste in welche Richtung sie weiter rennen sollte. In der Mitte der Lichtung befand sich ein ausgehöhlter Baumstumpf, aus dem ein Lichtlein geflogen kam. Neugierig geworden, trat die Hexe näher an den Baum heran, obwohl sie hörte dass die Fanatiker rasch aufholten. Als sie äußerst nah an dem Baum war, streckte plötzlich ein Heinzelmännchen seinen Kopf durch das Loch. Erschrocken fiel die Frau rückwärts auf ihren Allerwertesten, während der Dreikäsehoch sie verwundert anstarrte. "Wer klopft so früh an meine Haustür?", fragte das kleine Männchen, wobei es einen seltsamen Akzent sprach und manche Wörter auf unverständliche Weise aussprach. "Ich bin in Not und benötige dringend einen Rat. Bitte...ich werde euch auch dafür entlohnen, sobald ich die Gelegenheit dazu finde! In welche Richtung muss ich gehen, damit ich wieder aus diesem Wald herauskomme?", fragte die Frau, wobei sie mit jeder Minute, die verging aufgeregter wurde. "DA hinten ist sie! Gleich haben wir sie, Brüder!", rief einer der Fanatiker aus, doch stolperte er so gleich über einen niedrigen Ast.
"Belohnung ja? Dort entlang, Liebes!", bemerkte das kleine Männchen nur und zeigte mit seinem Zeigefinger die Richtung. "Habt tausendmal Dank!"; bedankte sich die Hexe in aller Eile und weg war sie. Schließlich kamen auch ihre Verfolger zu dem Männchen.
"He Kleiner! Wohin ist die Hexe gerannt?! Ihr habt ihr doch mit Sicherheit geholfen? Sprecht schnell wohin sie ist und euch wird nichts geschehen. Wenn nicht - nun dann kann ich für nichts garantieren", befahl der Erste der Fanatiker der mit einem primitiven Holzprügel dem Heinzelmännchen drohte. "Hihihi, keine Sorge, der Herr. Dort entlang!", antwortete das kleine Männchen und zeigte den Männern sogar den Weg mit einem kleinen Lichtlein. "Immer dem Licht hinterher, dann könnt ihr sie nicht verfehlen!", erklärte der Kleine, wobei die Männer kaum ein Wort verstanden. Sie rannten sofort dem Licht hinterher ohne sich zu bedanken, in der Gewissheit die Hexe jeden Moment einzuholen. Kaum, dass sie verschwunden waren, begann das Heinzelmännchen beherzt an zu kichern und rieb sich schadenfreudig die Hände. "Eine Speisung für die Trolle und eine Belohnung für mich. Besser könnte ein Tag nicht beginnen. Hehehe!", sang das kleine Männchen und kehrte zufrieden zurück in seine Baumstumpfwohnung.
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Mo 10 Aug 2015 - 22:58

"Bleibt fern, Tessar!", sprach eine Stimme hinter dem Mann: "Du bist nicht hier im Frieden! Verlasst diesen Hain sofort und kommt nie wieder zurück!".
Die Stimme kam von Garivielle, welcher seinen Zweihänder kampfbereit vor sich hielt: "Ihr wollt Insa beleben! Ileana hatte mich bereits davor gewarnt! Ihr seid extrem pünktlich, wenn es um ihr erwachen geht, aber wie gesagt: Sie will euch nicht helfen!".
"Bleibt ganz ruhig, Garivielle! Ich will eurer Geliebten nichts antun! Ich will lediglich die meine wieder zurück!", antwortete Tessar und drehte sich vollständig um: "Legt die Waffe beiseite, dann geht das für uns beide besser aus!" "Ihr beide wart nie ein Paar! Sie weiß nur wie sie euch steuern kann! Es ist und bleibt Marandirs Frau und ohne Grenzen finster! Wenn ihr wirklich im Frieden gekommen wärt, dann hättet ihr diesen Ort nicht mit diesem Artefakt besudelt!", unterstützte Garivielle seine Meinung und ließ Tessar nicht aus den Augen. Tessar blickte zum Kristall vor Ileanas Kammer und wieder zurück auf Garivielle. Er schüttelte mehrfach den Kopf.
"Ich habe diese Art der Abneigung erwartet!", sprach Tessar noch aus, bevor Garivielle davon geschleudert und von seinem eigenen Schwert festgenagelt wurde und Tessar seinen Satz beendete: "Deshalb habe ich einen guten Freund bei mir! Komm Varnash, schau dir unseren alten Freund mal mit deinen eigenen Augen an.". Tatsächlich trat Varnash hervor in der alten Robe des Hoherats und mit einer der Magierkriegsmasken im Gesicht. Tessar wandte sich Ileana zu sprach: "Trete hervor und hilf uns! Wir brauchen Insa, sonst holt sich diese Frau jemand anderes!".


Zuletzt von Bestie von Argh am Fr 14 Aug 2015 - 22:43 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Fr 14 Aug 2015 - 13:03

Der Kristall explodierte und hunderte Splitter schossen durch den Eingang zu Ileanas Kammer, doch Tessar wich nicht aus. Wie ein Sommerregen fielen die Kristalle vor ihm zu Boden, doch kaum war die Sicht für ihn wieder frei, da wurde er von einer blauen Explosion erfasst und aus dem großen Baum geschleudert. Mit großer Mühe landete er auf seinen Füßen, nur um einen Bruchteil einer Sekunde später nur wenige Zentimeter vor seinem Auge eine Klinge auszumachen. Als diese Klinge sein Auge traf, zerbrach sie in ihre Einzelteile und der Arm der zugestoßen hatte, verrenkte sich und man konnte das brechen von Knochen hören.
Ileana war jedoch nicht gestoppt und ungesehen jagte ihre zweite Klinge in Tessars Flanke und ließ ihn zu Boden gehen. Doch die Zeit lief rückwärts. Vor ihren Augen wich die Klinge wieder aus Tessars Körper und stattdessen schoss ein leuchtender Speer durch ihr Handgelenk und die magische Energie verbrannte ihren gesamten Unterarm bis auf einen Stumpf.
Schreiend und wild fluchend lag sie auf dem Boden, doch fasste sie sich schnell wieder. "Ihr dürft Insa nicht wieder holen! Ihr müsst alles vernichten was mit ihr zu tun hat! Denkt daran, dass ihre Sense noch immer im Stumpf des versunkenen Magierturms liegt. Löscht sie bitte einfach nur endgültig aus...", konnte sie noch sprechen, bevor sie sich zu blauen Funken auflöste und vom Wind davon getragen wurde. Garivielles Körper lag leise vor Schmerz wimmernd neben dem Baum.
Mit einer kurzen Handbewegung schoss ein Energiespeer aus Varnashs Hand und verbrannte den Körper zu Asche. Ein lautes Jaulen entfuhr dem Körper, dann war keine Spur von Garivielle mehr übrig. Lediglich sein Schwert steckte noch im Waldboden.
Varnash und Tessar verließen den heiligen Ort der Elfen und machten sich auf zum versunkenen Magierturm. Sie bemerkten nicht, dass hinter ihnen Garivielles Schwert zu leuchten begann und langsam Gewebe aus dem Griff hervorwuchs.
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   So 16 Aug 2015 - 22:48

Die junge Frau eilte durch den Wald, wobei sie der Richtung folgte, die das kleine Männchen ihr verraten hatte. In der Ferne hörte sie allerdings seltsame Geräusche und grauenvolle Schreie von Menschen, die abrupt verstummten. Panisch beschleunigte die angebliche Hexe ihr Tempo und stolperte mehr durch den Wald als, dass sie zielgerichtet vorankam. Schließlich kam sie erneut vom Weg ab und gelangte nun wieder tiefer in den dichten Wald anstatt aus ihm heraus. Sie rannte eine ganze Weile weiter, bis sie sich erschöpft an einen Baum lehnte. Obwohl es helligster Tag sein müsste, war es im Wald dennoch finster und nur wenige Lichtstrahlen schafften es überhaupt durch das dichte Blätterwerk hindurchzubrechen. Die Frau schaute herum und entdeckte einzelne Lichter, die sich im Wald bewegten.

In der Hoffnung auf andere Menschen oder sonstige freundlich gesinnte Lebewesen zu stoßen, lief die Hexe auf die Lichter zu. Je näher sie kam, desto mehr Lichter konnte sie sehen und schließlich war sie auch nah genug dran um zu erkennen, dass die Lichter von Laternen stammten, die eine ganze Kolonne von Reisenden in ihren Händen trugen. Noch während sie noch überlegte woher die Reisenden wohl herkamen und wo sie hinwollten, wurde sie auch schon von hinten gepackt und aus dem Gestrüpp heraus auf den Trampelpfad gezogen, wo sie zu Boden geworfen wurde.

Während sie den Kopf hob um, die Reisenden anzuschauen, die überrascht stehen geblieben waren, konnte sie kalten Stahl an ihrem Hals spüren. Sie schaute an dem Säbel hinauf und sah einen schlanken Elfenkrieger mit silbern-weißen Haaren und heller Haut. Während sie den Blick wandern ließ und bemerkte, dass der Großteil des Trosses aus Elfen und Menschen bestand, wurden ihr Fragen nach ihrer Herkunft und ihren Absichten gestellt. Neben einigen elfischen und menschlichen Zivilisten, die auf Eselskarren und Pferden ihr Hab und Gut transportierten, befanden sich auch zahlreiche Elfenkrieger unter den Reisenden.
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Di 25 Aug 2015 - 20:19

"Danke, Varnash!", sprach Tessar und wärmte sich am Lagerfeuer. Sie hatten sich einen versteckten Platz gesucht um nicht von Fremden überrascht zu werden. "Deine Fähigkeiten begeistern mich sehr. In den letzten fünfhundert Jahren hast du mich wohl gelehrt, aber selbst hast du unglaubliche Kräfte gewonnen!" "Lass das, Tessar! Wir Magier leben von der Verfeinerung unserer Kräfte und ich habe lediglich Rockas studiert und ein wenig mich mit seinen Runen beschäftigt. Ein gnadenlos überlegener Mann, den wohl niemand jemals so richtig verstehen wird.", antwortete Varnash und blickte hinaus in den Nachthimmel: "Tessar, der Mond wacht über dieses Land. Es wird eiskalt werden in den nächsten Monaten. Baba Yagas Blick ist überall. Einige Jahrtausende her, dass ich ihre Macht gespührt habe, aber sie ist nicht die einzige. Mindestens vier recht mächtige Männer durchqueren dieses Land und suchen uns. Wir müssen vor der Morgendämmerung losziehen, sonst werden sie unser Eindringen in den versunkenen Magierturm verhindern.".
"Viele Seelen fliehen bereits aus dem Norden und nicht lange und Flüchtlinge werden sich in Keresgarth tümmeln. Du sprichst nicht viel Neues!", erwiderte Tessar und legte sich hin zum Schlafen. Varnash hingegen blickte weiter umher und zum blauen Mond: "Yaga, diesmal kriegen wir dich!".
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Mi 16 Sep 2015 - 1:37

Die junge Frau musste sich jeder Menge Fragen stellen, die sie nach bestem Gewissen beantwortete. Der Elf schien aber trotzdem ihr noch nicht wirklich zu trauen, erst als eine Elfenpriesterin erschien und ,nach einem Blick auf die gesuchte "Hexe", verkündete, dass die Frau rein von allem Bösen war, steckte der Elf das Schwert zurück und der Tross setzte den Marsch durch den Wald fort.
Etwas verwirrt blieb die Frau, da so plötzlich alle an ihr vorbeizogen ohne sie zu beachten. Alle bis auf die Priesterin. "Wie ist dein Name mein Kind? Wenn du ohnehin vor diesen verrückten, fanatischen, einfältigen Seelen fliehen musst, dann komm doch mit uns! Wir scheuen uns nicht vor Druiden und Hexen aller Art! Ganz im Gegenteil!", entgegnete die Priesterin und half der jungen Frau auf. "Ellaine ist mein Name! Ich komme aus Untersteinhausen, ein bedeutungsloses Kaff nicht weit von Brunnthal entfernt", antwortete Ellaine, froh darüber endlich Leute gefunden zu haben, die sie nicht gleich an den nächsten Baum hängen wollten wegen "Ketzerei".
"Wohin geht ihr denn? Und wieso seid ihr überhaupt aufgebrochen? Ich dachte der Krieg findet im Süden statt, aber ihr flieht doch aus dem Norden!?", fragte Ellaine verwirrt, doch die Priesterin wusste sofort zu antworten. "Oh mein Kind, der Krieg im Süden ist nichts gegen das, was kommen wird. Unser Orakel hatte eine Vision der Götter und den Untergang von ganz Irathar vorhergesehen. Unsere gesamte Welt, wie wir sie kennen, wird eine kalte, leblose Eiswüste sein, in der nichts mehr blühen und gedeihen wird. Dieser Wald wird in der Kälte jämmerlich eingehen und sterben, wie alle Lebewesen Irathars. Glücklichweise waren die Götter gnädig und haben dem Orakel Tiuldara eine weitere Vision geschickt, wie wir dem Untergang dieser Welt entfliehen können. Aber wie du sehen kannst, haben nur wenige Seelen den Worten des Orakels geglaubt. Aber wenn der Zeitpunkt kommt, an dem die Vision Wirklichkeit werden wird und alle Heere von den Heerscharen aus dem eisigen Norden überrollt werden, werden wir in einer neuen Welt ein neues Leben beginnen! Kommst du mit uns, Ellaine? Der Untergang ist unausweichlich!", erklärte die Elfenpriesterin, während die beiden dem Tross folgten.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Mi 16 Sep 2015 - 16:52

Die Sonne erhob sich am Horizont und Tessar und Varnash ritten auf ihren lang gedienten Magierpferden in Richtung des Turms. So früh war außer einigen Bauern niemand unterwegs. Rasend schnell schossen sie durch Wälder und Ebenen als wäre das Unterholz kein Widerstand für ihre Reittiere. "Die vier anderen sind ebenfalls unterwegs zum Turm!", rief Varnash zu Tessar und setzte fort: "Sie verschleiern ihre Identität zu gut als das es weiße Paladine der Stadt wären. So wie es aussieht werden wir jedoch vor ihnen ankommen.". Varnash hielt inne, dann gab er seinem Pferd den Befehl zur Eile. Tessar folgte sofort. Wer sie jetzt erblickte wusste sofort, dass sie Magier waren, denn die Hufe schimmerten silbern und weiße Funken umhüllten jeden Schritt, während die Pferde um ein vielfaches schneller dahineilten. "Warum diese plötzliche Eile?", fragte Tessar und Varnash antwortete: "Die Wachen sind verschwunden, aber kein Lebender hatte sich sonst dem Turm genähert. Ich habe mit einem magischen Auge an den Ort geschaut und untote Soldaten sind dabei das Tor einzureißen! Aus der weißen Stadt hat sich außerdem die Garde erhoben auf ihren Pegasi! Wir müssen schnell sein oder wir werden hier nicht lebend herauskommen! Die Chancen stehen nun egal was wir tun schlecht!".
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Godrik
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Di 22 Sep 2015 - 21:15

"Ich folge euch! Es gibt sowieso nichts und niemanden, was mich noch in dieser Welt halten würde. Ich habe schon lange keine Familie mehr und ich habe nicht vor in einer Zelle dieser Verrückten zu enden oder gar auf dem Scheiterhaufen", entgegnete Ellaine und folgte der Elfenpriesterin, die so anders wirkte als die Priesterinnen der Sarenrae und der Iomedae.
"Die Zwerge wollten auch nichts von der Vision des Orakels wissen? Oder die Halblinge?", fragte die junge Frau, während sie mit der Priesterin den anderen des Trosses folgte. "Die Zwerge? Sie haben Tiuldara als Verrückte bezeichnet, die zuviel Pilze gegessen habe und deshalb an Wahnvorstellungen leide. Wie du siehst wollten auch viele Menschen und Elfen nichts von der Vision wissen. Wir sind nur der kleine Kreis, der ihren Worten glaubt", antwortete die Priesterin.
Sie liefen noch die ganze Nacht durch Narwesa, immer den Wegweisungen des Orakels folgend. Als sie am Ufer Thamors ankamen, ging bereits die Sonne auf. In der Bucht die Nord von Südthamor trennte waren zahlreiche Schiffe zu sehen, die stark beschädigt im Wasser trieben oder gesunken waren.


Zuletzt von Godrik am Fr 9 Okt 2015 - 23:38 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Do 24 Sep 2015 - 16:08

Ein wuchtiger untoter Riese zog einen Trümmer nach dem anderen vom verschütteten Eingang des ehemaligen Magierturms. Fast einhundert Skelette in Waffen und Rüstungen standenum den Riesen und warteten auf den offenen Eingang. Es waren auch einige wenige Skelettmagier dabei, welche die Truppen mit Magie her gebracht hatten. Lediglich ein geringer Lich begleitete die Expedition, doch wie schon früher waren Liche für Sterbliche erhebliche Gegner.
Die Paladine der Garde ritten auf den schnellsten gesegneten Pegasi, welche Iomadae der weißen Stadt geschenkt hatte und ihre Rüstungen strahlten wie die Mittagssonne. Es sah aus als würden Iomadaes heilige Flammen selbst zum Turm schießen.
Der Lich hatte sie jedoch schon lange wahrgenommen. Hinter ihm hatte der Riese eben den letzten Brocken entfernt und der Lich machte sich daran das magische Siegel des Turms zu brechen.

Die herannahenden Paladine teilten sich auf in drei Gruppen. Der größte Teil flog weiter zum Turm, während die anderen in Richtung Tessar und Varnash oder zu Zyrak und den anderen flogen.


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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Mi 30 Sep 2015 - 17:08

Einer der Skelettmagier hatte sich sofort den Pegasi zugewandt und war mit mehreren dutzend Skeletten verschwunden, nur um wenige Sekunden später über den Pegasi vom Himmel zu regnen und sich mit Schwertern und Klauen über sie herzumachen. Doch die meisten stürzten nur wirkungslos in die Tiefe, während wenige wirklich die geschickten Pegasi treffen konnten und rasch von den Reitern niedergeschlagen wurden. Nur ein oder zwei Paladine wurden unglücklich getroffen und stürzten ab. Ihre Kameraden sausten herbei und retteten sie, doch kaum hatten sie sie aus ihrer Notlage befreit, als auch schon weitere Skelette vom Himmel zu regnen schienen. Der Großpaladin der Garde erkannte jedoch rasch die Situation und tauchte durch die Wolken und enthauptete den untoten Magier, welcher jegliche Skelette aus dem Fall über die Gruppe zurück teleportierte. Das Schauspiel endete sofort, wenn auch unter Verlust von drei Paladinen, welche beim Versuch ihre Kameraden zu retten umgekommen waren.

Zehn Pegasi landeten vor Tessar und Varnash und ein Leutnant ergriff das Wort: "Fort aus diesem Land, Hexer! Euresgleichen sind hier nicht willkommen!". "Wir sind unterwegs um euch zu helfen und nicht um zu kämpfen!", antwortete Varnash. "Genug eurer Worte! Verlasst das Land wieder in Richtung Norden von wo ihr hergekommen seid. Ihr Magier seid in diesem Land nicht mehr willkommen!", sprach der Leutnant und wies in Richtung Norden: "Geht!". Varnash ließ sein Ross einige Schritte auf den Paladin zu laufen, doch goldene Fesseln schossen aus der Erde und rissen ihn vom Pferd. "So ist das also! Einst krähte nur der unfähige Basiliskenorden so laut, aber es scheint euer Hahnenstall kreischt um einiges lauter!", sprach Varnash trotzig und blickte dem Leutnant in die Augen: "Ihr habt noch nie gegen einen Magier gekämpft, junger Mann! Ich will nicht eure goldene Karriere beenden und falls ihr glaubt, dass dies eine Drohung war, so habt ihr recht! Ich bezweifel sehr stark, dass ihr auch nur irgendeine Ahnung habt, wer oder was euch hier heimsucht!". Der Leutnant blickte zur weißen Stadt und dann wieder auf Varnash: "So sei es!".
Eine große flammende Säule schoss vom Himmel herab und ließ Varnash verschwinden. Lediglich die schwarze Kontur seines Körpers war noch schemenhaft zu sehen.
"Und ich wiederhole mich! Ihr habt keine Ahnung wer oder was euch heimsucht!", brüllte eine tiefe Stimme aus den Flammen bevor die goldenen Ketten aus dem Feuer schossen und den jungen Leutnant vor den Augen seiner Männer erdrosselten und in der Luft erhängten.
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Fr 9 Okt 2015 - 23:46

Da es mittlerweile Tag war löschten die Wanderer die Kerzen ihrer Laternen und machten sich an den Abstieg die Klippen hinunter um zum Hafen zu gelangen, in der Hoffnung einige Schiffe für die Überfahrt zu finden. Viele der Elfen und Menschen waren jedoch völlig erschüttert angesichts des Bildes, dass sich ihnen in der Bucht bot: Zahlreiche zerstörte Schiffe trieben brennend oder zu Kleinholz verarbeitet im Wasser, in dem auch einige Leichen schwommen. Noch überraschter waren die Flüchtlinge, die dem Wort des Orakels folgten, über die Zeltstadt die am Strand bis zur Hafenstadt aufgebaut war und über der ein großes Banner wehte, das ein Schwein zeigte. Endlos schockiert und durcheinander waren sie aber, als sie sahen dass Goblins und Zwerge die Zeltstadt bewohnten und mit Aufräumarbeiten beschäftigt waren. Erst jetzt bemerkte auch Ellaine, dass in der Bucht, die Nord von Südthamor trennte, einige seetüchtige Schiffe fuhren und Treibgut einsammelten.
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Sa 10 Okt 2015 - 22:36

Die Reiter, welche auf Zyrak zuflogen stießen herab aus den Wolken und fanden sich lediglich einer Person gegenüber, die durch den Wald rannte. Drei warfen sich mit ihren Pegasi vor diese Person, während der Rest ausschwärmte um zu suchen. Im Gegensatz zu Tessar und Varnash war Zyrakstrupp bereits vogelfrei erklärt worden und die Paladine stürzten sich sofort auf den rennenden Magier, doch ihre Lanzen gingen ins Leere. Die Lanzen durchdrangen die Gestalt, aber die Form verschwand in schwarzen Schwaden.
"Wo ist er hin?", brüllte ein Paladin und zog sein Schwert vor die Brust und gleißendes Licht erhellte alles in einem Radius von fast dreißig Metern. Die Klinge leuchtete in weißem Feuer und die anderen beiden Paladine taten es ihm gleich. Lediglich unter den Pferden der Paladine war noch Schatten und genau von dort kam der erste Angriff.
Das zerberstende Metall kreischte als eine riesige Klinge durch den Paladin schoss und mit seinem Leben auch das Feuer seines Schwertes endete. Kaum waren die Paladine kurz abgelenkt flog ein schwarzer Speer auf sie zu und durchbohrte sie beide, bevor sich die Schatten wieder sammelten und die Gestalt weiter zum Turm rannte. Viele der suchenden Paladine hatten es jedoch gemerkt und Flammensäulen schossen vom Himmel herab und zwangen die Gestalt weg vom Turm.
"Vernichtet ihn!", brüllte der befehlshabende Paladin und bekam eine prompte Antwort: "Nicht durch euch!". Er hatte seine Worte kaum ausgesprochen, da fühlte er bereits etwas kaltes im Gesicht, worauf er zu seiner linken Seite blickte und sein Blick dem Rücken eines Pistolenlaufs hoch wanderte. "Was bei den...", kam noch von seinen Lippen, bevor eine Kugel seinen Kopf durchdrang und sich die Paladine wie ein aufgeschreckter Schwarm Insekten aufteilten.
Es sah aus als ob ein Gewitter in der Wolke ausbrach, doch statt Regen fielen Reiter und Pegasi tot zu Boden bevor Zyrak auf einer fliegenden Scheibe hervor kam und weiter in die Richtung des Turms schoss. Es kamen zwischen den Bäumen nun auch die anderen zwei Gestalten von Sal Patros und Incendras hervor und folgten ihnen.
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Mi 14 Okt 2015 - 16:35

Während die Kolonne den schmalen Wanderpfad die Klippen hinunter zum Strand hinabging, dauerte es nicht lange und ein Hornsignal war zu hören. Während der Großteil der Goblins weiter Treibgut einsammelte oder generelle Reparaturen an Schiffen und am Hafen durchführte, macht sich ein kleiner Trupp mit Speeren bewaffneten Goblins auf in die Richtung der Reisenden. Ellaine und die Anderen waren ganz baff, als die Goblins vor ihnen standen und in akzentfreier Allgemeinsprache sprachen. "Wohin des Weges werte Wanderer? Können wir vielleicht behilflich sein?", fragte einer der Goblins, der einen viel zu großen Hut aus Reisstroh auf dem Kopf hatte.
"Nach Südthamor! So weit vom Norden weg wie es nur geht! Wir sind nur auf der Durchreise! Aber vielleicht wollt Ihr ja mit uns kommen, sobald ihr von der Vision des Orakels gehört habt!"; antwortete die Elfenpriesterin. "Hmmm könnte ne Weile dauern, bis ihr übersetzen könnt. Aber wir können uns solange ja sicher anhören, was euer Orakel so zu sagen hat!", erklärte der Goblin und winkte die Reisenden durch.
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Mo 19 Okt 2015 - 11:41

Als die Flammen aufhörten zu brennen gab es keine Spur mehr von Varnash und Tessar und die Paladine erhoben sich in die Luft um sie zu suchen.
Sie erblickten das gebrochene Siegel des ehemaligen Magierturms und preschten darauf zu. Zwei Gestalten sprangen eben in den Turm als die Augen der Paladine sie erblickten. Die Reiter landeten beim Turm und sprangen von ihren Pegasi als plötzlich ein Pegasus mit den Hufen zutrat und seinen Reiter tötete. Auch die jüngeren Paladine begannen ihre Schwerter zu ziehen und aufeinander loszugehen. Der Großpaladin und vier weitere Paladine kamen aus dem Wald gerannt und die Ausstrahlung des Großpaladins beendete den Wahnsinn. "Bleibt ruhig meine Brüder! Wir Paladine dürfen nicht dieser finsteren Magie verfallen und müssen einen klaren Kopf bewahren! Zahlreiche Untote sind durch Hammer und Schwert bereits gefallen und die übrigen werden wir nun in der Tiefe des Turms vernichten.", sprach der Großpaladin und zog seinen Schild vor seinen Körper bevor er auf den halb zerfallenen Treppenvorsprung im Inneren des Turms sprang. Die Paladine folgten ihm rasch, doch der zurückgebliebene Wachposten hauchte nur einen Moment später sein Leben aus. Zyrak, Sal, Incendras und Noref folgten den Paladinen in sicherer Entfernung in den Turm und Norefs Schatten versteckten sie in den finsteren Tiefen der Ruine.
Selbst fünfhundert Jahre nach der Katastrophe war der Turm immernoch ein massives Monster von endlosen Korridoren und riesigen Sälen. Teilweise fand man noch niedere Dämonen vor, aber von den Untoten und dem Lich keine Spur.
Der erste halb verschüttete Saal den sie fanden war der ehemalige Thronsaal, welcher einen der höchsten Räume des Turms ausgemacht hatte. Die ausgetrockneten Einzelteile eines riesigen Dämonenlords bedeckten den Boden und Klauenspuren eines Drachen waren zu sehen.
Weit vor ihnen jagten Varnash und Tessar hinter den Skeletten her in die Tiefe. Die Paladine und Zyrak verloren mit ihrem langsamen Tempo massiv an Zeit, während sich immer wieder Skelette in Varnashs und Tessars Weg warfen um sie zu verlangsamen.
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Fr 23 Okt 2015 - 20:36

Während die Goblinpatrouille aus Yari Ashigaru und dem Hauptmann mit Reisstrohhut die Reisenden auf dem Weg die Klippen hinunter an den Strand begleiteten, versuchte der Goblinhauptmann ein Gespräch mit der Priesterin zu beginnen. Diese schien es aber nicht gewohnt zu sein, dass ein Goblin die Allgemeinsprache derart akzentfrei sprechen konnte. "Wovon spricht das Orakel denn so genau? Plumpst der Himmel uns auf den Kopf? Werden wir von einem großen Tsunami ans Ende der Welt geschwemmt werden? Fällt uns unter den Füßen die Erde weg und ein Supervulkan bricht aus?", fragte der Goblin wissbegierig, die Elfenpriesterin konnte sich aber nicht genau entscheiden ob der Goblin es ernst meinte oder ob das was er sagte nur so vor Sarkasmus triefte.
"Weder noch! Das Orakel Tiuldara hat eine noch viel schrecklicher Vision gehabt! Ganz Irathar wird sterben! Alle Lebewesen werden von der Kälte des Todes aus dem Norden allen Lebens beraubt werden und niemand außer Baba Yaga und ihre untoten Diener werden die Welt bevölkern! Aber ihr und eure Anführer sollten wohl besser das Orakel selbst hören! Ich kann für euch nur hoffen, dass eure Anführer weiser sein werden als die Zwerge oder Halblinge, die uns nicht ernst genommen haben!", erklärte Lorena, die Elfenpriesterin, die für die Versorgung des Orakels verantwortlich war und auch eine der Anführerinnen der Reisenden war.
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   So 25 Okt 2015 - 23:13

"Wer will auch glauben, dass im Norden noch eine Gefahr besteht!", rief ein Goblin, der auf einer Holzkiste saß und einen Hut aus Reisstroh trug. Er richtete sich auf und blickte auf die Elfenpriesterin herab: "Tausende Jahre ist der Norden friedlich und abgesehen von ein paar Barbarenaufständen und einem Erdbeben vor fünfhundert Jahren hat man ja nichts mehr mitbekommen!".
Flink sprang der Goblin von der Kiste und vor die Füße der Elfin: "Die Männer aus dem Süden wurden von Nachtmahren und Untoten begleitet und wir wissen alle, dass im Süden dieses Gesindel nicht haust!".
"Wir wissen nicht ob es stimmt, aber wenn die alte Hexe Baba dahinter steckt, dann benötigen wir mehr als tausend Goblins, Zwerge und fünf Millionen Menschen aus dem heutigen Menschenreich!", sprach ein anderer Goblin, welcher mit einem Wanderstab nun aus dem Sichtschatten des anderen Goblins getreten war: "Wollt ihr nicht lieber bleiben und euch bereit machen diesen Kontinent zu halten?". "Wigurz hat recht! Wir brauchen mehr Leute um gegen Nord und Süd gleichzeitig zu kämpfen, aber ich sehe nur wenige Leute mit dem Mut in diesem Krieg der Fahne treu zu bleiben!", sprach Numsgil und zog den Strohhut vom Kopf.

Im Turm hatten plötzlich Varnash und Tessar die Spur der Skelette verloren. Noch immer wirkte der Turm eigenartig und belebt, da überall magische Lichter flickerten und Käfer, Insekten sowie geringste Dämonen umher krochen. Sie folgten nun nur noch ihrem Instinkt und fanden sich schließlich in einer hellen von wunderschönen Blumen durchwachsenen Halle wieder. Insekten brummten fröhlich in der Luft und sogar einige Tiere fanden sich hier wieder. Alleine der Anblick entspannte Tessar bereits zutiefst, doch Varnash riss ihn zu Boden bevor ein Skelett ihn enthaupten konnte. "Nichts ist hier real! Die Untoten sind nicht verschwunden! Sie haben uns erwartet!", sprach Varnash und spaltete das Skelett entzwei.
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