Legends of Irathar

Mysterien und Legenden von Irathar
 
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 3.Verbannte Botschafter

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Godrik
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Mo 26 Okt 2015 - 21:02

"Dann müsst ihr euch an den Zwergenkönig und seine versoffene Bande wenden, die uns als wahnsinnige Irre, die vor alten Schreckgespenstern wegrennen und unnötig Panik verbreiten, bezeichnet haben. Unser Orakel hat eine Vision der Götter selbst erhalten und sie hat nur Tod und Zerstörung gesehen. Ich sehe nicht ein warum wir unsere Leben für einen sinnlosen Kampf opfern sollen, der nicht zu gewinnen ist. Wir werden diese Welt verlassen, so wie es uns das Orakel vorausgesagt hat. Und ich bin überzeugt davon, dass alle die mit mir und dem Orakel reisen der selben Meinung sind! Aber vielleicht seid ihr Goblins ja nicht fähig die immense Bedeutung einer solchen Vision überhaupt in Gedanken fassen zu können. Wir sollten den Göttern dankbar sein, dass sie uns früh genug diese Vision geschickt haben, damit wir rechtzeitig fliehen können und stattdessen schlagt ihr vor, dass wir gegen das Unausweichliche kämpfen? Wollt ihr etwa die Weisheit unseres Orakels anzweifeln?", entgegnete Lorena, die nicht in ihren kühnsten Träumen vorhatte auch nur eine Schlacht gegen Baba Yaga zu kämpfen.
"Paaah. Typisch Elf - Rennt immer weg, wenns mal Arbeit gibt!", brummelten ein paar Zwerge, die dem Gespräch gelauscht hatten.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Mo 26 Okt 2015 - 23:24

Einige Runen flackerten auf bevor Varnash den Boden anfasste und die gesamte Illusion in staubfeine Partikel zerbrach. Erst jetzt wurde sichtbar, dass der gesamte Raum nur künstlich aus den Skeletten erschaffen worden und der ehemalige Raum an dieser Stelle von Drachenfeuer geschmolzen war. Von allen Seiten rannten die Skelette herbei und Varnash wollte eben eine Rune zeichnen als Tessar ihn am Bein packte und rief: "Nein, du musst dich schützen!", bevor eine Explosion von Tessar ausgehend den Boden des Skelettsaals wegsprengte und beide in die Tiefe fielen.
Selbst hier lösten sich die Skelette aus den Überresten des Saals und sprangen den beiden Magiern hinterher. Tessars fall verlangsamte sich, stabilisierte sich und feine blaue Kristalle schossen wie ein Tornado in die Höhe. Varnash beschleunigte den Flug nach unten und erblickte den Lich mit zehn Skelettmagiern auf der Treppe zu den Gewölben. Ein mächtiger Strahl blauen Feuers verfehlte Varnash nur knapp und der zweite prallte wirkungslos von seinem magischen Schild, drängte ihn aber ab, so dass er auf der anderen Seite des Turms landete. Es begann dunkel zu werden im Turm und Runen schwebten langsam um Varnash. Weiße Sterne zeichneten sich im Dunkeln ab und ihr feines Licht ließ Varnash in weißem Feuer strahlen. Die Sterne strahlten heller und heller und er nahm an Tempo auf. Varnash rannte auf den Lich zu aber nur zwei Magier hielten inne um dem Lich mehr Zeit zu geben.
Dutzende weiße Speere schossen aus den Sternen in der Finsternis hervor und einer der Skelettmagier starb, während eine Schutzrune vor ihm zerbröselte.
Varnash war sehr überrascht, dass die Leibgarde dieses Lichs selbst nicht nur einfache Skelettmagier sondern selbst Liche zu sein schienen. Der zweite Magier Schritt sogar noch Varnash entgegen und wehrte jeden weißen Speer mit einer einfachen Handbewegung mittels Magie ab.
Es schepperte als Knochen auf den Boden aufschlugen und Tessars Faust den Skelettmagier in einer großen psionischen Explosion zerlegte.

"Die Zwerge und ihre versoffene Bande werden tapfer sich im Berg verkriechen und ihren Heldentod sterben, nicht wie ihr, welche bei einer einfachen Vision bereits alle Sachen packt und davon kriecht wie ein Goblinkind mit voller Windel!", erwiderte Numsgil und blickte herausfordernd in Lorenas Augen. Wigurz trat eineige Schritte vor und setzte Numsgils Überzeugungsarbeit fort: "Letztes Mal stand Irathar mit herabgelassenen Hosen an der Pforte zum Norden, doch diesmal sind mehr Helfer hier um Baba Yaga ein und für allemal aus ihrer magischen Kühltruhe zu vertreiben. Tian und Südthamor haben beide Truppen um gegen diese Bedrohung zu Kämpfen. Keresgarth hat Aliya, eine wahre Heroldin der Iomedae. Tian sendet Numsgil, Godrik, meine Wenigkeit und zweitausend Zwerge und Goblins mit tapferem Herzen! So wahrlich habt ihr eine weise Entscheidung getroffen mit eurem Orakel, denn Hosenscheißer kann man in keiner Schlacht gebrauchen. Ihr habt weiche Knie und werdet auch mit weichen Knien sterben. Wenn ihr glaubt die stinkende Faulheit im Norden, Baba Yaga, kann euren geliebten König nicht als ihren Gefolgsmann erwecken, dann liegt ihr falsch. Ich habe genug gelernt und kenne von den Magiern, die auch unter eurem Ratschlag verbannt wurden, jeden einflussreichen Lich im Heer der alten Hexe. Xirnis wird eure Linie schneller ausgelöscht haben als ihr Lirful sagen könnt!".
Düstere Wolken stiegen vom Meer auf und ein leichter Sturm machte sich spürbar. Freudig mit seinem Kopf wackelnd ging Numsgil näher an das Wasser. "Sogar die Welt zittert beim erwähnen der alten Hexe.", spottete Numsgil: "Wenn sie gewinnt kommen zu viele mächtige und zu mächtige Gestalten zurück ins Unleben! Flieht und sterbt einsam!". Seine Stimme wechselte in ein zorniges Brüllen: "Oder folgt mir! Meinem Banner und von unseren Schamanen gesehenen hunderttausenden Goblins, Orks, Monstern und den Behemoths dieser Welt selbst! Oh ja wir werden in einen brutalen Krieg ziehen aber am Ende werde ich Baba Yagas Kopf unter meinen stinkenden Füßen zerquetschen und nein, ich werde keine Siegesbotschaft an euch schicken! Wenn ihr jetzt geht, werdet ihr für immer nichts mehr als verbannte feige Elfen sein!".
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Godrik
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Di 27 Okt 2015 - 22:45

"Wollt ihr damit etwa sagen, dass ihr meint besser urteilen zu können als die Götter? Ihr habt wohl überhaupt gar kein Vertrauen in die Götter! Warum würden die Götter unserem Orakel diese Visionen denn sonst senden? Und selbst wenn wir bleiben - Der Großteil unseres Zuges besteht aus einfachen Bauern, Handwerkern, Künstlern, Musikern und Apothekern. Nur ein Bruchteil von uns sind erfahrene Soldaten. Wie sollen wir eine Zombieflut oder gar Nachtmahre und Vampire besiegen können?", entgegnete Lorena, während der Tross der Elfen und Menschen, die dem Orakel folgten, allmählich vollzählig am Strand eingetroffen war. Aufgrund des stärker werdenden Wellengangs war an eine Überfahrt an die Küste Südthamors in diesem Moment jedoch nicht zu denken.
Während die Elfenpriesterin mit den beiden Goblins diskutierte, gesellten sich auch ein paar Zwerge dazu, darunter auch Godrik, der erstmal nur lauschte, was hier so hitzig diskutiert wurde, dass Numsgil schon in seine rhetorische Überzeugungstrickkiste griff.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Mo 2 Nov 2015 - 16:36

"Ihr glaubt wohl an die unglaubliche Gabe von Soldaten, ohne Nahrung, Wasser und Pflege gut kämpfen zu können!?! Wir brauchen reichlich Leute im Versorgungstrupp. Köche, Bauern, Ärzte, Pfleger, Schreiber und Handwerker sind alle mehr als willkommen!", sprach Numsgil und setzte hinzu: "Und ja, ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Götter ein Haufen egozentrischer Vollidioten sind!".
Wigurz trat zu ihm und klopfte ihm auf die Schulter. Numsgil stand vor dem Meer und tränen flossen ihm über das Gesicht. Doch er schluchzte nicht. Die Elfen sollten nicht sehen wie es ihn berührte, denn die Götter und nur die Götter hatten seine ehemalige Heimat ausgelöscht. "Ich kann euch nicht hindern, aber bitte denkt daran, dass nur ihr alles in der Hand habt! Visionen stimmen nur mit der aktuellen Lage überein. Ihr wisst nicht was passieren wird, außer was die Vision eurer Feigheit zeigt! Wenn ihr mir folgt werde ich mein Bestes geben, dass eure Vision lachende Kinder und grüne Wiesen zeigen wird! Seid ihr bereit für diese Welt zu sterben? Folgt mir!", sprach Numsgil mit lauter Stimme, dann brach der Regen aus den Wolken.
Es regnete wie aus Eimern und Blitze schlugen wild und zahlreich ins Meer und die ufernahe Böschung. Altes Dornengestrüpp begann trotz des Regens zu brennen und schwarze Rauchschwaden erhoben sich.

Derweil machte die Vorhut Vollzähligkeit und Seren hatte einige hundert Mann zu beklagen, doch einer fehlte von dem er wusste, dass er noch am Leben war.
Talev Thalatel war verschwunden mit allem was er bei sich hatte. Die Meinungen der Wachmannschaften gingen auseinander wohin der junge Mann gegangen war, doch fast jeder Mauerabschnitt hatte ihn in eine andere Richtung davonreiten sehen.

Kaum hatte sich der Knochenstaub um Tessar gelegt, rannten sie beide weiter hinter dem Lich her, wobei seine Leibwächter kaum Zeit schindeten. Wie Eins kämpften Tessar und Varnash sich vor und sie holten sogar auf, als plötzlich der Lich an ihnen vorbei geschleudert wurde und sich nur knapp bevor er in die Wand zu ihrer Linken einschlug mit Magie retten. Der Lich hatte einen heftigen Schlag abbekommen und sein Körper war sichtbar deformiert, doch auch sein Gesicht zeigte eine starke Form der Verzweiflung: "Das war so nicht in unseren Berichten. Du solltest eingekerkert sein und kampfunfähig! Wie lange bist du bereits frei?".
"Schweigt!", donnerte es durch den Korridor und der Lich zersprang in tausende Fetzen. Varnash versuchte um die Ecke zu schauen um einen Blick in den Korridor zu werfen, aus dem der Lich gerade eben erst geflogen war, doch nur dank seiner stark beschränkten Fähigkeiten der Zeitenkontrolle konnte er einen Durchschuss eines magischen Geschosses durch seinen Schädel verhindern.
"Lebende Magier! Varnash und Tessar, seid ihr das?", fragte die Stimme. Tessar und Varnash blickten sich gegenseitig an und waren mindestens so verwirrt wie der Lich. Jeder der Magier kannte die Stimme ihres ehemaligen Herrn: Marandir.
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Godrik
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Mi 4 Nov 2015 - 13:01

"Beim mächtigen Hausschwein des Daimyos, was für ein mieses Wetter!", fluchte Sleshgil, der in der Kajüte eines der an Land gezogenen Schiffe Schutz vor dem Regen suchte. "Eben noch Sonnenschein und im nächsten Moment geht die Welt halb unter!" Zusammen mit einigen Zwergen und anderen Goblins war Sleshgil damit beschäftigt Kampfschäden an den Booten zu reparieren, da kam der Sturm gerade ziemlich ungelegen.

Die Elfen und Menschen hatten sich in der Hafenstadt vor dem Regen in Sicherheit gebracht, wobei die Stadt nun endgültig aus allen Nähten platzte. Sie war nie für derart viele Leute ausgelegt gewesen, daher mussten sich einige der Reisenden sich in die Zelte und Hütten zu den Goblins und Zwergen aus Tian gesellen.
Lorena und die restlichen Anführer hatten auf einen Platz im Gasthof bestanden, wo sie die Bevölkerung der Stadt und alle anderen Interessierten an den Visionen des Orakels Tiuldara teilhaben lassen wollten. Godriks Enkel Alarik war auch anwesend, da Godrik wissen wollte, was es mit dem Orakel auf sich hatte und daher Alarik zum Zuhören geschickt hatte. Einige schaulustige Goblins hatten sich auch dazugesellt, sie wollten diesen Quark mit eigenen Augen miterleben. Ein Raunen ging durch den Raum, als das Orakel den Saal betrat, wobei sich auch ein Kichern der Goblins dazumischte. Tiuldaras Augen waren verbunden und sie trug eine edle Seidenrobe. Sie hatte langes, weißblondes Haar, das weit über ihre Schultern reichte. Lorena hatte einen gepolsterten Stuhl organisiert, auf dem sich das Orakel niederließ. "Versammelte Bewohner von Elbstein! Ich bin gekommen um euch an der Weisheit der Götter teilhaben zu lassen. Lasst mich die von den Göttern gesandten Visionen mit euch teilen!", sprach Tiuldara mit überdramatischer Betonung.


Zuletzt von Godrik am Di 17 Nov 2015 - 22:19 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Do 5 Nov 2015 - 18:31

Numsgil stand derweil noch am Strand und blickte hinaus auf das Meer. Plötzlich konnte er seltsame vermutlich magische Effekte draußen auf dem Meer erkennen und seine Instinkte ließen seine rechte Hand zum Schwertgriff wandern. Keine Sekunde zu spät parierte er einen Angriff ehe er auch nur seinen Gegner gesehen hatte. Im Augenwinkel konnte er Talev sehen, doch es war ihm klar, dass der Angriff nicht von ihm kam und drehte sich langsam um die eigene Achse um seinen Feind zu finden, doch er konnte niemanden außer Talev finden. Wenn er jetzt zurückdachte, war es Talev, den er draußen auf dem Meer gesehen hatte. Sich der Geschwindigkeit eines unbekannten Feindes bewusst, schloss Numsgil seine Augen und legte seine linke Hand an seinen Dolch. "Talev, du bist als zweites dran!", sprach Numsgil in völliger Ruhe und konzentrierte sich auf seine Umgebung. Talev zog sein Schwert und lachte, bevor er bereits fünfzehn Meter hinter Numsgil zum stehen kam und ein Funkenregen um Numsgil langsam zu Boden flog. Zwei Mal platschte es leise und Talev wischte Blut von seiner Klinge und steckte sie fort: "Du bist zu schwach, Numsgil! Wärst du auch nur annähernd mir gewachsen gewesen, dann hättest du diesen Angriff geblockt!". Er machte zwei Schritte fort von Numsgil und fiel in den kalten Sand in Mitten des Sturms. Numsgil stand noch immer an der selben Stelle und öffnete seine Augen: "Es hat zwei Mal geplatscht, du Idiot!". Ein Schnitt zog sich zwischen Elle und Speiche seines linken Arms und sein Schwert war bis zum Heft rot von Talevs Blut. "Ich hätte ahnen müssen, dass du nicht von dieser Welt bist! Ein kleiner elender Vorbote der Weltenwanderer. Wenn du mir doch nur sagen hättest können, wie viele du eben durch das Tor hierher gelassen hast und in welcher Beziehung sie zu dir stehen!". Er blickte an seinen Arm. "Mein Lob dafür dass du mir eine Verletzung zugefügt hast, aber leider war deine Nase ein wenig zu hoch. Nach meinem Schnitt solltest keine Herz und Atemprobleme mehr haben!". Talevs Blut vermischte sich mit dem Meerwasser und Numsgil wischte nun selbst seine Schwerter ab. "Scheiße!", flüsterte Numsgil bevor er vornüber in den Sand fiel. Er konnte eine weißgekleidete Gestalt sehen, welche Talev aufhob und über die Schulter warf. Es war eine junge schlanke Frau wie die Frauen von Tian und ihre Waffe war ebenfalls eines der Langschwerter der regulären Truppen, wie man sie überall in Tian antraf nur eben sehr viel verzierter und edler. Numsgil spürte den brennenden Schmerz der Wunde über seinen Rücken und sein Dolch lag zerbrochen neben ihm. Eine große feurige Explosion umhüllte die Unbekannte, doch als diese verpufft war, gab es keine Anzeichen mehr von Talev oder der Frau. Wigurz eilte zu Numsgil und schrie eiligst Sanitäter und Leibärzte herbei um das nötige Prozedere einzuleiten. Numsgil wurde bewusstlos, doch bevor er völlig weggetreten war flüsterte er noch etwas mit letzter Kraft: "Weltenwanderer! Rettet die Völker! Flieht von Irathar..."

"Marandir! Mein Herr, warum seid ihr frei?!", rief Varnash um die Ecke und bekam auch prompt eine Antwort: "Weil der, der mich eingekerkert hat, gestorben ist!"

Zur selben Zeit hielt das graue Biest in Narwesa inne und begann zu schrumpfen bis es die Gestalt eines Mannes zurück hatte, aber diesmal endete die Verwandlung nicht. Es veränderte sich weiter und wuchs erneut doch diesmal zur Gestalt eines kolossalen Wyrms der Wächterdrachen: "Rockas ist tot! Es ist nicht lange her! Er ist tot!".


Zuletzt von Bestie von Argh am Sa 14 Nov 2015 - 22:07 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Godrik
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Mi 11 Nov 2015 - 22:16

Gespannt lauschten die versammelten Zwerge, Elfen, Menschen, Halblinge und Goblins den Worten des elfischen Orakels Tiuldara. Lorena war zuerst verwundert, dass sich die Visionen des Orakels so schnell geändert hatten. Gerade teilte Tiuldara noch ihre Visionen mit den Anwesenden, in denen sie eine große Armee der vereinten Völker Thamors sah, die gegen die Untoten und Baba Yaga in die Schlacht zog, unter dem Banner des Hausschweins und dem Kommando eines Goblins, der auf einem Schwein an der Spitze der Armee ritt. Soeben sprach Tiuldara noch davon wie die vereinten Völker siegreich waren, als sie plötzlich laut ausschrie. "Alles umsonst! Die Götter haben anders entschieden!", rief Tiuldara, als sich ihre Vision schlagartig änderte. Vom Goblin hoch zu Schwein war nichts mehr zu sehen, stattdessen floh die Armee in ihrer Vision in alle Himmelsrichtungen, während Irathar selbst starb. Die Erde bebte und einige Vulkane brachen aus und verpesteten die Luft. Schließlich schilderte das Orakel wie ganz Irather in ihrer Vision von einem gigantischen Drachen in tausende Teile gerissen wird und Irathars Überreste als Kometen durch das All fliegen. Erschöpft fiel Tiuldara um, doch konnte Lorena das Orakel noch im letzten Moment auffangen.
"Ach du grüne Neune, was hat das jetzt zu bedeuten? Müssen wir etwa die Sternentreppe hinaufrennen und den Göttern mal wieder Verstand in die Birne kloppen?", fluchte Schladigurz, der sich an alte Goblinmärchen erinnert fühlte.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Sa 14 Nov 2015 - 22:38

"...aber wir beide müssen dringend etwas erledigen, Wigurz!", sprach Numsgil und machte sich auf zu seinem Zelt, welches er in Mitten seiner Truppen aufgebaut hatte. Er schubste seine Leibärzte beiseite und stapfte schnellen schrittes los um zahlreiche Sachen in einen großen Reisesack zu packen. "Wigurz, du packst ebenfalls deine Sachen! Wir haben einige Besuche zu erledigen!", orderte Numsgil und steckte sich zahlreiche Dolche, Schwerter und andere exotische Waffen in seinen Waffenrock. Er kramte durch seine Kiste, während einer seiner Ärzte seine Wunden versorgte. Dank einiger heiliger Heilsalben heilten die Wunden noch vor Wigurz Augen, bevor Wigurz selbst begann alles einzupacken, was er noch so gebrauchen könnte. "Wohin willst du denn?", fragte Wigurz und Numsgil steckte Baby in eine Schwertscheide auf seinem Rücken. "Die alte Welt! Ich muss etwas herausfinden!".
Frisch verarztet und in voller Ausrüstung und vollem Panzer zog Numsgil mit Wigurz im Schlepptau los. Keiner der anderen folgte ihnen, aber Numsgil hatte einem seiner Boten einen Brief gegeben mit einer Nachricht mit Zeit und Ort seiner Rückkehr vermerkt. Ganz unten standen die Worte: "Hab dich lieb mein Lieblingszwerg! Grüß auch alle von mir!".
Sie watschelten und stapften durch den Regen bis sie außer Sichtweite waren.
Numsgil drehte sich noch einmal um und dachte Godrik mit einer Begleitung hinter sich ausgemacht zu haben.

Varnash und Tessar wollten noch überlegen was sie tun sollten doch da stand Marandir bereits zwischen ihnen: "Bleibt ganz ruhig! Ich werde euch nichts tun! Rockas war kein Unsterblicher, aber ich brauche euch dennoch jemanden zu finden, der ihn zu töten vermag!" Nur ein Blinzeln später saß Marandir ein gutes Stück weiter von ihnen entfernt auf einem Stuhl vor dem ein großer Tisch mit feinen Speisen stand. "Esst, meine Freunde! Kurz darauf wollen wir den Rat und seine Reste einberufen! Zu viele fehlen nicht! Es sind sogar schon einige Unterwegs durch den Turm!".
Marandir war schrecklich gelassen in Anbetracht der Situation und ließ sich alle Zeit als er nun mit den beiden Magiern seine Speisen einnahm.
Die Paladine hatten sich von allen Seiten der Kammer genähert und ihre Schwerter gezogen.
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Godrik
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   So 15 Nov 2015 - 12:34

Numsgil hatte richtig gedacht, denn tatsächlich folgte ihnen ein rothaariger Zwerg, der einige Sachen auf seinem Rücken gepackt hatte, darunter auch ein kleines Fass Starkbier. Neben dem Stapfen der schweren Zwergenfüße durch den aufgeweichten Boden, konnte man auch das laute, fiepsige Meckern eines Goblins hören. Als Godrik näher bei den beiden Goblins war, konnten sie erkennen dass mehrere Seile um Godrik geschlungen waren und an einem Seilende hing noch ein Goblin der mit aller Kraft versuchte den Zwerg zurück ins Lager zu ziehen. Als der Goblin Numsgil erblickte, ließ er schlagartig das Seil los und warf sich vor dem Daimyo zu Füßen. "Melde gehorsamst, oh mächtiger Fürst, der Zwerg ließ sich nicht aufhalten das Lager zu verlassen und euch zu folgen!"; berichtete Slaigurz.
"Ihr wolltet doch nicht wirklich ohne mich losziehen, oder? Wer weiß welchen Spaß ich sonst verpasse!", lachte Godrik, der Wigurz und Numsgil nicht so einfach davonziehen lassen konnte, nachdem sie schon soviele Abenteuer gemeinsam bestritten hatten.

"Unsinn! Niemand steigt die Sternentreppe hinauf. Am allerwenigsten ein Goblin!", entgegnete Lorena. "Wir müssen uns auf die Suche nach einem mächtigen Zauberer machen, der uns mit seiner Magie von Irathar retten kann, bevor Irather vernichtet wird. Glücklicherweise habe ich bereits Gerüchte davon gehört, dass ein mächtiger Magier in der großen Wüste im Osten hausen soll. Also wer überleben will und bereit ist für einen Neuanfang in einer neuen Welt folgt mir und dem Orakel!", erklärte Lorena.
"Gerüchte? Visionen? Soso wir sollen also durch Orkgebiete, eine Aschenwüste und danach auch noch durch eine Sandwüste ziehen, in der es weit und breit kein Wasser gibt - und alles in der Hoffnung, dass dein Gerüchtchen wahr ist? Da vertrau ich ja eher dem Urteil einer plattgetretenen Goblinschlange! Ich bleibe bei der Variante mit der Sterntreppe!", machte Schlagdigurz lautstark seine Meinung kund. "Den Göttern gehört ohnehin mal wieder der Hintern versohlt!"; rief der Goblin und einige Goblins klatschten eifrig Beifall.
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Di 17 Nov 2015 - 21:52

"Nicht anders zu erwarten von unserem Godrik!", sprach Wigurz und drückte Godrik einmal kurz und fest. Numsgil nickte anerkennend und richtete sich an Slaigurz: "Gut gemacht, Slaigurz! Meine Anerkennung! Gehe zurück ins Lager und übergebe meinem Godriks Junior das Kommando!". Numsgil begann wieder weiter zu laufen und kaum war er über einen Hügel außer Sichtweite aller ungewollten Zuschauer, forderte er Wigurz und Godrik auf ihm ihre Hand zu geben.
Numsgil konzentrierte sich und brabbelte nebenher: "Komm schon....los....es ist nur ein paar tausend Jahre her.....ach...bitte....es....achja....Wackelpudding mit Sprühsahne!". Es zischte und alle drei wurden weit durch die Astralebene geschossen. Welten zischten an ihnen vorbei, Sterne, Monde und zahlreiche unbeschreibliche Kreaturen aus der großen Leere zwischen den Welten.
Es dauerte nur wenige Sekunden und alle drei krachten durch ein hohes Blätterdach eines riesigen Urwaldes. "Pustekuchen! Hat nicht geklappt!", sprach Wigurz zu Numsgil und klopfte ihm tröstend auf die Schulter: "Sind nur bis Narwesa gekommen!". Numsgil grinste irre und antwortete: "Hahaha! Es ist geschafft! Ich habs noch drauf! Willkommen in der großen alten Welt!".
Wigurz drehte langsam seinen Kopf und erschrak als er erblickte worauf NUmsgil bereits seit der Landung fixiert gewesen war. "Heilige Iomaede!", kam es Wigurz über die Lippen als ein vierbeiniges Reptil, so hoch wie ein mehrstöckiges Familienhaus erblickte. Er hatte viel gesehen, aber bei ihnen waren diese Behemoths rare Kreaturen, doch hier erblickte er sie herdenweise.

"Legt eure Waffen nieder! Ihr seid auch herzlich eingeladen mit uns zu essen!", sprach Marandir direkt in den Geist der anwesenden Paladine und alle außer dem Großmeister folgten der Aufforderung und legten ihre Waffen nieder. "Nein, meine Glaubensbrüder! Das dürft ihr nicht! Er ist der Feind unseres Staates!", versuchte er seine Männer zu stoppen, doch sie zuckten noch nicht einmal. Gemächlich setzten sie sich an den immer genügend großen Tisch, welcher seltsamerweise unter dem vielen Essen nicht zu zerbrechen schien. "Seid höflich und setzt euch mit uns an den Tisch! Zollt meinem Herren und rechten Hand des Großmeisters des ersten Menschenreichs Respekt!", ermahnte Varnash den Großmeister und stand auf. Der Großmeister zögerte kurz, zog seinen Helm ab und ging auf die Knie: "Verzeiht mir, oh mächtige Aliya, doch traue ich mehr auf ein starkes Schwert als auf eine zu junge Heroldin, welche gar zu weich die Feder führt! Mein Schwert in eurem Dienst, oh Marandir!".
In diesem Moment kamen die anderen vier Magier herein. Zyrak, Incendras, Sal Petros und Noref verneigten sich kurz und nahmen wortlos Platz.
"Wir stehen euch auch bei, aber nur, wenn Shar'Jire nie wieder erweckt wird! Mehr wollen wir nicht für den Treueeid!"
"Wie schön!", sprach Marandir: "Dann sind wir ja vorerst komplett!".
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BeitragThema: Re: 3.Verbannte Botschafter   Di 17 Nov 2015 - 22:52

Sofort war all die Förmlichkeit wieder verflogen und Slaigurz sprang vom Boden auf. "Geht klar, Chef! Ich werde die Nachricht sofort überbringen! Gute Reise und gutes Gelingen!", erklärte der Goblin, dann schoss er bereits zurück in das Lager von Elbstein so schnell ihn die Goblinfüße trugen.
Godrik hatte sich gerade über das merkwürdige Losungswort gewundert, als sie auch schon durch die Astralebene hindurchgefeuert wurden. Godrik rappelte sich erstmal auf, doch hielt er die Gegend zunächst auch für Narwesa. "Sind wir nur in Narwesa gelandet?", fragte der Zwerg, doch kaum hatte er ausgesprochen wurde er schon eines Besseren belehrt. "Bei Torags gezwirbeltem Barte...ich dachte diese Kreaturen sind Einzelgänger!", entfuhr es Godrik, dem es fast die Sprache verschlug, als eine ganze Herde Behemoths am Trio vorbeispazierte.

In Elbstein ging es derweil drunter und drüber zwischen Goblins, Zwergen und elfischem Orakel, während die Menschen lautstark übertönt wurden. Während in der Halle lautstark über das weitere Vorgehen diskutiert wurde, wurde Eyna im provisorischen Lazarett von Elbstein versorgt. Gerade waren Goblins und Elfen schon kurz davor sich miteinander zu prügeln, als Slaigurz die Halle betrat und seine Präsenz lautstark verkündete. "Ich bringe Kunde vom Fürst Numsgil persönlich!", rief der Goblin den Elfen zu, als er sich aber an die Goblins und Zwerge wandte ging er sofort zu einem weniger förmlichen Ton über. "Also Leute, der Boss hat beschlossen, dass er, Wigurz und Godrik auf eine wichtige Reise gehen müssen. Für die Dauer seiner Abwesenheit hat daher Alarik Starkbier das Kommando inne! Applaus! Applaus!", verkündete Slaigurz mit lauter Stimme. Während Elfen und Menschen noch etwas verdutzt guckten, applaudierten die versammelten Goblins und Zwerge eifrig ihrem neuen Kommandanten auf Zeit.
Alarik erhob sich und dankte erstmal für die ihm zuteil werdende Ehre Numsgils Samurai befehligen zu dürfen. "Als meine erste Handlung werde ich diesen Streit beenden. Lasst uns das elfische Orakel begleiten, bis sie diese Wüste und diesen Magier erreicht haben. Sobald dann die Zartbesaiteten von dieser Welt geflohen sind, werden wir uns den Tieflingen im Süden zuwenden und ihnen gehörig auf den Schwanz treten!", erläuterte Alarik seinen Plan. Die meisten Goblins waren sofort Feuer und Flamme, doch für Schlagidigurz gab es dennoch einen Wermutstropfen. "Was ist mit der Aschenwüste und den Orks? Ich hab keine Lust auf die großen Stinker!", fragte der Goblin, doch wusste Alarik schnell zu antworten. "Niemand hat davon gesprochen, dass wir die Landroute nehmen! Wozu laufen, wenn wir unsere Flotte haben!", schlug Alarik vor. Für die Goblins und Zwerge war damit das weitere Vorgehen plausibel beschlossen worden. Die Elfen um Lorena schauten derweil immer noch verdutzt, denn niemand hatte sie um ihre Meinung gefragt.
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