Legends of Irathar

Mysterien und Legenden von Irathar
 
StartseiteStartseite  FAQFAQ  SuchenSuchen  MitgliederMitglieder  NutzergruppenNutzergruppen  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

Austausch | 
 

 4.2.Im Herzen der weißen Stadt

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : 1, 2  Weiter
AutorNachricht
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Mo 6 Jun 2016 - 22:50

Ein Bediensteter ging in der Nacht durch die Geschenke und Glückwünsche, welche beim großen Fest eingereicht worden waren. Hochwertige Goldgeschenke und feinste Schmiedearbeiten waren darunter und eine exotischere Sprache als die andere versuchte sich gegenseitig mit geschwungenen Linien zu übertrumpfen. Es war fast Mitternacht als er einen Brief und ein Buch in dem Stapel entdeckte, welche durch uralte drakonische Schrift auffielen. Der Dialekt dieser Text war sehr rau und schwer verständlich und vieles machte auch überhaupt keinen Sinn. Der Brief enthielt Anweisungen, welche teilweise in Allgemeinsprache bereits übersetzt waren und deutlich vor einem Krieg mit den Tiermenschen und Untoten warnte. Schockierender waren Hochrechnungen, welche Keresgarth den Niedergang prophezeiten, sollte man nicht schnellstmöglich kapitulieren. Der Bedienstete rümpfte die Nase, nahm den Brief auf und sprach zu sich selbst: "Ich sollte besser die Heroldin über diesen Brief in Kenntnis setzen! Da war also noch jemand hier, der uns feindlich gesonnen ist wie diese Reiter!".
Er stand auf und machte sich auf den Weg zur Tür. Es blinkte kurz hinter ihm und er drehte sich überrascht um. Nichts war zu sehen oder hören und ein geschenkter Goldbecher drehte sich auf dem Tisch und reflektierte das Licht einer Fackel an die Wand.
Er seufzte: "Achja, ich werde alt. Jetzt erschrecken mich schon funkelnde Goldbecher!" und setzte seinen Weg fort nach draußen. Kaum hatte er die Tür hinter sich verschlossen, leuchtete das Buch erneut auf, bevor das Licht wieder erlosch.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 764
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Mi 8 Jun 2016 - 0:08

Selbst zur späten Stunde war im Tempel der Iomedae noch Betrieb, viele der Nonnen und Mönche arbeiteten gar die Nacht durch ohne auch nur an Schlaf zu denken. Die Heroldin selbst verbrachte einige schlaflose Nächte, die sie mit Gebeten an Iomedae, und an alle Götter denen Iomedae wohl gesonnen war, verbrachte.
Viktorija La Bénite saß auf den Knien in der geweihten Kapelle des Heiligtums vor dem großen Altar, die Hände zum Gebet gefaltet. Sie trug nichts weiter als die schlichte Robe der Gläubigen, die alle trugen die der Heroldin im Glauben an Iomedae folgten. Ihr Blick war auf die Statue der Iomedae auf dem Altar gerichtet, die von den besten Künstlern in Keresgarth gefertigt worden war. Ein halbes Dutzend Altardiener sang Lobeshmynen an Iomedae, während sie um Viktorija im Kreis liefen und die Kapelle mit dem Rauch aus ihren Weihrauch-Kesseln füllten. Das Publikum auf den Bänken bestand ausschließlich aus Ordensbrüdern und Schwestern, die der Zeremonie beiwohnten. Niemand aus dem gewöhnlichen Volk war zu dieser Zeremonie eingeladen, nach den Vorkommnissen der letzten Wochen waren zudem die Sicherheitsvorschriften strenger geworden.
Viktorija schloss die Augen und atmete tief ein. Der Weihrauch half ihr dabei Ruhe und Haltung zu bewahren, während tausende Augenpaare sie musterten. Eine innere Ruhe überkam sie und in tiefer Entspannung atmete sie wieder aus. Ein jeder wartete nur noch auf die Präsenz der Heroldin.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Do 9 Jun 2016 - 22:05

Mit einem grellen Lichtblitz wurde das Buch aufgeschlagen und goldene Runen flogen heraus und formten auf dem Boden einen Kreis, worauf sich ein Portal bildete und mehrere Personen hindurchsprangen. "Talev hat alles richtig gemacht und die Reiter haben genug Tumult gemacht um von den Geschenken abzulenken! Sind alle hier?", fragte die Person in weiß, welche zuvor noch Numsgil am Strand angegriffen hatte. Talev stand im Raum und war ein wenig blass im Gesicht: "Das ging alles zu schnell! Erst vor dreißig Minuten habt ihr mich versorgt!". "Ruhe, Talev! Du musst jetzt einfach nur bei der Sache bleiben! Es geht hier lediglich darum das Kommando von Keresgarth auszuschalten!", antwortete die Frau in weiß und blickte ihre übrigen Begleiter an: "Ich hoffe ihr haltet was mir versprochen wurde!". "Keine Sorge! Wenn ich sterbe könnt ihr eh euren Sold behalten! Macht euch aber keine Hoffnung euer Geld wieder zu sehen!", antwortete ein junger Mann in blauer und brauner Kleidung mit deutlich vergrößerten Eckzähnen: "Ich bin nur aus Spaß bei euch! Glaubt nicht das ihr mich einschüchtern könnt!".
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 764
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Mi 13 Jul 2016 - 2:37

Andächtig blickten die versammelten Nonnen und Mönche zu Aliya Tessaro, als die beliebte, heilige Heroldin der Iomedae die Kappelle durch das Portal betrat. Die Heroldin war ganz in Weiß und Gold gekleidet und trug das heilige Schwert, das die Göttin persönlich der Heroldin gesandt hatte bei sich. Schneeweiß waren auch die Engelsflügel auf dem Rücken der Heroldin, die die letzten Wochen mit strengem Gebet verbracht hatte.
Aliya schritt langsam und bedächtig durch die Kapelle bis sie vor Viktorija zum Stehen kam. Die Heroldin erhob die Hände und begann zur Versammlung zu sprechen. "Werte Glaubensschwester und Brüder, wir haben uns heute hier im Namen von Iomedae versammelt um Viktorija la Bénite, den Segen der Iomedae auszusprechen und sie für ihre Errungenschaften zu ehren. Nicht weniger als zwei Orkstämme hat sie unter Einsatz von Kraft, Überzeugungskraft und Mut zum wahren Glauben an Iomedae gebracht und die Orks vom Götzendienst abgewendet. Mit ihren Taten und ihrem starken Glauben ist Viktorija ein strahlendes Beispiel für uns alle, dem wir in diesen schwierigen Zeiten folgen sollten", verkündete die Heroldin und einige der Ordensbrüder nickten zustimmend. Viktorija saß derweil weiterhin auf den Knien und sprach eifrig Gebete mit geschlossenen Augen, da sie sich nicht traute ins Antlitz der Heroldin zu schauen.
"In diesen schweren Zeiten möchte ich zudem auf die Loyalität Viktorias an unsere geliebte und barmherzige, gerechte Göttin hinweisen, die größer ist als die Loyalität unseres Großmeisters Marcus Rosignolo! Im Traum ist mir Iomedae erschienen und hat mir davon erzählt, dass sich unser Großmeister der Paladine vom Licht abgewandt hat und nun auf dem falschen Pfaden wandelt. Wer ihm auch immer jemals begegnen sollte, soll ihn wieder auf den wahren Weg zurückbringen, damit er die Gerechtigkeit Iomedaes erfahren möge!", fügte die Heroldin hinzu, wobei einige Mönche in Zustimmung einen Lobgesang anstimmten.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Do 4 Aug 2016 - 18:59

"Dann lasst uns das Heiligtum niederschlachten und die Treppen mit dem Blut der Scheinheiligen füllen!", sprach die Frau in weiß und öffnete die Tür, worauf die anderen beiden sofort durch die Tür schnellten und sich den Wachen entgegenwarfen. Es war grausame Perfektion mit der Talev und der Mann mit den Eckzähnen die Wachen beseitigten ohne auch nur einen einzigen Ruf um Hilfe aus den Kehlen der Wachen entgleiten zu lassen. Die Frau in weiß hingegen Schritt langsam durch das blutige Kunstwerk ihrer beider Begleiter durch den weißen Palast der heiligen Stadt. Fackeln flackerten im kühlen Wind und eine Eule heulte am Nachthimmel, während sie langsam durch die Korridore wanderte. Sie selbst trug keine sichtbaren Waffen und lächelte ob des Blutes auf den heiligen Stufen.

Hoch oben im Turm beobachteten zwei heilige Wächter das Geschehen der Nacht ohne von den Angreifern etwas zu bemerken, als sich einer der Wächter zu seinem Kameraden umdrehte und ihn mit seinem Kurzschwert angriff. Trotz des hinterhältigen Versuchs scheiterte der Verwirrte und wurde vom anderen Wächter in Notwehr über die Wehr geworfen. "Scheiße.", raunte der Unbekannte und Talev verdrehte seine Augen und antwortete: "Jetzt ist es vorbei mit der sauberen Arbeit! Dummer Anfänger!". Er hatte kaum diese Worte losgeworden als er vom Unbekannten von den Füßen gehoben und gegen eine Wand des Palastes geworfen wurde. Es knackte mehrfach als seine Rippen beim Aufprall knackten und er ruckartig zurück auf die Beine gezogen wurde: "Du kleiner minderwertiger Wurm kannst meine Stiefel lecken! Wenn du noch einmal die Nahrungskette nicht kennst, werde ich deinen Schädel unter meinen Stiefeln zerdrücken und meinen Haustieren zum Fraß vorwerfen!". "Er ist mein Diener, nicht deiner! Er hat wohl die richtige Meinung in diesem Fall gehabt, du kleiner schleimiger Verräter deiner eigenen kriechenden Würmer! Du wirst bezahlt also halte dich aus unseren Angelegenheiten heraus und machst was man dir sagt!", sprach sie bevor eine Wolke silberner Pfeile wie Sterne durch den Himmeln schossen und ins Leere gingen. Wie ein Sturm aus Klingen wurden die Tempelschützen des heiligen Ordens von in Mitten ihrer Reihen zerfetzt. Das Blut der Opfer malte ein wunderschönes Bild auf die Wände und Säulen des Palastes und kein Tropfen hatte ihr eigenes schneeweißes Kleid berührt. Der Widerstand der Paladine und Ordensbrüder war sinnlos vor der schmucklosen blanken Klinge der Schönheit. Der gesamte Außenbereich des Heiligsten war von wundervollen Malereien von Landschaften und Schlachten aus Blut geschmückt und es war kurz bevor die drei Schlächter in das Innerste Heiligtum traten als das mächtige Tor des weißen Palastes aus den Angeln flog und nur wenige Meter hinter ihnen auf der Treppe aufschlug.
Eine riesige goldene Versiegelungsrune war nun breit über das Tor zum Innersten erschienen und mit mehreren kleineren Runen gesichert. "Yurin hatte recht mit seinen Vermutungen! Du schuldest mir jetzt dreißig Platinmünzen wie vereinbart!", hallte des durch die Dunkelheit und wurde auch umgehend beantwortet: "Ich zahl dir nur die Hälfte! Immerhin sind es nur drei und nicht vier!". "In dem Fall hab ja ich gewonnen! Also schuldet ihr mir beide euren Einsatz!".
"Söldner bleibt ruhig! Ich kenne diese Gestalten!", sprach die Frau in weiß und trat langsam zurück: "Greift sie nicht direkt an! Wir sind hier deutlich im Nachteil!". "Schweigt Närrin!", sprach der Söldner und packte Talev und die Frau in Weiß, nur um einen Moment später im Innersten in Mitten der Paladine und Priester des heiligen Tempels zu stehen. Keine zehn Meter vor Aliya standen sie in einem Haufen Kriegspriester mit gezogenen Waffen und leuchtenden göttlicher Foki.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 764
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Fr 12 Aug 2016 - 14:07

Aliya schaute überrascht, wer sich in die Kapelle teleportierte, doch kannte sie keine der Gestalten. Unsicher ob sie mit der Messe fortfahren sollte, hörte die Heroldin auf die Stimme des Cassisian, der niemals von ihrer Seite wich. In der celestischen Sprache macht der Engel der Heroldin deutlich, dass es dringend war.
"Viktorija, nimm meine Hand!", rief Aliya und zog ihre Glaubensschwester zu sich. Die goldenen Schwingen der Heroldin legten sich schützend um Aliya und Viktorija, während der helmförmige Engel sich auf das Haupt der Heroldin setzte. Schließlich sprach die Heroldin das Wort des Rückrufs aus und verschwand zusammen mit der Paladinin aus der Kapelle.


Zuletzt von Godrik am Sa 13 Aug 2016 - 20:34 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Sa 13 Aug 2016 - 20:20

Es roch nach Tee. Ansonsten war die Atmosphäre im Raum auch sehr gemütlich. Ein Mann mit bleicher Haut saß an einem Tisch auf dem Tee wunderschön angerichtet war und Eierkuchen wie vom besten Zuckerbäcker dargereicht stand. Daneben fanden sich Honig, frisches Obst und zahlreiche exotische Leckereien. Ein sehr bleicher Mann mit fast weißem kurzen Haar saß an dem Tisch und er kleckerte mit dem Honig von dem er gerade naschte, als die Heroldin mit der Paladinin plötzlich auftauchte. Ruhig und ohne ein Wort zu verlieren wischte er sich den Honig von seiner einfachen Leinenkleidung und seinem Kinn, blickte die beiden an, deutete auf zwei Stühle und fing erst jetzt an mit wunderbarer freundlicher Stimme zu sprechen. Seine Worte waren beinahe unangenehm so perfekt schmeichelten sie den Ohren der beiden Frauen: "Oh, gut ihr seid entkommen! Hatte ich nach meinen Nachforschungen auch nicht anders erwartet, also setzt euch und stärkt euch erstmal! Ich hoffe ihr mögt Eierkuchen, ich habe ihn extra noch in meiner Heimatstadt gekauft bevor ich mich zu euch auf den Weg gemacht hatte. Ihr wisst sicher das man mit leerem Magen nur ungerne sich dem Luxus des Tratschens hingeben möchte. Nun denn setzt euch doch! Euer Palast hat nichts zu befürchten, da meine vertrauten Jungs sich um eure ungebetenen Gäste derweil kümmern. Los! Der Kuchen und Tee werden kalt! Seid doch nicht wie zögerliche Kindchen! Esst! Esst!". Wiederholt wies er auf die Plätze, während er mit der anderen Hand versuchte den Kuchen behelfsmäßig zu schneiden.

Der Eingang zum Heiligtum zerbrach in kleinste Teile und die Unbekannten traten ein. Talev und die weiße Frau legten ihre Waffen vor sich ab und verneigten sich demütig, ohne auch nur zu wagen ihre Blicke zu heben. Lediglich der Söldner griff nach seiner Schwertlanze, welche er auf dem Rücken mit sich trug und holte aus für einen verheerenden Angriff, aber es sollte nicht so kommen. Mit großer Wucht wurde er zu Boden gezogen und mehrere goldene Runen nagelten ihn auf den Boden. Ein Mann komplett von Tageslicht umhüllt und mit einem gleißenden Mal der Göttin Sarenrae trat rasch auf den Söldner zu und entwaffnete ihn. Gefolgt wurde ihm von einem Mann in einer Lumpenrobe, einem edlen Mann in Seidenrüstung, sowie einem Mann in einer Ritterrüstung aus purem Mithril, welcher sofort die Tempeldiener beschwichtete: "Ihr seid jetzt wieder sicher! Numsgil Blog hatte uns gerufen und die Bruderschaft von Ben Kalesh ist hier um zu antworten!".
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 764
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Sa 13 Aug 2016 - 20:56

Goldene Lichter erschienen im Allerheiligsten, dem Ort, zu dem bisher nur die Heroldin und die Großmeister des Tempelordens Zutritt hatte und an dem ein Mantelfetzen der Iomedae als Reliquie aufbewahrt wurde. So schnell wie sie zuvor verschwunden waren, erschienen nun Viktorija und Aliya wieder. Die Paladinin war ganz erstaunt über die Fähigkeiten der Heroldin, noch erstaunter war sie allerdings als sie plötzlich von einem Fremden mit Kuchen begrüßt wurden. Die Einladung zum Essen klang geradezu verlockend, doch wurde sie von der Heroldin mit dem ausgestreckten Arm daran gehindert auf den Tisch zuzugehen.
"Bleibt wachsam, Viktorija! Nach diesen Gestalten die den Gottesdienst gestört haben, wissen wir nicht mit wem wir es hier zu tun haben! Ich vermute eine Falle! Dämonen, die uns in die Irre führen wollen! Mit falscher Gastfreundschaft wollen sie unsere Schwächen offenlegen!", erklärte Aliya und zog das heilige Schwert, das sie von Iomedae geschenkt bekommen hatte.
"Ihr da! Wie kommt ihr und dieser Tisch hier herein? Die Tür ist magisch versiegelt, es gibt keine Fenster und dennoch seid ihr hier hereingekommen ohne die Tür zu durchbrechen! Seid ihr ein Magier? Oder vielleicht ein Dämon oder Teufel, der uns Gläubige verhöhnen oder gar verführen will?", fragte Aliya. Der Cassisian erhob sich wieder vom Haupt der Heroldin und sprach zu ihr in der himmlischen Sprache der Engel.
Aliya schenkte den Worten des Engels ihre Aufmerksamkeit, doch kam sie nicht dazu nachzufragen, was er meinte, da in diesem Moment das Allerheiligste von grellem Licht durchflutet wurde. Das Licht war so hell, dass Viktorija sich die Hände vor die Augen hob und sich abwandte um nicht zu erblinden. Selbst der Heroldin gelang es nicht direkt in das Licht zu schauen, auch sie hielt sich die Hand vor die Augen. Als das Licht ein wenig nachließ, konnte Aliya eine menschliche Gestalt erkennen, die soviel Licht von sich ausstrahlte, dass sie die Gestalt kaum direkt anschauen konnte. Zwei gefiederte Flügel befanden sich auf dem Rücken der Gestalt und mehrer Rollen Pergament flogen um den Engel umher.
"Heroldin Aliya Tessaro! Ich bringe euch Kunde von Iomedae!", sprach der astrale Deva in der celestischen Sprache. Obwohl Viktorija die Sprache der Engel bereits lernte, konnte sie nicht alles von dem verstehen, was der Engel der Heroldin mitteilte.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Sa 13 Aug 2016 - 23:47

Im Heiligtum hatte sich die Lage beruhigt und die Fremden hatten die weiße Frau, Talev und den Söldner gefesselt und entwaffnet. Währenddessen legte Yurin das Messer beiseite und antwortete dem Deva freundlich auf Celestisch: "Nur zu! Bringt ihr zuerst euer Belangen vor! Ich habe Zeit! Naja, eventuell wird der Kuchen und Tee kalt!". Anschließend sprach er auf der Sprache der Menschen von Irathar zu Aliya: "Lasst erst den Deva sprechen! Ich werde mich sofort erklären!".
Er schnitt ein kleines Stück vom Eierkuchen und aß es, während er ruhig dem Gespräch lauschte und er sich selbst sagte: "Der Kuchen ist viel zu schade um ihn kalt zu essen!".
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 764
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   So 14 Aug 2016 - 0:44

"Ich bin ganz Ohr", entgegnete Aliya und wartete auf die Botschaft, die der Bote überbringen sollte. "Heroldin, die Botschaft der Herrin Iomedae kommt in höchster Eile. Er, dessen Name nicht genannt werden muss, ist auf der Welt aller Welten gesichtet worden. Herrin Desna konnte ohne Zweifel feststellen, dass es nur Er sein kann. Doch er kommt nicht alleine - diesmal hat er zwei Mitstreiter bei sich. Herrin Iomedae vermutet, dass das Trio auf dem Weg zur Treppe zu den Sternen ist. Daher vergeudet keine Zeit - jede Stunde nähert er sich der Sternentreppe mehr und mehr. Die Herrin Iomedae verlangt eure Anwesenheit!", verkündete der Deva in der himmlischen Sprache.
Aliya schaute abschätzend zwischen dem Engel und Yurin hin und her, doch dann entschied sie sich wohl für den Engel. "Iomedae ruft und ich werde antworten! Bringt mich zu ihr!", antwortete die Heroldin und steckte das Schwert zurück in die Schwertscheide. "Nicht weniger hat die Herrin Iomedae von ihrer Heroldin erwartet!", sprach der Deva und fasste die Heroldin an der Hand. Engel und Heroldin erstrahlten in hellem Licht und waren schließlich verschwunden, da der Engel die Heroldin auf die Ebene des Himmels mitgenommen hatte.
Viktorija war noch ganz baff, von dem was sie gerade erlebt hatte. Sie hatte in ihrem ganzen Leben noch keinen Engel gesehen, geschweige denn die Stimme eines Engels gehört. Zaghaft und vorsichtig setzte sie sich zu Yurin an den Tisch und wagte es ein Schlückchen Tee zu trinken. Wäre ja schade, wenn das Getränk kalt werden würde.
"Wie war doch gleich euer Name?", versuchte Viktorija vorsichtig das Gespräch wieder aufzunehmen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   So 14 Aug 2016 - 15:37

"Ach Schade! Die jungen Herolde sind immer so hastig ihren Göttern hinterher zu rennen! Ach lassen wir es gut sein. Schmeckt der Kuchen?", fragte Yurin gemütlich und biss ein weiteres Stück vom Eierkuchen ab: "Mein Name ist Yurin. Ich bin viel rumgekommen und ein guter Freund von diesem dessen Namen nicht genannt werden muss. Ihr seid Victorija nehme ich an? Sehr erfreut!". Er streckte ihr die Hand freundlich entgegen.

Die vier Neulinge im Heiligtum hatten inzwischen die Eindringlinge gefesselt und sicher verwahrt. Auch der Söldner lag geknebelt und gefesselt bei der weißen Frau und Talev. Der edle Mann stand nun draußen mit dem Mann in der Lumpenrobe und sah nach dem Massaker vor dem Heiligtum: "Schade, Rukkus! Für die meisten kommt jede Hilfe zu spät! Nana ist und bleibt ein Monster im weißen Gewand. Es ist eine Schande sie im Schwertkampf unterrichtet zu haben!". Der Mann in den Lumpen schüttelte lediglich seinen Kopf: "Brevor, da bist du selbst schuld! Ich nehme aus Sicherheit keine Schüler mehr an. Vielleicht einer von zehn dreht nicht wegen Größenwahn durch." "Nana ist nicht größenwahnsinnig! Sie ist ausgezeichnet unter Kontrolle ihrer Fähigkeiten! Sie hatte lediglich Pech bei der Auswahl ihrer Kameraden!" "Vermutlich aber auch einfach nur einen zu gutgläubigen Meister!", antwortete Rukkus als der Mann in der Mithrilrüstung sich einmischte: "Genug ihr Streitesel! Man würde von dir nicht erwarten, dass du ein uralter Meister wärst, Rukkus!" "Ganz ruhig! Ich hab nur unserem Träumer die Toten näher gebracht. Lass es gut sein, Ben!". Rukkus stapfte zurück ins Heiligtum zu den noch immer unsicheren Paladinen, Mönchen und Klerikern.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 764
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Di 16 Aug 2016 - 2:15

Viktorija zögerte erst noch bevor sie dem Unbekannten die Hand schüttelte. "Sehr erfreut, auch wenn ich nicht weiß woher Ihr meinen Namen kennt, Herr Yurin. Apropos, wie seid Ihr jetzt hier herein gekommen? Das würde mich durchaus interessieren, denn ein Teufel oder Dämon scheint Ihr ja nicht zu sein, so gelassen wie ihr sitzen bleibt, wenn ein Engel neben euch erscheint", fragte Viktorija.
Der Blick der Paladinin wanderte über den Tisch und alle Sachen die darauf verteilt waren. Sie begnügte sich schließlich mit ein paar Trauben und einem Stück Kuchen.
"Wer ist denn dieser Er, dessen Namen man nicht nennen muss? Hört sich nach was bedrohlichem und finsteren an, so wie der Engel gesprochen hat. Man könnte meinen es ist ein Dämonenlord! Aber mit sowas wärt Ihr ja mit Sicherheit eher nicht befreundet, oder?", fragte Viktorija nach. Von diesem Wesen, dessen Namen niemand aussprechen wollte hatte sie in all ihren Lehrjahren noch nie gehört.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Di 16 Aug 2016 - 23:50

"Oh bitte nehmt auch etwas Honig zum Kuchen!", sprach Yurin und reichte ihr den Honigtopf: "Eine Spezialität meines örtlichen Imkers. Ein guter Kerl mit wohlschmeckender Ware! Ach zu ihrer Frage: ich bin ein Sylph oder auch ein Mischling aus einem Menschen und einem Elementar der Luftebene. Daher mein weißes Haar und die bleiche Haut. Engel tun sich nur wichtig. Die haben nicht viel zu tun und machen so als wären ihre Herren alles. Ich habe genug mit denen zu tun gehabt und ich war hier schon lange drin, zumindest länger als ihr oder doch erst seit kurz vor eurer Ankunft? Naja ich nehm das nicht so genau. Viele behaupten ich sei ganz woanders und eventuell war ich auch nur hier und bin bereits fort.". Er beseitigte die Krümel von seiner Kleidung und schenkte sich eine weitere Tasse Tee ein. "Rosenblütentee! Äußerst schmackhaft! Der wird auch euch wohl munden! Ich hab auch noch Pfirsichblüten hier, wenn euch Rosenblüten zu blumig sind im Geschmack!", munterte er sie zum Teetrinken auf und pickte das letzte Thema heraus: "Er, dessen Namen man nicht nennen muss ist niemand anderes als mein guter Freund der Goblin. Der einzige Herold, welcher jemals von zwei Göttern zeitgleich zum Herold berufen wurde. Die Gründe sind recht rätselhaft und wenn seine Erzählungen war sind, so hat er das Unmögliche gemacht und einen Drachen der Leere bezwungen. Sein eigentlicher Name ist Numsgil Blog, aber selbst der sollte euch nicht zu bekannt sein. Hier kennt man ihn meist nur als den Herrscher der Goblins von Tian.
Die Götter hassen ihn, denn er hat sie alle einmal überlistet und ist anschließend seinen eigenen freien Weg gegangen. Einzig Desna findet ihn noch recht schnuckelig!".
Genüsslich nippte er an seinem Tee.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 764
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Do 18 Aug 2016 - 0:17

Viktorija verschluckte sich fast am Tee. "Ihr wollt mich wohl auf den Arm nehmen. Ein Goblin soll die Götter überlistet haben? Ein Goblin als Herold? Die Goblins, die ich kenne, sind in der Regel gerade mal schlau genug um zu wissen, mit welchem Ende des Speeres sie zustechen müssen und Ihr wollt mir wirklich gerade glaubhaft machen es existiere ein Goblin, der die Götter überlistet hätte? Normalerweise reicht schon ein dickes Schwein um einen Goblin zu Tode zu trampeln und Ihr sagt die Götter brauchen die Heroldin um einen Goblin aufzuhalten? Den würde ich zu gerne einmal mit eigenen Augen sehen, sonst kann ich das einfach nicht glauben. Diesen Namen hab ich aber tatsächlich noch nie gehört...", entgegnete die Paladinin nachdenklich und trank eine Tasse Pfirsichtee. "Wo liegt denn eure Heimatstadt, dass die da so gut backen können?", fragte Viktorija, während sie ein Stück Kuchen aß. Dabei fielen ihr die Angreifer wieder ein. "Wenn Ihr uns vor diesen drei Gestalten gerettet habt, was werdet Ihr mit ihnen jetzt machen? Solch ein Angriff auf die Heroldin und den Tempel wir bei uns normalerweise mit dem Tod oder ewiger Verdammnis bestraft", fragte sie neugierig nach.

Während Viktorija den Gast weiterhin mit Fragen löcherte, betrat im selben Moment ein Jagdtrupp der Inquisitoren des Tempels die Stadt. Ein Dutzend Reiter sicherte den Karren, auf dem ein Käfig aus kaltem Eisen befestigt war. Offensichtlich waren sie auch erfolgreich gewesen, denn ein Mann mit Kapuze saß im Käfig drin. Wie üblich wurde die Gruppe von fanatischen Anhängern der Iomedae verfolgt, die lauthals forderten den Gefangenen zu verbrennen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Do 18 Aug 2016 - 11:40

Yurin lächelte: "Ja, ein Goblin. Ein kleines harmloses Wesen im Angesicht der Zivilisationen und erhabenen Kreaturen auf den Welten. Zähe kleine Krieger mit einem umso größeren Appetit.
Die Götter holen immer ihre eigenen Herolde zu sich, wenn es um wichtige Entscheidungen geht. Dieser Numsgil Blog ist ein bemerkenswerter Haudegen und ein guter Freund. Er liebt Kuchen und gemütliche Runden bei einer Tasse Tee. Ich werde euch ein Treffen mit ihm organisieren, wenn sich der kommende Sturm wieder gelegt hat.".
Ein Kerzenständer viel von einem kleinen Schrein in der Ecke und der Krach lenkte kurz den Blick aller Anwesenden auf den Ursprung. Als Viktorija sich wieder ihrem Kuchen und Tee widmete war Yurin verschwunden. Sie erinnerte sich auch nur an ein Versprechen Numsgil Blog nach dem Sturm zu treffen, aber sie wusste nicht einmal mehr wer ihr das Versprechen gegeben hatte.

Im Tempel vor dem Heiligtum hatte Ben Kalesh bereits die drei Gefangenen mit seinen magischen Kräften an einen anderen Ort gebracht und begutachtete nun mit Rukkus, Brevor und Balthor, der heilige Krieger der Sarenrae von einem hohen Punkt aus die eintreffenden Inquisitoren mit ihrem neusten Fang. "Was geht da vor sich?", fragte wie aus dem Nichts Yurin und stand von einem auf den anderen Moment zwischen ihnen. Ben Kalesh antwortete gelassen: "Sie haben genau in diesem Moment einen Gefangenen gebracht. Es riecht nach einer Falle. Sie sind zu pünktlich mit dem Erscheinen der Leute von Jakob und uns.".
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 764
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Do 18 Aug 2016 - 22:19

"Wer hat hier den Tisch reingestellt und Tee und Kuchen geholt? Das hier ist doch nicht die Taverne?", entgegnete Viktorija, als sie wieder zum Tisch sah. Viktorija konnte sich nicht daran erinnern, dass die Heroldin Kuchen geholt hätte, bevor sie mit dem Engel gegangen war. Die Paladinin horchte auf, als von der Torwache bekannt gegeben wurde, dass ein Inquisitortrupp zurückkehrte. Viktorija wollte hinauseilen, doch dann bemerkte sie die versiegelte Tür.
"Oh! Verdammt. Hätte die Heroldin nicht etwas länger bleiben können?", fluchte die Paladinin angesichts des starken Zaubers der auf der Tür lag. Unsicher überlegte die Paladinin ob ihr Können wohl ausreichen sollte, die Tür wenigstens zu öffnen.

Derweil kam der Inquisitortrupp an der Tempelspforte an. An der Spitze des Trupps ritt eine Frau, die über ihren Plattenpanzer einen roten Mantel geworfen hatte, der denselben Rotton hatte, wie der sagenumwobene Wollmantel der Göttin. Auf dem Plattenpanzer prangte zudem das Zeichen der Iomedae, das von Licht umstrahlte Langschwert der Erbin.


Zuletzt von Godrik am Fr 19 Aug 2016 - 0:58 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Fr 19 Aug 2016 - 0:20

Yurin sah den Trupp, der eintrat genau an. Die Paladine und Ritter des Tempels in der Begleitung des Käfigs interessierten ihn nicht. Lediglich die Frau an der Spitze des Trosses und der Gefangene interessierten Yurin und seine Begleiter. "Wir schauen uns das mal genauer an!", befahl Yurin und verschwand. Die anderen blieben größtenteils, wobei Rukkus und Ben Kalesh sofort mit raschen Schritten und lautlosen Sprüngen dem Käfig näher kamen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 764
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Fr 19 Aug 2016 - 15:28

Die Tempelwachen ließen die Truppe ohne Fragen passieren, sodass die Reiterin und ihre Begleiter nun in den Außenhof hineinritten, wo sich auch die Ställe befanden. Den fanatischen Bauern und Stadtbewohnern wurde der Zutritt allerdings verwehrt. Ein Stallknecht ging auf die Frau zu und nahm die Zügel entgegen, sodass sie absteigen konnte. Einige Paladine gingen zu ihr um sie zu begrüßen, während der Karren seine Runde drehte und schließlich vor den Ställen stehen blieb.

"Ihr könnt der Heroldin mitteilen, dass ich zurück bin. Die Jagd war erfolgreich würde ich sagen - jede Menge Demagogen und Verbrecher, die ich der Gerechtigkeit unserer Herrin zugeführt habe. Und einen großen Fang hab ich auch noch!", erklärte die Inquisitorin, bevor sie sich umschaute. "Was ist denn hier los? Entschuldigung?! Ich fürchte die Kapelle für die Pilgerer und Besucher befindet sich in der Altstadt! Wer hat euch hier herein gelassen, wenn ich fragen darf? Seid ihr etwa Besuch der Heroldin?", fragte die Frau, die den Trupp anführte, als sie die Männer im Hof bemerkte, die offensichtlich keine Paladine oder Mönche der Iomedae waren.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Mi 24 Aug 2016 - 23:02

"In der Tat sind wir Gäste der hier hochgeehrten Heroldin, doch leider ist sie vor wenigen Minuten in wichtigem Auftrag abgereist!", sprach Yurin sachte zur Anführerin des eben eingetroffenen Trupps: "Es wundert mich nur, dass ihr genau jetzt vor unserer Abreise hier eintrefft. Darf ich fragen wer oder was euer großer Fang ist? Es liegt mir an meinem Leben dies zu wissen.". Ben Kalesh und Rukkus standen in schützendem Abstand zu Yurin um für das Schlimmste bereit zu sein. Es gab bereits viele gefährliche Situationen, welche unangekündigt ihnen fast das Leben gekostet hätten.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 764
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Sa 3 Sep 2016 - 0:51

"Im wichtigen Auftrag ? Von wem? Sie ist jedenfalls nicht an uns vorbeigekommen! Wer seid ihr überhaupt, dass ihr von der Heroldin empfangen wurdet? Normalerweise werden Audienzen Monate im Voraus angemeldet und ich habe keine Kenntnisse davon, dass ein Besuch angekündigt war!", entgegnete die Inquisitorin, während ihr Pferd in den Stall gebracht wurde.
"Eine Fügung des Schicksals wie es aussieht! Bis gerade eben wusste ich noch nicht einmal, dass ihr hier seid! Ich weiß nicht warum ihr euch so für unsere Angelegenheiten interessiert, geschweige denn für meinen "Fang"! Für euch stellt er jedenfalls keine Gefahr dar, denn ich und meine Getreuen sind ja schließlich hier. Das ist nicht der erste Prediger, den ich vor das Gericht der Heroldin bringe, damit nicht noch mehr unserer Bürger falschen Religionen hinterherfolgen!", erklärte die Inquisitorin.
Derweil traute sich Viktorija nun die Tür zu öffnen - und siehe da: die Tür war ganz normal zu öffnen. Offensichtlich wirkte der Versiegelungszauber für die Tür nur von außen.


Zuletzt von Godrik am So 4 Sep 2016 - 16:44 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Sa 3 Sep 2016 - 23:37

"Mein Name ist Yurin und der Mann zu meiner rechten ist Rukkus und der zu meiner linken ist Ben. Sie sind meine Vertrauten, aber die anderen beiden sind noch oben beim Heiligtum. Von Namen sind es Brevor und Balthor, wobei sie trotz ähnlicher Namen nicht verwand oder verschwägert sind. Wir sind ein Teil der Verstärkung für Keresgarth, doch leider waren wir etwas spät dran. Wir konnten deshalb leider nicht alles Blutvergießen verhindern.", sprach Yurin freundlich und bestimmt: "Um weiteres Blutvergießen zu verhindern, wollte ich nun wissen, wer in diesem Käfig steckt. Falls ihr es nicht wisst, so lasst uns bitte den Gefangenen sicher befragen, da ich an eurer Fähigkeit dazu stark zweifle. Seid euch bewusst, dass ich das in keiner Hinsicht als eine Beleidigung sage. Es ist lediglich eine trockene Einschätzung!".
In diesem Moment kam Balthor an die Gruppe getreten in seiner vollen Rüstung eines Herolds und Großmeisters von Sarenrae: "Seid gegrüßt Schwester der Iomedae. Ich sehe ihr habt bereits Bekanntschaft mit meinem weltlichen Anführer gemacht. Entsprechend der Umstände teile ich Meister Yurins Angst und hoffe doch, dass ihr uns zu unserer aller Sicherheit den Namen des Gefangenen nennen könnt oder wer es eurer Meinung nach ist!".
Das Geburtsmal der Sarenrae schimmerte leicht auf Balthors Stirn und auch sonst schien die Nacht dem Tag ungewöhnlich nah.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 764
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Mo 5 Sep 2016 - 23:48

"Verstärkung? Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass die Heroldin nach euch gesandt hatte! Was weiß ich wer in meinem Käfig steckt - alles was ich weiß ist, dass er demnächst rechtmäßig bestraft werden wird. Taten sprechen doch deutlicher als irgendwelche Namen. Die Namen von Verbrechern haben mich noch nie interessiert, solange ich die Unschuldigen und Gläubigen vor ihnen beschützen kann. Und das ist mir bisher noch jedes Mal gelungen, ich weiß also nicht wie Ihr dazu kommt meine Kompetenzen in Frage zu stellen! Wir haben hier sehr strenge Regeln - man wird nicht aus Spaß zur Inquisitorin! So wahr ich Margarethe von Gimmlershofe heiße. Der letzte Orkstamm, der mich unterschätzt hat, gehört nun zu den eifrigsten Verehrern Iomedaes!", erklärte Margarete voller Inbrunst. Kaum ausgesprochen, jubelten die Flagellanten und Anhänger vor dem Tempel besonders laut.
"Na da kann ich nur gratulieren! Da soll noch jemand sagen man könne nicht Ordnung in so etwas chaotisches wie einen Orkstamm bringen!", unterbach der Gefangene im Käfig Inquisitorin Margarete gerade als sie Balthor antworten wollte und klatschte Beifall. An den Händen und im Gesicht unter der Kapuze konnte man zahlreiche Brandnarben sehen, von Kopfhaaren fehlte dagegen jede Spur.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Mi 7 Sep 2016 - 20:44

"Wie jagt ihr eigentlich eure so genannten Häretiker?", fragte Yurin und wandte sich vom Gefangenen und der Inquisitorin ab: "Ihr wisst nicht einmal wen ihr gefangen habt? Dann sperrt ihr wohl auch willkürlich Leute ein, deren Religion nicht wie die eure erscheint? Ich selbst wurde von mehr Inquisitoren getötet als eure Stadt Einwohner hat und das alles nur aus Angst vor mir. Einfach nur weil hohe Herren Angst bekamen, wenn ich in ihre Städte kam und sie auch wieder verließ trotz meiner Hinrichtung am Vortag! Ich bin immer da. Ein Wächter über das Gute! Fast so alt wie die Götter selbst! Ihr Inquisitorin von Gimmlershofe seid eine weichhirnige willenlose Sklavin eurer eigenen Religion! Eine Fanatikerin auf die die Götter spucken. Ich saß mit der die ihr eure Göttin nennt bei Kaffee und Kuchen und sie weiß den Namen all ihrer Schäfchen! Ihr kennt nicht einmal den Namen eures einzigen Gefangenen!" Yurins Worte fühlten sich an als würden sie von überall widerhallen und ehe sich die Inquisitorin versah, saß Yurin direkt am Käfig und drückte sanft den Kopf des Gefangenen nach oben um ihm in die Augen zu schauen: "Wie ist euer Name Verbrannter? Was habt ihr verbrochen im Namen welchen Gottes?".
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 764
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Mi 7 Sep 2016 - 22:43

"Ihr fragt ja auch nicht jeden Hühnerdieb nach seinem Namen!"; entgegnete Margarete von Gimmlershofe genervt, als derart über sie hergezogen wurde. Als sie jetzt auch noch als weichhirnig und willenlos bezeichnet wurde, verschlug es der Inquisitorin endgültig die Sprache. Sie konnte es nicht mitansehen, wie hier gerade ihre Autorität mit Füßen getreten wurde und sie geradezu vorgeführt wurde. Von vor dem Tor wurde es lauter und lauter je mehr Margarete beleidigt wurde. Manche Flagellanten drohten schon damit Yurin und seine Bande auszupeitschen.
"Meine Name ist Damius der Alte. Ich und meine zwei Reisebegleiter waren auf dem Weg um die Heroldin zu besuchen. Aufgrund meiner Erscheinung waren die Inquisitoren aber wohl der Meinung es wäre richtig meine Begleiter dem Flagellantenmob zu überlassen und mich hier einzusperren. Dabei wollte ich der Heroldin, die für das Recht einsteht nur meine Hilfe anbieten!", erklärte der verbrannte, schon etwas betagtere Mann auf eine Weise als würde ihm es nichts ausmachen, dass er in einem Käfig saß.
Bevor er aber weitersprechen konnte, wurde er von Margarete unterbrochen: "Lasst euch nicht von seinen Worten einlullen. Er und seine Begleiter hatten dieses Buch bei sich!", bemerkte die Inquisitorin und hielt ein schwarzes Buch hoch, auf dem ein umgedrehtes, rotes Pentagram gemalt war. "Sarenrae mag vielleicht barmherzig sein, aber ich dulde im Namen der Göttin von Ehre und Recht sicher nicht, dass Jünger des Prinzen der Finsternis frei durch unsere Lande ziehen!"
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 780
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   Do 8 Sep 2016 - 21:34

"Damius! Oh, welche Überraschung! Ihr habt einen wahrhaftigen Fang gemacht von Gimmlershofe!", sprach Yurin sarkastisch und blickte die Inquisitorin finster an: "Damius Chytrys war ein Krieger von der Schlacht am Turm. Teil der Helden der großen Schlacht gegen den großen Marandir! Er kommt um Hilfe anzubieten und ihr sperrt ihn in einen Käfig! Vermutlich habt ihr seine Begleiter bereits im Namen eures Glaubens gerichtet!?". Er drehte sich zu Damius und sprach in eindringlich an: "Was ist dieses Buch? Ich weiß von eurer Jugend, alter Greis! Was ist dieses Buch, solltet ihr nicht rückfällig geworden sein und dem Feuer der Fanatiker würdig?".
Keiner der Fanatiker hatte bemerkt, dass nun auch Brevor schon in Mitten der Fanatiker stand und sich die Sache aus der Nähe ansah.
"Zeigt mir mal bitte den alten Fetzen!", warf Rukkus hastig die Worte gegen die Inquisitorin und saß auch schon flink wie ein Affe oben auf Damius Käfig und blätterte im schwarzen Buch auf der Suche nach Auffälligkeiten. In diesem Moment ertönte ein lautes Kreischen aus dem Norden und die Tiere begannen Scheu zu werden. Ein eisiges Licht zog in riesiger Entfernung in Richtung Himmel und die Tiere des Himmels und der Erde und selbst die Fische in den Flüssen begannen davor fortzurennen. Balthor schüttelte den Kopf und sprach betrübt: "Dann beginnt nun wohl der offizielle Teil des Kriegs zum vierten Zeitalter von Irathar! Ich wünschte die Vorbereitungen wären fertig. In wenigen Wochen werden uns die Untoten und Stämme des Nordens überfluten!".
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: 4.2.Im Herzen der weißen Stadt   

Nach oben Nach unten
 
4.2.Im Herzen der weißen Stadt
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 2Gehe zu Seite : 1, 2  Weiter

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Legends of Irathar :: Neue Feinde - Alte Freunde 1.Buch-
Gehe zu: