Legends of Irathar

Mysterien und Legenden von Irathar
 
StartseiteStartseite  FAQFAQ  SuchenSuchen  MitgliederMitglieder  NutzergruppenNutzergruppen  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

Teilen | 
 

 4.3. Sand so weit das Auge reicht

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : 1, 2, 3  Weiter
AutorNachricht
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 768
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Di 7 Jun 2016 - 13:47

"Tut mir leid Spitzohr, aber ich seh da weit und breit nichts als Sand!"; entgegnete Sleshgil, der mit einem Fernrohr vom Ausguck aus einen Blick auf die Küste warf. "Sicher dass der Ort den ihr sucht hier ist?", fragte der Goblin. "Vielleicht solltet ihr doch einfach mit uns kommen und euch im Armeelager des Alten Bündnisses melden. Keine Zeit Hirngespinsten nachzujagen!", schallte es vom Ausguck nach unten.
Lorena verdrehte genervt die Augen. Was erlaubte sich der Goblin, der nicht einmal Offizier war, so mit ihr zu reden. "Erlaubt ihr es euren Matrosen immer derart mit den Anführern eurer Freunde zu reden?"; entgegnete Lorena, die sich zutiefst in ihrer Ehre verletzt fühlte.
"Wir haben eben eine sehr niedrige Hierarchie in der Starkbier-Blog-Flotte. Ihr werdet euch dran gewöhnen!", erwiderte Alarik, der neben Lorena an Bord des Admiralsschiffes stand. Wie vereinbart war die Starkbierblog-Flotte von Elbstein aufgebrochen um sich der Armee des alten Bündnisses anzuschließen. Die Elfen und ihre menschlichen Begleiter bestanden jedoch darauf unterwegs einen Magier aufzusuchen, der sie von Irathar zu einer anderen Welt bringen würde.
"Ich glaub das Orakel hat zuviel Starkbier gesoffen, wenn dieser Ort den ihr sucht wirklich hier sein soll!"; kicherte Shlagdigurz, dessen Meinung zum Orakel sich während der Fahrt nicht gebessert hatte.
"Die Stadt liegt tiefer in der Wüste, nicht direkt an der Küste! SO hat es Tiuldara in der Vision gesehen! Macht euch noch länger witzig über unsere Götter und ihr werdet ihren Zorn spüren, Goblin!"; entfuhr es Lorena, der es allmählich zu bunt wurde.
""Und ihr werdet ihren Zorn spüren"! Papperlapapp! Wär mir neu, dass ein Gott sich entehrt fühlt durch Goblingeschwätz! Wär ja noch schöner!"; prustete Sleshgil los. Die Elfentante hatte ungefähr so viel Humor wie ein Stück vertrocknete Alge.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 786
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Do 9 Jun 2016 - 22:24

Eyna hatte sich in der medizinischen Obhut der Goblins und Zwerge sehr rasch erholt und teilte sich eine Kajüte unter Deck. Shilgaz hatte auf einer Steinplatte einen kleinen Kocher aus seiner Ausrüstung geholt und mischte wild Zutaten aus seinem löchrigen Beutel zusammen.
Trotz der Schlacht der letzten Nacht war er unglaublich gut gelaunt und auch Fetzge schnurrte, während sie neben ihm auf dem Holzboden lag. Eyna hatte in der Kajüte ihre Maske und Schminke abgelegt und kümmerte sich um Reparaturen an ihrer Ausrüstung: "Wir haben wohl gestern recht erfolgreich alles aufgemischt, mein Freund!" "Och, nichts der Rede wert! Wir hatten eben gutes Glück und starke Freunde!", antwortete Shilgaz und wurde so rot in seinem Gesicht wie ein Goblin nur werden konnte: "Ich denke jeder will überleben!". "Ich hoffe es für dich!", ermahnte ihn Eyna und lächelte schelmisch.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 768
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Fr 10 Jun 2016 - 21:37

Lorena hätte am liebsten einem der Goblins den Bogen aus der Hand gerissen und Schlagdigurz vom Ausguck heruntergeschossen, Tiuldara konnte sie aber gerade noch beruhigen, als sie zu Lorena dazustieß. "Das ist es! Die selbe Wüste wie in meiner Vision. Wir werden nur ein wenig tiefer an Land gehen müssen und wir sollten den Ort erreichen!", erklärte Tiuldara. Während Alarik versuchte Verständnis zu zeigen, kam vom Ausguck lautes Goblingelächter. "Die erkennt die Wüste die sie sucht auch an einem einzigen Sandkorn!", kicherte Sleshgil. "Bin ich froh wenn ich diese Goblins endlich los bin!", malte sich Lorena bereits die Zukunft aus. Sie konnte es kaum abwarten den Magier zu finden und das dem Tod geweihte Irathar zu verlassen.
Alarik gab das Zeichen, dass die Flotte anlegen würde, weshalb eine geeignete Buch gesucht wurde. Der Zwerg wollte die Orakelfolger auch liebstens los werden, da sie mit ihrem Gerede die Moral verschlechterten. Andererseits hatte Alarik darüber nachgedacht, dass sich soviele helfende Hände sicherlich auch gut im Versorgungstross der Armee machen würden.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 786
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Sa 11 Jun 2016 - 13:39

Die Goblinboote gingen im wahrsten Sinne des Wortes an Land. Kaum war der Befehl raus, da gaben die Ruderer alles was sie konnten und die Segel hingen auf Vollmast. Die leichten Goblinschiffe hoben fast ab, während die Schiffe zwergischer Bauart langsam anlegten. Numsgils Schiff hatte es am weitesten über den Strand geschoben und laut johlend sprangen die Goblins aus den Schiffen und sattelten Goblinhunde und beluden Karren mit allem Notwendigen für eine weitere Reise, aber diesmal an Land. Blitzschnell wurden die relativ kleinen Goblinschiffe zu Karren umgebaut und von einem Gespann aus zwei dutzend Goblinhunden je improvisiertem Wagen gezogen. Eine halbe Stunde später war der Goblinteil des Trosses bereits bereit, während die Zwerge eben erst angelegt hatten. Wegen der Hitze trugen die Goblins lediglich gefütterte Gewänder aus Seide um sich in der brütenden Wüstenhitze nicht in der Rüstung zu Saftfleisch kochen zu lassen. Auf ihren großen Köpfen trugen sie Hüte aus Reisstroh und boten diese auch Eyna und Shilgaz an, welche dankbar die Hüte annahmen. Eyna setzte sich nach Aufforderung eines Leutnants der Goblins auf einen der Karren um sich weiter zu schonen, während Shilgaz von den Goblins als voll kampftauglich eingestuft wurde und vorne mit den erfahrenen Reitern positioniert wurde. Er trug nun seinen Gambeson weit geöffnet und das Mithrilhemd eher lose übergeworfen, während er den Schild an der linken Flanke seiner treuen Reitsau platziert hatte. Sein Schwein ertrug die Hitze trotz der Rüstung besser als er, doch immerhin war der Speer leicht und zerrte nicht an seinen sonnengeschwächten Kräften. Shilgaz hatte noch nie solche Goblins in seinem Leben gesehen. Die Disziplin und Sicherheit ihrer Handlungen suchte selbst in anderen Völkern ihresgleichen. Eindrücklich war auch die Kenntnis der Sprache von Keresgarth und seiner Landen, welche jeder der Goblins neben Yuyan zu sprechen wusste.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 768
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Sa 11 Jun 2016 - 15:31

Während Lorena, Ellaine und Tiuldara erstaunt zuschauten, wie die Goblinboote fast abhoben und über den Strand flogen, grinste Alarik, der den ganzen Drill schon kannte. Die Goblins aus dem Schweine-Fürstentum hatten dieses Manöver jahrelang geübt und bis zur Perfektion gedrillt. Die Mannschaft konnte jeden Handgriff im Schlaf ausführen, ohne einen Fehler zu machen. So kam es auch, dass wie zu erwarten die Goblins bereits fertig waren, während die Zwerge noch dabei waren, die Schiffe endgültig and Land zu ziehen.
"Wenn ich bitten darf? Hier entlang!", bat Alarik und forderte die Gäste dazu auf ihm zu folgen. Ohne zu widersprechen folgten sie dem Zwerg, während zur selben Zeit eine Luke des Schiffes geöffnet wurde. Sie liefen einige Stufen herunter bis sie unter Deck zu einer Leiter gelangten.
"Hier herunter, wenn ich bitten darf!"; forderte Alarik, der auf die Leiter zeigte. Einige Zwerge mit leichter Rüstung kletterten ebenfalls gerade die Leiter hinunter. Lorean konnte noch nicht genau zurechenen, wo sie sich befanden, doch es schien als würden sie in ein großes Gefährt hinabsteigen. Endgültig ins Grübeln kam sie, als sie im Innern des metallenen Dinges angekommen, von einem Zwerg zu einer anderen Leiter geführt wurden. Als sie auch diese Leiter hinaufgeklettert waren, befanden sie sich wieder an der frischen Luft. Lorena konnte sehen, dass sie sich im Bauch des Schiffes befanden und soeben eine große Landerampe vorbereitet wurde. Die beiden Elfen erschraken als sich das große Ding auf dessen Dach sie standen wie von selbst in Bewegung setzte.
"Nur keine Panik, der Panzer ist Magie betrieben. Keine Kohle wird dafür verheizt! Kein einziger Baum musste sterben", erklärte Alarik, der nun auch auf dem Deck des Panzers angekommen war. Während der Panzer das Admiralsschiff verließ und an Land fuhr, klärte der Zwerg Ellaine und die Elfen über den Panzer auf.
"Eine alte Technologie von vor 500 Jahren! Wer hätte gedacht, dass das eine Treffen von Schmiedemeister Hrodrig Gurdison und den Gnomen auch heute noch Früchte trägt?!"; erwähnte Alarik voller Stolz über den technologischen Stand der Starkbierflotte. Um sich gegen die brennende Sonne zu schützen, wurde ein Segel zu einem Sonnensegel umgewandelt, um dem Panzer kühlenden Schatten zu spenden.
"Also dann, in welche Richtung geht es?", fragte Alarik mit einem Lächeln, während Tiuldara noch völlig sprachlos war. Sie zeigte völlig überrumpelt einfach nur in die Richtung in der sie den Ort laut Vision finden sollten. Mit Kettenüberwurf auf den Rädern setzte sich der Panzer in Bewegung und kam im Sand erstaunlich gut voran. Das große Admiralsschiff und der Rest der Flotte blieben derweil in der Bucht zurück in Erwartung einer schnellen Rückkehr Alariks und der Goblins.


Zuletzt von Godrik am So 12 Jun 2016 - 0:02 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 786
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Sa 11 Jun 2016 - 22:58

Die Goblinkarren und Reiter schwenkten sofort vor und hinter dem Panzerungetüm ein und begannen die Reise durch die Wüste. Viele blieben als Schutz für die übrige Flotte zurück und um die angelegten Schiffe zu schützen.
Während Shilgaz mit den anderen ritt, kam ein Leutnant der Goblins zu ihm und betrachtete sein Reitschwein mürrisch und sprach: "Du wagst auch viel! Reitschweine sind gewöhnlich nur dem Fürsten Numsgil vorbehalten auch wenn deine Bestie weit kleiner als die seine ist! Ich lasse es durchgehen, da ihr auf Wunsch von Wigurz hier seid, ansonsten hätte ich euch auf einen Goblinhund gezwungen!". Der Leutnant war weit weniger ein Spaßvogel als die regulären Truppen und auch sein Goblinhund war sehr muskulös und furchteinflößend. Seine Ausrüstung war von zahlreichen Dolchen und Schwertern gesäumt und ein Kurzbogen mit zwei Köchern von je sieben Pfeilen hingen am Sattel seines Hundes.
Es war ruhig hier und auch nicht der geringste Windhauch war zu spüren. Eyna blickte sich aus dem Karren heraus um. Sie hatte ihren Bogen bei sich und Pfeile im Bündel neben sich falls es einen Zwischenfall geben sollte. Ihr war sehr mulmig, wegen der vorliegenden Situation und empfand die Zwerge und Goblins als zu hilfsbereit für dieses wirre Orakel.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 768
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   So 12 Jun 2016 - 17:56

Die Karren und der Panzer kamen ziemlich schnell voran in der Wüste, schneller als Ellaine oder Lorena erwartet hätten. Lorena entging es jedoch nicht, dass die Zwerge und Goblins alle eine hohe Wachsamkeit an den Tag legten. Verwunderlich war es allerdings nicht, angesichts der Tatsache, dass sie sich mitten in der Wüste befanden, die auch nicht gerade für gefahrloses Reisen berühmt war. Während sie die Reise fortsetzten, rief plötzlich einer der Zwerg vom Ausguck seine Entdeckung herunter: "Behir auf 14 Uhr! Ich wiederhole: Behir auf 14 Uhr! Sieht aber bisher nicht so aus als sei er an uns interessiert!"
Alarik packte sofort sein Fernglas aus und warf selbst einen Blick auf die Kreatur. Tatsächlich konnte man in der Ferne sehen wie sich ein Behir wie eine Schlange die Sanddünen hinauf bewegte. Wie der Zwerg im Ausguck gesagt hatte, wurden sie von der Kreatur offensichtlich ignoriert. Dem Zwerg war das Recht, ihm war absolut nicht danach gegen Behire zu kämpfen. Alarik konnte nicht widerstehen und schweifte mit dem Fernglas vom Behir ab um einen Blick auf die scheinbar endlose Wüste zu werfen. Außer wolkenlosem blauen Himmel und Sanddünen bis zum Horizont war absolut nichts zu sehen.
"Sand so weit das Auge reicht. Wo soll sich hier eine Stadt befinden? Seid ihr sicher, dass wir richtig sind?", fragte Alarik, dem allmählich auch die Zweifel wuchsen.
"Ich bin überzeugt davon. Demnächst müssten wir eine Oase passieren!"; erklärte Tiuldara. Und tatsächlich behielt das Orakel Recht. Zwischen mehreren Sanddünen gelegen lag eine Oase mit zahlreichen, hochgewachsenen Palmen, die den Reisenden kühlen Schatten spendeten. Angesichts der Aussicht noch länger unter der brennenden Sonne durch die heiße Wüste zu ziehen, beschloss Alarik dass der Tross hier eine Pause einlegen würde. Hauingurz war der Erste, der zum Planschen ins Wasser sprang und seinen Trinkschlauch auffüllte.


Zuletzt von Godrik am So 11 Dez 2016 - 0:44 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 786
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   So 12 Jun 2016 - 22:27

Der Leutnant ließ sofort den Goblintross die Oase absichern und verteilte zahlreiche Reiter auf die Kämme der umliegenden Dünen. Er selbst ritt umher und gab die Befehle aus, welche im Voraus mit Numsgilsstellvertreter besprochen worden waren.
Es dauerte nicht lange bis der erste Reiter zu ihm geritten kam und leise mit ihm anfing zu reden. Ohne zu zögern sammelte der Leutnant zwanzig Reiter, darunter Shilgaz, und ritt in eine Richtung los.
Während dem kurzen Ritt zur östlichen Düne erklärte der Reiter die Situation und die Goblins bespannten bereits im Ritt ihre Bögen. Kurz vor dem höchsten Punkten sattelten sie ab und krochen den Rest nach oben. Die Goblinhunde folgten ihnen geduckt weiter, während Shilgaz Schwein aus mangelnder Größe normal weiter ging. Als sie über den Kamm blickten konnten sie etwa fünfhundert Meter von ihnen ein Zeltlager einer Gnolltruppe erkennen, welche rein von den Spuren auf dem Weg in den Süden waren. Es waren ungefähr dreihundert Gnolle anwesend und mindestens zweihundert draußen in der Wüste zur Jagd. Der Leutnant schüttelte den Kopf: "Entweder wir müssen alle töten oder die Wahnsinnigen weit herum führen! Vermutlich müssen wir kämpfen, auch wenn die Gnolle nicht gerade zu meinen Lieblingsgegnern gehören! Zu stark und zu wenig Hirn!".
Der Trupp kroch von der Düne herab und sattelte wieder auf. Nun hieß es die Jäger auszumachen und mit den neuen Nachrichten den Kommandanten zu füttern. Der Leutnant hasste dieses unsichere Suchen nach Hirngespinsten von Verrückten und führen von Truppen durch heiße Wüsten im Feindesland. Sie planten gerade loszureiten als das Signalhorn geblasen wurde. Das Signal schallte laut durch die Wüste und der Leutnant wies seine Leute zur Eile an. Rasend schnell schossen sie über die Dünen und ließen eine große Staubwolke hinter sich. Sie kamen über die letzte große Düne vor der Oase und erblickten den Tross von zwei großen Trupps Gnollen flankiert. Fast eintausend Gnolle trommelten mit ihren Speeren und Schilden und bellten laut dem Tross entgegen.
"Diese verdammten Schleicher! Die sind uns mindestens um das Doppelte überlegen.", sprach der Leutnant und zog einen der Pfeile aus dem Köcher: "Sie haben uns noch nicht bemerkt! Los! Angriff!".
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 768
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Mo 13 Jun 2016 - 23:17

"Das hat gerade noch gefehlt!", fluchte Alaraik. "Schlagt Alarm! Alle Mann auf ihre Posten!", gab der Zwerg Kommandos und lief zur Kommandobrücke um seine Armbrust zu holen, während um ihn herum bereits Zwerge der Mannschaft herumeilten um die auf dem Panzer befestigten Ballisten zu bemannen. Während Ellaine oben blieb eilten das Orakel und Lorena zur Leiter  um Zuflucht im Inneren des Panzers zu suchen. Ellaine wurde ohne Worte eine Armbrust in die Hand gedrückt, damit sie sich nützlich machen konnte. Die Zwergenmannschaft lud derweil die Kanonen und versuchte ein gutes Schussfeld auf die Gnolle zu ergattern. Der Hauptmann ging zur selben Zeit auf und ab durch den Panzer um zu kontrollieren, dass alle auf ihren Posten waren.
"Der Flammenwerfer ist in Kürze bereit zum Feuern!", meldete einer der Zwerge. Der Hauptmann nickte anerkennend: "Sehr gut, wartet auf das Zeichen Alariks. Dann wird es Zeit diese schräg lachenden Fellknäuel zu grillen!"
Unter den bellenden Gnollen fanden sich auch einige abgerichtete Hyänen, die voreilig auf die Goblinhunde losstürmten. Die Gnolle bellten den Panzer und die Goblins an, während sie vorrückten und die Schlinge enger zogen. Das Gebelle wurde aber unterbrochen, als eine Kanonenkugel durch die Gnolle flog und noch explodierte bevor sie den Sandboden erreichte. "Treffer!", jubelten einige Zwerge der Panzerbesatzung. Der Lärm der Explosion war kaum verebbt, als die Gnollmeute begann auf den Tross loszustürmen. Als die Gnolle in Reichweite kamen, begrüßten die Zwerge sie ordentlich mit Bolzen der Armbrüste und Schnellfeuerballisten.


Zuletzt von Godrik am So 19 Jun 2016 - 14:15 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 786
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Mi 15 Jun 2016 - 23:16

Mit Speeren und Wurfspeeren bewaffnet rannten die Gnolle von beiden Seiten auf den Panzer zu. Doch der eigentliche Kampf wurde weder von Goblins, Zwergen oder Gnollen begonnen, sondern von Shilgaz Vertrauten Eyna. Ein Pfeil bohrte sich durch den zähen Brustkorbs eines Gnolls und ließ ihn zu Boden gehen. Genau zwischen Rüstung und Schild hatte der Pfeil seinen Weg gefunden. Die Gnolle bemerkten das nicht einmal, so sehr hatten sie sich bereits in Rage gebracht um das fast wehrlose Häufchen Gegner zu verschlingen. Gewöhnlich hatten sie damit auch Erfolg, doch diesmal stand eine der gefürchtetsten Privatarmeen Tians gegenüber. Erst als ein kleiner Schwall Pfeile in ihre Flanke flog fiel den Gnollen der kleine Trupp auf, welcher neben ihnen aufgetaucht war. Der Leutnant stürmte an der Spitze von Numsgils Goblins in die Gnollmassen, welche keine Zeit mehr gefunden hatten sich neu zu orientieren. Seinen letzten Pfeil feuerte der Goblinleutnant bereits ab, als sein Goblinhund den ersten Gnoll zu Boden riss und vor den Augen der anderen Gnolle zerfleischt. Ein ängstliches Gurgeln und Hecheln ging durch die Truppen der Feinde und ein Offizier der Gnolle sprang mit einer Keule unvorgewarnt aus den Truppen in den Leutnant und warf ihn mitsamt seinem Goblinhund um. Mit einem aus den Händen eines Gefolgsmanns gerissenen Speer erhob sich der Gnolloffizier und macht sich bereit den Leutnant aufzuspießen als mit einem leichten Ruck ein Mithrilspeer durch seinen Körper stieß und Shilgaz auf seiner Flanke auftauchte mit einem fauchenden Kätzchen auf der Schulter. Schwer verunsichert rannten die Gnolle auseinander und flohen panisch davon. Selbst auf der anderen Flanke lichteten sich sofort die Reihen. Der Goblinhund des Leutnants erhob sich und der Leutnant konnte sich wieder aufrichten. Sofort zog er zwei Schwerter und preschte zwischen die Gnolle: "Feiges Pack! Selbst in Tian seid ihr nicht mehr als Hosenscheißer! Ich hack euch kleine Hyänenwichser in Stücke!". Die wenigen standhaften Gnolle wurden blitzschnell zwischen Panzer und Spähtrupp aufgerieben. Der Leutnant richtete in seinem Zorn ein Blutbad an und genoss den steten Schutz seiner Flanke durch den überraschend tapferen Shilgaz.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 768
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Do 16 Jun 2016 - 1:14

"Sieht so aus als würden sich diese Biester wieder in ihren Erdlöchern verkriechen. Bis die sich wieder hierher trauen sind wir längst über alle Berge", stellte Alarik gutgelaunt fest, als die Gnolle die Beine in die Hand nahmen und vor den Goblins und Zwergen flohen. Dem Zwerg fiel vor allem der Goblinlieutnant ins Auge der zwischen den fliehenden Gnollen umherritt und jeden Gnoll, der nicht schnell genug flüchtete, in handliche Stücke zerteilte. Einige Zwerge hatten sich derweil vom Panzer abgeseilt um Pfeile und Bolzen einzusammeln, sofern dies möglich war. Ein Zwerg schüttelte nur den Kopf, als er sah dass der Schuss der Ballista gleich 4 Gnolle auf dem selben Bolzen aufgespießt hatte. "Wie soll ich das jetzt freibekommen?", murrte der Zwerg der Panzerbesatzung missmutig. Einige Goblins mit Naginatas boten sich ihm jedoch an und schnitten den Bolzen in wenigen Sekunden frei.
Derweil war Alarik die Leiter heruntergeklettert und hatte das Orakel im Kommandoraum gefunden.
"Davon haben euch eure Götter keine Vision geschickt? Mit welchen Überraschungen müssen wir als nächstes rechnen? Todeswürmer? Ein Behirhort oder vielleicht gar ein blauer Drache selbst?", fragte Alarik deutlich genervt über die fehlenden Details in der Wegbeschreibung des Orakel Navigationssystems.
"Spottet nicht Zwerg! Die Götter sind unfehlbar! Hätten sie gedacht, dass wir einer Warnung vor wilden Tieren bedürfen, hätten sie mir das mit Gewissheit mitgeteilt. Außerdem konzentriere ich mich in meinen Visionen auf den Weg und nicht auf die Fauna und einheimischen Lebewesen. Vielleicht wollten die Götter mich auch testen und mir auf diese Weise sagen, dass ich an meinen Fähigkeiten arbeiten muss. Die Wege der Götter sind schließlich unergründlich!"; erwiderte das Orakel und zeigte aus dem Fenster in die Richtung der endlos scheinenden Wüste. "Wir müssen in diese Richtung weiter. Wir müssen schon ganz nah sein, die Götter lassen es mich spüren", erklärte das Orakel. Weder Alarik noch irgendein anderer Zwerg hatte aber in diesem Moment Lust bereits wieder in die heiße Wüste aufzubrechen, auch wenn die Gnolle möglicherweise demnächst wieder angreifen würden, sobald sie wieder genug Mut angesammelt hatten.


Zuletzt von Godrik am So 19 Jun 2016 - 13:27 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 786
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Sa 18 Jun 2016 - 23:41

Die Tür zum Orakel wurde aufgeschlagen und der Leutnant stand mit Shilgaz und seinen beiden Adjutanten im Raum. Vermeintlich versuchte eine der elfischen Wachen ihn zu stoppen, doch war einer der Adjutanten schneller zwischen die Beine gerutscht und hat ihn zu Fall gebracht als man einem Orakel eine Ohrfeige verpassen konnte.
Es schepperte als der Stuhl des Orakels zu Boden fiel und der Leutnant mit dem Panzerhandschuh dem Orakel die Kauleiste mit zwei raschen Schlägen verbog: "Hör mir zu Huibuh die Mist-eriöse! Wenn du Elfenflittchen hier keinen Bock auf ordentliche Arbeit hast oder mir auf der Stelle sagst wo es hingeht und wer der werte Helfer ist, dann schnibbel ich dir viele kleine Löcher in deinen Schlafanzug! Und ich könnte zu tief piksen bei dem Versuch!"
Mit zwei Fingern pflückte er einen ausgeschlagenen Zahn aus dem Mund des Orakels: "Den nehm ich als Andenken! Bei Beschwerden steht der Stellvertreter auf dem Hauptschiff auf See zu ihrer Verfügung! Aber pass auf, dass er dir nicht die restlichen Zähne ausschlägt! In unserer Kultur ist versagen verpöhnt!".
Mit starken Schritten ging er nach draußen und sein Gefolge folgte ihm. Sein treuer Goblinhund war auf einem der Karren und wurde mit einer Quetschung versorgt, weshalb er seinen Zweithund nahm und mit den Goblinkarren ein Schutzkarree bilden ließ um die Goblinhunde kurz mit Wasser zu versorgen.
Überall standen nun Goblins mit ihren Waffen in Bereitschaft, so dass Shilgaz schon fast von einer stolzen Karriere träumte, doch die extreme Disziplin ließ ihn wegscheuen.
Der Leutnant war mehr als fähig.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 768
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   So 19 Jun 2016 - 13:23

Lorena eilte sofort herbei um dem Orakel zu helfen, während die Elfensoldaten ihre Säbel umklammerten und einen Kreis um Tiuldara und Lorena bildeten. Lorena wollte schon befehlen, den Goblin festzunehmen, doch hatte sie gesehen wie schnell dieser Goblin war. Ein paar Zwerge kamen neugierig angelaufen um zu schauen was geschehen war, doch wurden sie von den Elfen nicht auch nur in die Nähe des Orakels gelassen.
"Lass mich durch Spitzohr oder es hagelt Nüsse und Feigen!"; drohte ein Zwerg mit Verbandszeug, doch wurde er von seinen Kollegen weggezogen, bevor er sich noch in etwas hineinsteigerte. In diesem Moment kam Alarik vom anderen Ende des Ausguckturms angelaufen.
"Behandelt ihr eure Reisegefährten immer so, Herr Zwerg! Unser Orakel wurde von euren Verbündeten grundlos verprügelt! Ich fordere Entschädigung! Wie kann man es wagen ein göttliches Orakel zu verprügeln! Blasphemie! Dieser Goblin und seine Kumpanen haben sofort alle Titel und Militärischen Ränge niederzulegen! Auf der Stelle!", forderte Lorena wütend, während sie Tiuldaras Unterkiefer mit heilender Magie wiederherstellte.
"Nanana, keine Panik! Nichts überstürzen. Eine kleine Meinungsverschiedenheit, weiter nichts. Ich habe doch gesagt ihr solltet euch besser schnell an Goblinische und Zwergische Sitten gewöhnen. Wir mögen es eben nicht von einem göttlichen Orakel direkt in einen Gnollhinterhalt geführt werden. Das könnt ihr doch sicher besser oder nicht?", versuchte Alarik zu schlichten.
"Eine kleine Meinungsverschiedenheit? Unserem Orakel wurde der Kiefer zweifach gebrochen und Zähne herausgeschlagen. Das nennt ihr eine kleine Meinungsverschiedenheit?"; fragte Lorena erzürnt. Immer mehr Zwerge kamen dazu und spitzten die Ohren. Manche der Zwerge griffen aufgrund der angespitzten Situation bereits nach ihren Äxten, Hämmern und Speeren, falls einige Elfen auf dumme Ideen kommen sollten.
"Meine Vision...sie schwächelt. Sie beginnt zu schwinden. Jemand trübt meine Fähigkeiten! Der Goblin...der Goblin muss Abstand zu uns halten"; sprach das Orakel mit schwacher Stimme und fehlenden Zähnen. Die Zwerge verstanden aber genug, sodass die gesamte Panzermannschaft einen lauten genervten Seufzer von sich gab. Einige Zwerge wiederholten die Worte des Orakels für die Goblins. Von den Goblins kam aber kein lauter Seufzer, stattdessen war schallendes Gelächter zu hören bis hin zu Vorschlägen, ob das Orakel demnächst Flüssignahrung zu sich nehmen sollte.
"Was soll das jetzt? Hat das Orakel seit neustem das Kommando über die Armee?"; fragte Alarik gehässig. Lorena war aber absolut nicht zu Scherzen zumute.
"Ich finde das überhaupt nicht lustig! Eurem stinkenden Dreikäsehoch ist es zu verdanken, dass unser Orakel seine Vision verloren hat. Alles was wir wissen ist, in welche Richtung es ungefähr weitergeht! Schickt den Leutnant und seine Späher in diese Richtung bis sie den Ort gefunden haben! Bis sie zurückkehren hat unser Orakel sich vielleicht wieder erholt und bekommt wieder die Anweisungen der Götter!"
Alarik konnte nur in Gelächter ausbrechen und ließ sogar noch den Leutnant holen, damit sie gemeinsam lachen konnten. Als der Goblin und seine Entourage erschienen war, klärte Alarik mit einem breiten Grinsen über die Entscheidung des Orakels auf.
"Wie ich soeben erfahren habe, hat das Orakel Tiuldara sich dazu angeboten in der Vorhut an der Spitze des Trosses reitend den Weg zu zeigen. Sie braucht etwas Abstand damit die Visionen wieder zurückkommen. Haben wir denn noch ein passendes Reittier?"; fragte Alarik grinsend.
Es dauerte nicht lange und das Signal zum Aufbruch wurde geblasen. Der Panzer kam wieder ins Rollen, während Tiuldara dem Tross auf einem störrischen Esel vorausritt um den Weg zu zeigen. Der Tross bewegte sich durch die Dünen an dem abgebrochenen Zeltlager der Gnolle vorbei. Einige Oasen und Sanddünen später befand sich der Tross schließlich vor einer weiten Ebene mitten in der Wüste. Keinerlei Dünen, Oasen oder Vegetation war zu sehen. Erschöpft von der Sonne lag Tiuldara auf dem Esel und teilte einem Goblinreiter mit, dass sie angekommen seien. Hätten die Goblins das Orakel wohl nicht am Esel angebunden, wäre sie in diesem Moment von ihrem Reittier geplumpst.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 786
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   So 19 Jun 2016 - 22:26

Am Esel war ein großes Signalbanner von Numsgils Truppen befestigt, welches in Yuyan in großen Zeichen beschrieben war. Es übersetzte sich ungefähr so: "Hier ist das Orakel! Kommt und holt es euch!". Die Goblins lachten lange doch der Leutnant beendete die mangelnde Disziplin rasch und entschuldigte sich sogar für dieses Verhalten, wobei er das Banner am Esel ließ.
Die Goblinhundreiter waren weit um die Karren verteilt und spähten in alle Richtungen aus. Es gab nichts außer Magie was sie nun noch überraschen konnte. Eyna bekam selbst auf dem Karren nun die Hitze zu spüren. Die Hitze hier war übernatürlich und die Goblins schützten nun auch ihre Goblinhunde vor der gnadenlosen Hitze mit Tüchern. Der Leutnant verteilte mit einigen Reitern Wasser und zogen das Orakel zurück auf den Esel und wickelten es in kühle Tücher. Er klopfte ihr diesmal sanfter ins Gesicht um sie wieder aufzuwecken als noch vor der zweiten Etappe. "Nicht einmal Vögel sind in der Luft!", sagte Shilgaz, welcher bereits eine Weile den Himmel beobachtet hatte: "Keine Vögel, keine Tiere, keine Monster und nicht mal Wasser!". Shilgaz war nun ebenfalls in weite Tücher gehüllt und hatte sich zum Schutz vor der Sonne einen Turban gewickelt. Fetzge blickte aus seinem Kragen heraus in die Wüste und verzog sich plötzlich und wurde unruhig, wie auch all die Goblinhunde im Tross.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 768
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   So 19 Jun 2016 - 23:13

"Wir sind angekommen?", fragte Alarik verwundert. Entweder das Orakel hatte einen Hitzeschaden oder die Elfin hatte sie wirklich mitten in die Wüste geführt, wo es weit und breit keinen Schatten oder Wasser gab. Verwirrt schaute Alarik zu Lorena herüber, die versuchte den Panzer mit Magie zu kühlen. Die Sonne brannte schließlich erbarmungslos auf den Trupp herab und wenn sie nun in einer wasserleeren Ebene stehen würden, würde mit Sicherheit bald das Wasser ausgehen.
"Das hat sicher seine Gründe! Wollt ihr etwa behaupten das Orakel führt uns nur in den Tod?", fragte Lorena, wobei sie in diesem Moment auch schon die ersten Zweifel am Orakel bekam. Würden sie durch Selbstmord in der Wüste vor dem Untergang Irathars entfliehen?
Das Orakel war selbst verwirrt und ritt auf dem störrischen Esel hin und her in der Ebene, während sie die kühlenden Tücher an die Stirn hielt.
"Ich verstehe das nicht. In meiner Vision sollte an dieser Stelle ein großes Tor stehen, mit hohen Mauern um eine große Oasenstadt gebaut! Wir sollten sie eigentlich in diesem Moment vor uns haben. Ich kann mich unmöglich geirrt haben!"; protestierte Tiuldara, die gerade selbst an ihren Fähigkeiten zweifelte. Manche der Zwerge vermuteten in diesem Moment, dass das Orakel wohl einen Hitzeschlag bekommen hatte und wünschten sich bereits auf ihre Schiffe in der Bucht zurück. Das Orakel versuchte sich an alle Details ihrer Vision zu erinnern und ritt die Strecke ab, wie sie ihr von den Göttern gewiesen worden war. Auf dem Panzer grummelten derweil bereits einige Zwerge, die den Sinn diese Expedition in Frage stellten. Niemand hatte die Absicht mitten in der Wüste auszutrocknen und zu verdursten.
Langsam stapfte der Esel durch die Ebene, die vor Tiuldara und dem Tross lag, während ein warmer Wüstenwind über die Ebene wehte. Plötzlich war ein Schuss zu hören und eine Patrone schlug nur wenige Meter vor Tiuldaras Esel in den Sand ein. Erschrocken schaute die Elfin an dem hohen Tor hoch, das wie aus dem Nichts vor ihr erschienen war. Wo vorher nur Sand und eine endlose Ebene war, stand Tiuldara nun vor einem hohen Stahltor. Von der Mauer über dem Tor war eine hohe Stimme zu hören, während man den Sprecher nicht sehen konnte.
"Keinen Schritt weiter - der nächste trifft. Das garantiere ich! Wer marschiert da vor den Toren von Tara Qrijiram mit einem Panzer und einer Meute Goblins auf? Sprecht schnell und erklärt eure Absichten, Elfin!", tönte es herab von der Mauer.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 786
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Mo 20 Jun 2016 - 23:07

"Ihr mit der großen Klappe da oben!", rief der Leutnant dem Sprecher entgegen: "Das Orakel ist mir zwar egal, aber ich und diese ehrenwerten Goblins von Tian und dieser Hoffnungsträger aus irgendeinem Loch in Juvarth in meiner Obhut haben den Befehl diese Tussi zu beschützen! Deine Flinte kann in diesem Moment das Orakel nicht einmal erreichen!". Er zog ein Langschwert aus Tian aus seinem Gürtel und stand dicht mit seinem Reittier neben das Orakel. Shilgaz folgte ihm rasch auf seinem Schwein und zog Fetzge aus der Jacke: "Versucht uns nicht einzuschüchtern mit einem riesigen Turm! Wir sind hierhergeleitet worden! Ein falscher Muks und die Katze wird nass!".
Kein Lachen ging durch die Goblins und Zwerge, denn sie waren selbst Augenzeugen bei der Schlacht gegen die Feinde auf dem Meer nahe Narwesa gewesen. Lediglich das Orakel blickte Shilgaz ungläubig an.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 768
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Di 21 Jun 2016 - 1:37

"Ihr seid also nur gekommen um mit Drohungen um euch zu werfen?", fragte der Sprecher auf der Mauer. Man konnte hören wie sich jemand auf der Mauer bewegte - schließlich konnte Tiuldara sehen, dass ein kleiner Halbling seinen Kopf über die Zinnen reckte. In seinen Händen hielt er eine zwergische Muskete, die deutlich zu groß war für die kleine Gestalt.
"Ihr wurdet also hergeleitet? Wofür? Ich verstehe nicht ganz wieso bei allen Göttern Goblins einem elfischen Orakel folgen würden. Noch dazu Goblins unter dem Schweinebanner! Ist euer Kommandant zu sprechen?", fragte der Halbling hoch oben auf der Mauer. "Ich habe jede Menge Eisengolems hinter diesem Tor, ich weiß also nicht wieso ich mich von einer nassen Katze einschüchtern lassen sollte. Ich könnte euch auch einfach in der Wüste verdursten lassen, auch wenn das wohl politischem Selbstmord gleich käme !", entgegnete der kleine Mann, als Tiuldara aus dem Staunen herauskam und die Stimme ergriff.
"Die Götter haben mir im Traum eine Vision geschickt, die vom Ende von Irathar handelte. Die ganze Welt wird vernichtet werden und alle Völker mit ihr! Die einzige Möglichkeit zu entkommen ist es Irathar durch ein Portal zu verlassen und eine neue Heimat zu finden. In meinen Visionen haben mir die Götter gezeigt wie wir alle durch die untoten Horden aus dem Norden sterben werden. Wir...", sprach das Orakel über ihre Visionen, als der Halbling sie unterbrach.
"Blablablabla, Weltuntergang, Visionen, Götter. Komm zum Punkt, Orakelchen. Warum haben euch die Götter denn hierher geleitet? Sieht das hier vielleicht wie ein Weltentor aus? Ich hab nicht den ganzen Tag Zeit!", entgegnete der Halbling müde geworden von den Äußerungen des Orakels.
Tiuldara schaute zwischen dem Panzer der näherrollte und den Goblins hin und her bevor sie antwortete.
"Die Götter haben mich und meine Gefährten hierher geleitet um mit Rivai Sharo zu sprechen. Die Götter sandten mir eine Vision, in der mir gesagt wurde, dass er fähig zu so etwas sei. Ich erbitte um eine Audienz. Ich, Orakel Tiuldara, und die Anführerin unserer Gruppe, Priesterin Lorena, sowie..", erklärte das Orakel, als sie diesmal von Alarik unterbrochen wurde, der in diesem Moment auf einem Pony angeritten kam.
"Nur mal halblang, Orakel"; sagte Alarik, bevor er sich an den Halbling auf der Mauer wandte. "Mein Name ist Alarik Starkbier. Ich und meine goblinischen Waffenbrüder aus Tian haben dieses Orakel Huibuuh-Naseweiß und ihre Meute hierher gebracht und beschützt ohne zu wissen, nach wem überhaupt  gesucht wird. Ich finde wir haben eine Pause redlich verdient. Lasst uns ein für eine Rast und wir überreichen euch Lorena und ihre Wandergruppe. Danach sind wir schneller wieder weg als euch lieb sein wird. Wenn das möglich ist, würde ich auch ganz gerne ein paar Worte mit diesem Sharo wechseln", rief der Zwerg hoch zur Mauer.
"Seid mir gegrüßt, Alarik Starkbier. Ich fühle mich geehrt einen Sprössling von der Familie Starkbier vor unseren Toren zu haben. Geduldet euch einen Moment, ich werde die Magi von eurem Anliegen unterrichten", erklärte der Halbling und verschwand wieder, wobei Tiuldara den Eindruck hatte, dass man sie soeben ignoriert hatte. Was hatten alle diese Leute, der sie in letzter Zeit begegnete, bloß für Manieren. Ebenso wie der Halbling verschwand auch das Tor wieder, so schnell wie es zuvor aufgetaucht war.
"Immer diese Zauberer und ihre Illusionen. Meine Freunde haltet die Ohren steif, wer weiß was da drinnen noch alles nur Zauberschwindel ist!", riet Alarik die Goblins und Zwerge zur Vorsicht. Gleichzeitig schauten einige Zwerge ziemlich genervt zum Orakel hinüber, da sie erst jetzt mit der Sprache rausrückte nach wem sie überhaupt die ganze Zeit gesucht hatten. Mittlerweile war auch schon der Panzer vor dem Tor angekommen und alle warteten noch darauf, dass sie wieder ein Zeichen vom Halbling bekamen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 786
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Di 21 Jun 2016 - 20:51

"Hrhrhr! Das Schweinebanner ist berühmt!", lachte der Leutnant: "Immer wenn wir irgendwo auftauchen werden die Leute so gesprächig und plappern so viel! Niemand schindet keine Zeit im Angesicht unseres Banners!". Er gab ein Zeichen mit der Hand und die Goblins bildeten um das Tor einen Schutzwall aus ihren Karren zum Schutz vor Feinden von Außen. "Wieso vertraut ihr denen da drin, Herr Leutnant?", fragte Shilgaz und bekam eine kurze und prägnante Antwort: "Weil sie und wir nur wegen vertrauen noch leben! Wir sind hier unter ebenbürtigen! Magier und Krieger! Wahrscheinlich finden wir hier Verstärkungen für unseren Krieg! Kann ja nicht jeder die Eier einziehen und schwupsdiwups durch ein Portal abhauen! Feiges Geflügel!"
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 768
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Mi 22 Jun 2016 - 0:05

"Wenn ich das richtig gehört habe hat er etwas von Eisengolems gesagt. Ich hätte nichts dagegen, wenn die uns auf dem Weg in den Süden begleiten würden", schwärmte Alarik. Tiuldara tat derweil so als hätte sie den Goblin gehört, der sie gerade als "feiges Geflügel" bezeichnet hatte. Die Gruppe um Lorena, und Lorena selbst, wurde schon ganz aufgeregt, da sie sich schon so kurz vor dem Ziel befanden. Besonders Lorena und Tiuldara konnten es kaum erwarten endlich nicht mehr in Gesellschaft des Leutnants zu sein. Es verging fast eine halbe Stunde, die der Tross vor dem unsichtbaren Tor wartete, bis sich auf einmal alle bereit machten weiterzufahren, denn das Tor und diesmal auch der Rest der Mauer wurden plötzlich wieder sichtbar. Der Halbling reckte wieder seinen Kopf über die Zinnen und winkte die Goblins und Zwerg zu sich.
"Ehrenwerter Alarik Starkbier, verehrte Vertreter von Numsgil Blog und wer sonst noch mit euch reist: Willkommen in Tara Qrijiram!", verkündete der Halbling von der Mauer herab. In diesem Moment begann sich das Tor zu öffnen. Auf Alariks Zeichen begab sich die Mannschaft auf Position um den Panzer durch das Tor fahren zu lassen, sobald sie bereit waren. Nachdem das Tor weit genug geöffnet war damit man einen Blick in die Stadt werfen konnte, staunte Alarik nicht schlecht, dass zwei zehn Meter hohe Eisengolems dazu nötig waren das Tor zu öffnen. Schließlich war das Tor komplett geöffnet und der Panzer setzte sich in Bewegung. Tiuldara ritt auf ihrem Esel vor dem Panzer in die Stadt, wobei die Zwerge auf dem Panzer voller Staunen waren angesichts der Golems. Tiuldara und auch alle anderen im Tross bemerkten wie die sengende Hitze verschwand, kaum dass sie das Tor durchquerten. Anstelle der Hitze war es nun angenehm temperiert, nicht zu kühl und nicht zu warm. In dem Hof hinter dem Tor waren zwei Dutzend weitere Eisengolems zu sehen, die für die Starkbier-Blog-Truppen ein Spalier bildeten. Hinter den Eisengolems standen Soldaten aus den verschiedensten Völkern von Irathar bereit, die allesamt mit zwergischen Musketen ausgestattet waren.
Am Ende des Spaliers wurden Alarik, die Goblins, Tiuldara und der Rest des Trosses bereits von zwei Menschen und einem Zwerg erwartet. Alle drei waren in exotische Roben gekleidet, wobei besonders der Mann in ihrer Mitte herausstach. Die drei Gestalten schienen äußerst wichtig zu sein, denn sie wurden von vier Glasgolems sowie einem Dutzend Kasathas mit Zwillingsbögen bewacht.  Die Glasgolems waren überaus elegant geformt im Vergleich zu dem eher praktisch orientierten Design der Eisengolems.
Als Alarik auf seinem Pony das Begrüßungskommando fast erreicht hatte, gab er dem Panzer den Haltbefehl bevor er von seinem Pony abstieg. Zwei Kasatha-Wachen eilten zu den Ankömmlingen um sich um die Reittiere zu kümmern, wobei Tiuldara angebunden auf ihrem Esel blieb, während Alariks Pony an den Zügeln gehalten wurde und frisches Wasser bekam. Ebenso wie seinem Pony wurde auch Alarik ein Glas frisches Wasser gereicht. Selbstverständlich wurde die selbe Dienstleistung auch Shilgaz und dem Leutnant angeboten, da Shilgaz der als Einziger auf einem Schwein ritt für etwas Besonderes gehalten wurde.
"Seid willkommen in Tara Qrijiram, Reisende! Mein Name ist Adugas, Stellvertreter des obersten Magiers, und im Namen von Rivai Sharo heiße ich euch in unserer Stadt willkommen", begrüßte Adugas die Ankömmlinge.
"Ganz besonders fühlen wir uns geehrt, dass ihr, Alarik Starkbier, unsere Stadt besucht. Der Ruf eures Großvaters eilt euch bereits voraus!", ergriff nun der Zwerg rechts neben Adugas das Wort und schaute anerkennend zu Alarik. "Ragnik Eisenhand mein Name. Ich möchte für euch hoffen, dass mein Vorrat an Starkbier noch ausreichend ist für die Begrüßungsfeier!", stellte sich Ragnik vor. Der Zwerg war Alarik und den anderen Zwergen sofort symphatisch.
Als letztes stellte sich der Mann links neben Adugas vor: "Ich bin Mihir und ich kann nur die Worte meiner Vorredner wiederholen. Seid herzlich willkommen bei uns. Ihr müsst sicherlich erschöpft sein von der langen Reise durch die Wüste! Schon in Kürze sollt ihr Rast und Erfrischung bekommen."
Adugas schaute kurz zu Mihir hinüber, bevor er sich wieder an die Gäste wandte.
"Von Alarik Starkbier haben wir bereits gehört, mit wem haben wir sonst noch die Ehre? Wir bekommen nur selten Besuch von Goblins aus dem Blog-Fürstentum, geschweige denn von Elfen aus Ieriviennal!", fragte Adugas.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 786
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Mi 22 Jun 2016 - 0:41

"Ich glaub mich tritt ein Goblinhund!", sprach der Leutnant nur kurz und die gesamten Goblins hielten inne. Der Leutnant drehte sich den Goblins zu und begann Anweisungen in Yuyan auszurufen, worauf die Goblins in Reih und Glied antraten und synchron sich vor den drei Mann verbeugten. Der erste und letzte der dies tat war der Leutnant. In einer Stimme riefen die Goblins aus: "Es ist uns Ehre und Schande zugleich drei ehemaligen Magiern des Rates gegenüberzutreten, doch folgen wir den Befehlen unseres Fürsten Numsgil Blog und erfüllen unseren Dienst! Möget ihr lange leben und eifrig sein die Welt mit Nachkommen zu füllen!". Anschließend winkte der Leutnant seinen Goblinhund herbei und griff in die Satteltasche um eine Pergamentrolle herauszuholen. Behutsam trug er die Rolle zu Adugas, verneigte sich kurz und sprach: "Hier nehmt dieses vorbereitete Geschenk! Numsgil hatte es für euch, oder besser gesagt Rivai Sharo aufbewahrt und glaubt, dass dieses alte Werk mehr als genug ist um eure Gunst zu erwerben. Ich weiß es ist rasch und ohne den gebührenden Respekt eines Banketts, aber Numsgil, unser Fürst hatte dieses Treffen bereits erwartet und erfragt eure Hilfe in dieser stürmischen Nacht, auf das bald die Sonne wieder auf Irathar scheine. Die Multipotens Arcanum wird euch für alles entschädigen!". Shilgaz verschluckte sich in diesem Moment auf schlimmste Weise und rollte laut hustend über den Fußboden. Seine Augen funkelten gierig als er die Worte hörte. Es gab nur eine legendäre vollständige Multipotens Arcanum im gesamten Universum und Numsgil Blog soll sie die gesamte Zeit besessen haben? Shilgaz schluckte schwer. Ein Buch, welches mangel- und fehlerfrei war und jedem Fleißigen die Beherrschung der Magie ermöglichen sollte? Wer waren diese Männer, dass Numsgil so sehr auf ihren Beistand hoffte? "Ihr werdet doch helfen, Weltenwanderer?!", fragte der Leutnant nochmals aufdringlich.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 768
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Mi 22 Jun 2016 - 23:10

Alle drei bekamen große Augen als der Leutnant die Schriftrolle überreichte. Dankbar wurde die Rolle angenommen, auch wenn zuerst die meisten Anwesenden das für einen Scherz hielten. Niemand hätte geglaubt, dass eine solche Schrift sich die ganze Zeit in den Händen von Goblins befinden würde. Als Adugas die Schriftrolle in Händen hielt, konnte er jedoch spüren, dass es sich hier um nichts anderes als das Original handelte. Mit einer einladenden Geste zeigte Adugas zu einem großen Gebäude mit vergoldeter Kuppel, das über magische Brücken mit einigen filigranen Türmen verbunden war, die um das Gebäude herumschwebten.
"Kommt, ich sehe wir haben viel zu besprechen. Rivai Sharo wird euch mit dem größten Vergnügen empfangen! Wie war doch gleich nochmal euer Name? Wir alle wollen den Namen wissen von demjenigen der uns ein derart wertvolles Geschenk überreicht hat!"; bat Adugas, während sich das Begrüßungskomitee in Bewegung setze. Sie gingen in Richtung des von Türmen umringten, großen Gebäudes. Lorena und Tiuldara schauten sich verwirrt an, während Tiuldara vom Esel gebunden wurde. Die beiden Elfen und ihre Wachen folgten der Prozession, auch wenn man sie nicht hatte zu Wort kommen lassen. Offensichtlich war dieses Stück Papier wohl wichtiger als das Portal, durch das sie vor Irathars Untergang fliehen wollten.
Auf dem Weg zum Palast gesellte sich Alarik schnell zu Ragnik Eisenhand. Ragnik wiederum löcherte Alarik mit Fragen über seinen Großvater und die Zwergenreiche. Man konnte raushören, dass Ragnik nicht so häufig in Gesellschaft von anderen Zwergen war.
Während die Anführer auf dem Weg waren Rivai Sharo persönlich zu treffen, wurde den Truppen angeboten sich an frischem Obst, Getränken und allerlei Speisen zu erfrischen, die für sie frisch zubereitet wurden. Nach der langen Fahrt waren die Zwerge mehr als froh endlich ausruhen zu können, während die Panzerplatten des Panzers mit Wasser gekühlt wurden.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 786
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Do 23 Jun 2016 - 18:01

Der Leutnant und seine Adjutanten, sowie Eyna und Shilgaz folgten mit den Zwergen den Magiern. Der Leutnant lief direkt mit Adugas und beantwortete die Frage nach dem Namen eher ausweichend: "Ich bin der Leutnant und der derzeitige Anführer des Begleitschutzes aus Goblins für das Orakel! Ich hatte lediglich die Aufgabe dieses Buch im Auftrag von Meister Numsgil Blog an euch zu übergeben! Er schien zu ahnen, dass wir euch hier treffen würden!". Er räusperte sich: "Meister Blog hat schon vor langer Zeit ein gutes dutzend Kopien angefertigt und zahlreiche Goblins in den Grundlagen unterrichten lassen. Vielen mangelt es an Geduld und genügend Fantasie, aber wenn wir es schaffen ein wenig Wissen herauszuschlagen, dann dürfte es für euch ein wahrer Schatz sein!". Eyna trug ihre zivile Seidenrobe und folgte leise und schweigend der Prozession. Hier in der Wüste und der Stadt schimmerten die feinen Schuppen ihrer Haut wie ein Meer von Sternen. Mehrere Leute hielten angesichts der exotischen Schönheit an und starrten ihr hinterher. Die Adjutanten des Leutnants tuschelten hinter ihrem Rücken, aber dank ihrer Gebärden und Mimik konnte jeder ohne raten zu müssen ihrer Unterhaltung folgen. Es war nicht für zu junges Blut gedacht.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 768
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Do 23 Jun 2016 - 22:50

"Numsgil Blog scheint wirklich ein gutes Gespür zu haben!"; stimmte Adugas dem Leutnant zu, während sie sich, auf dem Weg zum Palast, über Numsgil unterhielten. "Der größte Schatz von allen, da bin ich sicher", meinte Adugas über die Multipotens Arcanum, "Es wird uns sicher nicht leicht fallen dieses Geschenk jemals angemessen erwidern zu können."
Während die anderen in hitzige Gespräche über Zwergenbier, die Multipotens Arcanum und vermutlich große Melonen verwickelt waren, folgten Tiuldara und Lorena wortlos den Magiern und ließen dabei den Blick durch die Stadt schweifen. Dabei fiel ihnen auf, dass auffallend viele Jann die Stadt bevölkerten. In ihrem ganzen bisherigen Leben war Lorena nur einem  einzigen Janni begegnet, daher war sie umso überraschter nun soviele an einem einzigen Ort versammelt zu sehen.
Strahlende Augen bekam Alarik, als die Prozession den Palast erreichte und die Pforte passierte, die von zwei riesigen Golems bewachte wurden, die alle anderen Golems an Eleganz und vollendeter Gestaltung übertrafen. Sie strahlten geradezu im Sonnenlicht. Ragnik klärte seine Gäste voller Stolz über seine Konstrukte auf: "Mithralgolems - der ganze Stolz meiner Golemfabrik. Ich habe Jahre daran gesessen und geschuftet. Allein die Zutaten aufzutreiben war eine Sisyphosarbeit. Momentan arbeite ich bereits an einem neuen Projekt, das mir noch deutlich mehr abverlangt. Ich benötige Unmengen an Adamantin...falls jemand von euch also jemanden kennen sollte, der über große Mengen davon verfügt, die er nicht braucht. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Quellen", erzählte Ragnik Eisenhand den Gästen, während die Kasatha-Wachen ihnen die Pforte öffneten.
Der Boden und die Wände im Innern des Palastes war mit bemalten Kacheln ausgelegt, sodass es angenehm kühl war. Eine angenehme Abwechslung zur heißen Wüstensonne. Adugas führte die Gäste zum großen Saal im Zentrum des Gebäudes, wobei sie auffallend viele Treppen hinaufgehen mussten, wodurch der Eindruck entstand, dass das Gebäude viel größer war als es von außen den Anschein gehabt hatte. Schließlich betraten sie den Saal, wo sie bereits von den restlichen Verwaltern der Stadt erwartet wurden. Für den Leutnant, Shilgaz, Alarik, Eyna, Tiuldara und Lorena sowie den Adjutanten standen Bänke aus Marmor im Zentrum des Raumes bereit, während Mihir und Ragnik ihre Plätze im Kreis des Rates einnahmen. Neben den drei Magiern, die sie bereits kennengelernt hatten, saßen im Rat noch Rivai Sharo sowie drei Frauen, zwei weitere männliche Magier und ein Jann.
Direkt vor den Gästen saß Rivai Sharo, der sofort auf sie zugelaufen kam, kaum dass sie den Raum betreten hatten. Der alte Mann trug wie auch die anderen Magier eine verzierte Seidenrobe, die der Witterung in der Wüste entsprechend weit geschnitten war. Auf seinen Schultern saß ein Affe, der neugierig den Leutnant und Eyna mussterte. Ganz besonders interessiert war der Affe aber vor allem an Fetzge.
"Herzlich willkommen in unserer Stadt, verehrte Gäste. Es ist das erste Mal, dass ich Besuch von einer Delegation von Numsgil Blog bekomme!", begrüßte Rivai Sharo die Ankömmlinge.
"Und sie kommen nicht mit leeren Händen! Stattdessen schenken sie uns die Originalschrift der Multipotens Arcanum!", fügte Adugas erfreut hinzu und überreichte Rivai die Schriftrolle. Ehrfürchtig nahm Rivai mit weit geöffneten Augen die Rolle entgegen und schaute wohlwollend zum Leutnant und Alarik.
"Was immer Fürst Numsgil Blog wünscht, solange es in meiner Macht steht soll es erfüllt werden! Sprecht frei heraus, Herr...?", versprach Rivai Sharo und blickte fragend zu Adugas. "Herr Leutnant", informierte Adugas den Obersten Magier mit einem Zwinkern. Tiuldara war derweil schockiert. Sie hätte nicht gedacht, dass der Vorsitzende eines Magier-Rates so zuvorkommend sein konnte, sie hatte einen arroganten Magier erwartet, den man um alles anbetteln muss.

Die Truppen von Alarik und dem Leutnant, sowie die die dem Orakel folgten, saßen derweil im Lager und wurden von den Einwohnern der Stadt verköstigt. Während Kasathas gleich mehrere Tablets auf einmal trugen um Essen zu verteilen, flog ein Djinn zwischen den Tischen umher und schrieb Bestellungen auf.


Zuletzt von Godrik am Mi 29 Jun 2016 - 11:37 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Bestie von Argh
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 786
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Sa 25 Jun 2016 - 0:14

"Nun da ich endlich euch gegenüber stehe, Meister Rivai Sharo, kann ich mich auch vorstellen und endlich Klartext reden! Es wird euch bereits aufgefallen sein, dass die Tiervölker des Südens und die Hexe des Nordens erwacht und vereint sind seit nun etwa vier Monaten. Auf der Suche nach der Ursache hat Meister Numsgil Blog viele Ursachen untersucht und viele Geschehnisse der letzten fünfhundert Jahre untersucht. Lasst mich verdeutlichen!", sprach der Leutnant und eine blaue Rune erschien in seiner Hand, blitzte kurz auf und schwebte dann langsam einige Meter nach oben bevor sie freischwebend im Raum ein großes Bild projezierte. Es zeigte einen heftigen Kampf von mehreren dutzend Drachenjüngern, welche auf der Astralebene von seltsamen Gestalten angegriffen wurden: "Vor etwa dreißig Jahren wurden die Drachenjünger und Drachen um Rockas und Muragmar in einem Hinterhalt getötet. Keiner der etwa fünfzig Drachen hat überlebt. Der Angreifer blieb unbekannt, aber es handelte sich vermutlich um einen organisierten Hinterhalt! Weltenwanderer waren nicht auszuschließen!". Das Bild wechselte und ein Portal wurde sichtbar, welches von einem weißhaarigen vernarbten Mann und einem jünger wirkenden Begleiter durchtreten wurde: "Vor wenigen Wochen tauchten diese beiden Gestalten im Norden vom neuen Keresgarth auf. Es handelt sich nach dem aktuellsten Stand um Tessar und Varnash, wobei Tessar noch nicht bestätigt wurde. Die magische Signatur des Mannes ist unbekannt, aber vermutlich die eines Weltenwanderers. Vor wenigen Tagen fiel ein weiterer Weltenwanderer auf, welcher sich selbst Thalev Thalatel ruft. Hier wird es interessant, da dieser Junge bekannt ist als einer der jüngsten Weltenwanderer im Gefolge von Jakob Wehner! Entsprechend ist Numsgil Blog in diesem Moment auf dem Weg zur Sternentreppe und auf der Suche nach Jakob Wehner. Eine Frau und Thalev sind nachweislich auf Irathar, jedoch sind weitere Krieger auf ihrer Seite unbekannt.
Durch den vermutlichen Tod von Rockas ist Marandir bereits garantiert frei, wobei Numsgil Marandir einfangen, aber auf keinen Fall beseitigen will. Über Tessar wisst ihr schließlich Bescheid. Absolute Priorität hat in diesem Fall die Sicherung Tessars um einen Zugriff Jakob Wehners und zeitgleich einen Krieg mit Baba Yaga und den Tiermenschen zu vermeiden." Das Bild änderte sich ein weiteres Mal und zeigte einen silbernen Drachen: "Diesen guten Freund müssen wir uns dann auch noch schnappen! Er sitzt aktuell in Narwesa und ist noch etwas verwirrt!". Der Leutnant wandte sich wieder Rivai und den Magiern zu: "Wir werden also Jakob Wehner in seiner Festung überfallen um ihn von Tessar abzulenken bis wir Tessar geschnappt haben, während ein drittes Team Baba Yagas Armee in einer Sabotageaktion in ihrer Vorbereitung um ein Jahr zurückwerfen muss um uns den Vorteil einer vorbereiteten Armee für die bevorstehenden Schlachten zu verschaffen. Selbst verständlich lassen wir über Numsgils Plan gerne diskutieren! Bisher wird der Feind noch nichts denken und unseren Meister deutlich unterschätzen! Seid gewiss, dass wir nicht ohne die Besten der Besten zu euch gekommen sind. Meine Adjutanten sind allesamt wohl versiert im Kampf und ich habe wohl die Kampfkunst und die Multipotens studiert. Ich will letztendlich höflich zu euch sein und mich vorstellen: Haizgil Blog, Erstgeborener von Numsgil Blog, Lehrmeister der Myrmidarchen unter dem Banner der Bestie. Es ist mir eine Ehre vor euch Weltenwanderer zu treten."
Die Elfen bekamen von den Worten nichts mit, da sie seltsamerweise sofort bei den ersten Worten eingeschlafen waren und nicht mehr mitbekamen, dass sie nichts als ein Alibi für weit größeres waren.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Godrik
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 768
Anmeldedatum : 16.09.13

BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Mi 29 Jun 2016 - 11:57

Ein lautes Seufzen war im Raum zu hören, als Haizgil davon sprach, dass Marandir wahrscheinlich wieder frei sein würde. Man konnte an ihren Gesichtsausdrücken ablesen, dass alle gehofft hatten, dass dieser Tag niemals kommen würde.
"Nicht gerade die besten Nachrichten die ihr da bringt, Herr Leutnant!", erwiderte Rivai. "Auch wenn ich so etwas in der Art schon geahnt habe, hatte ich nicht gedacht, dass es doch so schlimm ist!"
"Und wie gehen wir vor, wenn unser Feind offensichtlich stark genug ist 50 Drachen und ihre Jünger, versammelt an einem Ort, auszulöschen? Seid Ihr sicher, dass wir überhaupt stark genug sind um gegen solch einen mächtigen Feind vorzugehen, Herr Goblin?", fragte einer der jüngeren Magier in der Runde. Saba überlegte derweil, wie das Elfenorakel es bloß fertig gebracht hatte, dass soviele ihr gefolgt waren.
"Ich bin höchst erfreut, dass Numsgil Blog offensichtlich die Zeichen des Orakels richtig gedeutet hat. Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass das Orakel durch die von mir gesendeten Visionen gleich derart viele Nachfolger finden würde. Ich hatte nicht so viel Reisegesellschaft erwartet. Offensichtlich sind die Elfen wohl auch nicht mehr so weise und intelligent wie vor tausend Jahren. Dabei habe ich schon das unfähigste von allen Orakeln ausgewählt. Nicht mal ein Rudel Gnolle konnte dieses Orakel vorhersehen", gab sich Saba etwas enttäuscht über das elfische Orakel Tiuldara.
Die Magier lauschten alle aufmerksam dem Plan des Leutnants, als der Leutnant sich aber mit seinem Namen vorstellte verschlug es einigen Magiern die Sprache. Wan Heng, ein Magier der deutlich als ein Bürger aus Tian zu erkennen war, schaute entsetzt zu Haizgil.
"Ich wusste nicht dass Numsgil Blog einen Sohn hat - geschweige denn eine Frau?! Habt ihr noch Geschwister?", fragte der Magier verdutzt.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://legendsofirathar.forumieren.com
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   

Nach oben Nach unten
 
4.3. Sand so weit das Auge reicht
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 3Gehe zu Seite : 1, 2, 3  Weiter

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Legends of Irathar :: Neue Feinde - Alte Freunde 1.Buch-
Gehe zu: