Legends of Irathar

Mysterien und Legenden von Irathar
 
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 4.3. Sand so weit das Auge reicht

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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Mi 29 Jun 2016 - 22:48

"Ich bin nicht der einzige Sohn von Numsgil Blog! Unsere Mutter ist geheim um sie vor den Assassinnen der Kaiserin von Tian zu schützen, welche immernoch nicht das Fürstentum unseres Vaters akzeptiert hat. Er hat zehn Söhne, wobei die anderen neun in der Heimat sind.", sprach Haizgil und hielt danach kurz Inne: "Wir haben eine große Chance in diesem Kampf! Eine Gruppe Weltenwanderer von anderen Welten und allesamt gute Freunde von Familie Blog sitzt derzeit im Fürstentum im Palast und wartet nur auf das Zeichen auszurücken. Falls der gesamte ehemalige Rat, eventuell inklusive Marandir uns Beitritt, dann sind wir für den zukünftigen Krieg bisher mit etwa siebzehn Weltenwanderern sehr gut ausgestattet! Selbstverständlich müssen wir wie geplant heimlich vorgehen, da wir selbst mit Weltenwanderern nicht einem solchen Feind verlustlos ins Gesicht springen können.". Das Bild zeigte wieder den silbernen Drachen: "Wenn er uns beitritt, dann haben wir einen Urdrachen auf unserer Seite, womit Jakob Wehner zumindest temporär zu einem Kampf gezwungen werden kann. Jakob ist das absolute Prioritätsziel auf unserer Liste! Überwältigen oder töten wir ihn, so endet dieser Krieg sofort!".
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Godrik
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Fr 1 Jul 2016 - 13:42

Wan Heng lehnte sich herüber zu seiner Nebensitzerin Ayashki. Mit vorgehobener Hand tuschelte der Magier aus Tian, während Rivai sich von Haizgil aufklären ließ. "Ich hätte nie gedacht, dass Numsgil Blog so fleißig darin war Kinder zu zeugen. Ich dachte immer er sei ein einsamer Krieger auf Reisen ohne Familie und Heimat."
"Den gesamten ehemaligen Rat werden wir nicht zusammenkriegen fürchte ich! Von den Drillingen haben wir schon ewig nichts mehr gehört oder gesehen und der Torhüter des Turms, unser Nekromant, ist auch schon seit Jahrhunderten verschollen. Würde mich nicht überraschen, wenn er sich vielleicht sogar bei dieser Hexe im Norden eingenistet hat", entgegnete Nadija, an deren Arm eine metallisch glänzende Schlange mit blutroten Augen entlangkroch und immer wieder Fetzge anstarrte.
"Wer kümmert sich darum mit dem Urdrachen zu sprechen? Es wäre ja sicher von Vorteil wenn das jemand übernimmt der sich in Narwesa auskennt. Wir wissen hier ja alle nur zu gut was für Überraschungen dieser Wald bereit hält für alle, die ihn betreten"; fragte Saba. Ragnik dagegen war ganz erstaunt einen lebenden Urdrachen zu sehen. So was sah man selbst als Magier und Golemschmied nur äußerst selten. "Heißt das dann auch, dass das der letzte Drache ist, bevor die Drachen komplett aussterben?", fragte der junge Magier von vorhin wieder. Der Jann in der Runde verdrehte nur die Augen - seiner Meinung nach gab es gerade dringendere Fragen als das. Aber man merkte Cecilio eben an, dass er noch nicht allzu lange kein Lehrling mehr war.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Sa 2 Jul 2016 - 22:23

"Nein, denn ist lediglich der letzte Drache von Irathar und die waren ohnehin eine sehr junge Brut verglichen mit anderen Welten! Ihr könnt gerne eine der großen Drachenwelten aufsuchen von denen Numsgil öfters erzählt hatte.", antwortete Haizgil und das letzte Mal änderte sich das schwebende Bild, doch diesmal zeigte es eine widerliche Kreatur mit ausgemergelten Gliedmaßen auf einem Stapel Höllenfürsten und sogar einem großen Fürsten der obersten Ebene der Abyss selbst. Die Gestalt war nicht größer als ein Mensch, doch hatte sie zwei große fledermausartige Schwingen auf dem Rücken und auf jeder Seite einen großen zweihändigen Säbel, welcher mit zwei Armen gehalten wurde. Es zeigte definitiv einen Kampf, wobei es mehr einen Sturm aus Blut ähnelte, während die Gestalt wie ein Tornado durch Horden von Dämonen schoss und nichts als fliegende Körperteile hinterließ und krankhaft kreischte. Lediglich wenn die Gestalt stillstand für eine Sekunde wurde sie wieder sichtbar. Explosionen aus Feuer, Eis und Säure erhellten die Szene immer wieder und selbst Cornugone leisteten vergeblichen Widerstand. "Das hat eines unserer Orakel gezeigt vor einhundertfünfzig Jahren als wir bereits nach Jakob Wehner suchten um seine nächsten Pläne zu vereiteln. Wie jeder weiß ist Jakob Wehner ein Mensch mit exzellenten Fähigkeiten, aber dieses Monster trieb unser Orakel in den Wahnsinn und beinahe in den Selbstmord. Es lebt nun zurückgezogen und friedlich in einem Kloster. Wir kennen nicht den Zusammenhang zwischen Jakob Wehner und dem Biest, aber es scheint eine seiner Kreationen zu sein. Das war die letzte Warnung vor einer Stunde Bedenkzeit um eine Entscheidung zu treffen. Ich vertraue euch Meistern und Magiern in dieser Frage voll und ganz!". Shilgaz schluckte kurz schwer. Fetzges Haar stand so zu bergen, dass es aussah, als hätte er einen Wollball auf dem Schoß. Einem von Haizgils Adjutanten viel sogar der Becher aus der Hand, während Eynas Augen den schönen Glanz verloren und sie entgeistert auf das Schauspiel starrte.
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Godrik
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Do 14 Jul 2016 - 13:56

"Dafür brauchen wir bestimmt keine Stunde Bedenkzeit! Wir sind zwar Magier, aber gegen Götter sind auch wir machtlos. Diese Abscheuchlichkeit, von der Ihr sagt, dass sie von Menschenhand geschaffen sein soll, sieht für mich eindeutig wie eine abscheuliche Kreation von Lamashtu aus. Von der Hässlichkeit dieser Kreatur auszugehen, könnte es auch eine von Rovagugs Bestien sein. Dagegen sind unsere Zauber machtlos! Dieses Scheußal wird uns in handliche Stücke schneiden bevor wir auch nur einen Zauber wirken! Vielleicht sollten wir uns besser eine neue Welt suchen!", entgegnete Nadija voller Ekel angesichts des entstelltesten Fleischklumpens, den sie je gesehen hatte, der es nicht verdiente überhaupt als Kreatur bezeichnet zu werden.
Rivai versuchte Nadijas Temperament ein wenig zu zügeln: "Nicht zu hastig, ich denke wir sollten darüber in Ruhe nachdenken. Ich bin mir allerdings nicht sicher ob eine Stunde uns genügen wird!"
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Do 28 Jul 2016 - 15:35

"Es ist einfach, meine Herren! Wer flieht stirbt, aber später! Wer bleibt und kämpft kann gewinnen! Das Problem ist wie erwähnt Tessar und die Bedrohung durch andere Weltenwanderer mit Interesse an seiner Vollständigkeit! Wir haben eine Chance, sonst hätte Numsgil uns nicht Hoffnung gemacht!", sprach Haizgil und setzte sich wieder hin: "Nehmt euch die Zeit, aber mehr als diese Stunde haben wir nicht! Es ist für eine Stunde schon zu spät!".
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Godrik
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Sa 13 Aug 2016 - 21:28

"Wieviel Hoffnung kann uns ein Goblin schon machen?", fragte Wan Heng. "Er kann euch vielleicht Hoffnung machen, dass sein kleines Häufchen Erde, dass Ihr Zuhause nennt, nicht schon bald von der glorreichen Armee des Kaisers, möge er ewig herrschen, einverleibt wird. Aber wir werden ja sehen wie lange diese Hoffnung noch besteht!" Nicht nur Alarik, sondern auch Rivai warfen dem Magier aus Tian einen vielsagenden Blick zu, der bedeutete, dass er den Mund halten sollte.
Äußerst verstimmt, konterte der Zwerg sofort: "Wir sind nicht hierher gereist um uns die neusten Drohungen aus Tian anzuhören. Die könnt ihr euch dafür aufsparen, wenn ihr euren gepuderten Hintern wieder ins Reich der Mei zurückgesetzt habt und die Pantoffeln des Kaisers putzt. Sowie Ihr euch benehmt könnte man aber auch meinen Ihr wärt einer seiner Lustknaben. Aber wir werden ja sehen wie weit Ihr kommt!" Alarik unterstrich seine Worte mit einem grinsenden Blick auf seine Streitaxt.
"Könnten wir die Streitereien vielleicht wenigstens für den Moment pausieren? Ich denke wir haben Wichtigeres zu besprechen!", bat Rivai, doch zeigten sich einige Magier uneinsichtig.
"Bei allem nötigen Respekt, aber ich sehe nicht ein, warum wir für unser Schicksal mit einigen laufenden Metern, und auch noch besonders hässlichen wenn ich das hinzufügen mag, verhandeln. Noch dazu welche, die einfach Landraub begingen um sich wie Ungeziefer auszubreiten!", stichelte Wan Heng weiter.
"Ich habe zwar nichts gegen zivilisiertere Goblins, aber ich finde wir sollten lieber überlegen, wie wir Irathar verlassen könnten. Wir hatten schon gegen die glitschige Abscheulichkeit von Marandir keine Chance. Wie sollen wir da gegen diese neue Abscheulichkeit überleben können, wenn sich diese Grässlichkeit zum Aufwärmen in der Abyss austobt? Noch dazu wenn uns jemand gegenübersteht, der alle Drachen Irathars ausgelöscht hat bis auf einen? Herrn Blogs Worte in Ehren, aber ich will mein Leben nicht dahinwerfen für einen großen belebten Klumpen Erde, der sich zufällig Irathar nennt. Es gibt schließlich noch Millionen andere Welten! Ich bevorzuge später zu sterben als jetzt!", teilte Mihir seine Sicht der Dinge mit.
Rivai hielt sich schon die Augen zu und wäre am liebsten einfach in seine Schlafgemächer zurückgekehrt. "Herr Blog? Herr Starkbier? Verehrte Gäste? Was würdet Ihr davon halten euch ein wenig an der frischen Luft in der Stadt umzusehen und eine Stärkung zu euch zu nehmen? Wie ich sehe könnte diese Diskussion noch etwas dauern", bedauerte Rivai und verdrehte schon die Augen.


Zuletzt von Godrik am Do 15 Sep 2016 - 14:34 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Sa 13 Aug 2016 - 23:36

Haizgil nahm die Drohungen des Magiers Wan Heng sehr gelassen und nickte Rivai nur anerkennend zu. Langsam traten er und seine Assistenten aus der Halle und trotteten zum großen Markt der Stadt. "Grauseliges Zeug was man da zu sehen bekommt!", kommentierte Shilgaz und trug Fetzge durch die gefüllten Straßen des Marktes. Mit ein paar kleinen Kupferlingen kaufte sich Haizgil derweil eine Packung gerösteter und gesalzener Nüsse und mampfte sie vergnügt, während Shilgaz kaum ruhig laufen konnte. "Mach dir keine Sorgen! Dafür haben wir noch in Zukunft genug Zeit!", sprach Haizgil und reichte Shilgaz eine Hand voll Nüsse: "Probier erstmal das! Ich weiß euch Zivilisten geht Krieg immer auf den Magen, aber besser man genießt jede ruhige Zeit so gut man kann!".
In diesem Moment stieß Eyna wieder zu ihnen und nahm Fetzge aus Shilgaz Arm um sie zu streicheln: "Ihr habt ferne Freunde, was?! Ich werde euch nützlich sein im Krieg, aber dieses Biest wird mich als Späher mühelos auffinden." "Ihr seid zu ängstlich! Vertraut euch! Wir alle vertrauen uns! Keiner verlangt einen Selbstmord und wie gesagt: "Wir haben Freunde!".
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Di 13 Sep 2016 - 16:48

Alarik folgte Haizgil aus der Halle und traf vor der Tür auf seinen zwergischen Adjutanten, der mit einer Handvoll Zwerge auf den Enkel von Godrik Starkbier gewartet hatte. "Wie laufen die Verhandlungen? Ich hoffe es war nicht gänzlich umsonst hierherzukommen", fragte der Hauptmann der Wache, doch Alariks Antwort gab keinen Grund zur Freude. "Bisher ist es noch ziemlich durchwachsen. Mehr als einen Austausch von Beleidigungen und ein bisschen Schwarzmalerei ist noch nicht viel dabei herausgekommen", erklärte Alarik, während die Truppe den Goblins auf den Markt folgten. Die Zwerge hatten beschlossen das Jannische Wüstenbier zu testen, auch wenn sie sich schon fragten, aus welchen Zutaten es bestehen sollte.
Tiuldara und Lorena verließen mit ihrer Wache ebenfalls die Halle und schlenderten über den Markt, auch wenn sie sich an nichts erinnern konnten, was in der Halle passiert war. "Gibt es eine neue Vision, Tiuldara? Ich fühle mich als hätte ich mehrere Stunden geschlafen", gähnte Lorena verwirrt. Tiuldara verneinte verbittert die Frage. "Ich habe die Stimmen der Götter verloren. Ich kann sie nicht hören. Die Götter schweigen wie ein Grab", antwortete das Orakel.
Der Markt war äußerst belebt: Viele Menschen und Wesen aus aller Herren Länder waren versammelt und verhandelten über den besten Preis. Doch von allen Umstehenden unbemerkt, schlich eine verhüllte Gestalt umher. Plötzlich flog aus einem Pulk von Leuten ein vergifteter Wurfpfeil auf Eyna zu.
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Mi 14 Sep 2016 - 23:23

"Kya!", schrie Haizgil auf als er in einer fließenden Bewegung sein Schwert zog und im selben Streich den Wurfpfeil aus der Luft schlug. Reflexartig wie dutzende Male trainiert folgte ein rasch gezogenes Wurfmesser dem Pfad des Wurfpfeils jedoch zurück zum Absender. Ähnlich rasch hatte Eyna ein Kurzschwert aus ihrer feinen Kleidung gezogen, während Shilgaz nur die Krise bekam von wo die ganzen Waffen kamen: "He! Ich dachte hier ist der Entspannungstreff! Wo habt ihr die Waffen her!?".
Flink wie eine Schlange und ein Wiesel stürmten die beiden durch die Menschenmenge. Immer die Augen auf potenzielle Gefahren gerichtet.
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Do 15 Sep 2016 - 14:46

Lautes Geschrei erklang, als Haizgil den Wurfpfeil abwehrte und Klingen gezogen wurden. Die Leute sprangen Haizgil und Eyna so gut es ging aus dem Weg, doch sorgte die Aufregung für wilden Trubel, sodass bald ein heilloses Chaos auf dem Markt herrschte. Einige Kasatha und Janni Wachen versuchten bereits Ordnung in den Tumult zu bringen, während andere versuchten herauszufinden was überhaupt los sei. Der Attentäter hatte derweil Haizgils Wurfgeschoss geschickt aus der Luft gefangen und nutzte den Tumult um sich wieder unters Volk zu mischen. Um Eyna und Haizgil abzuschütteln sprang er über die Dächer der Marktstände und verschwand in einer Seitengasse.

"Beim Barte des Allmächtigen Torag, was geht hier vor sich?", fluchte Alarik verwirrt. Gerade als er den ersten Schluck Bier hatte nehmen wollen, war das Chaos ausgebrochen. "Bestimmt nichts schlimmes. Ein Taschendieb nehme ich an!", mutmaßte der Jannische Bierverkäufer am Tresen, doch Alarik kamen Zweifel daran, dass ein gewöhnlicher Diebstahl solch einen Tumult verursachen würde.
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Sa 17 Sep 2016 - 22:01

Zielsicher rannte Haizgil dem Attentäter hinterher, während Eyna in einer Parallelstraße folgte. Über dem Tumult rannte sie auf den Tuchdächern der Marktstände fast schwerelos entlang. Haizgil murmelte die gesamte Zeit auf der Verfolgungsjagd Worte in der magischen Sprache der Drachen, wobei sich kaum merklich feine bunte Linien durch die vielen Tätowierungen auf seinem Körper zogen. Unfehlbar folgte er jeder Kurve und jedem Sprung den der Unbekannte gemacht hatte und Eyna wartete nun bereits auf der anderen Seite des von Haizgil erzwungenen Pfades.
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   So 18 Sep 2016 - 0:06

"Was geht hier vor sich, Matrose?"; fragte Alarik, als er mit gezückter Axt in der einen Hand und gefülltem Bierkrug in der anderen, Shilgaz und Fetzge mit den Adjutanten gefunden hatte. Trotz dem Tumult hatte der Zwerg darauf bestanden sein Bier mit sich zu nehmen. Tiuldara und Lorena kamen ebenfalls angeeilt, eskortiert von ihren elfischen Wachen, aber auch von einigen einheimischen Wachen der Wüstenstadt. Ein halbes Dutzend Kasatha-Wachen umringten die Gäste und forderten sie auf wieder in die Halle zu gehen.
"Wir wissen nicht, ob es nur ein Einzeltäter ist oder ob es möglicherweise noch Komplizen gibt!", erklärte der Wachthauptmann. Alarik runzelte jedoch nur fragend die Augenbrauen. "Einzeltäter? Wovon? Das hört sich nicht gerade nach Taschendiebstahl an. Reden wir hier von Attentätern? In dem Fall wäre es wohl in der Tat besser sich in die Halle zurückzuziehen!"; schlug der Zwerg vor. Aufgrund der Aufregung nahm er erst einmal einen kräftigen Schluck Bier, auch wenn es nicht annähernd so gut schmeckte wie das Starkbier aus der familieneigenen Produktion.

Der Attentäter bemerkte, dass Haizgil trotz seiner kleinen Statur doch besser mithalten konnte, als er erwartet hatte. Der Fliehende bedauerte aber, dass Eyna ihm nicht direkt gefolgt war. Der Attentäter änderte daher sein Vorgehen und blieb stehen um ohne Spur in einer rötlichen Nebelwolke im Nichts zu verschwinden.
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Di 20 Sep 2016 - 21:53

Eyna konnte die rötliche Nebelwolke sehen und wusste sofort wer die Assassinen waren. Die rote Mantis hatte sie zum Ziel erklärt und das konnte nur heißen, dass der Tod des Botschafters Tian erreicht hatte. Haizgil lachte hämisch über den Fluchtversuch des Assassinen der roten Mantis und steckte seine Waffen weg: "Na dann lassen wir den netten Herr mal mit meinem Dolch abhauen. Ich schnapp ihn mir später!".
Er blickte sich nochmal kurz um und kehrte mit Eyna nah bei sich zum Saal zum weiteren Besprechen der Lage und Aufträge zurück.
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Mi 21 Sep 2016 - 22:25

Die Zwerge und Elfen waren gerade noch mit Shilgaz und den Goblinadjutanten und den Wachen am diskutieren, was denn jetzt überhaupt genau passiert war. Als Haizgil und Eyna zurückkamen, zeigte Alarik daher auf den Goblin und winkte den beiden zu, dass sie sich dazugesellen sollten.
"Was war denn da gerade los? Ist unsere Finte etwa doch aufgeflogen?", fragte Alarik verwundert. Er hatte eigentlich nicht gedacht, dass so eine verdeckte Dienstreise so schnell auffliegen würde.
"Welche Finte?", sagten die Elfen überrascht fast gleichzeitig, doch wurden sie von den Goblins und Zwergen einfach ignoriert. Alarik war sowieso der Meinung das Orakel würde nicht dahinter kommen, egal wie viele Hinweise es bekommen würde, dass wohl gar nicht soviel an den Visionen der "geheimnisvollen" Götter dran war, wie sie glaubte.
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Sa 24 Sep 2016 - 22:26

Haizgil klopfte Alarik auf die Schulter und lachte kurz bevor er losredete: "Keine Sorge! Der rote Mantisklub will unsere kleine Dame für die Sache mit dem Botschafter schröpfen! Hat nichts mit uns zu tun! Solange sie mit uns bleibt wird ihr nichts passieren!". Eyna war verunsichert, doch fühlte sich mit den beiden sehr sicher. In diesem Moment kletterte auch Shilgaz aus einer Obstkiste, wo er sich im Tumult versteckt hatte, wobei er Fetzge unter einem Stapel Wassermelonen hervorzog: "Klasse, kleines Mädchen! Total eingestaubt! Als hätte das verfilzte Haar schon nicht gereicht!". Vorsichtig puhlte Shilgaz mit größter Geduld die Sandkörner aus Fetzges Fell und schaute ab und zu ein wenig verunsichert umher. Er war fern davon ein Krieger zu sein.
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   So 25 Sep 2016 - 13:01

"Na klasse. Das Zeckenpack hat gerade noch gefehlt", entgegnete Alarik genervt. "Wenn sich nochmal so ein Krabbler in deine Nähe wagt, wird er es mit meiner Axt zu tun bekommen, das schwöre ich beim Barte von Tolgar !", versicherte Alarik Eyna und schaute in alle Richtungen ob sich nicht doch schon wieder eine der "Zecken" ins Licht traute.
Die Elfen dagegen verstanden nur Bahnhof von dem, was der Goblin mit dem Zwerg geredet hatte, denn beide nutzten eine seltsame Sprache, von denen die Elfen noch nie gehört hatten. Plötzlich hielt sich Tiuldara aber die Stirn und hatte einen äußerst konzentrierten Gesichtsausdruck.
"Was geschieht, Orakel? Habt Ihr wieder eine Vision!", fragte Lorena überrascht. Tiuldara antwortete zunächst nicht, bis ihre Konzentration wieder nachließ. "Ich hatte wieder eine Vision der Götter! Wir müssen zurück in die Halle. Ich glaube die Götter wollen mir sagen, dass die Magier uns in die neue Welt bringen werden. Allerdings haben die Götter auch in Rätseln gesprochen - sie fordern, dass wir die Goblins und die Zwerge mitbringen sollen!"; erklärte Tiuldara, wobei sie verwirrt zu Shilgaz schaute, der noch immer mit Sandkörnern beschäftigt war. "Wie immer sind die Wege der Götter unergründlich!", bemerkte Lorena. "So lasst uns den Willen der Götter ausführen!"
"Mit Vergnügen!", lachte Alarik, der noch nie in seinem gesamten Leben ein derart intelligenzbeschränktes Orakel gesehen hatte. Lediglich die wohlgeformten Kurven des Orakels sorgten wenigstens für ein bisschen Charisma, was von den Adjutanten bescheinigt werden konnte.
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   So 25 Sep 2016 - 21:45

Haizgil, Shilgaz und Eyna folgten Alarik und dem Fachorakel zurück in den großen Verhandlungssaal und setzten sich nieder. Selbst Haizgil, der normalerweise eine unglaubliche Selbstbeherrschung hatte, für einen Goblin, sprang auf seinem Sitz vor Aufregung auf und ab und blickte hoffnungsvoll zu Rivai. Seine Adjutanten folgten selbstverständlich ihrem Leutnant und sprangen im selben Takt auf und ab und so begann die nächste Runde der Verhandlungen mit einer unterhaltsamen Performance der ungeduldigen Goblins. Shilgaz verschwand vor Scham bereits hinter Fetzge.
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Di 27 Sep 2016 - 22:26

Alarik stützte sich auf seine Axt und wartete geduldig auf eine Antwort. Ihm machte die Springdarbietung absolut nichts aus, da er das Reisen in Begleitung von Goblins schon gewohnt war. Einiger der ehemaligen Erzmagier waren dagegen etwas irritiert über die auf und abhüpfenden Goblins in ihrer ehrwürdigen Halle. Wan Heng lehnte sich zu seinen Nachbarn herüber und anhand seiner Gesichtszüge konnte man absehen, dass er wohl gerade über Goblins und ihr ungehobeltes Verhalten herzog.
Rivai bat um etwas Ruhe, bevor er sich an die wieder zurückgekehrten Gäste wandte. "Ich hoffe ihr konntet eure Zeit auf dem Marktplatz ansprechend gestalten und euch von der Reise erholen. Ich will es nicht allzu lange hinauszögern: Wir haben uns nun also entschieden - wenn auch unter uns ein paar Mitglieder des Rates sind, die dagegen waren - dass wir euch unter Umständen helfen könnten!", verkündete Rivai froh, dass sie in der kurzen Zeit zu so etwas wie einem Hauch einer Einigung gekommen waren.


Zuletzt von Godrik am Fr 30 Sep 2016 - 20:53 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Do 29 Sep 2016 - 22:02

Die Goblins beruhigten sich. Der Leutnant stand auf und fragte frei und sorglos heraus: "Großartig, Meister Rivai! Es obliegt mir jedoch eine Frage zu stellen :Wie sähe die Hilfe aus und welche Umstände gäbe es?". Alle blickten nun auf Rivai. Selbst Shilgaz und Eyna sahen ihn gebannt an. Es lag nun an ihm, über die Zukunft von Irathar zu entscheiden.
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Fr 30 Sep 2016 - 21:06

"Helfen? Heißt das ihr werdet uns in die eine neue Welt bringen, bevor Irathar entzwei fallen und als lebloser Asteroid durch die endlosen Weiten des Kosmos fliegen wird?", fragte Tiuldara wissbegierig. Sie freute sich, dass sie ihre Visionen womöglich doch richtig gedeutet hatte.
"Naja ganz angenehm war die Pause - zumindest bis ein Assassine versucht hat unsere Begleitung zu töten. Trübt ein wenig die Atmosphäre!", entgegnete Alarik auf die Frage, bevor Rivai erklärte der Rat habe sich geeinigt.
"Unter den Umständen, dass ihr eure stinkenden Goblinfüße aus diesen Hallen herausbewegt und mit euren Nussschalen zurück in die Jauchegrube, die ihr Zuhause nennt, zurückkehrt, Goblin!", unterbrach Wan Heng genervt das Gespräch zwischen Rivai und Haizgil. Rivai bat mit einem Handzeichen um Ruhe, bevor er fortfuhr.
"Nun, wie soll ich es erklären. Zu den genauen Bestandteilen unserer Hilfe sind wir noch nicht gekommen, wir konnten uns nur teilweise einigen euch helfen zu können. Wie diese Hilfe genau aussieht, müssten wir noch klären. Wie ich die Ratsmitglieder kenne, bleibt mir nur eines zu sagen: Wir haben äußerst bequeme Gästezimmer. Nur ein Wort und wir lassen sofort die Quartiere für euch und eure Soldaten bereit machen. Mehr als eine Nacht sollte die Diskussion hoffentlich nicht brauchen!", bot Rivai an. Während er sprach hatten sich Tiuldara und Lorena mit ihrer elfo-menschlichen Wache wieder einmal schlafen gelegt. Alarik verdrehte ein wenig die Augen. "Verzeiht mir die Bemerkung, aber haben Entscheidungen im Erzmagierrat von Marandir auch immer soviele Diskussionen benötigt?", fragte der Zwerg, doch wurde er scharf von Mihir zurechtgewiesen: "Ich kann eure Eile verstehen, Herr Zwerg. Aber wir arbeiten eben sehr gründlich in diesem Rat und vermeiden es mit dem Kopf voraus durch die Wand zu rennen!"
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Mo 3 Okt 2016 - 22:24

"Dann hoffe ich, dass es ein großes Gruppenzimmer gibt! Nur ungerne würde ich unsere Begleitung als Wanzenfutter sehen!", sprach Haizgil und nahm seine Sachen auf: "Natürlich werde ich jederzeit auf Abruf zur Verfügung stehen." Seine Adjutanten sprachen sich kurz mit etwas Getuschel ab und sprangen auf und stellten sich ordentlich um Eyna auf. Shilgaz folgte ihnen sofort und gesellte sich zu Eyna in die Sicherheit von Haizgils Adjutanten. Kurz vor dem Verlassen der Halle in Richtung der Unterkünfte, drehte sich Haizgil nochmals um: "Selbstverständlich werden unsere Schiffe nach diesem Krieg wieder in die heimische Drecksbrühe zurückkehren, Wani! Wir werden nun rasten und uns morgen bereit zum Einsatz wieder sehen!". Es blieb weiterhin ruhig an diesem Abend. Lediglich die Adjutanten stritten sich noch in der Unterkunft wer das Bett am nächsten von Eyna bekam.

Spät in der Nacht fand sich Haizgil draußen auf dem Balkon des Gästeanwesens ein. Er setzte sich nieder zum Meditieren und kleine Kugeln aus magischen Elementen begannen auf mehreren Kreisbahnen um ihn zu schweben. "Gibt es etwas neues von unserem Orakelzirkel?", fragte Haizgil und mehrere Goblins wurden sichtbar, welche in der Heimat ganz Irathars Ätherebene überwachten. Ein Gelehrter näherte sich Haizgils Verbindung und sprach: "Guten Tag, Bruder Haizgil! Wir konnten die Spur von mehreren Gotttreuen ausmachen und mehrerer Anhänger von Jakob Wener. Es ist nur verwirrend, dass wir noch mehrere Signale unbekannter Herkunft im Süden von Thamor und im Norden ausmachen konnten. Diese Verbindungen sind unbekannten Ursprungs!". "Es ist keine Signatur von Jakob und seinen Vasallen?" "Nein, Haizgil! Wir suchen bereits durch unsere bekannten arkanen Signaturen für solche Verbindungen, aber bisher konnten wir keine sicheren Hinweise finden. Es scheint jedoch sehr alt zu sein. Vermutlich erstes Zeitalter, aber wir brauchen einen Fachmann für diese Epoche, dass geht uns ein weniger über den Horizont." "Kein Problem, dass hilft schon geng. Macht euch nicht verrückt! Wir rocken das schon!", endete Haizgil das Gespräch und beendete die Meditation. Er stellte sich an den Rand des Balkons und blickte runter in das Nachtgeschehen in der Stadt. Es war friedlich hier, aber bereits morgen würde der Krieg offiziell beginnen. Nur dieses Mal konnte er sich nicht so recht freuen, denn die Waagschalen des Krieges schienen ungünstig.
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Di 4 Okt 2016 - 22:06

Während Haizgil draußen auf dem Balkon stand und in das nächtliche Treiben von der Janni-Stadt im Wüstenmeer hinabblickte, konnte man eine Diskussion zwischen den Wachen vor der Tür hören. Zumindest wenn nicht alle außer Haizgil im Tiefschlaf gewesen wären. Alarik traute zwar den Gastgebern, doch hatte er zur Sicherheit noch ein paar eigene Leibwachen vor den Türen positioniert. Alariks Axt und das Schwert seines Adjutanten lagen griffbereit neben ihren Betten, während die beiden Zwerge ihren wohlverdienten Schlaf nachholten.
"Die Wachablösung? Zwirbel mir doch einer den Bart, wir haben keinerlei Wachablösung erwartet! Könnt ihr euch ausweisen?", konnte man eine der Zwergenwachen vor der Tür hören. Dann ging es ganz schnell: Man könnte das Ziehen von Schwertern und klirrenden Stahl hören.
Das nächste was passierte, war wie ein schwerverwundeter Zwerg durch die Tür sprang und einen Lärm verursachte, den die Attentäter mit Sicherheit nicht beabsichtigt hatten. Ein Mensch in der Uniform der Wüstenstadtsoldaten mit gezogenen Klingen sprang durch die nun offene Tür ins Zimmer. Der Angreifer brauchte einen Moment um Eyna unter all den Schlafenden zu finden, doch dann rannte er zielgerichtet auf sein Ziel zu um ihr den Todesstoß im Schlaf zu geben.
Vom Lärm aufgeschreckt, sprang Alarik schlaftrunken von seinem Bett auf. "Zecken!", rief der Zwerg laut. Reflexartig griff er nach seiner Axt.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Mi 5 Okt 2016 - 22:30

Es blitzte kurz im Raum und Haizgil erschien über dem Kopf des ersten Hereinstürmenden. Ein sauberer Hieb mit seinem Schwert spaltete den Kopf des Assassinen und mit einer flinken Bewegung zog Haizgil seinen Dolch aus dem Gürtel des Angreifers, welcher diesen nach dem misslungenen Attentat mit sich genommen hatte. "Eine Zecke weniger, Alarik!", spottete er und gab dem Angreifer den Gnadenstoß. Sofort machte er sich auf durch die Tür und blickte sich nach weiteren Angreifern um. In diesem Moment richtete sich Shilgaz in Eynas Bett auf und fragte neugierig: "Ist es vorbei?".
Die Adjutanten des Leutnants blickten ihn verwirrt an. Shilgaz hatte Schminke und eine Perücke an und selbst nun da er im Bett saß, sah er Eyna zum Verblüffen ähnlich.
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Godrik
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Fr 7 Okt 2016 - 0:51

"Ich hab einen gesehen, er ist den Gang hinunter gerannt!"; rief eine Wache am Boden, die sich das Knie hielt, Haizgil zu, als dieser gerade das Zimmer verließ. "Weit kann der Attentäter noch nicht sein!", versicherte die Wache. Zur selben Zeit wandten sich Alarik und sein Adjutant dem verwundeten zwergischen Wachmann zu.
"Wir sollten sofort einen Medicus aufsuchen - wer weiß ob die Zecke nicht vergiftete Klingen hatte!", gab der Zwerg zu bedenken und nahm den Verletzten unter Zuhilfenahme seines Adjutanten auf die Schultern. Obwohl es tiefste Nacht war verließen sie das Zimmer auf der Suche nach einem Heiler.
Als sich die Wache am Boden sicher war, dass sowohl Haizgil als auch Alarik davon geeilt waren, stand er unversehrt vom Boden auf und nahm die schwere Armbrust zurück in die Hand. Schnellen Schrittes lief er in das Schlafgemach und schoss mit den Bolzen direkt durch Eynas Kopf wie er vermutete.
"Bwaha, Julius war schon immer ein Amateur! Einfach so blind hineinstürmen - typischer Anfängerfehler! Die 500.000 Golddukaten dürften damit mein sein!", freute sich der Attentäter schon.
Er kniete sich zur liegenden Eyna hinunter, zog ein Messer und wollte sich gerade daran machen den Kopf der vermeintlichen Eyna abzutrennen um seine Belohnung einzukassieren, als er von mehreren Dingen überrascht wurde. Nicht nur, dass er mehrere Goblinadjutanten übersehen hatte, die ihn gerade mit gezogenen Schwertern umzingelt hatten, er wurde auch noch von einem verwunderlich geschminkten Goblin angeschaut, in dessen übergroßen Perücke der eigentlich tödliche Bolzen feststeckte.
Der Assassine konnte nur dank seiner Reflexe gerade noch die Schwertstreiche der Adjutanten abwehren, bevor er zu Geschnetzeltem verarbeitet worden wäre. Angesichts der Lage zündete der Assassine eine Rauchbombe und nutzte die kurze Verwirrung um zum Balkon zu rennen und auf eines der Nachbardächer zu fliehen. Was er jedoch missachtet hatte, war die etwas mitgenommene Katze, die sich an seinem Mantel festgekrallt hatte.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 4.3. Sand so weit das Auge reicht   Fr 7 Okt 2016 - 23:49

"Nimm das, Feigling!", war der letzte Schrei den der Attentäter zu hören bekam bevor ihn eine Wasserflasche traf und zerbrach. Er lachte erst noch, doch das plötzliche Miauzen eines kleinen Kätzchens, welches sich rasend schnell zu einem bedrohlichen Brüllen einer Raubkatze umschlug ließ ihm die Sprache verschlagen. Er kreischte nur noch: "Was ist das?" und die Klauen einer Raubkatze größer als ein ausgewachsener Grizzly bohrten sich in sein Fleisch, doch es war unmöglich für ihn sich wieder zu fassen. Vor seinen Augen schien die Katze nicht aufzuhören mit dem rasenden Wachstum und er wurde schließlich von dem gigantischen Biest zerdrückt wie eine Fliege. Fetzge stand stolz über den zerquetschten Überresten des Assassinen und blickte nach Shilgaz. Trotz der Größe noch flink huschte sie auf ihn zu und schrumpfte zurück zur alten Gestalt. Erst jetzt bemerkte Shilgaz, dass Haizgil nie fort war, sondern seelenruhig auf dem Dach saß und dem Treiben zugesehen hatte: "Gut gemacht, mein junger Freund! Sehr gut gemacht! Hoff ich mal, dass du deine Fähigkeiten irgendwann mal austrainierst! Nicht viele sind Meister von Eidolons!".
"Was sind Eidolons? Fetzge ist doch nur eine Katze!" "Glaub mir Shilgaz, Fetzge war schon seit deiner Geburt immer da!" Shilgaz dachte kurz nach, dann musste er zustimmen: "Ja, sie war schon immer da!" "Siehst du! Normale Katzen wachsen und bleiben keine Kätzchen bis zum Sankt-Nimmerleinstag. Würde mich nicht überraschen.", sprach Haizgil und gab die nun wieder kleine Fetzge hoch und gab sie an Shilgaz zurück: "Ich will euch beide als meine persönlichen Adjutanten! Legt euch wieder schlafen! Ab morgen ist Krieg!"
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