Legends of Irathar

Mysterien und Legenden von Irathar
 
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 5.3.Der Fisch stinkt

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Bestie von Argh
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BeitragThema: 5.3.Der Fisch stinkt   So 25 Sep 2016 - 22:38

Jakob Wener stand unruhig in einer Höhle irgendwo auf Gaia. Ein kleines Labor war hier aufgebaut worden und nebenan in einer anderen Kammer war ein kleines Krankenzimmer. Die meisten Zimmer seiner Mitstreiter waren derzeit leer und er hatte sich bereits beim Durchdenken seiner nächsten Pläne mehrfach in den Zeigefinger und Daumen gebissen. Der Schmerz betäubte sein Gefühl der Hilflosigkeit, welches ihm nun bereits seit fünfhundert Jahren verfolgte. Marandirs Plan am Turm war trotz seiner Niederlage ein Erfolg gewesen und nach dem Tod der Drachen war es nur noch eine Frage der Zeit bis Rockas Bann auf Marandir aufriss und den mächtigen Magier in die Freiheit entsandte.
Seine Rippen schmerzten noch vom Kampf mit Numsgil, welcher wie seit jeher Angst vor ihm hatte. Er bereitete eine kleine Spritze mit einem Betäubungsmittel vor und applizierte sie vorsichtig an einzelne Stellen an den Schnittwunden. Es war Zeit die Wundnähte auszubessern und neu zu vernähen. Immerhin hatte das neuste Elixir wirklich die Desinfektion und Regeneration deutlich verbessert und zumindest diesmal würden keine Narben bleiben.
Berenice betrat den Raum. Sie hatte eben noch Ralf Metum im Krankenzimmer versorgt und Wolfs Brandwunden desinfiziert. "Nana ist immernoch nicht zurück. Ich mache mir wirklich Sorgen, Jakob!", sprach sie und stellte eine Tasse Tee auf den Studientisch, welcher im Moment von drakonischen Schriften in dreifacher Buchstapelhöhe belegt war: "Sie sollte nur mit Talev und dem Söldner das Elysium Portal im Innersten des Allerheiligsten zerstören, aber es sind bereits zu viele Stunden vergangen. Sag mir das Marandir nicht dort war! Er wird sie alle getötet haben!". Man konnte eine Schere in Alkohol getränkten Stoff zerschneiden hören und das streifende Geräusch eines flinken Arztes der einen Verband anlegt. Erst danach zog sich Jakob Wener wieder ein dünnes Gewand an und legte seine Arme um Berenice: "Mach dir keine Sorgen um unsere Tochter! Das ist mein Teil der Familientätigkeiten!" "Bitte, Jakob! Wir haben bereits zu viele Leute in den letzten füfnhundert Jahren verloren und wir kennen nicht unseren Feind. Es ist unmöglich Tessar. Das hätten wir gewusst!", flehte sie ihn an, doch er behielt seine Ruhe für sich und antwortete: "Es ist wie immer! Wir wissen nicht wer es war! Yurin beobachtet uns regelmäßig, aber er würde niemanden ohne gehörigen Grund ermorden!". Er löste erst jetzt seine Umarmung und ging zu seinem Tee. Langsam hob er ihn an und roch erst einmal daran. Gaia hatte wirklich den besten Tee von allen Welten. "Ich habe gestern nochmal das verschwinden der Drachen untersucht. Keiner der anderen freien Weltenwanderer weiß wo die Schlacht stattgefunden haben soll!". Man konnte das Schlürfen des Tees von den Höhlenwänden reflektiert hören. "Aber die freien Weltenwanderer leiden alle unter plötzlichem Verschwinden ihrer Brüder und Schwestern. Jedoch verschwinden immer nur einzelne. Wenn Nana und Talev verschwinden, dann ist das untypisch. Leider kann ich die Gotttreuen nicht so einfach fragen.". Er seufzte.
Ohne sich auf irgendeine Art sicher zu fühlen verließ Berenice den Raum und zog sich zu ihrem Bett zurück. Er hingegen wanderte rüber zu seinem Labortisch und wühlte durch die kleinen in allen Farben des Regenbogen gefüllten Fläschchen und Phiolen und zog einige leere Flaschen hervor. Mehrere große Kocher waren fertig und Jakob füllte einen großen Destillator mit einer der Flüssigkeiten, während er eine andere in den Destillator nur in kleinen Mengen pipettierte.
Er war sichtbar zufrieden mit dem Ergebnis einer Flüssigkeit und verteilte sie großzügig über seine Schwerter, worauf sie begannen kaum sichtbar wieder zusammenzuwachsen. Bevor er den Raum verließ ergriff er einen kleinen Dolch vom Studientisch und packte eines der Bücher in eine kleine Reisetasche.
"Ich muss den neuen auf der Sternentreppe folgen. Numsgil hat viele Freunde und wenn ich ihn nur überzeugen kann, dann kann ich auch die Gotttreuen erreichen!", sprach Jakob zu Berenice beim Passieren ihres Bettzimmers und verließ den Unterschlupf.
"Was macht Jakob?", fragte Wolf, doch Berenice antwortete nur kurz: "Er ist wahnsinnig! Er wird nicht zurückkommen! Niemand kommt alleine zurück."


Zuletzt von Bestie von Argh am Mo 1 Mai 2017 - 22:38 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Do 29 Sep 2016 - 21:31

Jakob rannte durch den Wald von Gaia so schnell es ging. Er musste Numsgil noch vor der Sternentreppe erreichen und mit ihm sprechen, denn auf und hinter der Sternentreppe war er nicht willkommen. Die Götter hassten ihn für seine Zusammenarbeit mit Tessar vor tausenden Jahren bevor Irathar überhaupt von intelligenterem Leben bewohnt war. Er hatte Tessar Thalatels Plan der Vernichtung der Götter vorangetrieben und Waffen versucht zu entwickeln um Götter zu verwunden. Nur wenig war von Erfolg beschienen, darunter Shar'Jire, eine Waffe die sich immer perfekt an ihren Besitzer anpasste und außerdem Götter verwunden konnte. Marandir hatte einige Kreaturen, welche mit der Energie der Waffe erschaffen worden waren nach Thalatels Tod zu sich genommen. Jire'Shar war das Ergebnis nach Marandirs Weiterforschung und weit perfekter als die Anfänge von Weners Forschung, doch war sie instabil. Wener hatte Pläne, aber keine Forschungslabore um sie umzusetzen.
Doch trotz allem war er kein Feind der Weltenwanderer und Sterblichen. Ganz im Gegenteil war er ein Freund der Völker und der Wissenschaft. Lediglich die Götter hasste er für ihre ignorante Existenz.
Es fiel ihm schwer zu glauben, dass die Götter und die Gotttreuen hinter den toten Weltenwanderern steckten, aber es blieb sonst niemand. Genauso blieb niemand, der den vorgetäuschten Krieg im Süden, plötzlich zielsicher mit dem Norden verknüpft haben könnte.
Er hatte viel geplant und Kriege vorgetäuscht um von seinen Aktionen abzulenken, doch jemand hatte von hinter der Bühne die Fäden in der Hand, ein Puppenmeister, welchen niemand mehr erwartete.
Es zischte und Jakob hatte das Aufblitzen der Klinge aus dem Hinterhalt zu spät gesehen. Der Hieb schlitzte seine Kehle bis auf die Halswirbel auf und ließ in Blut gurgelnd zu Boden gehen. "Er war tatsächlich so aufgebracht, dass er uns nicht bemerkt hat! Ich hatte ernsthaft mehr erwartet!", hörte man die Stimmen von mehreren verhüllten Gestalten sprechen, wobei ihre Sprache uralt war. Eine Mischung aus Drakonisch und den Elementarsprachen der Ebenen, welche beinahe ausgestorben waren. Sieben Mann kamen aus ihren Verstecken hervor und steckten gelangweilt und enttäuscht ihre Waffen in ihre Holster und Taschen.
"Dann können wir jetzt problemlos die anderen in der Höhle vernichten und zuletzt die neuen auf der Sternentreppe abfangen. Numsgil ist eingerostet. Entsprechend werden wir von nun an keine Mühe mehr haben!", sprach einer der Angreifer und blickte zu seinen Kumpanen als eine Dolchklinge durch die Rückseite seinen Schädels stieß und durch sein Auge wieder austrat. "Ihr Narren seid zu schlecht informiert!", zischte Jakob Wener als der erste tot zu Boden sank: "Ich bin kein geringer Weltenwanderer!". Schon stand er zwischen den nächsten Angreifern und schnellte rasend schnell zwischen ihnen durch. Die Wunde an seinem Hals war bereits vollständig geheilt und sämtliche Angreifer kampfunfähig. Lediglich einer von ihnen lebte noch und Jakob riss ihm den Schal aus dem Gesicht. Es war ein niederer Weltenwanderer. Er kannte ihn nur zu gut. Ein Nichtsnutz und Feigling, jedoch nicht mehr als ein Befehle ausführender Idiot. Jakob Wener trieb seinen Dolch durch den Schädel des Überlebenden und setzte seinen Weg fort.
Noch im Rennen machte er Notizen um seine Nachforschungen zu verifizieren. Die Sprachen waren ein weiterer Hinweis um ihren Auftragsgeber zu identifizieren.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Fr 30 Sep 2016 - 16:58

In diesem Moment hing alles von ihm ab. Der Feind wusste von ihrer Höhle, aber er war schlecht informiert. Die Angreifer waren allesamt extrem junge und unerfahrene Weltenwanderer, weshalb Berenice, Wolf und Raluv (Ralf) vorerst noch sicher waren. Doch diese Weltenwanderer entstehen nicht aus dem Nichts. Es musste einen unbekannten Meister geben.

Inzwischen waren Numsgil, Wigurz und Godrik an der Sternentreppe angelangt. Tatsächlich war es jedoch nur eine zerfallene Ruine aus weißem Marmor, welche keiner anderen Architektur von Gaia entsprach. Genau in diesem Moment traf Jakob Wener ein. "Numsgil, bitte hör mir zu!", sprach er: "Ich weiß ihr Gotttreuen hasst mich und meine Pläne, aber mein Wille um das Werben deiner beiden Gefährten geht einen anderen Weg...". Weiter kam Jakob nicht, da Numsgil ihm bereits ins Gesicht gesprungen war und ihn mit einem einzigen Tritt mehrere Meter zurückwarf. Numsgil zog seine beiden Klingen und machte sich bereit, aber Jakob dachte nicht daran ihn anzugreifen: "Du hängst an den Göttern so sehr, wie ich an ihrem Niedergang, aber dieses Mal geht es um mehr!" "Schweig Jakob, deine gesamte Existenz sprach Jahrtausende die selbe Sprache und nun jagst du Tessar von allen Fronten auf Irathar! Verschwinde oder einer von uns wird unausweichlich den Todesgott grüßen müssen!", konterte Numsgil und setzte einen Fuß um. Jakob stand unbewaffnet vor ihnen und redete geduldig ihnen zu: "Du weißt wie viele mir einst folgten. Von uns sind nur noch sechs am Leben. Der Rest wurde innerhalb der letzten fünfhundert Jahre umgebracht. Teilweise uralte Weltenwanderer starben durch unbekannte Angreifer, während sie sonst alleine bereits Armeen entsprachen. Jemand jagt Weltenwanderer und nutzt dutzende junge Weltenwanderer dazu. Wie viele von...". "Niemand will euch und eurer ekelhaften Crew von Gottesfeinden helfen. Jeder hat genug von dir und deinen Weltverbesserern!". Jakob zog das Buch seiner Nachforschungen hervor und hielt es am ausgestreckten Arm zu Numsgil, doch auf ein kurzes Sausen fiel sein Arm auf den Dschungelboden. Numsgil stellte sich auf den Arm und trat das Buch in den Dschungel: "Lass deine Büchlein bei dir! Jaköbchen! Du bist Dreck und wirst wie Dreck sterben. Keine deiner Floskeln wird mich unachtsam werden lassen!". Langsam Schritt Numsgil in die Ruinen. Wigurz und Godrik standen bereits in ihnen und Numsgil fehlte nur noch ein letzter Schritt.
Jakob hatte nicht einmal geschrien als er seinen Arm verlor. Er sah die drei Gefährten an und versuchte sein letztes Glück: "Es werden jeden Tag mehr Güter nach Irathar auf magischen Wegen transportiert. Ich habe bereits mehrere Konvois beobachtet. Ich glaube sie gehören dem selben der uns jagt. Wir haben Baba Yaga nicht geholfen. Lediglich die Echsenmenschen machen Tumulte für uns. Der Krieg auf Irathar wurde nicht von uns ausgelöst. Der Angriff an der Bucht war unvermeidbar. Du hast unsere Sache auf Irathar gefährdet.".
Numsgil schüttelte nur kurz den Kopf und beendete seinen Schritt: "Dann müssen wir zu den Göttern umso mehr!". Ein gleißendes Licht erfüllte die Ruinen und die drei Kumpel waren verschwunden.

Jakob blickte zu den Wolken am Himmel über den Ruinen und holte sein Buch aus dem Unterholz. Es war Zeit selbst nach Irathar zu gehen um sich auf den Krieg vorzubereiten. Wenn selbst Numsgil ihn nicht hören wollte, dann musste er eben zwischen den Gotttreuen und dem unbekannten Feind stehen. Schlimmstenfalls musste er Marandir selbst Angesicht zu Angesicht gegenüber treten.

Als das Licht wieder verschwunden war, fanden sich Wigurz, Numsgil und Godrik in einem prachtvollen Marmor Palast, ähnlich der Ruine auf Gaia, doch führte eine riesige Treppe zu einem noch viel gewaltigeren Palast nach oben. "Das ist doch nicht der Rede wert!", sprach Wigurz und wollte sich wieder einmal wie ein Komet durch die Luft schießen, doch ein niedriger Celestischer stellt sich in ihren Weg und begann zu sprechen: "Willkommen in der ersten von hundert Prüfungen! Verzeiht mir den Verlust eurer Kräfte, aber jeder angehende Herold am heiligsten Platz der Anwärter startet mit den selben Chancen! Wir wünschen euch viel Erfolg! In den letzten Jahrtausenden gab es keinen Anwärter mehr und wir brauchen wohl nicht zu erwähnen, dass wir sehr gespannt sind auf eure Leistungen."
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   So 2 Okt 2016 - 0:17

"Du lässt ihn in einem Stück weggehen? Du hättest das nicht jetzt gleich auf der Stelle beenden können? Die Schlangenmenschen hätten sich dir bestimmt erkenntlich gezeigt, nachdem was die Echsen unter dem Kommando von diesem Jakob angerichtet haben!", bemerkte Godrik, als Numsgil zu ihnen in die Ruine aufschloss . Der Zwerg war kurzzeitig geblendet als das helle Licht die Ruine erfüllte und keine freie Sicht zuließ.
Als das gleißende Licht nachließ, war Godrik mehr als nur erstaunt über die fabelhafte Architektur der göttlichen Sphäre. "Ganz schön schön hier! So wollen wir die Stufen erklimmen!"; schlug der Zwerg vor, als der Weg durch das celestische Wesen versperrt wurde. "Entschuldigt bitte die Frage, aber wie sehen die Prüfungen denn konkret aus? Müssen wir einen Mantel über den Abgrund spannen wie Iomedae - oder ein paar fanatische Ketzer und ihre monströsen Haustiere im Namen eines Gottes töten? Den Baum der endlos nachwachsenden Äpfel leer pflücken? Oder müssen wir die Prüfungsanforderungen etwa auf eigene Faust herausfinden?", fragte der Zwerg unwissend.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Mo 3 Okt 2016 - 22:33

"Jakob ist komisch! Deshalb...", sprach Numsgil und ignorierte den Göttlichen: "Los Kumpels die Treppen warten nicht ewig auf uns!". Er trampelte einfach los und machte sich daran die erste Treppe zu besteigen. "Einen Moment! Wollt ihr denn nicht eure Aufgabe wissen?", rief der Göttliche ihm hinterher, doch Numsgil ignorierte ihn und machte bereits erste Schritte an der Treppe.
Wigurz dachte nicht lange nach und rannte ihm hinterher um zu ihm aufzuschließen, wobei er ein paar Mal nochmals nach dem Wesen sah, welches versucht hatte sie zu empfangen.
Das Wesen freute sich jedoch deutlich sichtbar als Godrik stehen blieb und tatsächlich mit ihm sprach: "Das kann ich euch nicht einmal sagen, denn jede Prüfung ist anders und auf der ersten Stufe gibt es keine Prüfungen, lediglich Orte um sich für den Aufstieg zu stärken!".
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Di 4 Okt 2016 - 21:37

"Na dann danke für den Hinweis! Wir sehen uns später dann wohl wieder! Bis dann!", verabschiedete sich Godrik und ging die ersten Treppenstufen hinauf, wenn auch Numsgil und Wigurz schon einen großen Vorsprung hatten. Während Godrik die Stufen hinaufstieg bewunderte er die wunderbar schöne Architektur der Pavillons, die zu Hunderten auf weißen Wolken in der Luft flogen und dennoch über Treppen mit den Pavillons auf dem Boden verbunden waren.
Der Zwerg grübelte darüber worin wohl die Stärkungen bestanden, die sie für den Aufstieg vorbereiten sollten. Godrik war schon gespannt welche Prüfungen auf sie warteten, als er langsam zu Numsgil und Wigurz aufschloss.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Mi 5 Okt 2016 - 23:07

Mit jeder Stufe wurde der Aufstieg schwieriger. Es schien sogar so, als ob die Stufen vor ihnen zum nächsten Palast mehr würden. Während Numsgil noch mit relativer Mühelosigkeit weiterstapfte, saß Wigurz bereits zur Rast auf einer der Stufen. Er keuchte schwer, wie schon lange nicht mehr. Sein Feuer war hier erloschen und die Stufen schienen alle körperliche Kraft mit jedem Schritt zu entziehen. Langsam wurde es Numsgil zu bunt. Er drehte sich um und blickte die Treppe herab. Er stand tatsächlich bereits so weit oben, dass es lediglich ein weiterer Schritt zum nächsten Palast sein würde, aber an der Anzahl der Stufen vor ihm hatte sich nichts geändert. Jede erklommene Stufe schien eine neue Stufe auf den Weg zu bringen und Numsgil begann nachzudenken. Die Prüfung kam ihm bekannt vor und irgendwo in seinem kleinen Goblinhirn musste diese Prüfung noch stecken.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Di 11 Okt 2016 - 14:28

"Ihr seid aber auch weit weg!"; murrte Godrik, der sich fühlt als hätte er fünf Tage nicht geschlafen. Obwohl er gefühlte tausend Stufen gelaufen war, kam er Wigurz und Numsgil einfach nicht näher. Zudem schien mit jeder Stufe jeder Schritt schwerer zu werden, sodass Godrik sich schließlich auf einer Stufe niederließ um durchzuatmen.
"Irgendetwas stimmt hier doch nicht!", rief der Zwerg den beiden Goblins zu. "Dieser Engel hat irgendetwas von Orten gesagt, die uns für den Aufstieg stärken sollen, aber wo sollen die sein?", fragte Godrik und schaute umher. Außer der Treppe konnte er nicht viel ausmachen zwischen all den Wolken.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Do 13 Okt 2016 - 22:16

"Ich hab die Schnauze gestrichen voll!", brüllte Wigurz plötzlich, rannte die Treppe herab zum göttlichen Wesen und trat es in den Hintern, dass sich seine Hörner in die Marmordecke des Überdaches bohrten. Es war Numsgil der ihn zu Boden riss und am Kragen zurück zu den Stufen ziehen wollte, doch er sah von Unten die Stufen hinauf und konnte nur Godrik in der Mitte der riesigen Treppe sehen. "Wir waren doch in der Mitte!", Sprach Numsgil und blickte zwischen Godrik und Wigurz hin und her und anschließend wieder zu dem göttlichen Wesen welches unbeschwert und heiter sich vom Boden aufrichtete und die Kleidung zurechtrückte. "Kuchen!", rief Wigurz auf und rannte wie eine Rakete seiner Nase nach. Tatsächlich befand sich in einem Raum eines riesigen Pavillons des Eingangsbereichs ein Raum voller Annehmlichkeiten, wie heiße Handtücher, wohlriechender Kuchen und duftende Tees und exotische Früchte. Es dauerte nicht lange und die Goblins saßen laut schmatzend und wild schlürfend an einem kleinen Tischchen und lachten über allte Heldentaten und lustige Unfälle ihrer Artgenossen. Es war schließlich Wigurz der den Raum verließ um Godrik zu holen, aber er konnte außer einem anderen Celestischen auch keine Treppe mehr finden. Es gab nur ein Portal, welches von den drakonischen Runen: "Zu Höherem" umschrieben war. Letzten Endes blickte er zum ehemaligen Eingang und erblickte die Treppe unter sich, wo Godrik immernoch schnaufend auf der Treppe saß, jedoch ging die Treppe nun abwärts. "Numsgil! Die Treppe ist besoffen!". "Was, Wigurz? Die Treppe sauft den...Donner und Doria! Ich erinnere mich!", sprach Numsgil überrascht: "Ich kann mich nicht erinnern, weil ich mich damals von Anfang an zur zweiten Stufe durchgefressen hatte..."
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Sa 15 Okt 2016 - 19:13

"He wie kommt ihr da hoch?", fragte Godrik verwirrt. Dann erinnerte er sich aber, dass Wigurz und Numsgil in dem Pavillon am Fuß der Treppe verschwunden waren und nicht zurückgekommen waren.
"Nicht bewegen! Ich bin sofort bei euch!", rief Godrik den beiden Goblins zu, als Numsgil die Lösung der ersten Prüfung verriet.
Schnell rannte der Zwerg die Stufen hinunter und bemerkte wie die Kraft wieder zurückkehrte. Noch mehr Kraft schöpfte der Zwerg allerdings im Angesicht eines gedeckten Tisches mit Schinken, Brot, Obst, Met und Starkbier. Nach einem ausführlichen Mahl kam der Zwerg mit gefülltem Magen an der selben Stelle heraus, wo auch schon Wigurz und Numsgil waren.
"Dann lasst uns weitergehen!", schlug Godrik vor und schritt durch das Portal. Als er auf der anderen Seite des Portals herausging, traute der Zwerg seinen Augen nicht. Sie waren in einem wunderschönen Garten, in dem sich drei hoch gewachsene Apfelbäume befanden. An den Füßen jedes Baumes befand sich ein großer geflochtener Korb. Der Zwerg hatte schon so eine Vermutung worauf diese Prüfung wohl hinauslaufen könnte.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Mo 17 Okt 2016 - 21:49

"Das ist easy!", brüllte Numsgil vor Freude und man sah die göttlichen Wesen im Raum schon dem letzten der drei Apfelbäume zur Hilfe rennen, damit wenigstens dieser Baum nicht zu Feuerholz verarbeitet wurde. Numsgil hatte so schnell alles umgeholzt, dass alle Versuche ihn zu stoppen gescheitert waren. Er schmiss nun die Äpfel von den gefällten Bäumen in die Körbe, wobei Wigurz laut lachend dem Treiben zu sah: "Godrik, ich glaube da hat jemand noch nie einen zweiten Anlauf gebraucht um die Lösung zu finden!".
Tatsächlich trösteten zwei der Wesen ein drittes, welches offensichtlich der Gärtner des göttlichen Apfelhains war. Wigurz kramte in seinen Taschen und zog einen Beutel mit Samen aus Narwesa hervor: "Sind zwar keine Äpfel, aber die gedeihen auch sehr gut". Es waren nur wenige Minuten bevor die Drei weitergingen, aber was im Obsthain noch geschah ist genug Stoff für eine weitere Geschichte über göttliche fleischfressende Mörderranke. Es sei nur soviel gesagt: es starben viele "Helden" an dieser neuen zweiten Prüfung und der Gärtner musste nie mehr weinen.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Di 25 Okt 2016 - 1:46

"Wenn alle Prüfungen so einfach sind, sind wir ja spätestens heute abend oben angelangt oder nicht?", fragte Godrik, nach dem die Prüfung des niemals-leergepflückten-Apfelbaumes auf neuwertige Weise gelöst worden war. "An wieviele Prüfungen kannst du dich noch erinnern, Numsgil? Wird ja anscheinend ein Spaziergang werden", freute sich der Zwerg wagemutig.
Zusammen mit Wigurz und Numsgil durchschritt Godrik das Portal zur nächsten Prüfung, unwissend was sie als nächstes erwarten würde.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Di 1 Nov 2016 - 22:56

Nur knarzend und mit viel Mühe öffnete sich die verstaubte Tür direkt hinter dem Portal zur nächsten Prüfung. Hier war nichts anderes als eine riesige Ruine einer Godrik nur allzu bekannten Stadt zu sehen. Die gesamte Stadt war geschliffen und zahlreiche Orks plünderten noch die zerfallenen Gebäude des ehemals so glorreichen Keresgarth. Doch die Stadt die man hier sah war das alte Keresgarth aus der Zeit des Rates. Wigurz und Numsgil sahen sich bereits um und taten ihr bestes Godrik verschwinden zu lassen. Überall sprangen die niederen Orkkrieger umher und es dauerte nicht lange bis ein Ork auf die drei seltsam bekleideten Gestalten aufmerksam wurde. Er sah etwas verwirrt aus und zweifelte noch ob er zum Alarm schreien sollte.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   So 6 Nov 2016 - 21:29

Godrik überlegte einen Moment überrascht, als er bemerkte, dass ein Orkkrieger sie entdeckt hatte. Er wunderte sich sowieso wie eine Kopie eines Keresgarths, dass es nicht mehr gab, mitsamt plündernden Orkkriegern hier nach oben gekommen war. Der Zwerg improvisierte und schubste Numsgil weg von sich auf den Boden. "Nimm deine dreckigen Pfoten von mir elendiger Goblin! Niemals werde ich euer Gefangener sein!", rief Godrik im besten Zwergisch und versuchte eine glaubwürdige Flucht vor seinen goblinischen Häschern vorzutäuschen.


Zuletzt von Godrik am Fr 18 Nov 2016 - 11:16 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Di 15 Nov 2016 - 17:27

"Alarm! Es gibt noch Überlebende!", brüllte der Ork und zog ein Signalhorn hervor: "Ein Zwerg und zwei garstige Goblins sind noch hier!". Er versuchte zu tröten als ein orkischer Wurfspeer durch das Horn und seinen Hals flog. "Los! Ich weiß nicht wie wir hier wieder rauskommen oder was die Prüfung ist, aber meine Fertigkeiten wurden mir nicht durch die Antimagie in den Prüfungen geklaut!", sprach Numsgil und zog ein Kurzschwert aus dem Gürtel des Orks und nahm mehrere Wurfspeere dem Ork ab. Es wurde lauter in der geschliffenen Stadt und das Trampeln vieler Orks wurde lauter und lauter.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Fr 18 Nov 2016 - 11:22

Godrik sah ein, dass die Finte mit der inszenierten Flucht wohl keinen Sinn gemacht hatte. Deshalb folgte er nun Numsgil und schaute sich um ob brauchbare Waffen auf dem Boden zu finden waren. Als das Trio an einer eingestürzten Taverne vorbeikamen, wurde Godrik fündig. Großzügig bediente sich der Zwerg an Schwert und Schild eines vom stützenden Dachbalken erschlagenen Ritters.
"Was auch immer die Prüfung sein soll - Ich bin bereit einige Orkschädel einzuschlagen!"; entgegnete Godrik kampfesmutig, als auch schon das orkische Empfangskomitee erschien.
Mit lautem Gegröhle sprangen die Orkkrieger keulenschwingend in die Ruine der Taverne und versuchten das Trio niederzuprügeln.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Sa 19 Nov 2016 - 22:12

Ein Wurfspeer Numsgils brachte einen der Orkkrieger zu Fall und sein Schwert machte den Rest. Der Ork, der seinem Kameraden zur Hilfe sprang wurde von Wigurz zum Stolpern gebracht und nach seinem Sturz mit einem von Numsgils Dolchen abgestochen. Ein weiterer Ork rannte auf Godrik zu, doch blendete plötzlich ein bläuliches Licht die Anwesenden in der eingestürzten Taverne. Numsgil blickte an seinem Körper herab und begann den Kopf zu schütteln: "Nein! Nein! Nein, nein, nein, nein und nochmals nein!". Er wirkte gar nicht zu frieden. "Das geht nicht! Bitte nicht! Ich hatte es doch unter Kontrolle! Ich will nicht wild durch die Zeit geistern!". Wigurz sprang zwischen Godrik und Numsgil und Godrik und zischte durch seine gefletschten Zähne: "Diesmal gehst du nicht alleine!".
Es klang wie ein dumpfer tiefer Schlag.
Ein kräftiger Sog zog an jeder Zelle von Wigurz Körper und Gerüche fremder Welten streichelten seine Nase. Es war unglaublich als Wigurz aus dem Diesseits gerissen wurde. Er spürte Numsgil und Godrik noch immer in seinem Griff und jetzt da sie fort von der Welt der Götter und ihren Prüfungen waren, spürte er auch seine Magie zurückkehren. Sie waren in diesem Moment in der Astralebene, doch sie wirkte noch extrem lebendig und wild. Es schien als wäre die Magie allgegenwärtig. Er kannte dieses heimische Gefühl und sofort brach er durch den Sog wie ein flammendes Geschoss, doch kaum dachte er es geschafft zu haben, wurden sie alle auch schon erneut ergriffen. Er blickte zu Numsgil und sah das dieser bewusstlos war. Wigurz ergriff ihn und rüttelte ihn erst und schlug ihm wegen mangelnden Erfolgs mehrfach ins Gesicht. Erst als Numsgil nach mehreren Schlägen zu sich kam endete der Sog und sie trieben schwerelos in der Astralebene. Sofort schnappte Wigurz Numsgil und schoss zurück um Godrik zu finden den er bei diesem Manöver losgelassen hatte. Tatsächlich fühlte er Godriks psionische Macht schon bald wieder und folgte ihr, doch dauerte es eine ganze Weile bis sie den Ursprung gefunden hatten. Man konnte an diesem Ort laufen, aber es war keine Welt, sondern ein Palast aus reinem Willen geformt. Wigurz blickte um sich und schauderte. Er war hier einst vor über fünfhundert Jahren als er in der Astralebene verloren ging. Godriks Macht strahlte hier unvergleichlich stark, wie er es noch nie gefühlt hatte und doch hatte er sie damals schon gespührt. "War das auch schon Godriks Macht die ich damals hier um mich fühlte?", fragte Wigurz verwirrt und Numsgil antwortete neckisch: "Genau! Zu Zeiten als Godrik noch nicht einmal wusste was richtige Macht ist!". Ungeduldig riss Numsgil die Türe auf und trat ein. Das Anwesen war sehr geräumig im Inneren und in der ersten Kammer flog bereits ein flammendes Feuerwesen umher, welches keinem Drachen oder Phoenix wirklich glich. "Numsgil!", sprach Wigurz: "Kneif mich! Ich glaub ich Träume!". "Is was mit dem Feuervieh?", fragte Numsgil skeptisch und Wigurz antwortete abrupt: "Das ist mein Eidolon! Das ist Pyrax...". Bei diesen Worten flog das Eidolon laut kreischend davon, wobei Wigurz rasch und ohne Rücksicht auf seine Umgebung folgte. Er rannte durch mehrere Korridore und Hallen und hielt plötzlich an als er in einer anderen Eingangshalle den Bewohner erblickte und einen jungen Waldgoblin, welcher sich artig bei einem alten in Roben gewickelten Eremiten bedankte: "Ich kann euch überhaupt nicht genug danken! Ich werde eure Worte und diesen Wunsch gut bewahren. Ohne euch hätte ich nie eine Chance gefunden diese Ebene zu verlassen.". Das Eidolon stand bereits in der Tür und verließ mit dem kleinen Waldgoblin das Anwesen. Ein rauchender Feuerblitz warf sie zurück in die Realität von Irathar.
Wigurz konnte es kaum fassen. Er kannte den Eremiten nur zu gut, doch war sein Freund nun mehrere Jahrtausende älter, mächtiger und weiser. "Du bist es nicht wahr!? Du warst es die ganze Zeit! Godrik altes Haus.", sprach Wigurz den Eremiten an, worauf dieser seine Kapuze abzog und mit weißem Haar und Bart mit überraschend junger Stimme antwortete: "Ihr habt verdammt lange gebraucht! Mein so junger Freund!". "Ich habe Numsgil aufgehalten, aber dich dabei verloren gehabt! Verzeih mir!", sprach Wigurz und blickte auf die weiße alte Gestalt von Godrik, welche mehr Macht ausstrahlte, als jeder im Magierrat. Der Godrik, den er sah, war in den Reihen der Großen, wie Marandir oder Rockas.
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Godrik
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Mo 21 Nov 2016 - 22:43

"Schon längst verziehn! Ihr beiden habt euch ziemlich Zeit gelassen, aber in der Zwischenzeit war ich nicht untätig und habe ein wenig studiert. Wollt ihr vielleicht etwas trinken? Es war ziemlich langweilig die letzten Jahrtausende ohne Gesellschaft zu trinken. Der erste Humpen geht auf mich!", erklärte der gealterte Godrik und zeigte auf Bierfässer hinter einem Tresen, der sich just in diesem Augenblick aus dem Willen des Zwerges bildete. Er war identisch mit dem Tresen, den Godrik einst in Brunnthal sein Eigen genannt hatte.
Wie früher ging Godrik hinter den Tresen und war Meister des Zapfhahns. In Windeseile hatte jeder der beiden Goblins einen gut gefüllten Bierhumpen vor seiner Nase auf dem Tresen stehen. Der Zwerg zapfte sich auch ein Bier und nahm einen kräftigen Schluck, bevor er sich an Numsgil und Wigurz wandte.
"Was sind eure Vorschläge wie es weitergeht, nachdem wir nun wiedervereint sind? Ich habe mich die letzten Jahrtausende dem Studium der Zeitreisen gewidmet, mit der Frage ob eine gelenkte Zeitreise in den Olymp der Götter möglich ist. Ich habe die Absicht das Ergebnis meiner Forschungen mit eurer Hilfe in einem praktischen Versuch zu testen, auf dass das zukünftige Irathar gerettet werde", erzählte Godrik von seinen Aktivitäten in Wigurz' und Numsgils Abwesenheit.
"Andererseits könnten wir die Zwischenzeit nutzen und mit dem Training fortfahren, Wigurz! Das letzte Mal war es dir sehr wichtig so schnell wie möglich nach Irathar zurückzukehren. Wir könnten also weitermachen und deinen Fähigkeiten noch ein wenig mehr Raffinesse geben", schlug der alte Zwerg vor und schritt in die Mitte des Saals. Schließlich blieb er stehen und krempelte die Ärmel der Robe nach oben. "Wir haben 500 Jahre Zeit!", sagte Godrik und winkte Wigurz herausfordernd zu sich.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Mi 23 Nov 2016 - 22:33

"Es scheint, dass du weißt wo wir in der Zeit sind, Godrik!", sprach Numsgil und nahm einen großen Zug vom Bier bevor er fortsetzte: "Da Wigurz gerade dein Anwesen verließ, muss das kurz vor unserem ersten Treffen gewesen sein. Deine geschätzten 500 Jahre sind da recht akkurat.". Wigurz nickte anerkennend und setzte sofort mit einer Frage nach: "Was hast du denn über die Zeit herausgefunden? Was können wir erreichen, oder was willst du erreichen?! Immerhin hast du Jahrtausende studiert!". "Auja, komm schon! Was hast du zu erzählen!? Weih uns ein!", begann Numsgil Godrik auszuquetschen. Ein Funke Wahnsinn war in den Augen der beiden Goblins zu sehen als sie mit feurigem Eifer Godriks Antworten erwarteten.
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Godrik
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Mo 5 Dez 2016 - 21:34

Godrik ließ die Ärmel wieder herunterfallen und verrenkte nachdenklich die Arme. "Nun, ich bin mir nicht sicher ob 500 Jahre ausreichen würden um alles zu erzählen was ich die letzten Jahrtausende studiert habe. Um es kurz zu halten: Ich habe versucht einen Weg zu finden auf Wunsch in der Zeit vor oder zurückzureisen. Mit voller Kontrolle über das wie und wann. Es war jedoch äußerst schwer überhaupt geeignetes Material zu finden, denn nicht viele Zauberer oder andere ähnlich talentierte Wesen haben sich je damit beschäftigt und ihr Wissen zugänglich gemacht. Mit dem was ich während dieser Studien erfahren konnte, hab ich dann versucht in Relation zu Numsgil zu setzen und wie wir seine unfreiwillige Gabe kontrolliert nutzen könnten. Ihr kommt daher gerade richtig, denn ich stehe kurz davor die Theorie in die Praxis umzusetzen. Ich kann zwar für nix garantieren, aber ich hoffe, dass ich mit meiner Vermutung Recht behalte!"; erklärte Godrik und gesellte sich wieder zum Tresen zu Numsgil und Wigurz. "Sag Bescheid wenn du bereit bist, Numsgil. Ich bin mir nicht sicher, aber es könnte weh tun, wenn wir beginnen!"; erklärte der alte Zwerg.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   So 11 Dez 2016 - 0:16

"Wie wäre es erstmal mit etwas zum Essen?", fragte Numsgil nach und fügte mit einem breiten Grinzen hinzu: "Mir scheint es ist etwas Zeit für Mampf verfügbar!". Wigurz begann bei diesen Aussagen bereits zu nicken und schwenkte seinen Blick herüber zu Godrik, wobei seine nachdenkliche Mimik tausende Bände sprach, bevor er überhaupt begann zu sprechen: "Wir können uns auch erst in Form bringen und dann unser Glück testen! Jeder von uns wäre damit wohl einverstanden!?". Numsgil zeigte mit einem Daumen deutlich nach oben: "Daumen hoch! Das hört sich doch spitze an! Na gut Ironie beiseite! Mampf, Trainieren, Kampf! Das ist der Weg für uns und du Godrik, du wirst mit mir an einem sicheren Ort trainieren bis wir meine Zeiteskapaden unter Kontrolle haben!" "Es könnte weh tun!", warf Wigurz dazwischen, doch wurde er von einem recht heftigen Schlag auf den Hinterkopf von Numsgil unterbrochen. Ein lautes "Au" folgte sofort und Numsgil setzte fort: "Ich kann mit Schmerz gut umgehen! Du meinst doch normalen Schmerz oder meinst du so wie die Knochenkette eines Knochenteufels direkt durch den A..." "Sowas in der Art!", warf Wigurz diesmal dazwischen und schubste Numsgil vom Barhocker und philosophierte weiter: "Wenn wir nun aber in die falsche Zeit reisen und uns damit selbst ins Flei...hahuiiiiii..." Wigurz flog mehrere Meter durch die Luft als sein Barhocker katapultartig durch die Luftschoss und Numsgil sich auf einem anderen Barhocker ausbreitete: "Mit der Feigennuss kommen wir nicht weit! Godrik sag mir einfach wie groß meine Überlebenschancen sind!". Diesmal war Numsgil voll dabei und der herbeigeflogene Barhocker schoss knapp an seinem Kopf vorbei, bevor er Wigurz aus der Luft schnappte, als dieser beim Versuch eines Sprungkicks auf Numsgil zusauste und mit einem lauten Scheppern zwischen den Bierkrügen landete.
"Also Godrik, wie sind unsere Chancen?"
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   So 11 Dez 2016 - 13:22

Godrik machte einen Schritt zur Seite, als Wigurz über den Tresen schlidderte, sämtliche Bierkrüge abräumte und mit einem dumpfen Aufprall und lautem Geschepper auf dem Boden zwischen den abgeräumten Bierkrügen aufschlug. Dies weckte einige Jahrhunderte alte Erinnerungen an eine Begebenheit, die sich so ähnlich in Godriks Wirtshaus in Brunnthal zugetragen hatte.
"Wenn meine Berechnungen richtig sind, liegen unsere Chancen ungefähr bei 60%, zumindest bis wir den Dreh raushaben und die Kontrolle perfektionieren können. Ich weiß nicht wie ich den Schmerz beschreiben soll, aber ich werde für das Expermient meine Psienergien in deinen Kopf leiten - je nachdem wie gut du es verträgst könntest du tot umfallen oder auch nur den Verstand verlieren", erklärte Godrik der Eremit.
"Aber lasst uns erstmal etwas essen, da bin ich ganz eurer Meinung!", bemerkte Godrik und schon saßen sie alle drei an einem gedeckten Tisch. Eine große gefüllte Pute lag in der Mitte des Tisches, umringt von mehreren Schalen Gemüse, Teigtaschen und anderen Beilagen. Zum Nachtisch gab es Kuchen und Obst, sodass kein Goblin mit leeren Magen ins Training gehen müsste.
"Etwas Musik vielleicht noch?", fragte Godrik und nachdem die Goblins zustimmend genickt hatten, erschien ein Halblingsbarde geformt aus Godriks Erinnerungen, der aussah und sich anhörte wie Janus Goldmann. So schlemmten der Zwerg und die zwei Goblins, während Janus ihnen die Ballade von Muragmar vortrug.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Mo 12 Dez 2016 - 16:45

"Der hat sich auch für immer zur Ruhe gesetzt!", kommentierte Wigurz das Abbild von Janus: "Ich war damals bei seiner Beerdigung. Guter Kerl und es ist extrem Schade, dass er sich für ein einfaches Leben entschieden hat." "Vielleicht ist er auch einfach weit schlauer...", warf Numsgil dazwischen und blickte auf Godrik, während er eine Teigtasche in den Mund schob: "Du..". Numsgils Schmatzen unterbrach mehrfach seine Aussagen: "...du meinst also...dass ich so bleibe wie jetzt oder du mein Hirn braten kannst? Hört sich nach den...alltäglichen Risiken eines Goblins an!".
Wigurz hatte sich inzwischen auf den Boden vor dem Abbild gesetzt und lauschte ruhig der Musik:"Schade, dass die Drachen fort sind. Sie würden diese Musik mögen!"

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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Do 15 Dez 2016 - 1:04

"So kann man es auch sagen!", entgegnete Godrik und lachte laut auf. Mit einer Hand zog er der Pute einen Schenkel ab und ließ sich das Fleisch schmecken. "Ich weiß noch ganz genau, wie der Muragmar aus Fleisch und Blut diesem Lied gelauscht hatte. Ich war selbst an Ort und Stelle anwesend. Mit dieser Melodie wird wahrscheinlich jeder noch so große Drache zu einem zahmen Kätzchen. Ich bedauere nur zu tief, dass der letzte Barde, den ich kannte, der diese Melodie zu spielen vermochte, leider nicht mehr in der Welt der Lebenden wandelt. Möge Janus auf ewig in Frieden ruhen. Sollte auch nur irgendeine Lichkönigin auf die Idee kommen ihn zu untotem Leben zu erwecken, werde ich ihr persönlich auf den Phylacter scheißen!"; schwor Godrik und kippte den zweiten Humpen Starkbier nach.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   So 18 Dez 2016 - 22:26

Nach dem ausgiebigen Essen saßen die Goblins mit dem Zwerg und gespannten Ranzen am Tisch und ruhten. Wigurz lauschte weiter eifrig der Musik des Abbildes des Halblings. Es vergingen über zwei Stunden so bevor Wigurz sich wieder aufrappelte und sich auf einen Verdauungsspaziergang aufmachte. Numsgil richtete sich auf und sprach mit Godrik: "Mein Kumpel, jetzt sag mir doch mal was du genau rausgefunden hast! Du willst mir erzählen, dass du durch alleine hier tüfteln soviel gelernt hast? Was genau hast du hier gemacht? Ich mag alt sein, aber ich spüre, dass hinter deinen Worten viel steckt. In meiner Tasche zuckt etwas vor Freude, was ich vor Ewigkeiten einem Psioniker abgenommen hatte. Es springt auf dich an, also will ich es dir geben, denn früher hat es dich immer ignoriert.". Er griff in seine Tasche und zog ein klingenloses Heft hervor. "Es ist ein Fokus! Eine Psionikerwaffe, welche es einem wie dir erleichtert, sich auf die eigenen Begabungen zu konzentrieren. Der letzte Besitzer nutzte es um eine formidable Klinge zu erschaffen!". Numsgil zeigte auf eine große Narbe, welche quer über seine Flanke ging und erzählte weiter: "Er schlug durch meine beiden Waffen als ich blockte und wäre ich ihm nicht an den Hals gesprungen und hätte seine schmächtige Kehle zerdrückt, wäre ich heute mit Garantie nicht hier!". Eine kurze Pause folgte. "Es reagiert auf dich, Godrik! Ich glaube in deinen Händen ist es besser aufbewahrt.", beendete Numsgil seine Worte und schob das gut gearbeitete Waffenheft zu Godrik, wobei der eingesetzte Stein stark flackerte und es stark zitterte.
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