Legends of Irathar

Mysterien und Legenden von Irathar
 
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 5.3.Der Fisch stinkt

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Godrik
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Mo 16 Jan 2017 - 23:27

Der Zwerg war schon ganz gespannt, was Numsgil da aus seinen Taschen ziehen würde. "Höchst interessantes Ding, dass du da hast mein werter Freund. Sowas hab ich ja noch nie gesehen!", entgegnete Godrik und wollte das Heft gerade in die Hand nehmen um es genauer zu untersuchen, als sich im Raum ein kleiner Riss öffnete, als hätte jemand einen Stück Papier zerrissen. Aus diesem stieg ein zweiter Zwerg, der Godrik verblüffend ähnlich sah. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Zwergen war, dass dieser neue Zwerg nicht aus Fleisch und Blut bestand, sondern lediglich aus purer Energie, die starke Ähnlichkeiten mit Godriks Psihammer hatte. Der Zwerg hatte einen großen Stapel Bücher unter seinen Armen und in einer Tasche die er über den Rücken geschultert hatte. Ohne die Anwesenheit der Goblins zu bemerken sprach er sofort drauf los:
"Mein Verehrtester, hier sind die neuen Bücher die du bestellst hattest.War gar nicht so einfach in all die Bibliotheken reinzukommen und das Zeug mitgehen zu lassen. Sogar was aus der Zukunft habe i...", erklärte der seltsame Godrik, als er das Heft bemerkte und sofort ins Stocken kam. "Grundgütiger, welch ein Prachtexemplar!"; sprach der zweite Godrik und krallte sich das Heft aus Numsgils Hand ohne nachzufragen.
"Hoppla, den hatte ich ganz vergessen zu erwähnen. Er ist hier einfach urplötzlich aufgetaucht, nachdem ich sehr lange Zeit in der Meditation verbracht hatte. Er hat sich mir selbst als Kirdog vorgestellt. Ein schrulliger Zwerg - manchmal legt er etwas seltsame Manieren an den Tag. Aber konnte sich sofort nützlich machen!", erzählte Godrik, während Kirdog ein Lob nach dem anderen über Numsgils Heftstein ausrief.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Mi 25 Jan 2017 - 23:21

"Godrik, was hat er gemeint von wegen Zukunft? Ich dachte für Zeitreisen brauchst du meinen verrückten Kopf?", fragte Numsgil und schaute Kirdogs begeisterten Ausrufen und Gestikulierungen zu.

Derweil fand Wigurz in der riesigen Villa einen Balkon, welcher direkt freien Blick auf die Astralebene gab und begab sich nach draußen. Wigurz fing an sich auf seine einfachsten Runen zu konzentrieren und wie ein Kinderspiel begannen die kleinen feurigen Runen vor ihm in der Luft zu schweben. Er ließ viele der kleinen Runen verschmelzen und riesige feurige Seiten aus flammenden Runen begannen sich vor ihm aufzutun. Er verstand noch immer nicht alles, aber er hatte sich das Studium nach dem Treffen mit dem Godrik aus der Zukunft zu Herzen genommen. Woher diese Seiten kamen wusste er nicht und auch Godrik hatte ihm damals keine Informationen zur Herkunft geben können.
"Wenn Pyrax früher ein Geschöpf aus meinen Träumen war, welches durch die arkane Magie zum Leben erwachte und Basis größerer Macht wurde, dann muss es doch möglich sein die Runen zur Erschaffung eines neuen Vertrauten zu nutzen!", dachte Wigurz laut nach und während er noch haderte machten sich die Runen selbstständig.
Wigurz bemerkte das Schauspiel rasch und versuchte es noch abzubrechen, doch war es bereits außer Kontrolle. Die Runen selbst hatten bereits einen Portalkreis gebildet und Energie und Macht der Elementareben begannen in die Astralebene zu fluten. Wigurz knirschte mit den Zähnen und versuchte mit all seiner Macht und Erfahrung das Portal zu schließen. Sein Unterbewusstsein hatte allen Anscheins nach andere Pläne, denn tief im Inneren erwartete er bereits, dass ohne mehr Macht dieser Konflikt nicht kontrollierbar bleiben konnte falls er nicht ohnehin schon verloren war.
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Godrik
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   So 29 Jan 2017 - 14:39

Während Kirdog das Heft noch genauer untersuchte und immer wieder lobende Zwischenrufe von sich gab, erklärte Godrik die Situation. "Ich schon - er aber nicht. Wie auch immer er das anstellt. Seit hundert Jahren macht er das schon, weigert sich aber vehement mir zu verraten wie er das vermag. Er ist der Meinung ich muss es selbst herausfinden, da es sonst viel zu leicht sei. Er war die letzten Jahrzehnte mehr als gespannt dich einmal zu treffen. Er hat auch einmal versucht dich in der Vergangenheit zu treffen. Aber jetzt da du hier bist, könnten wir auch gemeinsam versuchen ob wir ihm das Geheimnis nicht vielleicht entlocken können. Mit Wigurz an unserer Seite sind wir immerhin zu dritt, da wird er schon irgendwann auspacken. Nicht wahr, Wigurz?", erklärte Godrik und wartete auf eine Antwort.
"Wigurz?", fragte Godrik erneut und schaut sich im Raum herum. Von Wigurz fehlte in der Villa jede Spur.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Mo 30 Jan 2017 - 20:40

Je mehr er sich wehrte umso weiter riss das Portal zur Elementarebene auf. Es ging so weit, dass er vom Balkon nur noch die Elementarebene sehen konnte. Wigurz gab angesichts der Macht des Portals auf und schlagartig wuchs es auf die maximale Größe heran. Doch es blieb still. Keine wilden Meuten aus Feuerelementaren stürmte heraus, sondern eine etwa menschengroße Gestalt schwebte durch das Portal und ließ sich auf den Balkon neben Wigurz fallen.
Grazil und anmutig landete die Gestalt neben ihm und im selben Moment schloss sich das Portal.
Wigurz hatte eine ganze Meute aus kleinen Runen um seiner Hand entstehen lassen um sich im schlimmsten Fall zu verteidigen, doch zerbrachen diese plötzlich und die Gestalt lachte ihn aus. Es war ein ihm bekanntes Lachen.
"Du bist zu klein für Pyrax!", bemerkte Wigurz, doch er verschluckte sich fast an seiner eigenen Spucke als er eine Antwort bekam: "Und du eine zu große Heulsuse! Hast du wirklich geglaubt du kannst mich loswerden um dich nicht als Sklaventreiber zu fühlen? Ich musste dir auf deinem Egotrip so oft den Allerwertesten retten und endlich lässt dein Unterbewusstsein eine vollständige Verbindung zu.". "Papperlapapp! Das hab ich alles aus Respekt zu dir gemacht! Ich will doch keinen Sklavenvogel um mich haben und von seiner Energie zehren wie ein ausgedorrter Vampir!". Pyrax packte ihn am Arm und Wigurz kreischte vor Schmerzen auf: "Wie ich sehe kann der feine Magier sein eigenes Feuer nicht mal vor sich zurückhalten! Du musst es einfach verstehen und zulassen, dass wir beide ein und das Selbe sind! Du bist gewachsen, ja, aber ich bin weiter gekommen als du!". "Hau doch ab, Pyrax!", Wigurz stieß ihn davon und schrie ihn an: "Warum kommst du immer wieder zurück!? Ich wollte es alleine schaffen ohne jemanden dafür zu versklaven oder zu missbrauchen!". "Du Dumfug! Wir sind der selbe! Lass einfach zu, dass du und dein Eidolon eins werden. Du musst nicht nach den Sternen und weißerem oder hellerem Feuer suchen! Wer einen Weg braucht der ergreift das eigene Feuer und brennt sich seinen Weg frei!". Wigurz ging durch die Balkontür und schloss sie trotzig hinter sich.
In diesem Moment explodierte der Balkon und Wigurz wurde gegen die Wand gegenüber der Balkontür geschleudert. Pyrax griff Wigurz unermüdlich an. Nur knapp schaffte es Wigurz seinem Gnadenstoß auszuweichen weißes Feuer schlang sich wie Fesseln um den Körper seines nun humanoiden Eidolons. Pyrax hatte nun keine Ähnlichkeit mehr mit dem Wächter Narwesas den Morgenstern bei seinem Baum so gepflegt hatte. Sie blickten sich gegenseitig an, dann zerrissen die Fesseln.
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Godrik
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Do 2 Feb 2017 - 21:50

"Hast du bemerkt, wohin Wigurz gegangen ist?", fragte Godrik verwirrt den ebenso ratlosen Numsgil. Die fragende Stille wurde jäh unterbrochen als Kirdog seinem Schöpfer das Heft in die Hand warf und eine Lanze in seiner Hand formte, deren Spitze den Kristallen ähnelte, die der original Godrik seinen Feinden mit Vorliebe entgegenwarf. "Ganz schön heiß hier - haben wohl ungebetene Gäste mit feurigem Temperament!", stellte Kirdog ungewohnt ernst fest. Der Godrik aus reiner Psikraft sprang sofort los durch die Tür, noch ehe Godrik ihn hatte zurückhalten können.
"Ich habe kein gutes Gefühl. Wir sollten schleunigst hinterher, bevor er oder Wigurz noch etwas anstellen!", entgegnete Godrik und rannte hastig seinem Abbild hinterher. Der Zwerg bemerkte ebenfalls, dass es unüblich heiß geworden war. Gleichzeitig meinte er aber auch Wigurz' unverkennbare Stimme zu hören.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Do 2 Feb 2017 - 23:41

Wigurz blickte herab an seinen Unterarm. Schwerste Verbrennungen und teilweise Verkohlungen lähmten seine rechte Hand. Pyrax raste weiterhin mit ausufernden Angriffen Wigurz hinterher. Ihre Flammengeschosse prallten aufeinander, doch Wigurz rechter Arm war nutzlos. Er sprang öfters in Deckung nur um einige Sekunden später diese in einer lauten Explosion in tausend Fetzen zerspringen zu sehen. Unentwegt zeichnete er nun Rune um Rune bis er es wagte Pyrax in den Weg zu springen und rief: "Stop!". Ein Teppich aus Runen blitzte auf und erfüllte den gesamten Raum. Nichts bewegte sich mehr und selbst ein umgeworfener Blumentopf blieb im Fall stehen. Einzig Pyrax brach kaum eine Sekunde später schon frei von diesem Zauber.
"Was soll das werden? Du Feueraffe hast etwas anderes gelernt als jemanden zu brutzeln?", fragte Pyrax ungläubig und achtete nun mehr auf seine Umgebung. Wigurz lachte in diesem Moment nur kurz und begann auf drakonisch zu rezitieren während er mit der noch gesunden Hand Runen Befehle gab: "Shar Ken Rou Va'Shir Ka! Nierod men Kelerev!". Bei diesen Worten schossen bereits Ketten aus der Ätherebene und schlangen sich um Pyrax Extremitäten. Je länger Wigurz dabei blieb und rezitierte umso mehr und mächtigere Ketten bündelten sich um Pyrax Körper. Die Enden der Ketten verließen das Portal und zogen sich auf dem Boden der Villa fest.
Pyrax Feuer wallte nun noch mehr auf und sämtliche Runen zerbrachen auf ihrem gemeinsamen Schlachtfeld. Selbst die Ketten zersplitterten in eine Wolke aus Metallsplittern. In seinem Zorn wurde die Hitze so groß, dass metallische Sachen zu Schmelzen begannen.
"Mein Respekt!", sprach Wigurz beim Anblick von Pyrax Macht und seufzte: "Aber diese Runde geht an mich!". Er versuchte sich aufzustützen, doch war er bereits arg müde vom Kämpfen und fiel Bauchseits auf den Boden. Die Hitze begann trotz seiner guten Affinität zu Feuer an ihm zu arbeiten.
Derweil sprintete Numsgil wie ein Wahnsinniger durch die Korridore und überholte sogar Kirdog. Es wurde warm um seine Füße und Numsgil brauchte nur eins und eins zusammenzählen und wusste, dass Wigurz in einen Kampf verwickelt war. Nach mehreren Korridoren erblickte er eine enorme Hitzewelle aus einem der Korridore. Er war beim Kampf angekommen.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   So 5 Feb 2017 - 21:39

"Nicht schlecht, Goblin. Welch ein Tempo, geradezu verehrungswürdig. Ihr müsst einen guten Lehrer gehabt haben! Nicht so wie der fette Greis Godrik - ein beinloser Grottenschrat ist schneller als dieser Sohn eines Oberflächenzwerges, der noch nie einen Berg von unten gesehen hat. Kirdog hatte noch gar nicht ausgesprochen, als eine verschwommene Masse Zwerg an ihm vorbeizischte und deutlich überholt hatte. "Wie war das?", hallte Godriks Stimme vom anderen Ende des Korridors. "Na also geht doch!", stellte Kirdog zufrieden fest und schloss zu den anderen auf durch Teleportation.
"Du mogelst!", tadelte Godrik als sein Abbild neben ihm erschein. "Kleiner als ich erwartet hatte, aber doppelt so heiß!", sprach Kirdog Godriks Gedanken aus. Die zwei Zwerge standen auf einem Balkon und schauten was Wigurz und der Unbekannte hier trieben. Godrik krempelte die Ärmel seines Gewandes hoch und ließ seinen Gedanken freien Lauf. Das Anwesen schien geradezu zu schmelzen und glich für einen Moment einem großen Tonklumpen, bevor Godriks Gedanken etwas Neues daraus formten. Nur einen Augenblick später war das vorherige Anwesen einem offenen Amphitheater gewichen. Während Godrik und Kirdog noch auf der Tribüne befanden, standen Wigurz und Numsgil bereits in der Arena zusammen mit Pyrax.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Di 7 Feb 2017 - 22:47

"Wigurz? Bist du noch bei mir?", fragte Numsgil und Wigurz nickte. Numsgil baute sich vor Pyrax auf und zog blitzschnell seine Klingen, doch Wigurz packte ihn am Bein: "Lass es, Numsgil! Das was du dort siehst ist Pyrax in seiner wahren Form. Ich hätte ja Erklärungsbedarf, aber dafür ist keine Zeit! Du darfst ihn nicht töten! Ich und er sind der selbe!". "Was meinst du Dämonengoblin damit?" "Ich meine damit, dass dieser Goblin nichts als die zweite Hälfte dieses Dings ist!", antwortete Wigurz und schickte Numsgil mit einer Berührung auf die Bühne zurück.
Pyrax lachte kurz als auch schon eine Hitzewand Godrik und die beiden Anderen aussperrte.
"Du bist bereits am Ende!", hörte Wigurz Pyrax Stimme in seinem Kopf und Pyrax badete die gesamte Arena in brennendem Licht. Wigurz war vollkommen blind in dieser Umgebung. Seine Augen sahen nur weiß und er fühlte nur Schmerzen am gesamten Körper. Jeder Sinn war in diesem Inferno geraubt.
Von Außen konnte Numsgil nur einen gigantischen Turm aus Feuer sehen. Er versuchte noch zur Hilfe zu eilen, doch warf ihn die Flammenwand zurück auf die Tribüne.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Fr 10 Feb 2017 - 17:05

"Eindrucksvoll....ganz schön eindrucksvoll", betonte Kirdog, der sich traute der Flammenwand näher zutreten und seine Hand auszustrecken. Selbst Godriks psionisches Abbild zog aber schlagartig die Hand zurück als es Kontakt mit den Flammen machte. "Und auch ganz schön schmerzhaft! Verflucht! Verflixt und zugenäht!", fluchte Kirdog. So wie es typisch war für Godrik bildete sich auch in Kirdogs Hand nun ein Hammer, mit dem das zwergische Abbild versuchte die Flammenwand einzuschlagen.
Godrik überlegte derweil ob es einen Versuch wert wäre, die Umgebung umzuformen und einen Fluchttunnel für Wigurz zu erschaffen. Noch während er seine Gedanken abwog, zog sich bereits eine Linie auf dem Boden im Kreis um Wigurz herum, so als würde jemand den Boden unter Wigurz Füßen aussägen.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Di 14 Feb 2017 - 19:19

Wigurz konzentrierte sich voll und ganz auf seine Gedanken. Er schottete sein Bewusstsein von allem ab. Langsam begann alles um ihm herum zu verblassen. Selbst sich selbst drohte er in dieser tiefen Meditation zu verlassen. Vor seinem geistigen Auge sah er das flammende Gefängnis und wie Kirdog, Numsgil und Godrik versuchten durch die Flammen zu kommen.
"Dann muss ich wohl meinen Körper hinter mir lassen!", stellte Wigurz fest und dort von wo er alles gesehen hatte, materialisierte sich eine kleine strahlende Gestalt: "Ich hatte mich eigentlich seit meiner Geburt so an meinen Körper gewöhnt und jetzt alles nur wegen Differenzen mit meinem Eidolon!".
"Ich bin kein Eidolon, du Stinker!", kreischte es aus den Flammen: "Ich bin der Hass aus deinem Innersten! Das feurige Temperament! Alles was du nur in der Not freigelassen hast! Die letzten fünfhundert Jahre war ich dir nutzlos, aber jetzt da du mich wieder brauchst werde ich bleiben! Ich lasse mich nicht durch einen Traum ersetzen!".
Wigurz erinnerte sich.
Er traf Pyrax das erste Mal als er sich mit Magie auseinandersetzte. An jenem Tag lernte Wigurz seine Wutanfälle zu kontrollieren. Pyrax war Anfangs nie ein Freund. Es war ein ungutes Gefühl, welches durch Magie beherrscht werden konnte. Sie wurden nur in der Not des Krieges zu Freunden. Weniger Freunde als Brüder, das waren sie. Etwas Unzertrennbares, das in jeder anderen Situation einander die Kehle durchgeschnitten hätte. Er konnte den Hass nach fünfhundert verstehen, dabei war er so froh ihn losgeworden zu sein. Nun hatte es ihn seinen Körper gekostet, doch für einen Magier waren Seele und Magie stärker verbunden als Seele und Körper. Es blieb ihm nun nur noch wieder eins zu werden.
Kaum mit dem Auge zu erfassen schoss die kleine strahlende Gestalt durch die Flammen und durchschlug den Flammenkäfig.
Pyrax krachte in die Tribüne und wurde von Magie vom Boden gehoben.
Er hatte Wigurz lächerliche Existenz ausgelöscht. Pyrax war sich sicher, doch was ihn nun ergriffen hatte war Wigurz eiskalte Seele. Vereint werden widerte ihn an. Er wollte die Essenz von Wigurz Seele werden, doch er kam nicht mehr frei.
"Diesmal werden wir nicht mehr getrennt werden! Es ekelt mich an wie dich auch, aber alleine überlebt hier keiner von uns beiden!", schien ihn Wigurz Stimme in seinem Kopf zerschmettern und er streckte seine Hand aus, welche auch prompt von Wigurz ergriffen wurde.
Ein gleißender Lichtblitz warnte Numsgil und die anderen, bevor eine Energiewelle das gesamte Amphitheater in tausende Bröckchen zerriss und die drei durch die Astralebene schleuderte.
Ein weiterer Lichtblitz nahm ihnen kurz die Sinne, dann saßen sie in einer Godrik wohlbekannten Lichtung mit einem riesigen Baum. Numsgil lag quer über einem Baumstumpf und Godrik fand sich auf einem weichen Laubhaufen, während Kirdog hoch oben im grün belaubten Geäst hing.
Es duftete nach Wald und altem Holz mit einem Hauch von Blumenduft.
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Godrik
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Di 21 Feb 2017 - 11:53

Völlig überrumpelt saß Godrik im Laubhaufen und hielt sich noch etwas benommen den Kopf. Der Zwerg konnte sich schönere Aktivitäten vorstellen als durch die Astralebene geschleudert zu werden. "Wo sind wir hier gelandet? Haben wir etwa die Ebene gewechselt?", fragte Godrik, während er sich aus dem Laubhaufen erhob. Der Baum auf der Lichtung kam ihm mehr als nur vertraut vor, sie waren eindeutig auf der Lichtung von Morgenstern im alten Wald Narwesa. "Sind wir etwa wieder auf Irathar? Wir waren doch eben noch in meinem Rückzugsort!", entgegnete Godrik, doch bekam er da schon eine Antwort aus dem dichten Geäst.
"Die Blätter schmecken nach Erdbeeren mit geschlagener Sahne! Warum? Weil ich es mir so vorgestellt habe. Daher lautet der Befund: Wir sind immer noch auf der Astralebene, es sieht nur alles täuschend echt aus als wären wir auf der materiellen Ebene. Jemand hat wohl äußerst detaillierte Erinnerungen an dieses Bäumchen!"; rief Kirdog aus dem Geäst hinunter, während er dabei war aus dem Geäst hinauszuklettern.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Di 21 Feb 2017 - 15:56

Numsgil blinzelte und war noch etwas benommen: "Autsch! Das war ein Tritt wie von einem Höllenross! Dieser Drecksfeuerfutzi kann mich...". "Jetzt aber mal halblang!", fuhr es ihm zwischen die Worte: "Du kannst dankbar sein, dass ich dich wenigstens gefangen habe und Kirdog hör auf meine Blätter zu fressen!".
Die Stimme erinnerte stark an Wigurz, aber sie klang tiefer und kräftiger. Numsgil schaute sich um und richtete sich auf. Kirdog plumste eben noch aus dem Baum und Godrik hatte sich aus dem Blätterhaufen befreit. Die Tür am Baum öffnete sich und ein schwaches Licht strahlte heraus.
"Kommt meine Freunde und der Goblin! Wir haben nicht alle Zeit der Welt! Unsere Vorbereitung wird an eurer Lahmheit scheitern!", hörte man die Stimme klar und deutlich aus dem Baum dringen. "Dem klopf ich jetzt erst einmal Manieren in den Schädel!", stellte Numsgil mit finsterer Stimme fest und rannte mit beiden Schwertern gezogen in den Baum.
Recht verdattert blieb er sofort wieder stehen.
Das Innere war ungleich größer als der Baum selbst und ein riesiges Tor aus rotem Holz reichte vom Boden bis in die finsteren Schatten im hohen Gewölbe. Nach Numsgils Einschätzung war dieses Tor mindestens fünfzig Meter hoch und massiver als jedes ihm bekannte Stadttor.
"Wir sind nun ein zweites Mal in der Vergangenheit und haben wieder Zeit uns und unsere Gedanken zu fokussieren! Kommt rein!", hörten sie alle Wigurz neue Stimme klar und deutlich und das riesige Tor öffnete sich weit und eröffnete dahinter eine riesige Halle mit zahlreichen Türen. Weißer und schwarzer Marmor, Gold, Silber und Edelsteine dienten als Material für dieses Anwesen.
Am Ende der Halle stand eine kleine Gestalt in einer roten Magierrobe, welche Wigurz in den letzten fünfhundert Jahren getragen hatte.
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Godrik
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Do 2 März 2017 - 18:26

"Ich will den selben Architekt!", bemerkte Kirdog, der pfeifend das Tor durchschritt und mit strahlenden Augen die Halle begutachtete. "Wir sind ein zweites Mal in der Vergangenheit? Wie muss ich das verstehen?", fragte sich Godrik, der trotz seiner langen Zeit allein nichts von einer zweiten Vergangenheit gelernt hatte. Da die rote Robe vertraut war, hielt es Godrik für eine gute Idee sich der Gestalt in der Robe zu nähern.
"Du hast also überlebt, mein Freund? Ich hatte schon das Schlimmste befürchtet!", bekundete der Zwerg und klopfte der kleinen Gestalt auf die Schulter.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Fr 3 März 2017 - 21:20

In dem Moment verschwand auch schon wieder die kleine Gestalt und eine weitere Pforte öffnete sich.
"Godrik und ich wurden von Morgenstern in die Vergangenheit geschickt und nun hat Numsgil uns wieder in die Vergangenheit geschickt. Ganz einfach erklärt! Nur diesmal bin ich wieder im Kopf so beisammen wie vor Shinsara!", hörte man die Stimme aus dem neuen Raum: "Ich weiß nicht warum, aber wenn jemand mich getrennt hat, weil er eventuell mein Potenzial gesehen hat, dann wohl weil er Angst hat!".
Direkt hinter der Pforte hatte sich ein Abgrund aufgetan und sie sahen Irathar von oben. Das Licht der Sonne tauchte alles in ein goldenes Licht und die Meere funkelten türkis. Weit von ihnen entfernt saß diesmal die kleine Gestalt in der roten Robe auf einem gewachsenen Stuhl, welcher seinen Ursprung in einer Wolke hatte.
"Jemand hatte Angst vor uns allen und hoffte eventuell uns loszuwerden. Da gibt es nur vier Fraktionen, welche das Wissen und die Fähigkeiten aufbringen könnten uns diesen Salat einzubrocken. Die Orakel waren vielleicht zugesoffen, aber Jakob Wehner kann es nicht gewesen sein. Er hat keinen Blick für die Zukunft. Da bleiben also nur die Götter, die Untoten, die Unaussprechlichen und die Drachen und die letzten scheiden nach unseren Orakeln aus.
Die Unaussprechlichen hat keiner mehr gesehen, weder in Visionen noch in lebender Form, die Untoten gammeln unter Baba Yaga und sind zu faul für kritische Pläne, während die Götter entweder in der Hölle schmoren oder sich den Popo über den Wolken gegenseitig vergolden. Wären die Drachen nicht ausgestorben durch Wehnerlein würde ich ja auf die tippen, außer es ist eine Kombination aus Beliebigen aus denen, aber dann kann ich meine Nägel auch selber in den Sarg kloppen!".
Numsgil stand am Abgrund und warf seine Worte über den Abgrund: "Als wären die Götter fähig ihre Arroganz zu überwinden und mit jemandem Pläne auszuhandeln. Am Ende sagst du die Götter haben nen Deal mit den Drachen und das ganze wurde von der Göttin der Seher und den Sehern der Drachen getürkt. Pah! Das ist..." "Ausgesprochen genial?", erwiderte die kleine Gestalt: "Es kann ja jede Kombination sein, aber jede Fraktion bräuchte ja etwas was die anderen Erpressen könnte. Wenn das wahr wäre, dann müsste man auch Marandir in neuem Licht sehen!".
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Di 7 März 2017 - 17:51

Während Kirdog begeistert Irathar von oben betrachtete, schüttelte Godrik den Kopf. Der Zwerg ging ebenfalls an den Abgrund und rief in den Abgrund hinein. Aus dieser Perspektive fühlte er sich beinahe schon selbst wie ein Gott, der seine Schöpfung anschaute.
"Welche Pilze habt ihr gegessen? Warum sollten die Götter und die Drachen den Untergang von Irathars Kulturen planen. Gerade jetzt wenn seit mehreren Jahrhunderten Marandir das Handwerk gelegt wurde und alle Länder wieder die Götter verehren und ihren Priestern folgen. Wir haben doch alle gesehen wie die Drachen und die Engel vereint dafür gekämpft haben, dass Irathar nicht von den Dämonen überrollt wurde, die Marandir in die Welt gebracht hatte. Wieso sollten sie jetzt Irathar zerstören wollen, wenn sie es damals doch erst gerettet haben. Ich denke dieser Wehner will uns an der Nase herumführen und in die Irre leiten. Vielleicht steckt er ja mit Marandir unter einer Decke und sie kamen nur nicht mehr dazu sich besser abzusprechen, da Marandir ja tot ist!"


Zuletzt von Godrik am Mi 8 März 2017 - 23:42 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Di 7 März 2017 - 20:33

"Und wenn sie die Welt gerettet haben um sie danach selbst zu übernehmen?", rief die Stimme zurück und die kleine Gestalt öffnete eine Türe aus dem Nichts und sprang wieder hindurch ohne sie hinter sich zu schließen. "Kranke Deals hab ich in meinen Heroldzeiten genug erlebt, aber das ist absurd!", äußerte sich Numsgil und begann von Wolke zu Wolke zu springen. Immerhin schienen sie ihn in dieser Realität zu tragen.
Er huschte durch diese seltsame Welt nur um in noch einer komischeren zu landen. Nun floss das Wasser bergauf und der gesamte Raum entsprach einer Kugel, welche die Schwerkraft rund um zur Wand zieht. Dies weckte in Numsgil kurzzeitig das Spielkind und er rannte mehrere Runden geradeaus um immer wieder an der Tür raus zu kommen. Hier wuchsen Bäume aus jedem erdenklichen Winkel und trugen namenlose Früchte mit wahnsinnig komischen Aromen, wie Numsgil rasch herausfand. Auch zahlreiche Tiere säumten sich an den Wasserlöchern, welche noch niemand außer eventuell in einem Rausch aus Alkohol und Pilzen zu Gesicht bekommen hatte. Im Zentrum dieser Welt schwebte die kleine Gestalt in der roten Robe mit geschlossenen Augen und wartete auf die anderen.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Mi 8 März 2017 - 23:47

"Grundgütiger", entgegnete Godrik als die Gruppe in die neue Welt kam. Sämtliche Naturgesetze waren auf den Kopf gestellt und so ziemlich nichts war so wie auf Irathar. Die seltsamsten Tiere grasten kopfüber auf den Bäumen, die in alle Richtungen zeigten, während das Wasser von unten nach oben floss.
"Wie behälst du bei dem allen nur den Durchblick Wigurz? Ein wenig verwirrend das ganze hier!", gab der Zwerg zu bedenken, während sein Abbild die neue Schwerkraft genüsslich ausnutzte. Kirdog schien einen unstillbaren Durst zu haben, da er sich an einen der Wasserfälle setzte und das Wasser in seinen Mund laufen ließ. "Hmmmm köstlich. Kristallklar und frisch wie aus der Quelle! Würde sicher ein hervorragendes Bier abgeben!", attestierte der Psi-Zwerg.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Mi 15 März 2017 - 17:32

"Ganz einfach: ich habe es in meinem Willen erschaffen!", sprach die kleine Gestalt und der gesamte Raum begann sich unter den Füßen der Eingetroffenen zu winden und verformen. Es dauerte nur wenige Sekunden bis der gesamte Raum die Gestalt eines riesigen Berges angenommen hatte und die Tiere verschwunden waren. Ein breiter Weg führte den Berg hinauf und an seiner Spitze saß die kleine Gestalt.
Numsgil fand sich am Fuße des Berges wieder und schaute sich nach den anderen um.
Durch die bewegenden Landmassen landete just in diesem Moment Kirdog auf dem noch orientierungslosen Goblin, dicht gefolgt von Godrik. Ein lautes Pfeifen signalisierte das unfreiwillige Entweichen von Luft aus Numsgils Lungen durch die Masse der beiden Zwerge.
"Runter!", keuchte Numsgil und versuchte zwanghaft unter den beiden hervor zu kriechen.
Derweil hatte sich die kleine Gestalt an der Spitze des Berges wieder auf den Weg gemacht, doch diesmal folgte sie der Straße zu den drei Helden nach unten.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Mi 15 März 2017 - 20:39

"Puh! Wenigstens landet man hier weich!", bemerkte Godrik und richtete sich auf, wobei er vom Sturz noch benommen erst herumtorkelte. Kirdog stand unter Stöhnen auf und richtete sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Rücken, auch wenn Godrik sich fragte ob so ein Psiabbild überhaupt Schmerzen spüren konnte.
"So wenig Vertrauen in die Schwerkraft und den Boden unter meinen Füßen hatte ich das letzte Mal, als ich gezwungenermaßen vom Fliegenpilzgetränk eines nordischen Barbarenstammschamanen trinken musste. Da sind ähnliche Dinge passiert wie jetzt!"; erklärte Godrik und schüttelte mit dem Kopf in der Hoffnung die Orientierung wiederzufinden.
"Was machen wir hier? Wo führt dieser Weg hin?" riefen Kirdog und Godrik gleichzeitig den Berg hinauf, bevor sie sahen, dass die Gestalt im roten Mantel zu ihnen herunterkam. Das Echo ihrer Stimmen schien eine Ewigkeit zu brauchen bis es endlich verhallte.


Zuletzt von Godrik am Do 16 März 2017 - 14:32 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Do 16 März 2017 - 13:45

"Dieser Weg führt zur Spitze des Berges und von dort nach Narwesa!", sprach die kleine Gestalt und fuhr fort: "Wir brauchen Antworten und keine Vermutungen! Wir müssen dort nachforschen wo unsere Reise begann, Godrik! Dort wo unsere Macht das erste Mal erwachte oder wo wir von dem getrennt wurden, was uns aus macht. Wir wurden dort manipuliert! Nein! Ich erwarte jeder, der dort war, wurde manipuliert. Selbst Morgenstern! Was mich spaltete war Shansara und Shansara war eine fabelhaftes Wesen! Wenn es ein Drache ist, dann waren wir bereits damals nur eine Marionette, aber diese Marionette braucht keine Seile mehr.". Kaum hatte die Gestalt die Metapher ausgesprochen, konnte man es Schnippen hören, als ob eine Schere etwas durchtrennte und zahlreiche blau schimmernde Fäden vom Himmel fielen. "Folgt ihr beiden dem Pfad, welcher euch glauben gemacht wurde der richtige zu sein oder habt ihr eure Fäden bereits durchtrennt?".
Numsgil unterbrach das zweideutige Gelaber: "Ich habe genug von dem Geplapper! Es ist kein anderer Weg vorhanden! Ich habe die Taten von Marandir, Wehner und die der göttlichen und freien Weltenwanderer gesehen! Die Leute litten immer unter ihnen! Bezwingen wir das übrige Böse, dann hat diese Welt wieder Ruhe!".
"Nein, hat sie nicht! Das Böse hat bisher jede Welt geschafft zu gebären! Ich habe Jahrhunderte in der Ebene der Elemente verbracht und es wiederholt sich. Es bleibt nur zu bewahren oder aufzugeben und den Dingen seinen Lauf zu lassen! Entweder du bewahrst, oder du verwirfst! Am Ende findet das Leben immer einen Weg!", antwortete die Gestalt und Numsgil nahm etwas Abstand. "Wer spricht da? Wigurz oder Pyrax?". "Keiner von ihnen! Der, welcher Wigurz immer sein sollte! Aber fühle dich frei mich so zu nennen.", antwortete Wigurz und zog seine Kapuze herab.
Die Gestalt in der Robe war Wigurz ausgesprochen ähnlich, doch war die Haut nun aschenweiß und die Augen tief schwarz ohne nur die leichteste Reflektion der Umgebung. Seine Hände sahen rissig aus und zwischen manchen Rissen  glimmte eine heiße Glut. "Was ist mit dir geschehen, Freund?", erwiderte Numsgil und wich angewidert zurück. Wigurz schluchzte kurz: "Das ist der Körper mit dem ich Wigurz am ähnlichsten werden konnte. Wigurz Körper selbst ist tot. Ich bin nicht mehr als sein wieder vereinter Geist. Es ist allein meine Magie und Wille, welche es dir ermöglichen mich zu sehen. Ich wünschte ich wäre der alte Wigurz, aber es wird Jahre dauern mir einen vollwertigen Körper zu erschaffen.". Numsgil gab Wigurz einen kurzen Drücker und war überrascht wie kühl der Körper von Wigurz war: "Ich mag dich auch so! Verschwende nicht deine Kraft an Belanglosigkeiten wie einem physischen Körper! Es geht doch nur darum was drinnen steckt und ich bin dankbar, wenn du dich selbst wieder vollständig beisammen hast!".
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Do 30 März 2017 - 17:28

"Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte was wir erhoffen zu finden bei unseren Recherchen? Dieses Shinsarabiest wird ja bestimmt nicht einfach so aus dem Nähkästchen erzählen wenn wir nett fragen!"; fragte Godrik.
"Auch wenn es die Sache um einiges einfacher machen würde, Aschengoblin!"; fügte Kirdog hinzu. Weder der Zwerg aus Fleisch und Blut, noch das Abbild, hatten je soetwas wie die Gestalt gesehen, die nur begrenzt aussah wie der altbekannte Wigurz. Die Zwerge liefen schon einmal los, von ihrer derzeitigen Position schien der Weg den Berg hinauf nämlich eine halbe Ewigkeit zu brauchen.


Zuletzt von Godrik am Fr 31 März 2017 - 11:38 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Do 30 März 2017 - 23:30

"Ziemlich simpel: was macht ein Wesen wie Shansara in einem der gefährlichsten Wälder fernab von jeglicher "Zivilisation" und bildet rein zufällig Leute aus um sie in den Kampf gegen Marandir zu senden? Von der Wohlfahrt kommt das beschuppte Ding sicher nicht.", sprach der weiße Wigurz und Numsgils klopfte ihm so stark auf die Schulter, dass dieser auf dem Boden lag.
"Immerhin redest du wieder wie der Alte und nicht "hui buh! Ich bin mysteriös!".", sagte Numsgil und half Wigurz wieder auf.
"Ich bezweifel zumindest, dass Shansara aus reiner Liebe zur Magie gegen Marandir verschiedene Leute zu Helden und Legenden gemacht hat. Eventuell ist unser Ersatz ja bereits eingetroffen oder steht kurz bevor?". Numsgil wiegte seinen Kopf mehrfach hin und her und blickte dann wieder auf: "Es klingt logisch, aber die Drachen bleiben tot!". "Dann muss man ja mit etwas kombinierter Macht die Seele eines angeblich damals verstorbenen Wyrms aus der Welt der Toten für ein paar Fragen reißen können!", konterte Wigurz und blickte hinauf zum Portal: "Den Rest muss man aus Shansara kloppen! Immerhin war sie es, die Morgenstern auf uns gehetzt hat...moment!". Wigurz blickte etwas verdutzt, dann setzte er fort: "Wir haben noch jemanden: Noref! Der hat doch die längste Zeit mit Morgenstern beim selben Meister gelernt und der ist ja unter mysteriösen Umständen den Lebenden entglitten. Der Kerl müsste ja die volle Fassung des "Verrats" seines Schülerkollegen wissen! Also Shinsara und anschließend müssen wir Noref ausfindig machen.".
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Fr 7 Apr 2017 - 18:03

"Also gut dann schauen wir mal und knüpfen uns diese Echse vor!", entgegnete Godrik, wobei ihm bei der Erinnerung an das schwarze Rovagug-Shinsara schummrig wurde. Godrik und Kirdog liefen los, den Weg entlang zur Spitze des Berges. Kaum, dass sie angekommen waren, veränderte sich wieder die Umgebung und sie standen erneut vor dem ihnen bekannten Baum auf der Lichtung in Narwesa. Godrik zögerte zunächst. "Wenn wir da jetzt reingehen, sollten wir auf der Hut sein. Wer weiß ob wir nicht schon erwartet werden?!"; mahnte Godrik zur Vorsicht bevor er zum Baum schritt. Als er näher kam, öffnete sich die Tür bereits von selbst, obwohl niemand da war, der sie geöffnet hatte. Godrik schaute zu Wigurz um sich zu vergewissern ob sie wirklich weitergehen sollten. Vielleicht wartete schon jemand auf sie, der verhindern wollte, dass sie recherchierten.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Do 20 Apr 2017 - 22:37

Wigurz und Numsgil sprangen hinter ihm auf die Lichtung. Numsgil hatte bereits seine Klingen gezogen und huschte rasch in den Schatten des riesigen Baums und Wigurz lief langsam und bedächtig zu Godrik.
"Denke immer daran, dass wir nie die echte Shinsara getroffen hatten. Nur das Eidolon, welches Morgenstern als Kopie erschaffen hatte. Ich habe uns fünfhundert Jahre vor unserem Treffen mit Morgenstern in diese Welt geschubst. Pass also auf! Wenn die echte Shinsara ein Drache ist, dann müssen wir uns auf etwas gefasst machen!".
Die Lichtung war so ruhig und beruhigend wie bei ihrem letzten Besuch, aber nirgends waren die Tiere des Waldes zu finden, welche so gerne diesen Ort der Zuflucht aufgesucht hatten. Sie alle konnten das bedrückende Gefühl spüren, welches jeden hier betraf und selbst die Pflanzen in die Flucht trieb. Keine einzelne Biene, kein Käfer und kein Wurm war an diesem Ort aufzufinden. Nichts als die Stille der Lichtung und die Vögel aus dem Dschungel in der Ferne.
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BeitragThema: Re: 5.3.Der Fisch stinkt   Sa 29 Apr 2017 - 23:16

Godrik gab Kirdog ein Zeichen vorsichtig zu sein und ging langsam zur offenen Tür des Baumhauses. Als der Zwerg an der Tür stand, warf er einen Blick hinein. Zu seiner Überraschung war das Haus im Inneren aber völlig verlassen, er konnte niemanden ausmachen, der die Tür geöffnet haben könnte. Godrik winkte Kirdog und seine Goblinfreunde zu sich. "Die Luft scheint rein zu sein für den Moment! Die ganze Stimmung hier stinkt aber trotzdem irgendwie zum Himmel. Irgendetwas passt hier eindeutig nicht zusammen!", flüsterte Godrik, während er mit Kirdog und den beiden Goblins das Haus betrat. Wie schon zu späteren Zeiten war es kein bisschen aufgeräumt und eine weitere Tür im Inneren des Hauses führte die Gruppe zu einem endlos erscheinenden Korridor, der auf jeder Seite des Ganges zahlreiche Türen besaß. "Oh verflixt und zugenäht. Hinter welcher Tür könnte sich Shinsara versteckt halten?", fragte Godrik ziemlich genervt als sie den Korridor mit hunderten Türen vor sich hatten.
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