Legends of Irathar

Mysterien und Legenden von Irathar
 
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 5.2.Königliche Etikette

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Bestie von Argh
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BeitragThema: 5.2.Königliche Etikette   So 11 Dez 2016 - 0:51

Brevor stand noch immer am Pass und wartete auf weitere Truppen. Seine göttliche Aura als Herold schützte ihn hervorragend vor dem harschen Klima durch die nekromatische Magie der Frosthexe Baba Yaga. Doch diesmal waren es keine Untoten die über den Pass strömten sondern eine einzelne junge Frau. Einer ihrer Arme war schrecklich entstellt und schien nur von etwas Haut umgeben zu sein, wobei sie nicht älter als fünfzehn oder sechzehn Jahre war. Der Pelz eines Winterwolfs lag über ihrer Schulter und ihre sonstige Kleidung entsprach der nordischen Trachten, jedoch war sie von edelster Qualität. An ihrem Gürtel hing ein einziges Messer in einer himmelblauen Scheide und weiß silbernen Griff. "Verschwindet, Brevor! Ihr könnt diesen Pass nicht halten!", sprach die junge Frau mit einer kraftvollen Stimme, ähnlich einer starken Frau mittleren Alters: "Geht zurück zu Yurin und Balthor! Ben Kalesh und Rukkus werden sterben, wenn ihr, Brevor, nicht zu ihnen eilt!"
Brevor schluckte. Selbst talentiertere Seher konnten gewöhnlich kein allzugenaues Bild von ihm erkennen, so gut war er vor Sehern geschützt, doch die junge Frau, die zweifelsohne Baba Yaga sein musste, wusste von jedem einzelnen der Göttlichen. Sie bewies mehr Talent oder Artefakte als sie es eingeschätzt hatten.
"Ich kann euch nicht hier passieren lassen! Wir göttlichen haben geschworen...", sprach Brevor, doch musste er seine Worte unterbrechen und schlagartig parieren um einem Säbel aus purem Eis auszuweichen und schlimmeres zu vermeiden. Ein kleiner Spritzer Blut war im Schnee sichtbar und Brevor fühlte sich unangenehm überrascht. Die Hexe kämpfte gut genug um ihm einen einfachen Konter zu verwehren.
"Seht ein, dass ihr mit der Hilfe Jakob Wehners diesen Krieg nie hättet anfangen dürfen!", warf Brevor ihr entgegen, doch sie lachte nur und antwortete vergnügt: "Ich kenne diesen Mann nicht einmal! Ihr seid lustig, Brevor, aber dieser Mann ist mir so fremd, wie euch meine Welt des Todes! Ja, ich bin Baba Yaga, aber mehr müsst ihr auch nicht wissen! Ihr seid erbärmlich und arrogant!"


Zuletzt von Bestie von Argh am Mo 1 Mai 2017 - 22:37 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 5.2.Königliche Etikette   Fr 16 Dez 2016 - 20:09

"Ihr seid vermutlich eine gute Seherin, aber ihr könnt uns nicht täuschen! Wir wissen genau, dass ihr euch mit Jakob Wehner verbündet habt!", schrie ihr Brevor entgegen und stürmte der Hexe entgegen: "Niemals werdet ihr Keresgarth bezwingen und eure Herrschaft über diese Welt ausbreiten können!". Brevor stolperte und fiel in den Schnee. Er war über seine eigenen Füße gestolpert. "Brevor geht einfach und rettet eure Brüder! Denn unter den Männern von Jakob Wehner marschiert einer, der die Tore nach Irathar öffnen wird. Der Feind hat euch getäuscht, da er mit euch gerechnet hat, aber die alte Baba Yaga hat niemand für bedrohlich gehalten. Ihr Weltenwanderer seid allesamt arrogant und blind. Manche lieben ihre Heimat und bleiben für ihre gesamte Existenz! Ihr könnt euch auswählen, wie es weiter gehen soll, aber ich sage euch: Verbündet euch mit den Tiermenschen und unserer Armee des Nordens! Diesmal marschieren nicht die Untoten, sondern alles was den Norden umspannt. Selbst die Orks und Goblins aus den Bergen, welche ihr Feuer so lieben marschieren unter meinem Banner, denn auch wenn wir die Menschen, Elfen, Zwerge und wer sonst noch in eurem Bund steht hassen, so lieben wir Irathar als unsere Heimat genauso wie ihr. Ich habe den Feind gesehen, Brevor, und seine Armee umfasst mehr als Irathar schlucken kann. Wenn ihr Göttlichen etwas gutes tun wollt, dann jagt ihr nicht weiter nach Jakob Wehner, sondern rettet ihn und sein Blut vor dem heraufziehenden Sturm!".
"Wer ist der Feind an unserer Pforte? Wenn wir euch glauben sollen müsst ihr uns den Namen nennen!", erwiderte Brevor Baba Yaga. Sie lächelte: "Ich habe alle Weltenportale im Norden in den letzten fünfhundert Jahren vernichtet, aber nun kommt die Bedrohung aus den vielen Hauptstädten der Länder und Völker und der Feind wird direkt im Kern angreifen! Aus dem innersten Heiligtum! Eurem sogenannten heiligen Portal!". "Wer?", rief Brevor laut und sein Schwert flackerte ungeduldig in heiligem Feuer. "Ira'Thar! Klingelt es jetzt in eurem beschränkten Oberstübchen?", warf sie es zurück an Brevor und er wurde kreidebleich und begann zu rennen. In diesem Moment schob sich der kolossale Körper ihres persönlichen Lindwurms über den Pass, wobei er wegen seiner Größe den Pass zu beiden Seite weiter aufbrach. Sanft senkte er sich zu Baba Yaga herab und sie stieg flink auf ihn auf: "Ar'Kabara, ich hoffe die Göttlichen handeln schnell genug, denn so lange sie uns nicht trauen, werden wir den Feind nicht aufhalten können.".
Brevor machte mehrere seiner übermenschlichen Sprünge und versuchte so rasch wie möglich die Stadt zu erreichen. Der letzte Hinweis war mehr als deutlich gewesen: "Ira'Thar, die Drachenwelt! Es musste bedeuten, dass die ehemaligen Besitzer ihre Brutwelt zurück wollten!"
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 5.2.Königliche Etikette   Di 20 Dez 2016 - 22:10

Ein kleiner weißer Vogel kam herab zu Baba Yaga und zwitscherte ihr leise etwas in ihr Ohr. "Ich sehe, alle meine Truppen stehen bereit die Invasion zurückzuschlagen!", sprach Baba Yaga nachdenklich und ihr Lindwurm schob sich rasend schnell für seine Größe über das Gestein und den Schnee, welche den Boden des Passes ausmachten. Hunderttausende Untote, Barbaren, Orks und Goblins, sowie Trolle und Yetis aus dem Norden strömten über den Pass als ihre Armee, während am Himmel Vampire auf ihren Nachtmahren durch den Himmel zogen. Sie waren komplett verhüllt um sich vor der Sonne des heranbrechenden Tages zu schützen.
Die Truppen zogen an Feran und seiner Hauptstadt mit größtem Desinteresse vorbei und lediglich zwei Botschafter der Frosthexe unterbrachten den Feranern Angebote, welche jedoch abgelehnt wurden.

In diesem Moment traten die Paladine von Keresgarth aus den Tiefen der Magierturmruine. Ihr Aussehen hatte sich kaum geändert, doch die brennenden Runen der Inquisition der Magier prangten nun dort auf ihren Schildern, wo zuvor das Siegel der Heroldin erstrahlt hatte. Hinter ihnen folgte der lange versiegelte Meister Marandir umringt von seinen Magiern des neuen Zirkels und dem erneut ernannten Wächter des Turms Tessar Thalatel.
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Godrik
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BeitragThema: Re: 5.2.Königliche Etikette   Do 22 Dez 2016 - 1:45

Voller Vorfreude auf einen Kampf den ihnen Svetlana versprochen hatte, überquerten Tholga Starkhand und sein Barbarenstamm den Pass, der nun nachdem der Lindwurm von Baba Yaga ihn passiert hatte deutlich breiter als jemals zu vor war. Den Barbaren folgten zahlreiche Rudel Frostwölfe und Skelette aus Svetlanas Armee. Schließlich kam Boris der Todesritter auf einem knochernen Pferd und Svetlana mit ihren Beratern, die allesamt auf untoten Pferden ritten, die zum Großteil nur noch aus Knochen bestanden. "Sereth, habt ihr mit meinen Magiern das Ritual einstudiert, wie ich es gewünscht hatte?"; fragte Svetlana den Mann mit der zerschlissenen Robe. "Wenn ich schon sehe, dass die Sonne aufgeht, möchte ich unseren Truppen den Marsch ein bisschen erleichtern. Wir werden ja schließlich noch genug Wärme spüren heute, fürchte ich!", entgegnete Svetlana.
"Ich habe alles durchgeführt wie ihr es gewünscht habt. Sollen die Magier mit dem Zauber beginnen?", fragte der alte Mann, woraufhin Svetlana zustimmte. Die niederen Magier in Svetlanas Entourage, die es nicht zum Lich geschafft hatten, begannen einen Zauber zu sprechen, während Gordana und ihre Dhampirarmee sich daran machte ebenfalls den Pass zu überqueren. Dunkle Wolken zogen am Himmel über der Armee des Nordens auf und verdeckten die Strahlen der Sonne, die langsam über den Bergen aufging. Die Wolkendecke war so dicht, dass kaum ein Lichtstrahl den Boden erreichte.

In Horengars Haupstadt Thaleris beobachtete man mit größter Sorge die riesige Armee, die man am Horizont marschieren sehen konnte. Den Einwohnern der befestigten Stadt fiel jedoch ein Stein vom Herzen, als sie feststellten dass die Armee des frostigen Nordens desinteressiert an ihnen vorbeizog.
"Was hat das alles zu bedeuten?", fragte sich Zepha verwundert, während sie von der Stadtmauer aus in die Ferne blickte. Es schneite bereits unaufhörlich in Thaleris und nur die heiligen Flammenschalen im Sarenraetempel erloschen nicht.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 5.2.Königliche Etikette   Di 10 Jan 2017 - 22:22

Während der Pass sozusagen von Untoten überflutet wurde, rannte Brevor so schnell er konnte um den Tempel von Keresgarth zu erreichen. Mehrfach stolperte er bevor durch seine göttliche Macht den eisigen Fluch der Hexe von sich riss. Er sprang weit über das Land und brach bei seiner Landung durch das Tor zum Heiligtum, wo sich vor seinen Augen ein Blutbad abzeichnete.
Rukkus lag in einer Lache aus Blut, welches aus zahlreichen Schnittwunden aus seinem Körper strömte, während Ben Kalesh leicht verletzt hinter einer magischen Barriere stand und Talev und Nana vor dem Söldner in Blau und Braun bewahrt hatte. Dieser stand mit seiner Schwertlanze und von magischen Runen umgeben direkt neben dem leblosen Körper von Rukkus und verlor keine Worte bevor er sich Brevor entgegen warf.
Aus der Tiefe von Keresgarth konnte man das Grollen des riesigen heiligen Portals hören und Brevor ließ sich nicht aufhalten, parierte den Angriff des Söldners und brach durch das Tor zum heiligen Portal. Der Unbekannte wollte ihn noch stoppen, doch war er einer Täuschung zum Opfer gefallen und Rukkus war lebendiger als erwartet. Mit einem Tritt stürzte der Söldner zu Boden und Rukkus war bereits über ihm um ihm den Gnadenstoß zu geben als Rukkus schlagartig zu einer kleinen Kugel zusammengezogen wurde. Ben Kalesh sprang dazwischen schlug mit einem zielsicheren Schlag den Waffenarm des Söldners ab, bevor eine vorbereitete Rune Rukkus unversehrt zurück ins Leben riss.
Rukkus Hand schlug durch den Brustkorb ihres Feindes worauf dieser schlagartig Tod zu Boden sank.
"Was geht hier vor?", rief Yurin als er in den Raum eintrat und den toten Feind vor sich sah, doch ehe er eine Antwort bekam flog schon Brevors Kopf durch das Tor zum heiligen Portal. Nur den Bruchteil einer Sekunde später verhinderte eine goldene Rune Balthors, dass Yurin nicht auch noch von einer schwarzen Klinge aufgespießt und wie Brevor vor ihm ins Jenseits befördert wurde.
Man konnte die Schritte einer Person aus der Tiefe kommen hören, doch beim genaueren Hinhören wurden es mehr und mehr Personen, welche ihren Weg nach oben fanden.
Vorbereitet auf Situationen wie diese feuerte Ben Kalesh ohne lange nachzudenken mehrere Feuerbälle durch das offene Tor, doch diesmal sollte sich das Feuer ihm verweigern. Nur ein kleiner Aschenfunke zeugte von den mächtigen Feuerbällen, welche mit ihren Detonationen die Treppe freiräumen sollten.

Langsam und mit bedachten Schritten trat ein Mann in den Raum, welchen eine andere Gruppe aus Helden vor fünfhundert Jahren zuletzt gesehen hatte und der lange als verstorben galt: Rockas, der große Bruder Muragmars, und wie fünfhundert Jahre zuvor verschlang seine pure Gegenwart die jämmerlichen Kopien der wahren Magie der Drachen.


Zuletzt von Bestie von Argh am Mi 25 Jan 2017 - 11:20 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 5.2.Königliche Etikette   So 22 Jan 2017 - 23:41

Hinter Rockas stürmten dutzende junge Weltenwanderer den Raum des Heiligtums und zogen ihre Waffen. "Was für ein Spiel willst du hier mit uns spielen, Rockas?!", fragte Yurin ruhig und verlor den wohl bekannten Drachenjünger nicht aus den Augen: "Wir haben jemand anderes erwartet!".
Rockas blickte auf das Empfangskomitee und beantwortete eher weniger als mehr: "Wegen dem den ihr erwartet habt, müsst ihr euch keine Sorge mehr machen. Seine Festung ist geschliffen und die meisten seiner Gefolgsleute sind im Kampf gefallen!". "Das ist für uns eine rechte Freude!! Habt ihr ihn denn auch einfangen können?", fragte Yurin und musste dabei einen kurzen Blick auf Thalev und Nana werfen. "Kümmert euch nicht um sie!", forderte Rockas Yurin: "Übergebt sie meinen Männern, damit diese Verräter einen gerechten Prozess bekommen!". Yurin nickte dazu nur, während Balthor eben Brevor zurück zu den Lebenden holte. Mehrere Männer aus Rockas Begleitung gingen zu Nana und Thalev und warteten darauf, dass Balthor und Ben Kalesh das Schutzfeld aufhoben.
"Ich freue mich, dass sich die Götter an unsere Abmachung gehalten haben! Ohne euch wäre das Portal zerstört worden!", bedankte sich Rockas und Yurin antwortete rasch: "Eine Selbstverständlichkeit! Ihr habt den Göttern wertvolle Relikte zurückgegeben und im Gegenzug gehört euch Irathar wieder. Es gibt kaum noch Widerstand, weshalb es ein Leichtes sein sollte die Welt wieder euer Eigen zu machen. Entschuldigt, dass nicht alle eingeweiht waren. Brevor wird sich selbstverständlich nicht einmischen und die Eishexe und Tiermenschen, welche sich aus Furcht vor euch gegen die Menschen erhoben haben sollten keine Gefahr darstellen.". "Sehr schön! Nehmt diesen Dolch als persönliches Dankeschön!", sprach Rockas und überreichte Yurin ein kleines gewickeltes Bündel. In diesem Moment entfernte Ben Kalesh die letzte Schutzrune und Thalev und Nana rannten sofort los um sich zu retten. Thalev entfaltete seine Flügel und packte Nana um dem großen Saal zu entkommen, doch kaum hatten sie die Pforte passiert ließ Thalev Nana fallen, worauf sie die vielen Stufen des Tempels herabstürzte. Als sie aufblickte stürzte Thalev leblos zu Boden und Yurin trat aus seinem Schatten heraus. Er zog seinen Dolch aus Thalevs Herz und trat beiseite. Als Thalev zu Boden sank war er bereits tot. Nana versuchte zu fliehen, doch sofort stand Yurin ihr wieder im Weg. "Es ist zwecklos, junge Dame!", sprach Yurin bedrückend ruhig: "Die Welt ist so voller Lügen und dein Meister hat in diesem Spiel verloren! Grüß ihn in der Hölle! Das hat Vater Tod mit uns so ausgehandelt!" Er stieß zu, doch wurde sein Angriff durch Brevor vereitelt, welcher Yurin mit Tränen in den Augen entgegenrief: "Du magst den Göttern mit voller Loyalität dienen, doch Nana darfst du nicht von mir nehmen! Hab die Ehre deinen Bruder zu respektieren! Sie war auf der falschen Seite, aber sie ist und bleibt meine Meisterschülerin! Vergib ihr!". Er stellte sich vor Nana und Yurin sah ihn mit ernstem starrem Gesicht an. Dann seufzte er kurz und Brevor wurde tödlich verwundet als ihn Yurins Angriff aus unbekannter Richtung traf. Yurin packte ihn während er zusammensackte und ermahnte ihn: "Es ist die Entscheidung der Götter selbst und ihre Weisheit ist absolut! Jetzt wird dich niemand zurückrufen! Grüß deine Frau von mir!". Mit letzter Kraft warf Brevor sein Schwert in Nanas Hände und befahl der uralten Klinge: "Bring deinen neuen Meister nach Hause!". Yurin versuchte noch Nana zu erfassen, doch Brevor hatte seinen letzten Atem noch nicht beendet als Nana schon fort war. In wildem Zorn packte Yurin seine Klinge und schlug in zorniger Ekstase auf Brevor ein.

Schrecklich entstellt lag Brevors Körper letzten Endes auf den weißen Stufen des Tempels und sein rotes Blut floss die Stufen des Heiligtums herab.
Die Inquisitoren und Paladine beseitigten den Körper des Verräters nicht bis schließlich Todesgeier als Vorboten von Baba Yaga über den Leichnam herfielen.
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BeitragThema: Re: 5.2.Königliche Etikette   Di 7 Feb 2017 - 23:14

Nana fand sich in Brevors Schwertschrein wieder. Es war ein Schrein weit entfernt von den Göttern und Göttlichen und lediglich Gorum bekannt.
Sie konnte es immernoch nicht fassen, dass die Götter mit den Drachen selbst Geschäfte machten und dabei Leben wie eine wertlose Währung für alte Artefakte opferten. Es war ihr vollkommen bewusst, was es bedeutete eine Welt den Drachen zu überlassen. Ihre Geburtswelt wurde einst von Drachen überrannt und es blieb nichts als eine Sklavenwelt zurück. Jakob Wehner hatte damals sein Bestes versucht die Bewohner der Welt zu retten, aber nur hundert Leben wurden durch ihn gerettet. Damals fand sie Zuflucht bei ihrem zukünftigen Schwertmeister Brevor, doch verließ sie ihn als Jakob Wehner ihr eine Position als Offizier bei den freien Weltenwanderern gab. Ihre Schwertkunst hatte hohe Wellen geschlagen und viele sagten ihr nach Brevor überflügelt zu haben.
In einer Ecke des Schreins befand sich noch immer ihre Rüstung aus dieser alten Zeit bei Brevor. Sie hatte damals nicht gewusst, dass er ein Göttlicher war, denn nicht alle Herolde gehörten zu ihnen.
Sie schaute sich um und bemerkte erst dann, dass sich Brevors Klinge selbstständig mitsamt Heft an ihrem Wehrgehänge befestigt hatte. "Ihr seid wahrlich würdig, meine junge Dame!", sprach das Schwert sie an: "Doch ihr solltet wieder mehr an euch arbeiten! Ihr werdet es bitter nötig haben, falls die Götter diesen Schrein untersuchen lassen.".
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BeitragThema: Re: 5.2.Königliche Etikette   Di 14 Feb 2017 - 23:22

"Danke, ich komme zurecht!", erwiderte Nana dem Schwert und begann ihre alte Rüstung anzulegen. Sie passte noch immer wie angegossen und eigenes Schwert fand auch noch am Gürtel Platz.
"Seid nicht dumm, junge Dame!", ermahnte das alte Schwert sie: "Diese Rüstung alleine wird euch nicht schützen! Euer Körper muss sich extrem schwach fühlen nach allem was ihr durchgemacht habt. Ihr habt euch noch nicht einmal die Zeit genommen etwas zu essen!".
Sie setzte sich zuerst einmal auf einen kleinen Hocker.
"Ihr habt recht!", antwortete sie und setzte nach: "Aber wo?".
In diesem Moment öffnete sich die Tür zum Schrein. Ein winziger Golem aus rostigem Eisen blickte hinein und rief mit keuchender Stimme: "Mein Herr wünscht euch zu Gast an seinem Bankett!". Nana stand bereits mit gezogener Klinge in der Ecke des Raums als der Golem fertig gesprochen hatte. Das alte Schwert lachte: "Ach wie herrlich! Gorum ist immer noch so schnell wie eh und je!".
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BeitragThema: Re: 5.2.Königliche Etikette   Mo 27 Feb 2017 - 22:06

Nana steckte ihre Waffe widerwillig fort und folgte dem Golem langsam. Brevors alte Klinge hing an ihrer linken Flanke, während ihr eigenes Schwert "Schleier" zu ihrer Rechten herab hing.
Draußen warteten weitere Golems, welche sich schützend um sie stellten und allesamt mit großen Waffen bewaffnet waren. Der Schrein war in den Berg hineingeschlagen und nur ein kleiner Pfad führte zwischen Bäumen und Felswänden hindurch, so dass niemand den genauen Standort kannte außer Gorum und seine Vasallen.
Unten ihm Tal aktivierten sich Runen auf den Golems und nur Sekunden später befanden sich alle in Gorums Festung des ewigen Krieges.
Ein riesiges Bankett wurde hier ausgerichtet und hunderte nahmen Teil. Nana wusste wer die Anwesenden waren. Es waren alles Krieger, welche für Gorum gestorben waren. Sie hatte noch Hoffnung für Brevor, doch konnte sie ihn unter den Anwesenden nicht finden. Schließlich erreichte sie den Thron Gorums, welcher sie bereits erwartete.
"Die Tochter meines feinsten Schülers und Herolds ist endlich hier! Die anderen Götter haben uns einen Diener des Krieges genommen! Nicht ehrenhaft in der Schlacht, sondern feige im Hinterhalt. Er hat den Thron als mein höchster Herold verlassen und du wirst seinen Spuren folgen. Mein Segen sei dir Gewiss und die göttliche Gabe dein! Bring mir die Köpfe der Göttlichen, damit ich ihre Schädel als Morgenstern nutze und die Pforte zum Olymp einreiße. Krieg zeichnet sich am Horizont ab und ich werde da sein! Es ist uns allen eine Freude! Ja, eine Ehre!", rief Gorums Adjutant aus mit den Worten von Gorum selbst.
Mit den Worten spürte sie ihre Kraft sich verändern. Ihre Hände wurden kalt wie ein eiserner Panzer und heiß wie ein lodernder Schmiedeofen, wenn sie an ihre Trauer um Brevor und den Hass auf Yurin dachte. Diese neue Macht fühlte sich vertraut an, denn Gorum schenkte ihr die Gabe mit aller Vertrautheit sie zu benutzen.
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BeitragThema: Re: 5.2.Königliche Etikette   Mi 8 März 2017 - 22:35

"Was wollt ihr von mir?", fragte Nana frei heraus und Gorums Adjutant brüllte die Befehle wie ein kriegslüsterner Irrer heraus: "Schlachte die Göttlichen und ihre Getreuen nieder! Schlachte die Drachen und lasse sie wie Schlangen im Staub kriechen im Schatten der Berge! Bringe Krieg in Gorums Namen und hör erst auf, wenn jeder Göttliche das Jenseits für immer betreten hat!". Dann spuckte er auf den Boden als wäre nichts ekelhafter als das Wort Göttlicher auszusprechen.
Die gesamten Anwesenden nickten anerkennend und blickten erwartungsvoll auf Nana.
Nun stand Gorum selbst auf und alle im Saal fielen auf die Knie. Selbst Nana ließ sich in Ehrfurcht fallen.
"Deine erste Aufgabe führt dich zu den Pforten des Olymps! Die Göttlichen kommen nur in die Welten der Lebenden, aber sie meiden das Reich Elysium. Bring mir den mächtigsten Champion aus alten Zeiten! Er wird in wenigen Tagen den Olymp betreten wollen, aber er muss zurück zu mir! Bring mir Numsgil Blog, denn mit ihm werde ich mit allen meinen Verehrern den Krieg zu den Göttlichen bringen!". Nana hielt kurz Inne. Sie war beruhigt nicht der Großherold zu sein und gleichzeitig auch verängstigt. Wer war dieser Numsgil Blog, dass er den Bund mit einem Gott gebrochen und trotzdem noch unter den Lebenden wandelte!?
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BeitragThema: Re: 5.2.Königliche Etikette   Do 20 Apr 2017 - 21:53

"Nimm dieses tapfere Ross und suche Numsgil Blog! Er wird zum Olymp kommen, aber dann ist es vielleicht zu spät!", führte Gorum aus und Pferd wie aus Eisen geschmiedet stieg aus schwarzem Nebel empor. Feuer brodelte in seinen Augen und der schwarze Dunst kam direkt aus seinen Nüstern und jedem freien Spalt in seiner Rüstung.
Gorums Adjutant und die anderen Anwesenden verneigten sich erneut vor diesem Ross und diesmal donnerte eine tiefe und geisterhafte Stimme durch den Saal: "Mein Name ist Nimrod, Meister der Jagd. Ich bin Gorums feinster Diener zwischen den Welten. Mein Auftrag ist es dich zwischen den Welten zu tragen, wo du machtlos bist und auf dem Schlachtfeld, wo du der Meister bist. Ich bin nicht dein Diener und nicht dein Herr. Ich trage dich nur, weil wir Waffenbrüder sind!".
Nana musste schlucken. Sie kannte Nimrod aus alten Tagen und Nimrod war einer er höchsten Herolde von Gorum und darüber hinaus ein uralter Nachtmahr. Vielleicht der Älteste seiner Art.
Vor Kriegslust begann nun sogar Brevors Artefaktklinge in der Scheide zu zittern und ihre innewohnende Macht war für jeden im Raum zu spüren.
"Geht! Es ist Zeit!", brüllte Gorum und Nana sprang ohne zu zögern auf Nimrod und verschwand im Nichts der Schatten.
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BeitragThema: Re: 5.2.Königliche Etikette   Di 25 Apr 2017 - 21:04

Nana ritt durch die Schattenwelt und ihre Schattenpfade, welche jenseits der Zeit existierten. Es gab unendliche Pfade zu unzählbaren Orten zu undurchschaubaren Zeiten und den Ort des Finsteren. Es war der Ort an dem Shar'Jire von Marandir erschaffen wurde und Jire'Shar den Speer des Lebens versenkt hatte.
Sie nutzte nun die Zeit sich mit Nimrod, während des Ritts auf den neusten Stand zu bringen. Es überraschte sie, dass Numsgil noch als Verbündeter galt, obwohl er die Göttlichen nach Keresgarth gerufen hatte. Die Göttlichen selbst hatten es vor ihren Augen erwähnt, doch Gorum und selbst Nimrod verneinten diese Aussage. "Du bist naiv! Warum sollte Numsgil sich mit den Göttlichen zusammenraffen! Sie werden einen seiner Botschafter abgefangen und niedergeschlachtet haben. Die "guten" Göttlichen sind ein vergammelter Abfall und weit entfernt von dem was die Sterblichen denken! Die Götter selbst sind ihrer eigenen Linie und Erwartung der Sterblichen untreu.Nur die Finsteren folgen ihrem Namen und Ruf. Gorum liebt den Krieg weiter und Desna ist ein kleines Gefühl des Glückes in den täuschenden prunkvollen Hallen der Götter.".
Nimrod hielt inne und beinahe wären sie in einen tiefen Strudel gezogen worden.
"Was ist hier passiert!?", fragte Nana erstaunt und blickte vorsichtig in die schwarze Tiefe. Nimrods Augen flackerten bei diesem Anblick und ein tiefes Grollen ging durch seinen Körper: "Endlich! Dieser finstere Strudel aus Zeit und Schicksalsfäden ist Numsgils Werk. Seine reine Existenz reißt Löcher in die Schattenwelt und geht er webt sich das Schicksal neu in seine Bahnen!".
Nana sah Nimrod nur ungläubig an und runzelte die Stern: "Das ist mir zu hoch! Ich habe den Kampf perfektioniert und nicht die Ebenen studiert!".
Nimrod musste kurz und laut lachen: "Deswegen hat mich Gorum ja auch mit dir geschickt, Dummerchen!".
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BeitragThema: Re: 5.2.Königliche Etikette   Mo 1 Mai 2017 - 22:37

"Er ist hier vor kurzem vorbeigekommen! Aber er ist nicht mehr in der Gegenwart...die Pfade führen in die Vergangenheit. Die Spuren im Schicksal sind eindeutig! Numsgil reist mit drei Begleitern. Ein Zwerg mit manifestiertem Unterbewusstsein und einem...Monster!", sprach Nimrod und Nana fragte nach: "Was für ein Monster?" "Jemand mächtiges! Es überflügelt viele der Herolde, welche ich in meinem Leben bei den Göttern gesehen habe!", antwortete Nimrod und fügte hinzu: "Doch eins hat er verpasst zu verschleiern! Er ist alt. Er ist sogar uralt. Vermutlich so alt oder älter als Yurin!". "Davor hat man uns aber nicht gewarnt! Woher hat dieser Numsgil einen solchen Leibwächter?", beschwerte sich Nana und der Nachtmahr fügte nur noch schnell hinzu: "Er wird es vermutlich nicht einmal wissen."
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