Legends of Irathar

Mysterien und Legenden von Irathar
 
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 6.1.Ein alter Freund

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Bestie von Argh
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BeitragThema: 6.1.Ein alter Freund   So 29 Okt 2017 - 23:21

Haizgil und die Magier erreichten durch das magische Portal eine andere Welt. Die Koordinaten, welche das Orakel ihm mitgegeben hatte schienen richtig gewesen zu sein. Es war sein größtes Problem gewesen, dass er einem Orakel beim Reiseziel vertrauen musste. Ihm war noch etwas übel von der Reise, aber die Magier waren noch vollzählig.
Die Adjutanten zählten durch und einer meinte nur so neben bei: "Klar und Ping Blog bekommt das Schlangenweib!". Es klatschte sehr laut kaum, dass der Adjutant ausgesprochen hatte. Haizgil kommentierte diese Aktion auch gar nicht. Er hatte sich schon in einen Tannenbaum heraufgeschwungen und blickte in die Richtung, wo die Festung Jakob Weners zu finden sein musste, doch alles was er sehen konnte waren die Überreste eines großen Kampfes. Überall waren tote Körper von allen möglichen Arten, Rassen und Monstern zu sehen. Es gab mindestens tausend Tote zu sehen und dass alleine vor den Mauern. Es war unmöglich auszumachen wieviele es wirklich waren. "Beim Dreitagebart meines Vaters!", kam es von zwischen seinen Lippen, dann blickte er nur noch erstaunter und erstaunter auf das Schlachtfeld. Vor den Toren fanden sich drei tote Drachen und ihre Größe deutete auf ein hohes Alter hin. Es waren eindeutig nicht die Art Drachen die ein Sterblicher im Kampf um eine Jungfrau bezwingt. Rasch rauschte er den Baum hinab und berichtete seine Beobachtung den Magiern und dem Gefolge.
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Godrik
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Sa 4 Nov 2017 - 19:41

"Ohne jeden Zweifel ist uns jemand zuvorgekommen!", entgegneten die Magier fast in Einklang. "Habt Ihr Drachen gesagt? Wie kommen die hierher? Ich dachte, die seien vernichtet worden, wie es euer Orakel gezeigt hat!", entgegnete Rivai nachdenklich. "Haben etwa doch welche den Hinterhalt überlebt und wollten sich rächen?" Vorsichtig gingen die Magier aus dem Wald um einen Blick auf das Schlachtfeld werfen zu können. Waren sie umsonst hierhergekommen?
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Sa 4 Nov 2017 - 23:17

Nichts deutete auf ein Lebenszeichen hin. Doch bei genauerem hinsehen konnte Haizgil hoch oben in einem der Türme ein Licht brennen sehen. Er gab den anderen ein Zeichen leise zu sein und begab sich leise und wendig auf das Schlachtfeld vor der Festung herab. Die Angreifer waren allesamt mit den selben Markierungen versehen, welche sich eindeutig einem Clan von Söldnern zuordnen ließ. Weltenwandernde Söldner.
Die Todesursachen waren alle identisch. Etwas hatte ihr Herz durchbohrt und hatte ihren Körper auf der entgegengesetzten Seite wieder verlassen. Den Drachen war es ähnlich ergangen, aber sie waren von mehreren dutzend dieser Löcher durchdrungen. Die Körper der alten Drachen waren noch nicht endgültig tot, denn es dauerte Tage bis zu Wochen bis ein Wyrm wirklich tot war, doch genau dies bereitete Haizgil bereits weitere Sorgen.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Sa 18 Nov 2017 - 23:24

Die Ausrüstung der Angreifer war jenseits von der Ausrüstung wie man sie von gewöhnlichen Soldaten und Söldnern kennt. Dutzende hochwertige Waffen und Rüstungen waren aus edelstem kalten Eisen, Adamant, Mithril und sogar verruchten Produkten wie Engelshaut und Dunkelblatt. Selbst er, Haizgil, hatte keine Ausrüstung in dieser besonderen Qualität. Jemand räusperte sich und Haizgil erblickte einen schwer verletzten Krieger, welcher sich gegen die Mauer der Festung gepresst hatte um eindeutig den Angriffen zu entgehen. Deutlich sichtbar waren die Löcher, welche von den gleichen Attacken wie bei seinen toten Kameraden stammten und noch immer bluteten. "Runter, Goblin! Der Zwerg ist noch da!", sagte der Verletzte gerade so hörbar: "Seid ihr die Verstärkung? Ihr und diese Magier?". "Ja, dass sind wir! Wie ist die Lage? Wieviele sind in der Festung?", antwortete Haizgil ohne rot zu werden. Der Verletzte versuchte alle Anstrengungen um bei Bewusstsein zu bleiben und antwortete: "Alle sind tot, wie ihr sehen könnt und außer einem Zwerg haben wir keinen Feind gesehen. Der Zwerg ist zweifellos ein absoluter Meisterpsioniker. Die Präzision seiner Kristalle war gnadenlos und absolut perfekt. Wie ihr wisst war kein Zwerg auf Weners Gehaltsliste! Die haben den unglaublich gut geheimgehalten!". "Wo seid ihr her, Kamerad?", fragte Haizgil mitleidig, doch der Verletzte schied dahin: "Ruhe in Frieden!". Haizgil blieb im Schutz der Mauer und dachte nach wer ein Interesse an diesem Krieg haben könnte. Es waren offensichtlich noch andere gegen Jakob Wener ins Feld gezogen, doch die Gescheiterten waren besser ausgestattet als sie alle selbst. Sie hatten sogar drei Drachen als Verbündete gehabt.


Zuletzt von Bestie von Argh am Fr 24 Nov 2017 - 21:29 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Godrik
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Mi 22 Nov 2017 - 22:59

"Äußerst seltsame Zustände, die sich hier zeigen. Von einem zwergischen Meisterpsioniker hab ich in meinem gesamten Leben weder gehört noch gelesen. Da geht etwas nicht mit rechten Dingen zu, das ist ganz eindeutig!", dachte Rivai nach.
"Was wenn Wehner Verstärkung von anderen Welten geholt hat? Möglicherweise gibt es Welten, von denen wir nichts wissen, auf denen Zwerge das Handwerk der Psionik meistern!", schlug Saba als mögliche Erklärung vor, "Wenn er sich eine Abscheulichkeit zum Diener machen kann, wie wir sie in dieser Vision gesehen haben, fände ich es nicht allzu abwegig wenn dieser Wehner Psioniker von anderen Welten anwerben würde."
"Ich frage mich nur was das für ein Welt sein muss, wenn darauf ein Psioniker existiert, der eine ganze Armee und drei Drachen vernichtet und das bei dieser Ausstattung! Und wir haben noch niemals von der Existenz eines solchen Wesens gehört! Vielleicht haben wir schon verloren bevor der Kampf überhaupt beginnt!", gab Nadija zu bedenken.
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Fr 24 Nov 2017 - 21:53

Die Mauer hinter Haizgil krachte und ein riesiges Monstrum brach durch das Gemäuer. Haizgil schaffte es noch in die Luft davon zu springen doch schnappte es ihn noch aus der Luft und schmetterte ihn zu Boden. Trotz der Größe war es so flink wie eine viel kleinere Kreatur. Die Luft war laut und deutlich bei diesem Schlag aus Haizgils Lungen entwichen, doch hatte er bereits einen Zauber auf seinen Lippen als die gewirkte Magie auch schon vor seinen Augen zu Staub zerfiel und zu Boden rieselte. "Das ist für uns alle jetzt aber ein wenig unkomfortabel!", kommentierte Haizgil bevor er im hohen Bogen davon flog und hoch oben im Geäst eines Baumes hängen blieb. Einen fegenden Schlag später hingen die Adjutanten ebenfalls im Gestrüpp der Umgebung und den Körpern der Söldner.
Das Geschöpf war etwa 5 Meter hoch und vollständig aus rotem Kristall geformt. Sogar die magiefressende Aura war klar sichtbar, so verloren alle magischen Sachen in etwa zehn Meter Radius ihren magischen Schimmer, welcher erst mit größerem Abstand wieder zurückkehrte. Einer der Adjutanten sprang dem Ding mit Schwert und Schild entgegen, doch öffnete sich einer der seltsam geformten Kristallarme und ein langer roter Kristall schoss wie eine Rakete auf den Adjutanten zu. Er versuchte mit seinem Schild zu blocken, doch die Wucht war zu groß. Der Schild wurde ihm vom Arm gerissen und sauber an einen Baum genagelt. Haizgil ging ein urtümlicher Gedanke durch den Kopf: "Scheiße!".
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Mo 4 Dez 2017 - 15:22

Von dem plötzlichen Auftauchen der seltsamen Gestalt, waren die Magier zunächst völlig überrumpelt. Mit Entsetzen sahen sie, wie die gewirkte Magie wirkungslos wurde und zu harmlosem Staub zerfiel. Magie wurde hier also nichts nutzen.
"Es hilft alles nichts, wir müssen es auf die barbarische Art und Weise lösen!"; entgegnete Rivai und krempelte die Ärmel hoch, bevor er seinem Affen den Stab gab und eine der zahlreichen auf dem Boden liegenden Waffen aufhob. Die anderen Magier machten es Rivai gleich und griffen in aller Eile nach brauchbaren Waffen, die nicht aus Magie bestanden. Sichtlich mit Mühe hielt Adugas einen großen Kriegshammer mit beiden Händen, den der Magier von einem toten Söldner ausgeborgen hatte.
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Fr 8 Dez 2017 - 22:30

Das riesige Geschöpf blickte kurz auf jeden einzelnen seiner Gegner und wieder öffnete sich einer seiner Arme, doch diesmal wurden mehrere Kristalle sichtbar. Gerade als es die Kristalle abfeuern wollte, schrie eine Stimme energisch:"Genug!" und das Kristallwesen hielt sofort inne und sein Arm verschloss sich erneut. Es ging auf die Knie und verneigte sich demütig als hinter ihm durch das frische Loch im Gemäuer eine alte Gestalt hindurch trat. Die Gestalt trug eine rote Robe, welche mit zahlreichen Psikristallen veredelt und mit feinsten Stoffen verziert worden war. Mit seiner rechten stützte sich die Gestalt auf einen Psifokus aus Lebensholz und in seiner linken Hand hielt er einen Hammer aus Mithril und Adamant. Als er sich vor ihnen mit geradem Rücken aufrichtete und ihnen in die Augen sah, konnte man erkennen, dass er unter der weiten Robe eine Rüstung von Zwergenart aus verzaubertem Obsidian trug und er an jeder Hand mehrere Ringe aller möglicher Herkunft trug. Er war eindeutig ein Zwerg und sein weißer Bart war kunstvoll geflochten und mit zahlreichen goldenen Bändern verziert. Die Iris seiner Augen war ergraut, doch trotz seiner Blindheit vermochte der Zwerg eindeutig sie noch zu sehen. Das Gesicht lag in Falten, aber je länger er sich ein Bild von den Neuankömmlingen machte umso mehr musste er grinsen, lächeln und schließlich von ganzem Herzen lachen.
"Rivai Sharo! Haizgil! Ihr seid tatsächlich dem Orakel gefolgt! Ich könnte frohlocken von ganzem Herzen! Es ist so wundervoll euch zu sehen! Die, welche ihr sucht sind schon seit vielen Jahrhunderten fort von hier! Jakob Wehner und seine Getreuen haben sich von hier zurückgezogen und mir dieses alte Gemäuer hinterlassen! Dieser Tausch wird noch viele Leben retten!". Haizgil blickte den alten Zwerg misstrauisch an. Er wusste nicht was es war, aber erst vor wenigen Wochen hatten sie dieses Lächeln erst hinter sich gelassen. Der Zwerg vor seinen Augen erinnerte ihn an Godrik Starkbier, doch dieser Godrik sah aus als hätte er die letzten tausend Jahre mit den Kartoffeln um die Wette geschrumpelt. "Seid ihr Godriks Uropa?", rief ein weniger nachdenklicher Adjutant aus ehe Haizgil seine Gedanken beenden konnte.
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Mo 11 Dez 2017 - 17:39

"Wer seid Ihr, dass ihr euch so unserem Blick entziehen konntet? Nicht nur uns sondern auch diesen hervorragend ausgerüsteten Söldnern! Und selbst den Drachen bliebt Ihr ja offensichtlich verborgen - etwas was niemandem von uns so leicht gelingt. Ihr kennt unsere Namen und diesen Wehner, wisst von dem Orakel und offensichtlich wisst ihr auch schon was in der Zukunft geschehen wird! Wer seid Ihr also? Seid ihr am Ende selbst gar ein Orakel?", fragte Rivai.
"Ein Zwerg mit eurem Psi-Talent wäre uns mit Sicherheit schon früh aufgefallen!", entgegnete Adugas überzeugt, während er den schweren Hammer wieder fallengelassen hatte.
Saba behielt dagegen den aufgehobenen Streitkolben in ihrer Hand - seit sie die Waffe berührt hatte, meinte sie drei Frauenstimmen in ihrem Kopf zu hören, die ihr unter Androhung von Schmerzen verboten die Waffe wieder aus der Hand zu legen.


Zuletzt von Godrik am Mi 13 Dez 2017 - 22:38 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Mi 13 Dez 2017 - 20:38

"Um etwas zu finden, muss man suchen und ich bezweifle, dass ihr jemals nach mir gesucht habt! Es ist nicht schwer seine Gedanken unter Kontrolle zu halten im Gegensatz zu den arkanen Strömungen, welche die Drachen als Magie den Sterblichen geliehen haben!", erwiderte der alte Zwerg. Haizgil musste kurz schlucken. Der Zwerg hatte ein fragwürdiges Wissen über die arkane Magie, welche doch seit jeher jedem Wesen mit größerem oder kleinerem Talent mit etwas Training gefügig gemacht, aber nur von wenigen gemeistert werden konnte. Es war ihm nun genug und so fragte er den Zwerg: "Wer seid ihr? Was habt ihr mit Jakob Wehner zu tun?" "Ich habe nichts mit Jakob Wehner zu tun, aber ein Freund von mir hatte ein ausgedehntes Gespräch mit ihm vor etwa eintausend Jahren. Nach diesen Gesprächen sind sie von hier weggezogen und ich habe es zu meinem Heim gemacht. Erst vor etwa fünfzig Jahren bin ich hierher zurückgekehrt von meiner langen Reise Erfahrungen zu sammeln. Doch ich habe keine guten Nachrichten für euch! Gar keine gute Nachrichten! Auf meinen Reisen habe ich viel gesehen oder besser zu viel!", antwortete der Zwerg und neigte seinen Blick: "Ich habe tote Welten gesehen. Verlassen und verraten wie Irathar, aber Jahrtausende zuvor. Euer Vater, Goblin, hat die Wahrheit gesprochen!". "Welche Wahrheit?", fragte Haizgil: "Die Götter kamen zu spät als ein Drache des Aethers seine Heimat zu einem Ort des Todes verwandelte!". "Das hat er noch lange geglaubt!", erwiderte der Zwerg: "Aber den, den ihr Wigurz nennt, hat die Wahrheit gesehen! Es ist schlimmer als ihr glaubt! Kehrt nicht nach Keresgarth zurück, sondern geht in den Süden zu den Tiermenschen und Aufständischen! Geht zu den Drow! Geht zu den Alten! Ihr müsst zu ihnen und den Widerstand organisieren und wenn alles bereit ist werden wir wieder zu euch stoßen!". "Kommt sofort mit uns, Godrik!", sprach Haizgil und sah ihn mit auffordernder Miene an. "Ich kann nicht und ich bin nicht Godrik und war nicht Godrik! Ich bin Kirdog, mein Freund, niemand mehr als Kirdog! Ein Abbild eures Freundes, der in der Festung schläft!". "Ich kenne keinen Kirdog!", trotzte Haizgil und Kirdog antwortete harsch: "Er regeneriert aus einem Psikristall heraus und wird noch mindestens fünf Jahre ruhen! Er wurde vor fünfzig Jahren niedergeschlagen!".
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Mi 13 Dez 2017 - 22:38

"Woher wissen wir, dass ihr keine Illusion seid? Ich habe auch noch nie von einem Kirdog oder dergleichen gehört - wodurch weiß ich, dass Ihr kein Trick von diesem Wehner seid, der uns direkt in die Messer seiner Verbündeten liefern soll? Tiermenschen, Dämonenanbeter und Drow sind nicht gerade die vertrauenserweckendsten Verbündeten, die man auf Irathar finden kann!"; gab Rivai zu bedanken. "Haizgil hat uns schon ganz andere Wesen gezeigt, zu deren Erschaffung Wehner fähig sein soll. Nicht auszudenken, wenn er schon fähig wäre ein Geschöpf wie euch zu erschaffen, dass drei Drachen und eine Söldnerarmee alleine vernichten kann!", erwiderte Nadija beeindruckt. "Sind nicht die Golems, Gnolle und Panzer mit Wan Heng in Richtung Süden unterwegs um die Tiermenschen zu besiegen? Nur schwer möglich die Befehle von jetzt auf gleich zurückzunehmen", bemerkte Mihir.

"Hey Süße, dich haben wir noch nie gespürt. Wer bist du? Und wo ist Anak? Raus mit der Sprache, Schätzchen? Wie kommst du an die Waffe von Anak Jarezar? Bei der Macht, die ich von dir spüre, wirst du ihr kaum selbst die Waffe aus den Händen gerissen haben!",murrte eine Frauenstimme in Sabas Kopf, während zwei weitere Stimmen unverständlich im Hintergrund tuschelten. Saba schaute verwirrt den Morgenstern in ihren Händen an. Sprach die Waffe etwa mit ihr? Die Magierin dachte kurz einen Moment daran die Waffe ins Gebüsch zu werfen.
"Denk nicht mal dran! Bevor du nicht geantwortet hast, legst du uns nirgendwo hin. Niemand macht so einfach Schluss mit uns! Keiner wagte es uns sitzen zu lassen!", meldete sich eine andere Frauenstimme zu Wort, die bisher noch getuschelt hatte.
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   So 17 Dez 2017 - 21:24

"Die Tiermenschen und Drow handeln bereits während ihr hier diskutiert! Die Armeen der Drachen marschieren während ihr hier diskutiert! Die Götter ignorieren alles auf Irathar während ihr hier diskutiert! Numsgil Blog selbst bereitet alles vor um Irathar, seine liebgewordene Heimat zu beschützen! Ohne die Hilfe des roten Kristalls hätten mich und Godrik die Drachenjünger bereits überrannt. Einen zweiten Angriff überleben wir nicht. Folgt mir lieber und ihr, Frau Magier, legt besser diese Waffe zurück auf den Boden!", sprach Kirdog und wies den Weg ins Innere der Festung. Zu viert zogen die Adjutanten den Schild aus dem Baum, während Haizgil sich vorsichtig Kirdog näherte. All seine Sinne waren in Alarmbereitschaft und keine Bewegung Kirdogs entging ihm. Er dachte einen Moment nach und sprach dann: "Du kennst uns doch besser als gedacht, wie wäre es dann den roten Golem zu demanifestieren?". "Das kann ich nicht! Das wäre zu gefährlich!", erwiderte Kirdog und zupfte kurz nervös am Bart: "Was wenn noch welche da draußen sind?". Haizgil lachte kurz und folgte dann Kirdog. Während die Adjutanten noch zögerten und mit den Augen auf die Umgebung ihre Waffen bereitmachten, schritt Haizgil rasch voran und lief direkt zwischen Kirdog und dem Golem hinterher. "Kack Lügner!", flüsterte Haizgil als er zeitgleich einen großen Stein aus dem ehemaligen Gemäuer Kirdog mit aller Wucht über den Schädel zog. Blut spritzte Haizgil ins Gesicht und sofort sprang er dem Golem zwischen den Beinen hindurch. "Macht euch bereit für den Kampf!", schrie Haizgil und preschte zwischen dem zerfallenen Gemäuer hindurch, während rundherum die Illusionen nachließen. Überall zerfielen Runen zu Staub und mehr und mehr Körper der Schlacht verpufften im nichts. Hoch oben auf den Mauern der Hauptfeste wurden mit leuchtenden Runen Zauber gewirkt und Waffen gezogen. Nur knapp verfehlte ein Pfeil Haizgil als er eben in Deckung sprang. Die Adjutanten zerstreuten sich schnell in verschiedene Erdkuhlen. "Woher wusstest du, dass das eine Illusion war?". "Keine Ahnung! Aber kein Sterblicher holt Wyrme vom Himmel oder projiziert ein Ebenbild, wenn er sich nicht ganz beisammen hat! Ebenbilder verschießen beim Einschlagen des Schädels auch keine Hirnmasse!", erwiderte Haizgil und blickte sich um. Fast alles war fort, lediglich eine Waffe voller Flüche befand sich noch in Sabas Hand.


Zuletzt von Bestie von Argh am Sa 6 Jan 2018 - 22:36 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Di 19 Dez 2017 - 17:22

"Hoppla....was ist jetzt denn?", fragte eine der Frauenstimmen voller Ironie. "Zeit, dass Emilia die Kontrolle übernimmt! Emilia du bist dran!", forderte die zweite Stimme. Eine vierte Stimme, die bisher nicht zu hören gewesen war, meldete sich nun zu Wort: "Wer auch immer du bist, es wird Zeit, dass du dich nützlich machst! Wenn du schön artig bleibst, bringen wir dich vielleicht auch zum Dank zu Anak Jarezar! Sie ist immer froh, wenn wir neue Diener bringen!", kicherte die Stimme in Sabas Kopf.
Saba wusste im nächsten Augenblick nicht wie ihr geschah: Sie hatte auf einmal jegliche Kontrolle über ihren Körper verloren und schlug mit dem Morgenstern nach einem der Goblinadjutanten. "Zeit zu sterben!", rief sie lachend, als sie auf den Goblin zusprang.
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Sa 6 Jan 2018 - 22:35

"Zum Glück sind Magier gewöhnlich nicht für den Nahkampf zu gebrauchen!", reagierte der Adjutant und schlug mit der flachen Seite seiner Gleve auf Sabas Waffenhand, direkt gefolgt von einem Stoß mit dem stumpfen Ende gegen ihre Beine um sie von den Füßen zu fegen. Zeitgleich sprang der Adjutant mit dem Schild vor die beiden um mehrere Pfeile und magische Geschosse gekonnt zu parieren. "Rivai! Das ist jetzt ein Fall für uns alle! Wir müssen den Golem loswerden und Godrik aus der Festung holen! Er muss irgendwo da drin sein!". Der Golem war eindeutig vom falschen Kirdog kontrolliert worden, denn er war nun viel träger und weniger agil. Auch die Aura schrumpfte auf einen kleinen Bereich um den Golem und kaum blitzten die Runen der Verzauberung auf Haizgils Schwert auf, rief er zu den Magiern: "Die Antimagie ist fort! Ihr werten Herren habt doch sicher was um das magieimmune Ding loszuwerden!". "Leutnant! Werden sie alt?", feixte der Adjutant mit dem Yumi und legte einen Keulenpfeil auf. Kalt blickte Haizgil ihn an und fletschte dann die Zähne: "Du kleiner Pisser! Das regeln wir später!". Flink sprang er aus der Deckung und auf den Golem direkt zu. Ein kleiner Beutel mit Mehl flog geworfen auf den Golem zu und platzte als ein Pfeil ihn durchschlug und mit einem lauten Schlag einen der Kristalle des Golems zertrümmerte. Ungesehen stürmte Haizgil durch die Wolke und sprang in den nächsten Graben. Der blinde Golem blieb nun den Magiern.
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Do 11 Jan 2018 - 17:53

"Meine Güte, Schätzchen, du bist ja zu gar nichts zu gebrauchen!", murrte eine der Stimmen, die aus dem Streitkolben in Sabas Kopf zu hören waren. Als wär ein Bann gebrochen konnte sie die Waffe nun loslassen. Anstatt ruhig zu liegen, bewegte sich der Streitkolben nun aber wie von selbst.
"Ich zeige dir, wie man dieses Ding schwingt!", verkündete eine plötzlich materialisierte Gestalt. Eine junge Frau, gerade so mit zerfetzten Kleidern bekleidet, dass sie halbwegs nicht als nackt bezeichnet werden konnte, verspottete die Magierin und die Goblinadjutanten mit schallendem Gelächter. "So geht das!", rief die Frau und schwang den Morgenstern derart wuchtvoll, dass der Goblinadjutant mitsamt Schild einige Meter durch die Luft flog, dicht gefolgt von der mysteriösen Frau, die einen weiteren Schwung ausführen wollte.
"Zieh dir was an, Schlampe!", rief Saba der Halbnackten hinterher und sprach einen Zauber, während Rivai und die anderen damit beschäftigt waren die Pfeile abzulenken und die Magier und Schützen hoch oben auf der Festung auszuschalten. Bevor die Seele aus der Waffe nochmal zuschlagen konnte, hatte sich ein Käfig aus magischen Barrieren um sie gebildet.
"Soll dich der Blitz beim Sch....", rief die wildgewordene Frau und schlug wie eine Berserkerin auf die Barriere ein, in der Hoffnung sie würde zerbersten.
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Do 11 Jan 2018 - 21:37

Der Mehlnebel legte sich und der Golem erblickte den letzten der unerwähnten Adjutanten. Er war üblicherweise der ruhigste in der Gruppe, doch das Getuschel der Goblins im Dorf sagte, dass er als einziger ein Herz eines Drache und die Kraft eines Tsunami in sich trug und nun stand er da, seine Tsetsubo über die Schultern gelegt und ein fieses Grinsen im Gesicht. Die Aura des Golems war beinahe völlig verschwunden und das Konstrukt warf sich dem Goblin entgegen. Es versuchte ihn zu überrennen, doch mit nur einer Hand stoppte er den Golem und mit einem kleinen Stoß fiel der Golem auf den Rücken. Eine leichte Aura zeichnete sich ab, wie bei Numsgil in seiner Raserei, doch diese Aura war von grünem Schimmer und Gräser und Blümchen begannen zu wachsen, wo auch immer er entlang Schritt. Mit beiden Händen hob er nun die schwere Tsetsubokeule an und schmetterte sie auf den Boden, worauf der Golem vom Erdboden wortwörtlich verschluckt wurde. Unbemerkt hatte sich Haizgil durch die Gräben zur inneren Festungsmauer geschlichen und erkletterte die Zinnen von denen die Weltenwanderer die Gruppe auf dem Schlachtfeld eindeckte. Niemandem war es aufgefallen, dass der Adjutant mit dem Yumi nicht schlecht traf, sondern Haizgil mehrere Kletterhilfen aus Pfeilen in die Mauer geschossen hatte.
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Fr 12 Jan 2018 - 23:19

Saba half dem Adjutanten mit dem Schild dabei wieder auf die Füße zu kommen. Sie hielt ihm die Hand hin, doch sprang der Goblin bereits ohne Hife wieder auf die Beine als wäre nix geschehen. Währendessen schlug die Frau aus der Waffe mit dem Morgenstern zornerfüllt weiter auf der magischen Barrikade herum. Arkane Funken waren hoch oben auf der Mauer zu sehen, als jemand einen Gegenzauber wirkte. Nur wenige Sekunden später zersprang die Barriere in tausende Splitter und die Seele kam wieder frei. "Na warte, ich schlag Sülze aus euch!"; rief sie und sprang in Sabas Richtung.
Bogenschützen schossen mit Pfeilen nach Rivai, der dabei war einen Zauber zu sprechen. Bevor die Pfeile den Magier erreichten, verwandelte Mihir sie in harmlose Seifenblasen. Adugas und Nadija sorgten derweil mit Feuerbällen und magischen Geschossen dafür, dass viele der Feinde auf der Mauer in Deckung blieben.
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Di 16 Jan 2018 - 21:20

In ihrem ganzen Zorn hatte die Seele mit dem Streitkolben ganz den Schildadjutanten vergessen und hätte es auch bereuen können, wenn nicht ein lautes "KLONG" ihr KO eingeläutet hätte. Mit allen Vieren von sich gestreckt lag sie nun rücklings auf dem Boden bevor sie wieder in den Streitkolben zurückkehrte um auf ein neues Opfer zu warten. Zornig nahm der Goblin die Waffe auf und wollte sie fort schleudern, doch es kam zu einem der interessantesten Vorfälle seit es Artefakte gibt. Wie bereits zuvor versuchten die Persönlichkeiten in der Waffe den Geist des neuen Trägers zu bezwingen, doch Angesichts dem Wirrwarr das ein Goblingeist darstellt, fing die Waffe zuerst an stark zu vibrieren, dann konnte man das schrille Kreischen wie Fingernägel auf einer Tafel hören und schließlich explodierte der Streitkolben in einer grellen Explosion mit einer himmelblauen Rauchwolke. Der kleine Schildadjutant landete vor Schreck auf seinem Allerwertesten. Die Explosion ließ die Angriffe auf beiden Seiten kurz innehalten doch der Yumiadjutant zog einen Pfeil aus dem Köcher, verbog ihn und riss auf einer Seite die Federn ab. Er schoss den Pfeil hoch in die Luft zu seiner Rechten und er traf einen der Angreifer oben auf der Mauer von hinten ins Genick. Ohne weitere Ergebnisse abzuwarten zog er zwei Pfeile aus dem Köcher und wiederholte die Prozedur, jedoch diesmal mit Pfeilen, welche keinem zuvor glichen. Der erste Pfeil pfiff ohrenbetäubend durch die Luft und der zweite hinterließ eine dichte Staubwolke auf der Mauer. In diesem Moment sprang Haizgil über die Zinnen und lächelte breit: "Incendro!" und schnippste mit Daumen und Ringfinger und die Wolke ging in einer riesigen Flammensäule auf. Wild schreiend und lichterloh in Flammen rannten ihre Angreifer auseinander und warfen sich teilweise von der Mauer. Doch zwischen ihnen stand ein Krieger, welcher einen Teil des Feuers wie einen Spielball mit der Hand gefangen und wie ein Spielzeug über die linke Hand rennen ließ. Seine andere Hand hatte eine Schwertlanze fest im Griff und ohne eine Ankündigung riss er sie herauf und die Flammen schossen gebündelt in einem Strahl auf Haizgil zu.
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Sa 20 Jan 2018 - 23:33

"Eindrucksvoll.....", entgegnete Saba, die noch nie gesehen hatte, dass sich ein beseeltes Artefakt aus Verzweiflung selbst zerstörte. Die Explosion hatte dazu ausgereicht, dass die Zauberin in Deckung gesprungen war. Umso erstaunter war sie, dass es dem Goblin anscheinend bestens ging - ohne größere Verletzungen hatte er der Kraft der Explosion überstanden.
Rivais Zauber war abgeschlossen und wirkte sofort. Vier schwarze Sphären verteilten sich auf der Mauer und hüllten den Wehrgang in tiefste Dunkelheit. Alle die sich auf der Mauer befunden hatten und dem Zauber nicht widerstanden, wurden orientierungslos und begannen zu zittern, da die magisch erzeugte Finsternis bittere Kälte mit sich brachte. Aus Unwissenheit wohin sie liefen, stolperten manche der Gegner den Wehrgang hinunter in die Tiefe oder flogen die Treppen herunter.
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   So 21 Jan 2018 - 22:52

In Flammen und Finsternis gehüllt waren viele verloren, doch der Krieger war von dem ganzen unbeeindruckt. Mehrere Bannzauber brannten dahin nach dem sie die Wucht des Angriffs absorbiert hatten und Haizgil mit wenig mehr als angesengten Haaren zurückgelassen hatten. Instinktiv blockte er einen Angriff des Kriegers, doch seine kompakte Größe und das Moment des Schlags schleuderten ihn von der Mauer und hinab in die Tiefe. Es war nur die Aufmerksamkeit des Adjutanten mit der großen Keule, dass Haizgil eine weiche Landung bekam. Er rappelte sich auf und bemerkte, dass sein Schwert bei diesem Angriff zersplittert wurde und einige der Splitter sich in sein Fleisch gebohrt hatten. Seine Schwerthand war stark verformt und ein Knochen schaute sogar aus der Haut hervor. Er versuchte seine Schmerzen zu kontrollieren, doch die Schmerzen betäubten seine Sinne. Er hörte nur mehrere Schreie und traute seinen Augen kaum. Er erblickte direkt hinter sich den Krieger und um ihn herum seine beiden Adjutanten mit Schild und Keule niedergestreckt, sowie den Yumiadjutanten, wie er mit einem seiner Pfeile im Bauch zusammenbrach. Mit einem Hechtsprung versuchte er Abstand zwischen sich und seinen Gegner zu bringen und ein flacher Stein in seiner Linken machte sich auf den Weg zur Stirn seines Feindes. Zu seinem Schock zerteilte dieser mühelos das Wurfgeschoss und mit einer schnellen Rune wurde Haizgil von goldenen Fesseln zu Boden gerissen. "Gebt auf Sterbliche! Ihr seid Feinde mir unbekannter Herkunft, aber ihr scheint Freunde des Zwergs zu sein! Lasst von eurer Magie ab und werft eure Waffen und Stäbe fort. Mein Meister Shinmun Ra wird über euer Schicksal entscheiden! Er ist gnädiger als ich!", schmetterte seine kräftige Stimme und er richtete sich in voller Größe vor ihnen auf. Er maß etwa zwei Meter und war deutlich durchtrainiert. Seine Haut war stellenweise geschuppt und seine Augen wiesen eine gelbe Iris auf. Die Schwertlanze in seiner Hand war eindeutig aus verschiedenen Metallen geformt, darunter edles Material wie Adamant, Mithral und kaltem Eisen, sowie einem Griff mit einer Wicklung aus Dunkelblatt und Einlagen aus Engels- und Teufelshaut. Auch das feine Gewand des Kriegers war von feinsten Geweben alchemistischer Meister gefertigt und an den Ärmeln blitzte ein genietetes Lederwams aus Adamant und goldenen Drachenschuppen hervor. Eine Ausrüstung, welche so manchen Weltenwanderer in ewige Schulden treiben würde. Haizgil konnte nun lediglich auf die Weisheit der Magier vertrauen um seine hoffentlich noch lebenden Adjutanten zu retten. Er kannte den Namen des Meisters und jeder kennt diesen Namen, der jemals in Geschichten alter Tage geblättert hatte. Shinmun Ra war der goldene Weltendrache und Schutzherr von vierundzwanzig Welten, welche alle zu seinem glorreichen Reich gehörten. Er konnte es kaum glauben, dass dieser lebende Gott der Drachen nun hier persönlich sein sollte.


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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Fr 26 Jan 2018 - 20:23

"Diener von Meister Shinmun, wir grüßen dich! Wir sind durch eure Anwesenheit zutiefst geehrt! Es scheint ein großes Missverständnis gegeben zu haben! Wir sind gewiss keine Freunde des Zwerges! Tatsächlich haben wir erst vor wenigen Minuten erfahren, dass überhaupt ein Zwerg im Turm existiert. Wir hatten nicht erwartet jemanden wie euch hier anzutreffen - wir hatten eigentlich gedacht Jakob Wehner und sein Gefolge anzutreffen. Unsere Absicht war es sie von dieser Welt zu entfernen - umso überraschter sind wir nun also, dass ihr die Festung besetzt habt und unser Kommen weshalb auch immer erwartet habt!", versuchte Rivai sich zu erklären. "Womöglich stehen wir und seine Göttlichkeit Shinmun Ra gar auf der selben Seite!"
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Fr 26 Jan 2018 - 23:22

"Das wird nur der goldene Fürst selbst entscheiden! Nieder mit den Waffen und sammelt eure Kameraden auf!", befahl der Krieger und war mehr als bereit beim geringsten Zweifel Köpfe rollen zu lassen. Er zeichnete mehrere Runen in die Luft und die Wunden der Verletzten beider Seiten schlossen sich um zumindest weiteren Blutverlust zu unterbinden. Die Krieger beider Seiten erhoben sich und waren teilweise dem Tod nur knapp entronnen. Auch die Adjutanten kamen wieder zu sich. Lediglich Haizgil wurde zwar geheilt, aber nur in den heiligen Fesseln von einem Krieger mitgenommen, während der Rest langsam hinterher trottete. Die gesamte Zeit behielt der mächtige Krieger sie alle im Auge, doch blinzelte er immer wieder in die Ferne an den Horizont. Etwas beunruhigte auch die Diener Shinmun Ras. Sie fürchteten sich und nur deshalb hatten sie so harsch diese Festung verteidigt. Einer der Weltenwanderer aus dem Gefolge Shinmun Ras hatte alle Waffen konfisziert und passte auf, dass sie auch alle zusammen blieben. "Wovor fürchtet ihr euch?", fragte Haizgil mit einem leicht frechen Unterton und er bekam seine Antwort rasch: "Wehner! Seine Festung war verlassen bis auf einen uns unbekannten Zwerg, der hier Stellung hielt. Ein Trumpf, den wir Wehner nicht ganz zugetraut hatten und doch war er alleine hier. Ein Narr, aber ein talentierter Bursche! Wir erwarten jeden Moment Wehners Rache!". Nach diesen Worten öffnete sich eine Walltür und die Gruppe trat ins Innere der Festung.
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Do 1 Feb 2018 - 17:36

Da sie sich ausmalen konnten, dass Widerstand zu leisten in diesem Moment zu den ungünstigeren Optionen gehörte, folgten die Magier um Rivai gehorsam dem großen Unbekannten in die Festung. Adugas fand die Situation schon etwas ironisch, dass sie nun in der Festung eingesperrt werden sollten, die sie eigentlich hatten zerstören wollen.
Rivai war derweil ganz in Gedanken versunken, da ihm die derzeitigen Umstände überhaupt nicht gefielen: Wie auch immer schienen Fremde aus anderen Welten besser über die Vorgänge in Irathar Bescheid zu wissen, als es die Magier wussten. Zwerge, von denen er nie gehört hatte, tauchten auf einmal als Illusionen auf, die von Geschehnissen wussten und Informationen besaßen, von denen niemand im Rat gewusste hatte. Obwohl sich Rivai sicher gewesen war, dass Haizgil unter größter Geheimhaltung zu ihnen nach Gashur gekommen war, hatte man sie in der Festung bereits erwartet gehabt. Zudem wunderte sich Rivai wofür die Scharade mit dem Zwerg und Golem nötig gewesen war, schließlich schienen die Diener von Shinmun Ra gewusst zu haben, dass sie nicht zu Jakobs Truppe gehörten. Mehr und mehr bekam der alte Magier den Eindruck wie in einer Glaskugel gesessen zu haben, die verhindert hatte, dass er gewisse Informationen bekommt. Sonst war es ihm noch fast nie passiert, dass die Welt um ihn herum besser über ihn Bescheid wusste, als er selbst.


Zuletzt von Godrik am Do 1 Feb 2018 - 21:37 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Do 1 Feb 2018 - 21:27

Sie traten durch die weiten Korridore der mächtigen Festung und es dauerte eine ganze Weile bis sie in einen großen Saal kamen in dem ein Kaminfeuer brannte und neun Personen mit wild gemischter Ausrüstung und Rasse standen. Drei der Anwesenden saßen auf jeweils einem recht feinen Stuhl, während drei der übrigen sechs wie eine Klette direkt neben einem der sitzenden standen. Die übrigen drei standen bei den Türen der übrigen Ausgänge.
"Die Angreifer, welche eben für einen kleinen Aufstand vor den Toren gesorgt haben!", präsentierte sie der Krieger und ein Mensch mit kurzen weißen Haaren platzierte einige Schemel damit sich alle der frisch Gefangenen hinsetzen konnten. Die regulären Soldaten warteten vor der Türe, aber brachten noch die besiegten in den Saal.
Ein großer blauer Psikristall knisterte laut in einer Halterung und zog den Blick der Magier und Haizgil auf sich. Eine Frau mit blonden Haaren, weißer Haut und goldener Iris in den Augen trat an den Kristall, legte ihre Hand auf und flüsterte dem Kristall beruhigende Worte zu worauf sich das Knistern auf ein Minimum reduzierte. Die Frau sah relativ jung aus und weniger wie ein Kampf erfahrener Krieger. Haizgil machte sich sofort ein Bild von jedem Anwesenden der mit etwas interagierte und schloss beim Stühleschieber auf einen passablen Schwertkämpfer und bei der jungen Steinestreichlerin auf eine Heilerin. Heizgil stockte, als er zwei der Anwesenden als Kinder identifizierte. Beunruhigend war nur der Fakt, dass eines der Kinder auf einem der feinen Stühle saß und unruhig hin- und herkippelte. Sein Blick kreuzte sich mit Haizgil und es streckte den Arm aus und fing an zu meckern: "Der Gobo hat schlimmes Aua! Wir können sie nicht befragen, während er den Teppich vollmacht!". "Dann mach was dagegen!", forderte der Elf auf dem zweiten Stuhl das Mädchen auf und blickte etwas genervt zur gefangenen Truppe. Das kleine Mädchen sprang vom Stuhl und grapschte Haizgils Hand und sofort ränkten sich Gelenke wieder ein und Wunden verschlossen sich. Er war so verblüfft von der schnellen Heilung, dass er nicht bemerkt hatte, dass der Leibwächter, ein Elf mit roten Haaren und einer großen Lanze ihr Schritt für Schritt gefolgt war. Erst als der letzte Adjutant Haizgils wieder bei Atem war sprang sie zurück in den Stuhl und grinste über beide Ohren: "Ora mag lebendige kleine Gobos viel lieber als kaputte! Lasst uns doch...". "Nein! Es wird nicht gespielt!", tönte nun die Stimme des Dritten auf den Stühlen: "Es ist Zeit sich bei unseren Gästen zu informieren! Gestatten Ulthorn Wasirov! Berichtet den Grund eures Besuchs! Was macht ihr, Rivai Sharo und mehrere Magier des Turms in der Festung von Jakob Wehner? Gäste oder Feinde des selbigen?".
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BeitragThema: Re: 6.1.Ein alter Freund   Fr 2 Feb 2018 - 18:33

"Ihr kennt euch aber gut in der Welt aus, dass Ihr mich kennt, wogegen ich noch nie von euch gehört habe!", entgegnete Rivai. "Wir sind weder Gäste noch Freunde von Jakob Wehner. Stattdessen sind wir lediglich hierher gekommen um Irathar vor Wehner und Thalatel zu schützen, wenn nötig mit Gewalt. Wir lassen nicht zu, dass unsere Heimat von derartigem, geltungsbedürftigem Wandersvolk aus purer Lust am Chaos zerstört wird. Wir hatten nicht erwartet euch und eure Begleiter hier an zu treffen - wir sind euch also nicht zwingend feindlich gesonnen", erklärte der alte Magier.
"Wenn ich hinzufügen dürfte: Wir sind schon lange keine Magier des Turmes mehr. Wir haben Marandir schon vor langer Zeit abgeschworen! Da er ohnehin tot ist, spielt der Turm keine Rolle mehr. Nichts weiter mehr als eine verfallene Ruine!", fügte Mihir hinzu.
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