Legends of Irathar

Mysterien und Legenden von Irathar
 
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 6.2. Wohin der Krieg mich zieht

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Bestie von Argh
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BeitragThema: 6.2. Wohin der Krieg mich zieht   Mo 19 März 2018 - 22:43

Es war Kirschblütenzeit und Tian war in pinke Wolken aus tausenden Blütenblättern gehüllt. Die Vögel zogen ihre Kreise am Himmel und Kinder lachten, während sie in der milden Mittagsbrise spielten. Ab und zu konnte man kleine Kami finden, welche in dieser schönen Zeit zu verspielt zum Verstecken waren.
Zu diesem Zeitpunkt trat Numsgil aus der großen Pagode nahe der Festung und spazierte gemächlich durch die Wege zwischen den zahlreichen Feldern und ein jeder grüßte ihn, wie er so des Weges kam. Die Goblins liebten ihren Fürsten, so weise, nachsichtig und erfolgreich wie er war und doch litt er innerlich bei jedem Schritt. Seine geschundenen Knochen litten unter den Narben, welche der große Kampf am Körper und Geist ihres Herren hinterlassen hatten. Es war sein reiner Wille, der ihn noch problemlos durchs Leben brachte. Er sattelte selbst sein Schwein, die Bestie von Argh und ritt hinaus zum Anwesen seines Beraters.

Numsgil trat durch das Tor zum kleinen Anwesen seines Beraters und Offiziers. Ein kleiner Kiesweg führte über eine schmale Holzbrücke hin zu einem kleinen traditionellen Holzhaus wie aus einem Bilderbuch. Eine Terrasse mit Ausblick auf die Felder der umliegenden Höfe befand sich hinter dem Haus.
Hier entdeckte Numsgil auch seinen Sohn Haizgil mit seinem Berater bei einem hitzigen Gespräch, während einer doch sonst sehr ruhigen Teezeremonie. Die Worte verstummten als Numsgil um die Ecke kam.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 6.2. Wohin der Krieg mich zieht   Mo 19 März 2018 - 23:58

"Ich hatte ein interessantes Gespräch mit deinem Sohn, Numsgil!", sprach der schon in die Jahre gekommene Berater und lächelte breit: "Er liebt es dein Buch zu lesen und mit seinen neusten Funden und Zaubern zu prahlen. Sein Talent ist groß, mein Freund! Doch er vernachlässigt seinen Körper!".
Numsgil blickte auf seinen Sohn, lachte kurz und antwortete: "Ihr seid wohl zu streng mit ihm! Er hat viele Schüler und Meister mit zweifelsohne großem Geschick in zahlreichen Fächern aller Künste bezwungen!". Der Berater seufzte und blickte über die weiten Felder. "Siehst du den Apfelbaum dort?", fragte er und Numsgil antwortete: "Natürlich! Die Kleinen üben ihre Schüsse daran! Sie versuchen die Äpfel zu treffen!". Am Baum hing ein einziger fauler Apfel und in diesem steckte ein Pfeil mit Haizgils Federschmuck. Der Berater nahm seinen Yumi, bespannte ihn und sandte einen Pfeil auf den Weg.
Am Stiel trennte der Pfeil den Apfel vom Baum. Numsgil seufzte und nickte: "Ich erlaube dir strenger mit ihm zu sein! Er wird schlimmeres als Goblins überwinden müssen um seine Geliebten zu beschützen.".
Numsgil brach sofort wieder auf ohne auch nur seinen Sohn zu Umarmen oder ermunternde Worte auszusprechen. Er hatte gerade das Tor passiert und begann mehr und mehr zu schluchzen und zu weinen. Er zog seinen Reisstrohhut tief ins Gesicht und eilte davon. Erinnerungen rasten durch seinen Kopf und jedes Mal wenn es um seine Nächsten geht kehrten die Erinnerungen wieder. Er hatte viele Kinder und doch hatte er mit noch keinem ein Wort gesprochen. Seine Frau hütete liebevoll die Kleinen, doch selbst sie bekam kaum Zärtlichkeit zu spüren.
Diese Erinnerungen rissen ihn in die Tiefe, in einen schrecklichen Zustand in der Art eines Limbos in dem er hilflos in seiner Gedankenwelt schwebte und unausweichlich von den Geistern der Vergangenheit heimgesucht wurde. Außenstehende sahen nur ihren Fürsten voller Tränen im Staub liegen, während sein Körper krampfhaft zitterte.
Doch in seiner Gedankenwelt war dieser Moment grausame Realität. Ein gigantischer Drache schoss durch den Aether auf seine Heimat zu und bedrohte alles Leben zu vernichten. Er selbst ritt auf einem göttlichen Nachtmahr dem Angreifer mit gezogenen Waffen entgegen. Es war bedeutungslos, denn egal was er tat, am Ende schmetterte der Körper des Drachen in die Welt und dessen letzter Hauch verbrannte die Atmosphäre mit allem Leben.
Numsgil blickte auf. Seine feine Kleidung war mit Schlamm aus Sand und Tränen gesäumt. Er stand auf und musste sich zunächst auf seinen nun wackligen Beinen halten. Verstöhrt blickte er hinauf zum Sternenhimmel und weiter durch das Firmament als könnten seine Augen den undurchdringlichen Kosmos durchbrechen.
Sein Blick landete schließlich auf einer finsteren Welt, fern von allem Licht.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 6.2. Wohin der Krieg mich zieht   Di 20 März 2018 - 19:01

Jedes Mal, wenn er sich er sich in seinen Schmerzen verlor suchten seine Augen diese Welt, welche einst seine Heimat gewesen war. Er konnte keine Verluste ertragen und noch weniger die Gedanken und Erinnerungen daran.

Numsgil schreckte auf. Er fasste sich den Kopf und wischte sich die Tränen aus den Augen. Die Erinnerungen an die Tage in seinen Ländereien vor dem verhängnisvollen Anfang seiner großen Reise schmerzten ihn und zerrten an seinem Verstand. Er schaute sich um und erkannte Nana und Nimrod wie sie am Feuer Nachtwache schoben. Es regnete draußen und für den morgigen Tag waren Gespräche mit den Dunkelelfen geplant und im Anschluss mit der Tieflingenklave tief unter Keresgarth. Es war nun zwanzig Jahre her, dass Numsgil Godrik und Wigurz im Hort von Shinsara zurückgelassen hatte. Es war mühsam und gefährlich Verbündete für Gorum zu finden ohne Anhänger der anderen Götter aufhorchen zu lassen.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 6.2. Wohin der Krieg mich zieht   So 15 Apr 2018 - 8:17

Numsgil schrieb jede Gruppe, jedes Volk auf, die nicht direkt mit den Drachen und Göttern assoziiert waren. Er überlegte sehr lange bei bestimmten Völkern nach, vor allem wenn ihre Hilfe weit schlimmere Folgen als die Götter und Drachen selbst haben konnten. Er kritzelte fast schon manisch über mehrere Namen, darunter die Alten, der gelbe Mond oder auch die Unaussprechlichen. Alle einflussreich, aber zugleich mächtig, zu mächtig. Er schrieb die Drachenfürsten auf, die an der großen Schlacht gegen Marandirs Mitschüler beteiligt waren, sowie derer die danach ins Exil gezogen waren. Selbst Jakob Wehner schrieb er auf die Liste und zögerte als er den Namen streichen wollte. Jakobs wenige aber mächtige Verbündete bargen viel Ungewissheit und Marandir ließ einen Schauer über seinen Rücken laufen. Marandir und Jakob waren seit dem Niedergang des Mitschülers die einzigen, die Drachen und Göttern in ihrer Macht ebenbürtig waren. Yurin und die übrigen Herolde standen zwischen ihm und einem Angriff auf die Götter und ließen Numsgil weiter grübeln.
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BeitragThema: Re: 6.2. Wohin der Krieg mich zieht   Do 19 Apr 2018 - 20:59

Numsgil musste an Wigurz und Godrik denken, denen er doch noch viel vorenthalten hatte. Er hatte genau gewusst, wo er den dummen Goblin spielen musste und wo den schlauen. Heimlich zog er ein Bündel herausgetrennter Pergamentseiten aus dem Saum seines Untergewandes und blätterte sie durch. Es waren die letzten Seiten mit den Ergebnissen von Marandirs Mitschüler inklusive des Namens: Arkanum Potens von Werund Aegas Theressar. Numsgil blätterte durch das revolutionäre Skript, welches den Machtanspruch der Götter selbst in Frage stellte. Es gab eine Ebene der Macht, welche die Drachen und Götter selbst genährt hatte und aus Angst versiegelt worden war. Am Ende des Skripts standen gekritzelte Zeilen, welche mit Blut hastig hingesudelt worden waren und sagten "der Weg ist mir frei!". Das Blut Werunds hielt seine letzten Gedanken fest bevor er einfach verschwand. Er war im letzten großen Krieg unterlegen und floh mit seinen beiden Schülern Jakob und... Numsgil dachte nach. Er erinnerte sich nicht an den zweiten Schüler, oder besser, er konnte nicht mehr die Geschichte rekonstruieren. Niemand hatte Werunds Tod nach seiner Flucht bestätigen können und Numsgil hatte mit gerade wenigen Monaten auf der Welt das Buch gefunden. Er steckte die Pergamente wieder in den Saum und nähte es wieder zu. Nana kam gähnend zu Numsgil und fragte ihn verwundert: "Warum nähst du so spät noch deine Kleidung? Sollten wir nicht schlafen bevor wir morgen weiterreisen?" "Schlaf ruhig! Ich hänge nunmal an meiner alten tianschen Kleidung!", antwortete er und Nana warf sich auf ihr Reisebett und murmelte: "Alter komischer Kauz!". Er kannte nach den ganzen Jahren Nimrod und Nana sehr gut. Das Vertrauen in Person und Kampfkunst waren uneingeschränkt vorhanden. Numsgil seufzte erneut und blickte nach draußen in den Regen. Ein Glück wusste keiner seiner beiden Freunde, dass ihre Begegnung vor sovielen Jahrhunderten kein Zufall gewesen war. Denn dieser Rachefeldzug schwelte bereits seit der Zerstörung seiner Heimat. Seine Augen flackerten kurz in der feurigen Energie seines Drachentotems, dann fasste er sich wieder, nahm sein Schwert Baby und schritt zum Eingang des Unterschlupfs: "Schlaf ruhig Nimrod! Ich halte Wache!".
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BeitragThema: Re: 6.2. Wohin der Krieg mich zieht   So 29 Apr 2018 - 23:24

Numsgil setzte sich trotz des Regens mit seinem Strohhut nach draußen und starrte durch den Regen. Er blinzelte kurz und drehte sich dann zu Nana um, welche innerhalb des Liedschlags neben ihm aufgetaucht war. "Du hast schnell gelernt, Nana!", sprach Numsgil und kicherte kurz: "Zwanzig Jahre unter meinen Fittichen haben wohl schon ihre Spuren hinterlassen!". "Klar, Gobo! Inzwischen hab ich mich auch an Morgengrauen und Dämmerung gewöhnt.", erwiderte Nana, welche unter dem göttlichen Harnisch des Gorum noch immer ihr weißes Gewand trug. Über der linken Schulter hing Morgengrauen, über der rechten Dämmerung und am Waffenrock hing Schleier, ihre alte Klinge. Numsgil musterte sie kurz und nickte ihr zu und sie begann breit zu grinsen, bevor sie rasch einige Meter zwischen sich und Numsgil brachte. Wie üblich hatte es keinen Vorteil erbracht und es gab ihr gerade genug Zeit mit Morgengrauen den ersten Angriff ihres Lehrmeisters zu blocken und einen Moment später mit Dämmerung ins Leere zu schlagen, mit der linken Hand umzugreifen um mit Schleier den Konter zu parieren. Es war Wahnsinn wie schnell Numsgil sich über die sterblichen Grenzen beschleunigen konnte. Er hatte sie extensiv unterrichtet und so entflammte ihr rechtes Auge in den feurigen Energien von Numsgils Drachentotem. Schlagartig nahm ihre Geschwindigkeit zu, während Numsgil absichtlich ihr immer einen Schritt voraus war. Für jeden Schritt Nanas hatte er bereits zwei Schritte vollbracht. Er machte sie mit seiner provokanten überheblichen Art schier wahnsinnig, doch gleichzeitig reizte er sie weit über ihre eigenen Grenzen zu gehen. Gerade als ihr zweites Auge zu entflammen drohte, stieß ihr Numsgil mit einem spitzen Finger auf einen Nervenknoten, worauf sie schwer keuchend zusammenbrach. "Genug, Nana!", sprach Numsgil: "Wir müssen keine Aufmerksamkeit auf uns ziehen! Das reicht soweit!". Nana hob ihre drei Klingen wieder auf und legte sich zurück in den Baum zum Schlafen. Nimrod lag still drinnen und blickte auf als Nana hereinkam. Respektvoll nickte er ihr zu und beide schliefen rasch ein.
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BeitragThema: Re: 6.2. Wohin der Krieg mich zieht   Fr 4 Mai 2018 - 20:23

Numsgil weckte Nana und Nimrod bereits vor dem ersten Hahnenschrei und versteckte sich in einem Hafersack, welchen sich Nimrod in Gestalt eines großen männlichen Menschen über die Schulter war. Nana lief neben ihm und hatte sich in zahlreiche Lumpen gehüllt. Zusammen waren sie das perfekte Bettlerpaar. Es war nicht viel los auf dem südlichen Kontinent von Irathar und bis auf zwei Mal wurden sie auch noch nicht fortgejagt wie Landstreicher. Nach weiteren fünf Tagesreisen erreichten sie den Weltenschlund. Ein riesiges Loch im Boden, welches rundum von spitzen Felsen und jungen Laubbäumen umgeben war. Sie schlugen ein kleines Lager auf und warteten bis tief in die Nacht um neugierigen Blicken zu entgehen, denn obwohl kaum jemand die Drow kannte, so kannten viele die Schauergeschichten über die schwarzen Tiefen.
Es war fast Mitternacht als Nimrod Nana und Numsgil in die Dunkelheit unter der Erde trug. Auch hier verkleideten sie sich, auch wenn Nana ihre Rolle nicht leiden konnte. Nimrod hatte die Gestalt eines Trolls angenommen, welcher eine Menschensklavin hinter sich herzog und Nana musste die Sklavin mimen, während Numsgil den Goblinhändler darstellte und sie immer wieder mit einem Lederriemen antrieb.
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BeitragThema: Re: 6.2. Wohin der Krieg mich zieht   So 6 Mai 2018 - 12:18

"Lioreysi o shaculeth!", rief es aus der Finsternis vor ihnen. Niemand war zu sehen und Numsgil rief in breitestem Gossendialekt der Goblins seine Antwort in die Finsternis: Grub dub shranishukikiki brinz'k'lukiduki shipansi gritzlfitzgutzala!". Ein kleines blaues Licht entflammte und ein Drow trat aus der Finsternis. Er trug eine Rüstung aus gepechtem Finsterblatt und sein weißes Haar war hinter dem Kopf zu mehreren Zöpfen zusammengebunden. An seinem Gürtel hingen ein Kurzschwert und eine gefaltete Pistolenarmbrust wie einfache Grenzwachen der Drow sie üblicherweise trugen. Numsgils feine Goblinnase kratzte von dem feinen Geruch des Schlafmittels, welches alle Waffen der Drow benetzte. "Shinada dosei? Guindolyth sinkuma! Harpin magoi sinu ki Goblinkirsu?" "Drowkwbatsh shirpth pukpzki shirulatzkipatatui! Gorum xithpuzlipurz! Gurth kawarchtz!" "Goblinkirsu siebanai!", beendete der Drow das Gespräch bevor er wieder verschwand.
"Wir warten!", sprach Numsgil zu seinen beiden Begleitern und Nimrod kettete Nana an einen Felsen. "Glaubst du es klappt?", erklang Nimrods Stimme in Numsgils Kopf, wobei dieser nur ein deutliches Daumenhoch gab. Es vergangen Stunden, dann Tage und letzten Endes 5 Wochen ohne neuen Kontakt mit den Dunkelelfen. Es fanden sich dann jedoch andere Fressfeinde ein, welche sich bereits die Mandibeln nach dem 3-gängigen Menü leckten.
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BeitragThema: Re: 6.2. Wohin der Krieg mich zieht   Do 10 Mai 2018 - 17:46

Aaskriecher, ein hungriges Insekt, welches den Drow als Restmüllverwerter diente, kam gleich in dreifacher Ausfertigung aus der Finsternis gekrochen. Numsgil machte schnell in der Finsternis aus, dass eine Gruppe Drow in der Finsternis die Insekten hergebracht hatten um den Goblin und seine Begleiter zu beseitigen.
"Shirketh Yog Danan! Tirawu dero siu dala!!", brüllte Numsgil in die Finsternis: "San Lioreysi o shaculethisei! Magoi sinu Goblinkirsu!". Dieses Mal antworteten die Drow sofort. Ein Bolzen wurde gekonnt von Numsgil gefangen und fallengelassen. Nimrod sprang zwischen die beiden vorderen Aaskriecher und zerschmetterte ihre Antennenansätze, worauf sie wild kreischend auseinander preschten und ihr dritter Artgenosse in Panik floh. "Ihr seid wahrlich bewandert in den Sprachen, kleiner Goblin! Gewalttätig obendrein und stinkt nach Mensch, wie Schwein nach seiner eigenen Scheiße! Eure Sprache widert mich an, denn die gemeine Sprache der Menschen hat häufig eure Lippen berührt! Ihr könnt nur Numsgil Blog sein, denn ihr seid der Herold Gorums! Ein Diener eines ausgestoßenen Gottes!". Eine ehrwürdige Matriarchin der Drider trat aus der Finsternis. Der Höhepunkt eines Mischlings aus Drow und Finsterspinnen. Fast 200 Drow begleiteten die Matriarchin inklusive ihres Gefolges aus verschiedenen Fürsten, Sehern und Magiern. Ein Diener führte nun das Gespräch weiter: "Großmatriarchin Guindolyth wünscht eure Beweggründe für diesen Besuch zu erfahren! Sie zweifelt an eurem Wunsch zum Verkauf der Sexsklavin!". Nana blickte finster Numsgil an, doch Numsgil beherrschte sich in dieser wichtigen Situation und antwortete: "Wir brauchen eure Hilfe in 979 Jahren um die Portale der schwarzen Tiefen von Irathar zu zerstören! Es sollte jedoch wie Unfälle aussehen um kein Aufsehen zu erregen. Einige kleine Aufstände und Geplänkel und zufällig ein paar zerstörte Portale. Es geht darum eine Invasion zu unterbinden." "Ihr zittert, Goblin! Wenn nicht am Körper, so im Geiste! Es ist kein gewöhnlicher Feind nehme ich an? Drachen, Götter oder Weltenwanderer? Der Feind und unser Vorteil sind von großem Interesse!", antwortete die Matriarchin selbst und Numsgil antwortete rasch: "Alle! Das Geschenk ist Freiheit!". Die Drow begannen zu lachen und ihn auszubuhen. Der Diener ergriff nun wieder das Wort: "Die Finsterwelt ist seit fünftausend Jahren unangetastet und abgesehen der Orks hatten wir hier keinen einzigen Aufstand der uns jemals bedroht hätte. Ihr seid ein Narr, dass ihr glaubt wir schreiten ein, wenn sich unsere Feinde in ihrer Barbarei gegenseitig zerfleischen!". "Wenn einzelne Drachen ihre eigene Agenda planen, dann hat man Zeit, aber wenn die Drachen und Götter Handel treiben ist der Ausgang ungewiss!", sprach nun Nimrod: "Die Geschichte hat sich oft wiederholt und Drachen und Götter haben zahlreiche Welten und ihre Leben gehandelt. Ihr wisst es selbst, Drow! Shinyalith war nicht immer eine Albtraumwelt der Alten!". Nun verstummten alle Drow. Numsgil schluckte kurz und setzte sofort fort: "Ihr wurdet alleine gelassen, wie auch ich alleingelassen wurde. Meine Welt wurde dem Astralweltendrache Xratath geopfert im Austausch für ein einziges Artefakt aus dem Krieg zwischen Göttern und Drachen am Anfang der Zeit. Eine verbrannte und zerstörte Welt und keine Seele wurde in Barmherzigkeit ins Jenseits geholt. Eure Urwelt wurde den Alten geopfert und nur die wenigen Fürstentümer zwischen den Welten konnten eine neue Heimat finden. Irathar wird es nicht gnädiger ergehen, aber diesmal werde ich die Vorbereitungen verhindern!".
Ein Raunen ging durch die Drow und die Matriarchin erhob das Wort: "Wir müssen zu Mutter! Diese Entscheidung obliegt nur ihr.".
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BeitragThema: Re: 6.2. Wohin der Krieg mich zieht   Sa 19 Mai 2018 - 23:23

Die Drow nahmen nun Numsgil, Nimrod und Nana mit sich in die Finsternis der schwarzen Tiefe. Die Reise dauerte drei Wochen und sie bekamen Verpflegung von den Drow um diesen nicht ganz einfachen Weg zu überstehen. Numsgil nahm mehrfach Nana an ihrer Hand, da außer seinen Goblinaugen nichts mehr den Pfad vor ihren Füßen ausfindig machen konnte. Nimrod selbst war auf diesem Teil der Reise mit großem Respekt behandelt worden und selbst eingesessene Drowveteranen fühlten sich in der Präsenz des alten Trolls merkwürdigerweise extremst eingeschüchtert. Die Großmatriarchin Guindolyth sprach trotz der langen Reise kein Wort mit den drei Gestalten und spendete viel Zeit damit sich mit ihren Beratern und Gehilfen zu einigen, was im Notfall getan werden sollte. Schließlich erreichten sie ein Tal unter der Erde, welches von mit Licht gefüllten Kristallen gesäumt und von zahlreichen Gebäuden seltsamer Architektur bebaut worden war. Die Gebäude reichten bis zum Horizont und nach menschlichen Maßstäben mussten hier mindestens vier Millionen Drow mit ihren Familien wohnen. Im Zentrum stand ein riesiges Anwesen in einem Lichtkegel, welcher von vier großen Türmen auf das Zentrum reflektiert wurde. Je mehr sie sich dem Zentrum näherten umso mehr Drow lösten sich aus dem Tross und blieben im Stadtring ihrer Kaste stehen. Kurz vor dem Anwesen kamen die übrigen Reisenden an eine große Mauer mit einem einzigen adamantenem Tor, welches über und über mit Schutzrunen beschmiedet worden war. Der Aufwand für diesen inneren Ring glich nichts anderem im gesamten Multiversum und wog sämtliche Schätze von mehreren Welten auf. Selbst Götter und Drachen mussten vor diesem Tor alles niederlegen um auch den Hauch einer Chance auf einen Blick ins Innere zu bekommen. Selbst die Wachen trugen Rüstungen aus einer unbekannten Mischlegierung und waren rein nach ihrer Aura in mehreren Künsten der Götter, Drachen und Psione geschult. Wären sie den Göttern verpflichtet gewesen, so wären sie ohne Zweifel hochrangige Herolde geworden. Lediglich vier dieser Wachen bewachten den großen Wall und nur ein kleiner Durchgang im Tor wurde ausschließlich für Numsgil geöffnet. Nana und Nimrod warteten vor den Toren mit Guindolyth und ihrem Gefolge.
Numsgil trat langsam durch den Durchgang und hinter ihm versiegelte sich sofort wieder durch unsichtbare Kräfte der Weg den er erst durchtreten hatte. Der gesamte Innenhof war taghell ausgeleuchtet und keine einzige andere Person hielt sich hier auf. Ab der Mitte des Innenhofes stand man einem bodenlosen Abgrund gegenüber und bei jedem Tritt weiter formten sich kleine magische Trittsteine um den Passanten über den sicheren Tod zu führen. Der Korridor hinter dem Abgrund war vollkommen von jeglicher Magie, Psionik und höheren Kräften abgeschirmt und mit jedem Schritt wurde das Atmen schwieriger. Endlich nach langsamen und mühevollen Schritten trat Numsgil in einen grellbeleuchteten Raum mit einem riesigen kristallinen Behälter in der Mitte, welcher völlig mit einer milchigen, aber dennoch durchsichtigen trüben Flüssigkeit gefüllt war. In ihr konnte Numsgil eine Gestalt wahrnehmen, nachdem sich seine Augen an das Licht gewohnt hatten. Die Gestalt hatte schneeweiße Haut und Haare und zahlreiche Schläuche waren an Blutadern, Darmausgängen und zur Ernährung an natürliche und künstliche Öffnungen angeschlossen. Weißes Tuch bedeckte den Körper und gab dem ganzen genug Anmut um nicht in Mitleid zu verfallen mit der von Narben übersäten Frau. Als Numsgil zwei Meter vor dem Behälter stehen blieb öffnete sie ihre Augen und zwei goldene Pupillen blickten auf den kleinen Goblin.
"Du bist es wirklich, Numsgil! Nach zehntausend Jahren stehst du wieder hier vor mir und lebst!", sprach eine Stimme in Numsgils Kopf und setzte nach einer anstrengenden Pause fort: "Es weckt gemischte Gefühle dich zu sehen! Du bist also gescheitert, oder erzählst du immer noch die Geschichte vom Verrat der Götter an dir!"
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