Legends of Irathar

Mysterien und Legenden von Irathar
 
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 1.2 Kapitel - Der Verräter

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Bestie von Argh
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BeitragThema: 1.2 Kapitel - Der Verräter   Mo 21 Mai 2018 - 23:06

"Sie haben also die Geschichte alle geglaubt!", sprach die Stimme in Numsgils Kopf: "Der tapfere Goblin der einen Weltendrachen ohne Beistand bezwang und tragischerweise durch den Aufprall des Geschöpfs seine gesamte Heimatwelt verloren hat!". "So ist es in allen Geschichtsbüchern festgehalten und von mir in die Welt getragen worden!", erwiderte Numsgil und wurde abrupt unterbrochen: "Geschichtsbücher voller Lügen! Berühmt bist du Goblin, aber leider mehr als komischer Held, denn als der, welcher diesen umfassenden Krieg begonnen hat!". Numsgil blickte an sich herab und wünschte sich seine Waffen herbei, doch selbst Baby konnte ihn hier nicht wahrnehmen. "Mordlustig wie immer! Es schmerzt nehme ich an!? Ich frage dich einmal, Numsgil: wer hat Saranrae das linke Auge ausgestochen? Wer hat Werund Aegas Theresar ermordet? Welcher Herold hat die Vernichtung von Shinyalith überwacht? Alles Fragen, welche ich trotz meiner Fähigkeiten niemals ganz ergründen konnte. Es fehlt etwas kleines, was niemand wahrnehmen kann. Es ist inkonsistent und in keiner Zeit klar zuhause." "Wenn ich es wüsste, würde ich es euch sagen! Es scheint ja mit euren sehenden Fähigkeiten nicht weit her zu sein!", sprach Numsgil und wünschte sich nichts sehnlicher als abzuhauen, doch es blieb ihm hier kein anderer Ausweg. Ohne die Drow war Irathar und sein neues Volk in jeder Hinsicht verloren. Deshalb blickte Numsgil auf und begann zu antworten: "Das sind drei Fragen mit einer dir bekannten Antwort: Ich! Aber ich kann etwas Licht ins Dunkel bringen, was die Beweggründe anging. Ich habe gesehen was die Götter mit den Drachen der Revolution auf die Beine gestellt und die Menschen Irathar unter Rothenschild regiert hatten. Mehr als einmal habe ich Werund Aegas Theresar auf seinen Forschungsreisen beobachtet. Mir war seine Forschung sehr wohl bekannt und wie revolutionär sie war." "Die Götter wissen dies bis heute nicht!", erwiderte die Stimme und erläuterte die Lage: "Nur zwei kennen den Inhalt des verlorenen Kapitels der Arcanum Potens. Du und ich! Dubios, dass Theresars Körper nie gefunden wurde und keine Abschrift der Arcanum Potens dieses Kapitel enthält. Zu viele haben es vergeblich gesucht, sind gestorben beim Versuch und Theresars Mörder steht mit dem Skript in seinem Gewand vor mir!". Numsgils Augen entflammten durch seine Aura und er ballte seine Fäuste. Ein mächtiger Schub presste ihn zu Boden und hielt ihn mit großer Kraft fest: "Das Skript interessiert mich nicht, Goblin! Er war in unserer Bibliothek und hat sich lange mit uns auf Shinyalith über seine Ergebnisse unterhalten. Er war ein guter Freund, Goblin! Dann brach ein Portal der Eroberungsflotte der Alten genau im Herzen unserer Hauptstadt auf. Alle starben unter deinem Auge. Ohne Theresar hätte ich nicht überlebt. Ich bin die einzige Drow mit reinem Blut. Was du draußen siehst sind Geschöpfe die glauben Drow zu sein. Nichts weiter als Nachfahren der perfekten Homunkuli die ich in meiner Einsamkeit in der Tiefe erschaffen habe. All das verlorene Wissen alleine macht mich traurig.". "Ich bereue es! Schließlich kannte ich eure Stadt ebenso, genauso wie euch!", sprach Numsgil und bekam rasch eine Antwort: "Ich kann es sehen, Numsgil, aber ich habe auch deinen Geist vor über neuntausend Jahren gesehen. Du warst der erste Herold der Götter. Niemand hatte einen höheren Rang und war unaufgefordert überall willkommen zu heißen. Am Ende hast du den Zeitstein in unser Heiligstes, den großen Kern getragen und damit die Alten hergebracht. Gerne würde ich dich zerquetschen, aber es würde die Götter sofort auf den Plan rufen. Du warst böse und auf nichts als Macht versessen. Ein Hunger der erst nach deinem Verlust verloren ging. Da waren aber Werund und meine Heimat bereits tot.". Numsgil ließ seine Aura versiegen und wurde losgelassen von der unwirklichen Macht des Platzes.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 1.2 Kapitel - Der Verräter   Mo 21 Mai 2018 - 23:30

Numsgil blieb liegen und antwortete auf die erste Frage: "Ich habe Saraenrae das Auge ausgestochen! Ich hätte sie sogar getötet, aber sie war einfach zu mächtig! So gerne hätte ich damals meine Rache vollbracht!"
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 1.2 Kapitel - Der Verräter   Sa 26 Mai 2018 - 23:40

"Ich weiß und wie gerne hätte ich ihren Kopf auf deinem silbernen Tablett gesehen, aber du bist zu früh gegangen. Du hattest keine Chance nach deiner kurzen Vorbereitungszeit. Es war kaum zu übersehen als die Tempel der Saraenrae überall in ihren eigenen heiligen Flammen verbrannten und ihre Priester massenweise ihre Leben verloren. Genug dazu Goblin, die zweite Frage interessiert mich mehr! Was ist mit meinem Freund passiert?".
Numsgil schluckte und grübelte kurz bevor er schließlich wieder begann zu sprechen:
"Wir waren zahlreich in die Schlacht gezogen gegen Werund Aegas Theressar. Wir waren insgesamt die neun auserwählten Herolde, einundachtzig Herolde und über zehntausend Weltenwanderer im Schwur für die Götter. Fast dreißigtausend weitere Elitesoldaten wurden von den damals geeinten Drachen gestellt und über vier Millionen gewöhnliche Soldaten mit weiteren zwei Millionen Hilfstruppen und Söldner. Rothenschild hatte auch noch hunderttausend Mann geschickt um sich für seinen ehemaligen Schüler zu entschuldigen. Als wir eintrafen nachdem wir alle Fluchtwege und Portale versiegelt hatten, war außer einigen wenigen Getreuen und wenigen noch treuen Nationen niemand mehr bei Werund Aegas Theressar geblieben. Selbst seine Familie hatte ihn zurückgelassen und wir waren uns unseres Sieges sicher. Die Drachen hatten selbst einige echte Drachen entsandt und die Götter einige Solare und Dämonen. Das einzige Mal, dass diese Kreaturen gemeinsam kämpften. Wir hatten keine Angst. Unaufhaltsam, so dachten wir, schritten wir auf ihn zu mit einem Offizier der Solare direkt über uns in den Wolken.
Diese Zuversicht zerbrach in Sekundenschnelle als der erste Tote auf dem Schlachtfeld zerschellte. Ich schrie auf vor Schreck als der Solaroffizier ohne Gegenwehr oder Reaktion seinen tot gefunden hatte und ich das Monster sah, welches aus den Wolken herab gekommen war. Tausende rannten davon in Panik, andere griffen ihre Kameraden an und wieder andere stürzten sich in ihre Schwerter. Es war das erste Mal, dass ich vor Jakob Wehner stand. Schwarze ledrige Schwingen, vier Arme von denen jeweils zwei einen großen Elfensäbel führten und die Beine eines Raubtiers. Gegen meine Angst rannte ich ihm entgegen, doch er war soviel schneller als jeder von uns. Ich war noch auf dem Weg als ein Drache, die übrigen Dämonen und Solare durch seine Klingen fielen. Mit vollem Einsatz stellten wir schließlich Jakob, doch hatten wir Werund übersehen, was vier auserwählten Herolden den Tod brachte. Sie schlachteten uns ab wie Geflügel. Niemand vermochte ihnen etwas entgegen zu setzen. So musste es sich anfühlen gegen Götter zu kämpfen. Nur durch einen Hinterhalt von Yurin konnten wir Werund in seine Festung zwingen. Jakob Wehner wurde kurz darauf übermannt und flüchtete mit letzter Anstrengung auf unbekannten Wegen vom Schlachtfeld.
Selbst als wir Werund ins Innere folgten starben noch zahlreiche an Fallen und seiner beeindruckenden Fähigkeiten.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 1.2 Kapitel - Der Verräter   So 27 Mai 2018 - 14:53

Schließlich stand ich alleine vor diesem Mann vor dem sich alle so gefürchtet hatten. "Gib auf Werund!", schrie ich ihm entgegen und musterte meinen Gegenüber. Yurin Attentat hatte seinen rechten Lungenflügel durchbohrt und das Gift lähmte bereits weite Teile seines Körpers. Er war kein böser Mensch in diesem Moment. Lediglich ein Lamm an der Schlachtbank. Er blickte mich an als ich mit Baby auf ihn zukam und zitterte vor Schmerzen. "Sag Zaysha, dass alles gut ist! Ich werde eines Tages wieder bei ihr sein!", sprach er mir zu bevor Baby auf ihn niedersauste und sein Körper in einem Lichtblitz in hunderte Funken zerriss. Als ich nach draußen kam jubelte niemand. Es war eine herbe Niederlage für einen Sieg gewesen und fast vier fünftel der Armee waren gefallen. Ich war als einziger überlebender Herold in tiefe Ungnade gefallen und auf dem Olymp der Götter für unsere Verluste und die fehlende Leiche schwerst bestraft.". Numsgil machte seinen Oberkörper frei und tiefe Narben wurden auf seinem Rücken sichtbar: "Saraenrae und Iomedae sahen mich nicht einmal an, geschweige denn zuckten sie bei jedem Peitschenhieb des richtenden Cornugons. Sie wussten nicht, dass ich die letzte Seite aus der Arcanum Potens gerissen hatte, die ich in den Überresten seiner Ausstattung gefunden hatte. Das unvollständige Werk war universell bekannt und wertlos und ich wollte den Ursprung seiner Macht kennen lernen."
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 1.2 Kapitel - Der Verräter   So 27 Mai 2018 - 15:30

"Meine letzte Strafe war der Verlust aller göttlicher Kräfte, die einem auserwählten Herold zugute kamen. Wie Kleider rissen sie mir das Göttliche aus dem Körper und die Götter selbst spukten mich an. Nach all den Vergewaltigungen und Schändungen war es einzig Desna die mich als Halbtoten aufnahm, aus dem Olymp trug und meine Wunden waschen ließ. Ihre Diener trugen mich dann zu den Füßen der Welt der Götter und warfen mich vor die Tore des Palasts des Krieges, Gorums Heim. Er war stolz auf den riesigen Krieg der ihm Geboten worden war und ließ mich in seinem Hof speisen. Er war der einzige freie Gott, verachtet von den anderen Göttern, aber der einzige, der mir noch eine Chance gab. Erst fünfzig Jahre später hatte ich mich von meinen Wunden erholt, keine Sekunde verging ohne erlernen von Werunds Weg. Die Urmacht war kaum zu gewinnen, doch jedes bisschen war geschmeidig wie weicher Ton der sich dem Willen beugte. Ich nannte es das Totem des Drachen. Doch ich konnte nie eine Person namens Zaysha finden, die anscheinend laut der letzten Seite vieles in seinem Werk mitgeforscht hatte. Gerne hätte ich damals auf die Bibliothek von Shinyalith zugegriffen um diese Person zu finden, aber...". "Es war schon zerstört, Goblin. Es war das erste was die Götter mit deiner Hilfe vernichtet hatten, aber Zaysha konnten sie nie vernichten!", erwiderte sie und Numsgil blickte sie verwirrt an. Sie setzte fort: "Zaysha war Werunds Frau! Ich bin Zaysha...ich habe das Buch mit meinem Mann geschrieben.". Numsgil blickte sie geschockt und voller Freude an. Sein Mund stand weit offen und in Gedanken verfluchte er sich dafür, dass er sie in seiner Arroganz nie nach ihrem Namen gefragt hatte.
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Bestie von Argh
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BeitragThema: Re: 1.2 Kapitel - Der Verräter   Fr 8 Jun 2018 - 23:54

"Mach dir keine Sorgen, Goblin! Ich habe die Zukunft gesehen und bin die vielen möglichen Pfade abgelaufen. Du musstest ihn töten, denn ohne seinen Tod hätten die Götter schon vor langer Zeit gewonnen. Dies ist der einzige Grund, warum dein Kopf nicht rollt und glaube mir es würde mich glücklich machen.", erklärte sich Zaysha und seufzte.
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